Blaukopfsittich

Diskutiere Blaukopfsittich im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Wir haben einen verrückten liebenswerten Blaukopfsittich, der uns seit fast 26 jahren echte Freude macht. Hat jemand Erfahrung damit, wie alt...

  1. #1 LenchenundRocko, 8. Oktober 2005
    LenchenundRocko

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    Wir haben einen verrückten liebenswerten Blaukopfsittich, der uns seit fast 26 jahren echte Freude macht.
    Hat jemand Erfahrung damit, wie alt diese Sittiche werden können?
    (wir haben ihn oder sie? im Alter von ca. 2 jahren bekommen).

    Danke für 'ne Antwort
     
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  3. Christian

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    Hi,

    erstmal herzlich willkommen bei den Südami-Fans.

    Blaukopfsittiche gehören zu den Aratinga-Arten, die im Durchschnitt ca. 30 Jahre alt werden können ... was nicht heißt, daß sie nicht auch älter werden können ;)

    Erzählt doch mal mehr über Euren "Blauen" ... ist übrigens meine Lieblingsaratingaart ... habt Ihr auch Fotos, die Ihr hier zeigen könntet?
     
  4. #3 LenchenundRocko, 8. Oktober 2005
    LenchenundRocko

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    Hallo Christian,

    vielen Dank für deine Antwort.
    So um die 30Jahre haben wir uns auch gedacht, aber wir hätten ihn natürlich gerne noch ein bisschen länger um uns.

    Unser Rocko ist leider ein Sensibelchen:
    Während meiner Ausbildung (also vor 20 Jahren) began er sich zu rupfen; das haben wir ziemlich in den Griff bekommen. Aber das ist seine einzige negative Seite.

    Das clownhafte liegt sicher in seiner Art, sein Durchsetzungsvermögen ("Ich will jetzt Futter *schrei*) auch. Ich denke mal, dass es auch typisch ist sich an einen Menschen stark zu binden und beleidigt zu sein, wenn derjenige ihn alleine lässt.

    Möglicherweise seltsam ist seine intensive Zuneigung zu grünen Wellensittichen, die liebt er über alles (womit wir sein Rupfen wie oben beschrieben einigermaßen in den Griff bekamen).

    In jedem Fall stimmen wir dir zu, dass der Blaukopfsittich eine wirklich liebenswerte Rasse ist und man könnte Vieles über Rocko erzählen (naja, wie das so ist bei Haustieren).
    Was wir in jedem Fall gelernt haben und vor 26 Jahren noch nicht wussten ist, dass wir niemals wieder einen Papageien in Alleinhaltung halten würden.

    Viele Grüße
    LenchenundRocko
     
  5. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again,

    jetzt muß ich wohl meine Antwort auf zwei Postings verteilen, da die Foren derzeit mit langen Texten Probleme haben ... also der Reihe nach:


    Verständlich, vor allem, wenn ein Vogel so lange bei einem gelebt hat. Aber es kann ja durchaus sein, daß Rocco ein rüstiger Rentner bleibt und noch weit über 30 wird.


    Das sind eigentlich alle Krummschnäbel mehr oder weniger. Besonders ausgeprägt ist das z.B. bei Graupapageien und auch bei Südamis, die auch ein enorm ausgeprägtes Sozialverhalten haben. Daher sollte man sie niemals einzeln halten, denn sie machen alles gemeinsam, vom Spielen bis zum gegenseitigen Putzen.

    Daß der Mensch einen Partner-Vogel niemals ersetzen kann, brauche ich Dir ja offenbar nicht erzählen.

    Aber nicht immer ist die Ursache des Rupfens psychologischer Natur, es gibt auch körperliche Ursachen. Im Pirol, dem Magazin des Vogelnetzwerks, gab's mal einen guten Artikel zum Thema Federrupfen.


    Nein, das ist nur bei Einzelvögeln normal. Paarweise gehaltene Vögel können zwar auch sehr zahm werden, es gibt auch oft eine Vorliebe für eine bestimmte Person, aber die Vögel entwickeln sich nicht zu Kletten, die darunter leiden, wenn der geliebte Mensch nicht da ist. Sie vermissen einen zwar, aber sie leiden nicht darunter. Anders ausgedrückt ... es entwickelt sich keine Fehlprägung.


    --- im nächsten Posting geht's weiter ---
     
  6. #5 Christian, 8. Oktober 2005
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2005
    Christian

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    --- Fortsetzung ---


    Das ist allerdings sehr ungewöhnlich, da man normalerweise davon ausgeht, daß man Aratinga-Arten nur mit artgleichen oder anderen Aratinga-Arten vergesellschaften kann, ohne daß man heftige Auseinandersetzungen fürchten muß.


    Auf jeden Fall, vor allem sind sie auch sehr intelligent.


    Nun, daß man Papageien und Sittiche immer paarweise halten sollte, war damals ja auch noch nicht so bekannt. Aber auch heute noch steckt das Umdenken in der Vogelhaltung in gewisser Weise noch in den Kinderschuhen. Einzelhaltung ist immer noch sehr weit verbreitet und es gibt auch immer noch viele Leute, die glauben, daß es reichen würde, einfach zwei Vögel zusammen zu halten, auch wenn es unterschiedliche Arten sind. Es gibt zwar Fälle wie bei Euch, wo das gut klappt, aber optimal ist das dennoch nicht.
    Man muß aber auch sagen, daß es auch gar nicht so leicht gewesen wäre, einen Blaukopf-Partner zu finden, wie wir letztens hier im Forum noch gesehen haben.

    Und heute noch etwas am Status Quo zu ändern und eine Verpaarung zu versuchen, dürfte in Anbetracht seines Alters wahrscheinlich keine gute Idee sein.

    Solltet Ihr aber später einmal Rocco so sehr vermissen, daß Ihr in Erwägung zieht, Euch noch einmal einen Südamerikaner ins Haus zu holen, kann ich nur wärmstens empfehlen, von Anfang an ein gut harmonierendes gegengeschlechtliches Pärchen zu nehmen. Am tollsten ist natürlich ein kleiner Schwarm, aber bei Wohnungshaltung hat man ja meist nicht so viel Platz. Wir waren letztes Jahr auf der Ornithea und konnten da einen Schwarm Gelbseitensittiche bewundern ... kann man schlecht beschreiben ... muß man echt gesehen haben ... jedenfalls standen wir da stundenlang und haben sie beobachtet ... irre.
     
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  8. #6 LenchenundRocko, 9. Oktober 2005
    LenchenundRocko

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    Hi Chris,

    ich freue mich über deine ausführliche Antwort :prima:

    Zur "Verpaarung" mit einem Wellensittich:
    Als Rocko das Federrupfen begann sagte uns der TA, dass im besten Falle ein Partner dieses Problem stoppen könne, aber es schwierig sei, einen Blaukopfsittich zu finden.
    Eine organische Ursache des Rupfproblems schloss er aus, wobei er unseren Frechdachs nur kurz begutachtet hatte.

    Heute hätte man immerhin die Möglichkeiten des Internets um nach einem passenden Partner für ihn zu suchen, vor 26 Jahren schien uns dieses Problem nicht lösbar.

    Somit kauften wir einen Wellensittich, der von Rocko sofort "adoptiert" wurde;
    zunächst waren es Hähne (er hat ja inzwischen einige überlebt), doch seine derzeitige "Freundin" ist eine Henne, Lenchen.
    Mit ihr verstand er sich anfangs gar nicht (da gab es zur selben Zeit auch noch ein Wellensittichmännchen, den er sehr mochte; menschlich betrachtet würde ich sagen, er war eifersüchtig) und Lenchen ist sehr selbstbewusst (wenn man solche Eigenschaften in Vögel hineininterpretieren darf), sie meckerte und hackte auch schon mal zurück wenn Rocko sie verjagen wollte.
    Doch seitdem Fibbes nicht mehr da ist turteln die beiden ohne Ende: Schmusen, kraulen sich, mitunter versucht Rocko Lenchen zu füttern, sie fressen gemeinsam, baden, schlafen auf der gleichen Sitzstange usw. :trost:
    Aggressionen kommen sehr selten vor, sie lassen sich vermeiden, denn sie betreffen fast ausschließlich das Futter.
    Mit keinem anderen Wellensittich hat sich Rocko so gut verstanden, wie mit Lenchen, also kann es auch am Charakter der Tiere liegen?
    Eigentlich dachte ich, dass es "normal" sei, dass sich ein Blaukopfsittich mit Wellensittichen verträgt, so problemlos ging das mit Rocko.
    Obwohl: Wie schon erwähnt: Blaue Wellensittiche ignoriert er definitiv. Und vielleicht ist es auch schwierig ihn mit mehr als einem Wellensittich zu vergesellschaften, wie die Erfahrung bei uns zeigte.
    Unsere beiden Süßen sind schon ein Thema über das man stundenlang reden könnte, aber ich mache hier mal Schluss, wollte nur was zur Vergesellschaftung unterschiedlicher Piepser sagen.

    Einen schönen Sonntag noch
    LenchenundRocko
     
  9. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again!


    Keine Ursache ... ist ja auch ein komplexes Thema und u.U. auch etwas brisant, denn Themen wie Einzelhaltung und Rupfen werden nicht selten sehr emotionsgeladen diskutiert, um das mal vorsichtig auszudrücken ;)


    Das war sicherlich die wahrscheinlichste Ursache und die Einschätzung der Partnersuche wohl auch realistisch, aber dennoch hätte ich erwartet, daß er Dir empfiehlt, Dich postalisch oder telefonisch an die Zuchtverbände zu wenden, um einen Züchter zu finden ... die Adressen hätte er auch auf Lager haben müssen ... zumindest würde ich persönlich das von einem guten vogelkundigen Tierarzt erwarten ... oder ist das zuviel verlangt?


    Ja, das Internet erleichtert einiges. Früher hätte man Tierärzte, Zoohandlungen und Amtstierärzte befragen müssen, um Adressen von Züchtern und Zuchtverbänden zu bekommen. Und dann hätte man sich einen Wolf telefonieren können, um sich durchzufragen, wer einen passenden Züchter kennt ... sicherlich recht aufwendig.


    Man sagt zwar immer, man solle Vögel nicht vermenschlichen, aber Gefühle wie Eifersucht empfinden Papageienvögel durchaus.


    Klar, kann man das so sagen, es gibt halt Unterschiede hinsichtlich des Selbstbewußtseins ... oder wie sonst liesse sich erklären, daß manche Vögel sich dominanter und andere devoter verhalten?


    Durchaus möglich, schätze ich.


    Wie sagt man so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel? Bei unterschiedlichen Einzelvogel-Vergesellschaftungen klappt es aber auch eher als bei Paaren.


    Definitiv :D
     
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