Bier und Schutz der Regenwälder

Diskutiere Bier und Schutz der Regenwälder im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Vor ca. zwei Wochen kam im Radio zur Krombacher Aktion eine Diskussion mit der Pressestelle Krombachers. Was ich daraus entnehmen konnte,...

  1. NicoleJ

    NicoleJ Guest

    Hallo

    Vor ca. zwei Wochen kam im Radio zur Krombacher Aktion eine Diskussion mit der Pressestelle Krombachers. Was ich daraus entnehmen konnte, klingt absolut nicht nach Bedingungslosem Naturschutz. Dort wurde gesagt, es würde nicht " jeder" Krombacherkasten in die Natur "einfliessen" sondern sie würden eine Gesamtsumme garantieren. Alles was darüber hinaus geht, fließt in die Brauerei, dem nach kann es ja wohl nicht sein dass man mit jedem Kasten Krombacher etwas für die Umwelt tut.

    Dies sollte man vielleicht nochmal hinter fragen....Jedenfalls habe ich das dem Interview so entnommen.

    Gruß

    Nicole
     
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  3. Wolfram

    Wolfram Foren-Guru

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    Hallo ihr Lieben,

    vielleicht noch mal zum allgemeinen Verständnis, so wie ich
    das bzw. ein anderes Interview interpretiert habe:

    Die Erträge fliessen an die Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF). Und zwar die anteiligen Erträge der verkauften Kästen von Mai bis Juli. Hier wurde ein siebenstelliger Millionenbetrag garantiert, egal ob nur ein Kasten verkauft wird oder aber eine Milliarden Kästen.

    Und ob die Kohle pro verkauften Kasten oder einfach nur durch einen Pauschalbetrag einer
    siebenstelligen Millionenhähe zusammenkommt, das dürfte doch im Endeffekt wurscht sein.
    Tatsache ist doch, dass Geld an WWF fliesst. Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist es mir piepegal, wer oder was , wieso und weshalb und warum jemand dies tut. Ob der Schotter nun durch einen edlen Ritter im Kampf gegen die Mächte des Bösen zusammenkommt oder
    durch eine klug durchdachte Marketingstrategie.

    Mich freut es jedenfalls – für den Regenwald.

    Liebe Grüsse
    Wolfram
     
  4. #23 Uninvited, 7. Juli 2002
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Juli 2002
    Uninvited

    Uninvited Guest

    Ich hab´ in einem anderen Forum was lustiges zum Thema gefunden :


    Jetzt wissen wir wofür wir unsere Gesundheit opfern.

    Hallo, Freunde und Kollegen!

    Sicher habt Ihr euch gewundert, daß ich so lange nichts habe von mir
    hören lassen. Das hatte einen triftigen Grund: Ich habe kurzfristig
    beschlossen, mich aktiv für unsere Umwelt einzusetzen.

    Gestern morgen habe ich einen Werbespot mit Günter Jauch gesehen dem
    zu entnehmen war, daß die Krombacher Brauerei und Greenpeace ein
    beispielloses Projekt zur Rettung des Urwaldes ins Leben gerufen
    haben: Für jeden getrunkenen Kasten Krombacher Bier werden sie 1m²
    Urwald retten

    In mir erwachte sofort der bisher tief in meinem Innersten verborgen
    gewesene Naturfreund und Umweltschützer und so beschloß ich, auch
    meinen Beitrag zur Rettung der Urwälder beizutragen. Ich überwand
    meine Abneigung gegen promillehaltige Getränke und begann mit der
    Rettung .

    Während ich so mit der Rettung des einen oder anderen Meters
    Regenwald beschäftigt war, kam meine Frau nach Hause. Bei der
    anschließend
    geführten, hitzigen Debatte mit ihr machte ich vermutlich die gleiche
    Erfahrung, wie tausende andere Umweltschützer vor mir auch: Ich stieß auf völliges Unverständnis. Der Urwald schien ihr völlig egal, mein
    Engagement für die Natur und das Leben aller Menschen lehnte sie
    völlig ab. Sie wollte nicht verstehen, daß man eine so große Aktion
    wie die Rettung der Natur nicht aufschieben kann, ganz gleich, ob es
    erst Vormittag ist oder nicht.

    Da sie in keinster Weise einsichtig war und man(n) bereit sein muß,
    für die Vollbringung solcher Taten Opfer zu bringen, verließ ich das
    Haus. Niedergeschlagen, nein traurig, lief ich zunächst ziellos umher.
    Angst beschlich meine Gedanken. Angst um die Wälder. Verzweiflung
    machte sich tief in meinem Inneren breit, denn mit jeder
    verstrichenen Minute hätte ich wieder einige Quadratzentimeter
    unwiederbringlicher Natur retten können.
    Die Angst schnürte meine Kehle zu, die Verzweiflung ließ meinen
    Hals austrocknen.

    Wie groß war da meine Freude, als ich unerwartet auf eine Versammlung
    gleichgesinnter Umweltaktivisten traf! Ich erkannte sie sofort, denn
    als Zeichen ihrer Verbundenheit hielten sie alle eine Flasche
    Krombacher in der Hand, die sie demonstrativ leerten.

    Schnell nahmen sie mich in ihre Mitte auf und so erfuhr ich sehr
    bald, daß einige von ihnen sich bereits seit Jahren mit der Rettung
    ganzer
    Kontinente beschäftigen, unbeachtet von der Öffentlichkeit, genau
    hier, an diesem Kiosk! Ich bewunderte die Zeichen ihres teilweise
    jahrelangen Kampfes: Die von den Entbehrungen ausgemergelten Körper,
    die zum Aufforsten nötigen, prallen Bäuche, den Geruch nach
    jahrtausendealtem Urwaldboden, die mannigfaltigen Insekten und ich
    übersah auch nicht, daß sich einige beim Kampf um die Natur wohl die
    Zähne ausgebissen hatten.

    Nachdem wir zusammen eine ungefähr tennisplatzgroße Menge natürlichem
    Urwaldes gerettet hatten stellte ich fest, daß der Schutz und die
    Rettung der Umwelt ihren Tribut zollten. Durch das lange Stehen
    schmerzten meine Füße, die Waden krampften, selbst die Zunge war
    durch die langen Debatten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt: Ich
    hatte
    immer größere Mühen beim Aussprechen der großen Buchstaben eines
    Satzes oder Wortes. Aus diesem Grund beschloß ich, die Versammlung zu
    verlassen und machte mich auf die Suche nach weiteren Mitstreitern.

    In einer Gaststätte ganz in der Nähe wurde ich dann auch sofort
    wieder fündig: Gut ein halbes Dutzend Umweltler hatte sich dort
    eingefunden
    und arbeitete hier im Verborgenen an der Rettung der natürlichen
    Ressourcen. Schnell war ich aufgenommen. Ich war gerührt als der Wirt
    meine Hand nahm und mir sagte: "Junge, rette den Urwald, wir zählen
    auf Dich", und orderte die 4te Lokalrunde um unsere Aktion
    voranzutreiben. Da die anderen Gäste darauf bestanden, neben dem
    Urwald auch zusätzlich Gebiete wie die Sahara, die Wüste Gobi und
    Saarlouis wieder aufzuforsten und somit auch den Aufbau des
    heimischen Waldbestandes zu unterstützen, blieb mit nichts anderes übrig,
    als zu der Runde noch Jägermeister zu ordern.

    Ganz schwindlig war mir vor Stolz und Glück, als ich viel später die
    Kneipe verließ. Plötzlich sah ich die Welt mit anderen Augen! Leicht
    verschwommen zwar, aber dafür sah, nein fühlte ich, daß sich unsere
    gute Mutter Erde drehte. Nicht gleichmäßig und in eine Richtung,nein,
    es waren eher ruckartige Bewegungen in abwechselnde Richtungen.
    Welch eine Erfahrung!

    Vor Glück taumelnd lief ich zu meinem Auto und beschloß, einen
    Demonstrationszug durch die Kneipen der Innenstadt durchzuführen, um
    die vielen, anderen Menschen auf die Probleme aufmerksam zu machen.

    So fuhr ich in Richtung Stadt und war gerade einem Ozonloch
    ausgewichen als ich am Straßenrand einen Streifenwagen entdeckte. Auf
    der Fahrbahn standen mehrere Polizisten und schauten in meine
    Richtung. Sie mußten von meinem Vorhaben erfahren haben, denn sie
    hielten gezielt mein Fahrzeug an. Von Vorkontrollen bei
    Demonstrationen hatte ich ja bereits gehört, war aber dennoch
    verwundert, wie schnell sich das rumgesprochen hatte.

    Nachdem ich angehalten und aus meinem Wagen gestiegen war, entschloß=
    ich mich zu einer spontanen Sitzblockade auf der Straße. Wenn ich im
    Nachhinein darüber nachdenke, war es keine rationell erklärbare
    Aktion, eher ein Zwang meines Unterbewußtseins. Ich saß und mein
    Körper weigerte sich, wieder aufzustehen. Mir widerfuhr das gleiche
    Schicksal wie Sitzblockierer in Brockdorf oder entlang der
    Castor-Strecke: Ich wurde durch die Polizisten weggetragen. Auch sie
    wollten den Ernst der Lage nicht verstehen, obwohl ich sie immer
    wieder darüber aufklärte.

    Später, auf dem Revier erschien dann endlich ein vernünftiger Mensch.
    Er hörte sich mein Problem in aller Ruhe und sichtbar interessiert an
    und erklärte mir dann, daß er die Anzahl der von mir geretteten Bäume
    feststellen wolle. Ich hätte den Schutz der Umwelt quasi im Blut und
    er bräuchte aus diesem Grund etwas davon. Ich war glücklich, diesen
    verständnisvollen Menschen getroffen zuhaben. Mein Engagement würde amtlich festgehalten und der Nachwelt erhalten! Dafür gab ich ihm
    gerne mein Blut.

    Wenig später befand ich mich zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Meinen
    Wagen hatten die netten Beamten behalten, damit er durch seine Abgase
    nicht alle meine Bemühungen wieder zerstört, wie sie mir erklärten.
    Auch haben sie mir fest versprochen, nach dem Recyclingverfahren aus
    meinem Führerschein ein Flugblatt zur Unterstützung der
    Rettungsaktion zu machen.

    Froh und mit der Gewissheit, etwas großartiges getan zu haben ging ich
    dann nach Hause. Unterwegs rettete ich an der Tankstelle noch ein paar
    Pflänzchen und erinnerte mich an eine alte Weissagung der Indianer:
    Erst, wenn die letzte Ölplattform versenkt, das letzte Auto stillegelegt,
    die letzte Autobahn begrünt und die letzte Tankstelle
    geschlossen ist, werdet Ihr feststellen, daß Greenpeace nachts kein Bier
    verkauft.

    In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Arbeitstag. Ich geh jetzt
    nochmal'n bischen Wald retten.



    Liebe Grüße, Marc :D

    P.S.: ich unterstütze das Projekt auch tatkräftig ;)
     
  5. Wolfram

    Wolfram Foren-Guru

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    Warum denn in die Ferne schweifen

    Hallo lieber Marc,

    warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
    Du musst keine anderen Foren besuchen:D HIER findest Du
    alles, was Dein Herz begehrt:) http://www.vogelforen.de/showthread.php?s=&threadid=16912

    Dabei hast Du Dir so viel Mühe gemacht:)

    Liebe Grüsse
    Wolfram
     
  6. #25 Uninvited, 7. Juli 2002
    Uninvited

    Uninvited Guest

    Huch......da hab´ ich wohl was überlesen 8o

    naja, der Umfang des Forum´s hier, ist enorm.....alles zu lesen, ist für mich leider unmöglich !

    .....schönen Sonntag noch, liebe Grüße, Marc :D
     
  7. Wolfram

    Wolfram Foren-Guru

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    Hallo Marc,

    Genau so ist es. Mir geht es leider auch so. Um alles durchzulesen
    müsste der Tag 48 Stunden haben.

    Aber diesen heiteren Beitrag konnte man sich ruhig ein zweites Mal durchlesen:)

    Auch noch einen schönen Tag!

    Liebe Grüsse
    Wolfram
     
  8. Bea

    Bea Guest

    Regenwald Werbung von der "Brauerrei Krombacher" wurde Gestoppt

    Hallo Leute,

    tja das wird dann wohl nix mit dem Trinken zum Schutz des Regenwaldes :-(

    Das hier hab ich eben im Internet gefunden:

    Die Brauerei "Krombacher" darf vorerst nicht mehr damit werben, dass mit jedem gekauften Kasten ihres Bieres ein Quadratmeter Regenwald geschützt wird.

    Dies entschied am Dienstag die 2. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Siegen durch Erlass einer Einstweiligen Verfügung gegen den Kreuztaler Bierproduzenten.

    Das Gericht folgte mit seiner Entscheidung den Anträgen von zwei Wettbewerbsvereinen aus München und Köln, die auch die Interessen von Brauereien wahrnehmen. Gegen das Urteil, das mit seiner Zustellung wirksam wird, ist Berufung beim Oberlandesgericht Hamm zulässig. "Krombacher" kündigte an, das Projekt bis zum planmäßigen Ende am 31. Juli weiter durchzuführen. Eine an "Gefühle appellierende Werbung" sei, so der Vorsitzende Richter Alois Michalek, nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zwar zulässig, aber nicht "schrankenlos".

    Die von RTL-Moderator Günther Jauch moderierten Werbespots schränkten die "Entscheidungsfreiheit" des Verbrauchers unzulässig ein, weil sie ihn vor die Entscheidung stellten, entweder "Krombacher zu kaufen oder den Schutz des Regenwalds zu verweigern". Dies aber käme einem unerlaubten "moralischen Kaufzwang" gleich.

    Dies gelte für die den Bierkästen beigelegten Beipackzettel gleichermaßen. Schließlich trage die "fehlenden Transparenz" der "Regenwald- Werbung" zur Irreführung des Verbrauchers bei, betonte Michalek in der mündlichen Urteilsbegründung. So bliebe dem Verbraucher verborgen, "ob und in welcher Weise die Brauerei einen Beitrag zum Umweltschutz leistet." Transparenz müsse "direkt aus der Werbung hervorgehen." Im vorliegenden Fall sei die "starke Anreizwirkung der Werbung aber in ihrem Gesamteindruck irreführend." "Krombacher" teilte mit, weitere juristische Schritte seitens der Brauerei seien wahrscheinlich. (AZ.: 7 O 75/02 und 7 O 80/02)
     
  9. #28 Wolfram, 12. Juli 2002
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2002
    Wolfram

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    Hallo Bea,

    so wie es aussieht, war Dienstag Dienstag und heute ist heute:D
    Die Werbung läuft in Extralänge und schön ausführlich auf allen
    Kanälen. Zuletzt auf RTL um 18.45 Uhr, moderiert von Herrn Jauch.

    Liebe Grüße
    Wolfram
     
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  11. #29 Jens-Manfred, 2. August 2002
    Jens-Manfred

    Jens-Manfred Guest

    und wem hat es geschadet ?

    Nun ist die Werbung vorbei und keiner spricht mehr drüber.

    wem hat es denn nun geschadet ? Vermutlich nur dem, der zuviel wollte. Dem Regenwald tat es gut und wenn Herr Jauch und die Krombacher auch was davon hatten, dann haben alle etwas davon gehabt. Sogar ich :p .
     
  12. raptor49

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    Hi Leutz,
    ob Werbeverbot oder nich.
    Is mir Schnurzpieps egal, ich sauf trotzdem Krombacher.
    Und das auch noch nachdem mir es eigentlich Verboten ist als BAYRISCHER STAATSBÜRGER Ausländisches Bier zu Trinken.:D :D

    LANG LEBE KROMBACHER UND DER REGENWALD!!!!!!!!!!!!!!



    cu

    Tom

    :S 8)
     
Thema: Bier und Schutz der Regenwälder
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