Bin ich Vogel-geeignet?

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  1. Chabes

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    Guten Tag zusammen!

    Ich hoffe ihr könnt mir bei der Grundsatzentscheidung und vielleicht auch bei den Details etwas helfen.

    Kurz zu mir; Ich bin mit Tieren aufgewachsen (Hunden und Katzen) und hatte bis vor ein paar Jahren noch ein Bartagamen-Paar, die leider im hohen Alter von mir gegangen sind. Seit dem möchte ich mir gern wieder ein Haustier zulegen.

    Ich bewohne eine verhältnismäßig große Innenstadtwohnung, weshalb ich Hunde und Katzen mangels Auslauf ausschließe. Terrarientiere wären grundsätzlich in Ordnung allerdings haben mich Vögel seit je her fasziniert und ich würde mich gern in diese Richtung orientieren.

    Zum Platzangebot für einen Käfig wäre vorhanden: 200x150x100 mit indirektem Sonnenlicht. Für Freiflug könnte der Wohnzimmer Bereich komplett genutzt werden: ca. 40qm. Ich arbeite zu normalen Bürozeiten, könnte jedoch den Wohnbereich vermutlich so sicher gestalten, dass das Zimmer ab Morgens von den "Mitbewohnern" genutzt werden kann.

    Nun zu den Themen bei denen ich wirklich Hilfe brauche. Ich suche intelligente, handzahme, nicht all zu laute Tiere.
    Je nachdem, welchen Beitrag man liest schwankt dies jedoch bei jeder Art von einem Extrem ins andere =)

    Besonders interessant und für mich hängen geblieben aus den Beiträgen die ich hier so durchsucht habe waren Schwarzohren, Weißköpfe und Graupapageien. Letztere machen mir jedoch bei der Lebenserwartung etwas zu schaffen, da bisher alle meine Mitbewohner ihre Lebenserwartungen mehr als nur ausgereizt haben und ich vermutlich keine 60-70 Jahre mehr auf dem Planeten verweilen werde.

    Ist eine Vogelhaltung für mich in Frage kommend?
    Was sagt ihr zu den Arten, die ich in Betracht genommen habe?
    Könnt ihr mir weitere Arten empfehlen, über die ich mich schlau lesen sollte?
    Was sollte ich noch beachten, was könnte ich vergessen?

    Vielen Dank schon einmal vorab!
     
  2. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Hm..das Platzangebot ist leider mit keiner der genannten Arten so richtig mit gutem Gewissen kompatibel. Es ginge vielleicht grad noch so...aber das ist immer ein schlechter Anfang. Mir kämen spontan als Alternativen Aymara - oder Katharinasittiche in den Sinn. Generell kleinwüchsigere nicht allzu flugsüchtige Sitticharten.
    Aber warum keine Katze oder Hund, wenn Du diese Tiere magst?
    Katzen sollten sowieso rein in der Wohnung gehalten werden, Freigang ist heutzutage im Sinne der lokalen Kleinwirbeltierwelt nicht mehr vertretbar. Bei Katzen ab einer gewissen Preisklasse ist die reine Wohnungshaltung auch schon lange Standard.
    Und Stadthunde sind ja nun nichts ungewöhnliches. Hauptsache, sie sind nicht zu lange am Stück allein und es gibt den mehrfach täglichen Gassigang samt Bespaßung und Beschäftigung. Dann ist der Wohnort nicht so wichtig.
     
  3. #3 krummschnabel, 30.06.2020
    krummschnabel

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    Hallo Chabes - willkommen im Forum!
    Ich stimme Ingo zu. Hättest du vielleicht ein extra Zimmer für ein Vogelpaar? Freiflug im WZ wäre natürlich trotzdem gut, aber ich finde es immer vorteilhafter, wenn die Vögel auch mal unter sich sein können und abends beim fernsehen, wenn Besuch da ist, oder auch beim Mittagsschläfchen auf dem Sofa NICHT immer dabei sein müssen.
    Und du solltest bedenken, dass Vögel eine völlig andere Tierart sind, als die, die du bis jetzt hattest.
     
  4. Chabes

    Chabes Neues Mitglied

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    Danke schonmal für die zwei schnellen Antworten!

    @Ingo
    "Platzangebot [...] Es ginge vielleicht grad noch so..."
    - genau so was will ich vermeiden!

    "Aber warum keine Katze oder Hund, wenn Du diese Tiere magst?"
    - Ich mag fast alles :) aber Probleme für Hund auf Dauer ist 4ter Stock, gegen Katze spricht für mich auch das Platzangebot aus Erfahrung...

    "Aymara - oder Katharinasittiche"
    - Danke! Wird direkt gecheckt!

    @krummschnabel
    "Hättest du vielleicht ein extra Zimmer für ein Vogelpaar?"
    - leider nein. Ich will keine Kurzschluss Entscheidung treffen und auf Dauer ist nur das Wohnzimmer realistisch und unproblematisch umsetzbar.

    "Und du solltest bedenken, dass Vögel eine völlig andere Tierart sind, als die, die du bis jetzt hattest."
    - Absolut! Daher bin ich auch nicht ins erst beste Zoogeschäft gerannt, sondern wollte mich von erfahrenen Leuten beraten lassen ohne dass diese dadurch Vorteile haben ;)
    Aber irgendwie muss man halt anfangen.

    "aber ich finde es immer vorteilhafter, wenn die Vögel auch mal unter sich sein können"
    - das ist interessant. Bisher habe ich grundsätzlich gelesen, dass man möglichst viel interagieren soll. Volieren extra auf Augenhöhe, usw.
     
  5. #5 Alfred Klein, 30.06.2020
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Dumm sind die alle nicht. Und handzahm? Können die werden. Aber dazu ist eine riesige Menge Geduld gefragt. Vögel sind ja bekanntlich Fluchttiere. Also mußt Du ihr Vertrauen gewinnen damit sie mit Dir interagieren. Das ist, wegen Fluchttiere, anders als z.B. Hunde oder Katzen, langwieriger. Dies wenn man Anfänger ist und sich noch nicht auskennt. Ein Tip: Die Vögel, zumindest anfänglich bis sie Dir vertrauen, nicht direkt von vorne anschauen. Immer haarscharf vorbei und so daß Du sie immer noch gut siehst. Macht einiges aus. Direktes Anschauen empfinden sie als Gefahr, ist ja bei vielen Tieren so.
     
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  6. #6 krummschnabel, 30.06.2020
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    Das ist meine persönliche Meinung. Ich sage dir auch kurz, warum ich so denke.

    Ich hatte viele Jahre mehrere Wellensittiche in einer Voliere im Wohnzimmer. Gut - jetzt sind Wellis sowieso ständig labernde und zeternde Gesellen und je lauter du den Fernseher machst, desto lauter werden sie - das war schon extrem und es gibt durchaus leisere Vögel. Im Laufe der Jahre haben wir auch einige Abgabevögel aufgenommen. Dabei waren zwei, die fehlgeprägt waren (hatten wir nicht gleichzeitig, sondern zu unterschiedlichen Zeiten) - heißt: evtl. Handaufzuchten aber ganz sicher vorherige Einzelhaltung und damit auf den Menschen fehlgeprägt. Sie waren nicht zahm - sie waren schon lästig! Mittagsschläfchen auf der Schulter und beim Frühstück mit am Tisch war völlig normal. Deckte man abends die Voli ab, kam ein enttäuschtes "Hallooo?"
    Leider konnten sie aber mit ihren Artgenossen nicht viel anfangen und waren trotz Gesellschaft immer irgendwie einsam. So etwas möchte ich nie wieder erleben. Bei einem größeren Sittich bzw. Papageien mag ich mir das auch gar nicht vorstellen...mit haben schon die Bisse eines kleinen frustrierten Wellensittichs gereicht.

    Zum anderen denke ich dabei auch an mich. Ich liebe Tiere, bin auch mit Hund, Pferd, Meerschweinchen und Vögeln groß geworden. Ein Leben ohne Tiere könnte ich mir gar nicht vorstellen. ABER: ich brauche auch mal Zeit und Ruhe für mich! Ich liebe meine Kakadus abgöttisch - und dennoch bin ich froh, dass sie draussen in der Voliere und nicht in meinem Wohnzimmer sitzen. Ich habe lange genug gegen das Geschwätz meiner Wellis "anschreien" müssen, das möchte ich einfach nicht mehr...

    Und dann besteht ja - auch wenn die Vögel ein eigenes Zimmer haben - immer noch die Möglichkeit, viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Und Freiflug in der Wohnung ist auch immer möglich. Sie müssen also auf die Gesellschaft des Menschen nicht verzichten. Aber beide Seiten haben ihre Privatspähre.

    Aber das ist auch nur meine eigene Meinung - ich möchte nur, dass du verstehst, warum ich so argumentiert habe :zwinker:
     
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