Bitte um Eure Meinung zur "Gruppentherapie"

Diskutiere Bitte um Eure Meinung zur "Gruppentherapie" im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo, vielleicht erinnern sich einige von Euch noch an mein erstes Posting hier bezüglich des nackten, scheuen, übersensiblen Timnehs, den ich...

  1. Bell

    Bell Guest

    Hallo,

    vielleicht erinnern sich einige von Euch noch an mein erstes Posting hier bezüglich des nackten, scheuen, übersensiblen Timnehs, den ich Gedenke in Kürze aufzunehmen.

    Ich habe mich schon jetzt nach potentiellen Partnervögeln umgesehen, da ich glaube eine passender Artgenosse ist immer noch die beste Medizin.

    Bei meinen Anfragen diesbezüglich riet man mir, den Timneh trotz seines derzeitigen körperlichen und psychsichen Zustandes in eine Gruppe zu geben, wo er sich eventuell verpaaren könnte.

    Wie schon gesagt habe ich keine Erfahrungen mit Großpapageien, verfahre aber mit meinen Nymphensittichen so. halt eben, sie in einen möglichst großen Schwarm zu setzen.

    Was haltet ihr davon ? Welche Risiken birgt das für einen überaus ängstlichen und degenerierten Papageien ?

    Ich würde mir ja nichts mehr wünschen, als daß er endlich ein annähernd "normales" Timneh-Leben führen kann, auch wenn das bedeutet, daß er in der Gruppe bleibt und ich ihn nie wiedersehe, aber ich würde mir ewig Vorwürfe machen, wenn er noch größeren Schaden erleidet oder gar umkommt.

    liebe Grüße

    Bell
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Inge

    Inge ...

    Dabei seit:
    6. November 2001
    Beiträge:
    4.149
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Aargau / Schweiz
    Gruppe

    Hallo Bell,

    grundsätzlich finde ich Gruppenhaltung gut und positiv. In Deinem oder besser im Fall des Timnehs aber schwer zu sagen, ich bezweifle hier eine positive Wirkung. :?

    Da der Timneh (hab grad in den alten Postings gesucht und nachgeschaut) ja ca. 25 Jahre alt ist, bisher alle Verpaarungs-/Vergesellschaftungsversuche gescheitert sind, er flugunfähig, ängstlich ist - würde ich wohl erst mal versuchen, das arme Tier mit viel Zeit, Liebe, Geduld, Bachblüten, Homöopathie (wie in den andere Threads) beschrieben, aufzupäppeln. Allerdings meine ich, "Eigen-Selbstveruche" in solchen "schweren Fällen" sollte man unterlassen, auch wenn man gute Bücher hat. Es ist ein absolutes Wissens-Gebiet für sich.

    Hast Du die Bücher "Neues Heilen" etc., welche wir empfohlen haben, gekauft und gelesen ? Für den Timneh wäre sicherlich eine entsprechende Federtest-Bioresonanz-Untersuchung angebracht, so dass gezielte homöopathische Behandlung / Therapie durch einen entsprechend geschulten Therapeuten eingesetzt werden kann. Wenn Du mehr (z.B. Ablauf, Adresse) wissen willst, schick mir ne eMail.

    Ich bin absolut für Paar-/Gruppenhaltung, aber ich denke es gibt Ausnahmesituationen, in welchen man "Einzelhaltung", evtl. für eine begrenzte Zeit (spätere Vergesellschaftung), absolut verantworten kann.
     
  4. Bell

    Bell Guest

    Hallo Inge,

    ich habe mir das Buch gekauft. Auch noch eines von Werner Lantermann (Verhaltensstörungen von Papageien ...). Leider habe ich bislang nur einen kurzen Blick hineinwerfen können, aber ich werde am Wochenende mehr Zeit dazu haben.

    An diese Bioressonanz-Federanalyse habe ich auch schon gedacht, aber ich werde nun erstmal abwarten, was mein TA überhaupt zu dem Gesundheitszustand des Grauen sagt, denn wir haben uns entschlossen ihn vor seinem Einzug hier zum TA zu bringen, um ihn wirklich gründlichst untersuchen zu lassen (Röntgen, Polyoma, Geschlechtsbestimmung etc.), denn er setzt nun unheimlich schlecht Kot ab, d.h. er preßt richtiggehend und es braucht lange bis der Kot dann endlich als Riesenhaufen kommt.

    Ich hoffe nur, daß es nichts ist, was man nicht wieder beheben kann :(.

    Nächsten Freitag um 9 Uhr ist Termin ! Bitte drückt uns die Daumen, daß er das einigermaßen übersteht. Ich werde nicht dabei sein, damit er diese negative Erfahrung nicht mit meiner Person verbindet, aber ich werde wahrscheinlich keine ruhige Minute haben.

    Ich würde mich freuen, wenn sich noch einige Leute melden würden, die vielleicht schon Erfahrung mit der Gruppentherapie gemacht haben und diese schildern könnten.

    liebe Grüße

    Bell
     
  5. Utena

    Utena Guest

    Hallo Bell!
    Ich halte eine Gruppenhaltung für sehr empfehlenswert!
    Vor einigen Jahren habe ich mich auch dazu entschlossen und eine Gruppe aus nun 8 Graupapageien gegründet.
    Wir haben 5 Graue aufgenomen die mehr oder weniger Verhaltensauffälligkeiten wie Rupfen zeigten.
    Wichtig bei einer Gruppenhaltung mit verhaltensgestörten Tieren ist das auch "normale" Graue dabei sind,wo sich die gerupften eventuell die normale Gefiederpflege abschauen können.
    Rupfen kann auch bei Handaufzuchten wegen mangels erlernter Gefiederpflege auftreten.
    In unserer Gruppe kam eine 20 Jährige Graupapageiendame damals hinzu die immer ein Einzelvogel war und nette Melodien pfeifen konnte,inzwischen hat sie einen Partner und spricht nun meistens mehr papageiisch.
    Es ist sehr schön mitanzusehen wie die Tiere sich wieder natürlicher Verhalten und lernen Kontakte zu knüpfen und aufzubauen.
    Auch haben 2 Rupfer von uns anhand der Gruppenhaltung damit völlig innerhalb kürzester Zeit damit aufgehört.
    Vorausetzung ist allerdings das sich die Tiere untereinander vertragen und nicht durch Ranghöhere Tiere unterdrückt werden und es somit wieder zum Streß kommt.
    Allerdings ist eine Gruppenhaltung nicht immer von Erfolg gekrönt,da wäre eine Bioresonanz-Federanalyse wie Inge schon schrieb sicher eine gute Möglichkeit Blokaden Unter-oder Überenergien festzustellen und mit angezeigten Tierapieformen zu arbeiten.
    Ich habe diesbezüglich schon sehr gute Erfolge bei einigen Rupfern erziehlt,speziell dan wenn die seelischen Probleme tiefgreifender sind und erst langsam augearbeitet werden.
    Ich Therapiere gerade 2 Graue mit meinen Ergebnissen und es geht langsam vorwärts.
    Natürlich gibt es bei dieser Therapieform keine sofortige "Heilung",und man darf nicht sofort aufgeben wenn man nicht sofort erste Verbesserungen sieht,das kann bei sehr schlimmen Rupfern schon mal bis zu einem Jahr oder noch länger dauern bis das Tier sein verhalten ändert.
    Voraussetzung ist auch das man das Umfeld des Tieres verbessert sonst fällt es innerhalb kürzester Zeit wieder in das selbe Verhaltensmuster zurück .
    Außerdem ist es sehr wichtig das beim Halter auch ein entsprechendes Umdenken stattfindet.
    Falls du gerne Informationen über die Art dieser Federanalyse hättest,dan schreib mir eine Mail,ich erkläre sie dir gerne näher.
    Ich finde es auch sehr wichtig das der Ta zuerst den Grauen untersucht um eventuelle Organschäden die ja auch zum Rupfen führen können auschließen kann.
     
  6. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Bell!

    Grundsätzlich finde ich eine "Gruppentherapie" die beste Möglichkeit, Verhaltensstörungen und -auffälligkeiten zu minimieren oder zu beseitigen. Ob sie im konkreten Falles Deines
    Timnehs angebracht ist?
    Ich glaube, da kann man einfach keine Prognose wagen und muß es probieren: weder die nFlugunfähigkeit des Vogels muß dagegen sprechen noch sein Alter , bzw. die lange Zeit der Insolationshaltung.
    Beides sind zwar Faktoren, die eine Gruppenhaltung behindern können, aber es zeigt sich andererseits, das sich selbst flugunfähige Vögel gut gegen Flugfähige durchsetzen und auch Vogel aus jahrelanger Einzelhaltung schnell an das Leben mit anderen Grauen gewöhnen können. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um einen Wildfang handelt.
    Allerdings solltest Du bei der Partnersuche in einer Gruppe sicherstellen, das die Vögel gut beobachtet werden - daran scheitert es manchesmal, denn es steht oft nicht genug Zeit zur Verfügung.
     
  7. frivoe

    frivoe Stammmitglied

    Dabei seit:
    3. Juli 2001
    Beiträge:
    281
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Bell,

    eine Gruppenhaltung ist der Paarhaltung in manchen Punkten überlegen. Auch wenn es zu keiner Verpaarung kommt, so ist doch allein die Anwesenheit der anderen Gruppenmitglieder von Bedeutung für das einzelne Individuum.

    Wenn, nach meiner Erfahrung, die Gruppe aus festen Paaren oder Familienverbänden besteht, ist eine Integration oft schwieriger. Bei Tieren die miteinander keine besondere Beziehung haben ist die Vergesellschaftung problemloser. Anfängliche Streitereien sind allerdings normal. Wie schon erwähnt, müssen die Tiere in der ersten Phase natürlich genau beobachtet werden.

    Wünsche viel Erfolg
    Fritz
     
  8. Bell

    Bell Guest

    Hallo,

    ich glaube, ich werde diesen "Versuch" erstmal lieber lassen, denn wenn ich nicht mein Zelt neben der Voliere aufschlagen kann, dann würde ich mir nur noch Gedanken machen, ob sich meine Befürchtung bestätigen würde, daß dieser Timneh für alle als Prügelknaben herhalten muß, denn leider läßt er sich sehr leicht unterdrücken und wehrt sich auch wohl kaum.

    Mir wird was anderes einfallen müssen ! Was haltet ihr von einem sorgfältig ausgewählten Jungvogel , mit wesensstarken und friedlichen Eltern ? Halb zahm, damit er keine Scheu vor uns hat, aber nicht an uns klebt, weil er keine Artgenossen kennt.

    ?????? Doofe Idee ????? :~

    liebe Grüße

    Bell
     
  9. Utena

    Utena Guest

    Hallo Bell!
    Du schreibst der Graue läßt sich leicht unterdrücken.
    Was verstehst du darunter?
    Läßt er sich von Menschen leicht unterdrücken oder hat er auch große Angst vor Artgenossen die ihn dan jagen?
    Da du ja schon mit dem Gedanken gespielt hast ihn in eine Gruppe zu geben,hast du da auch schon eine bestimmte Gruppe oder Person die mehrere Artgleiche Tiere in einer Gruppe hält im Auge?
    Wenn ja kannst du dir ja ein gutes Bild davon machen ob die Tiere von dieser Person beobachtet wird um in Notsituationen eingreifen zu können.
    Einfach in einer Vogelstation oder Gnadenhof würde ich ihn auch nicht in eine beliebige Gruppe geben,da haben die Pfleger oftmals nicht die nötige Zeit stundenlang vor der Volier zu hocken,aber bei Privatpersonen hätte ich da weniger bedenken.
    Für uns Menschen sehen oft kleine Streitigkeiten von Papageien viel schlimmer aus als sie tatsächlich sind.
    Natürlich wäre es auch eine gute Lösung wenn du versuchst ihm einen Partnervogel zu suchen mit dem er sich versteht.
    Junge Tiere sind da sicher nicht agressiv deinem gegenüber,allerdings kann das schon ein paar Versuche mit unterschiedlichen Tieren bedeuten bis der richtige Partner dabei ist.
    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg bei deiner beforstehenden Aufgabe.
     
  10. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Bell!

    Ich kann mich Sandra nur anschließen: woher willst Du wissen, ob er sich von anderen Grauen unterdrücken läßt?
    Von seiner Reaktion auf Menschen kann man darauf nicht schließen. Und, wie ich aus den Erfahrungen von Timnehhaltern gelernt habe, sind gerade Timnehs die etwas aggressiveren Grauen (insofern weiß man auch nicht, ob ein "friedlicher" Jungvogel für ihn der richtige Partner ist oder doch lieber ein durchsetzungsfähigeres Tier).
    Insofern würde ich den Gedanken einer Verpaarung in der Gruppe nicht vorschnell aufgeben! Selbst wenn es mißlingt kann es Hinweise darauf liefern, welch einen Partner mit was für einem Charakter er benötigt.
    Auch hinsichtlich der Auseinandersetzungen zwischen Grauen hat Sandar auch nach meiner Erfahrung völlig recht: sie sehen für uns Menschen viel schlimmer aus als sie sind, Verletzungen sind selten.
     
  11. Bell

    Bell Guest

    Hallo,

    ich weiß deswegen, daß er sich von dominanteren Artgenossen leicht unterdrücken läßt, weil er mit einem solchen eine Zeit lang zusammengelebt hat, bis er nur noch in der Ecke hockte und kaum noch an den Futternapf kam. Ein zweiter Timneh, leider auf Menschen bezogen, hat ihn ebenso dominiert, obwohl er ansonsten wesentlich friedlicher war.
    Er geht wohl eher einem Streit aus dem Weg und wehrt sich nicht, anstatt das auszufechten, womit dann sein Rang besiegelt ist, oder ?

    Eines ist auf jeden Fall sicher : Er hat erstmal keine Angst vor Artgenossen, solange sie außerhalb seines eigenen Domizils neben ihm stehen. Ganz im Gegenteil : Er flötet sie sofort an.
    Auch andere Arten findet er symphatisch und hat gar mal mit einem Welli geflirtet.
    Stößt er aber auf Ablehnung oder gar Dominanz ist das für ihn ein gewaltiger Rückschlag, deswegen meine Überlegung einen unbedarften, unverdorbenen Jungvogel zu nehmen. Oder fechten diese auch sofort die Rangordnung aus ???? Sollte mein Timneh bei dieser Vergesellschaftung "aufblühen" und sicherer und selbstbewußter werden, dann steht einer Gruppentherapie, denke ich, nix mehr im Wege. Mein Wunschdenken ist natürlich, daß dies dann noch vor der Geschlechtsreife des Jungvogels passiert, so daß sich eventuell sogar Beide einen neuen Partner innerhalb einer Gruppe suchen können.


    Ach herrje, das ist alles so schwierig, wenn man keinerlei Erfahrung im Umgang mit schwierigen Großpapageien hat :(
    Dabei ist er noch nicht mal da !!!

    liebe Grüße

    Bell
     
  12. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. Utena

    Utena Guest

    Hallo Bell!
    Schwirige Situation für dich!
    Ich möchte dir gerne aus meiner Erfahrung im Umgang mit Verhaltensaufälligen Papageien allerdings sagen,das ich es zwar toll finde was du vorhast,allerdings die Probleme die auf dich eventuell damit zukommen du tragen können mußt!
    Den es nutz weder dem Tier noch dem Halter wenn man selber immer wieder in Konflikte gerät und nicht mehr weiter weis.
    Speziell bei Rupfer oder anders verhaltensgestörte Papageien braucht man viel Einfühlungsvermögen und man darf nicht sofort wenns nicht gleich so klappt wie man sich das vorstellt den Nagel an die Wand hängen.
    Speziell bei Rupfern kann es oft auch einige Jahre daueren bis sie das Verhalten ändern bzw. ein normales Verhalten zu Artgenossen aufbauen und man muß auch mit Rückschlägen rechnen.
    Auf gar keinem Fall soltest du den Grauen aus Mitleid aufnehmen,den die später daraus resultierenden Schuldgefühle dem Tier gegenüber projezieren sich nur und somit keine Besserung möglich.
    Prüfe bitte vorher ob du auch bereit bist dich einige Jahre intensiv um das Tier zu kümmeren,eventuell mehrere Partnervögel zu probieren und Aufbauarbeit leisten kannst um deinem zukünftigen Grauen den Weg in ein normales Papageienleben zu erleichtern!
    Den eines kann ich dir jetzt schon sagen,leicht ist das in den meisten Fällen nicht!
    Dazu würde ich dir auch empfehlen die Bücher die du schon genannt hast auch zu lesen und dich viel mit dem zu beschäftigen um auf eventuelle Ursachen oder Probleme gewapnet zu sein.
    Natürlich kann es auch sofort klappen und du einen glückliches Pärchen haben,will dir jetzt auch keine Angst disbezüglich machen,aber es muß einem Bewust sein,das auch ernsthaftere Probleme auf einem zukommen können!
     
  14. Bell

    Bell Guest

    Hallo Sandra,

    ich hatte es schon in dem anderen Thread geschrieben, daß ich den Grauen keineswegs bemitleiden werden und ihn auch nicht aus Mitleid aufnehme, sondern weil ich ihm helfen möchte und darin eine Aufgabe sehe, die mich reizt. Ich weiß auch, daß es Jahre dauern kann, bis eine Besserung eintritt.

    Am besten ist es wohl, wenn ich es auf mich zukommen lasse und erstmal die Aufgaben bewältige, vor die der Vogel mich stellen wird.

    Ich hatte heute angefangen das Buch von Lantermann zu lesen bzw. wollte das Kapitel "Erworbene Verhaltensstörungen" durchstöbern, wobei mir auffiel, daß leider die Seiten 33 bis 48 fehlen 8( . Tja, nun muß das wieder warten bis Dienstag, denn erst dann wird das neue Exemplar da sein.

    liebe Grüße

    Bell
     
Thema:

Bitte um Eure Meinung zur "Gruppentherapie"