Bleivergiftung???

Diskutiere Bleivergiftung??? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich bin ganz neu hier und hoffe auf Eure Hilfe! HAbe meine 2 Wellis erst seit 3 Monaten. Gestern ist einer ganz plötzlich gestorben....

  1. jojonina

    jojonina Guest

    Hallo, ich bin ganz neu hier und hoffe auf Eure Hilfe!
    HAbe meine 2 Wellis erst seit 3 Monaten. Gestern ist einer ganz plötzlich gestorben. Anzeichen morgens waren: kurzes wirres Rumfliegen im Käfig, dann setzte er sich auf die Stange und hielt den Kopf schief nach unten. Kurz darauf flog er noch mal ganz kurz und landete dann mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden. Ich nahm ihn sofort raus, er hatte die Augen noch kurz auf und atmete dann das letze Mal aus. ANzeichen vorher waren ABSOLUT KEINE! Die 2 fliegen bei uns putzmunter und frei den ganzen Tag rum.
    Völlig fertig rief ich dann bei der Züchterin an und fragte nach. Sie erklärte mir, dass das durchaus vorkommen kann, dass die Vögelchen einen plötzlichen Gehirnschlag bekommen könnten.
    Im Moment beobachte ich nun den 2., wie er wieder mal auf einem Glasbild am Fenster sitzt um die Vögel draussen zu beobachten. (Das taten sie seit Dienstag, weil wir das Volgelhäuschen aufgestellt hatten.) Stelle mit ENtsetzen fest, dass er an der Bleiverglasung herumnagt. Und wie ich nachschaue, sind Teile der Bleiverglasung auch ziemlich angenagt. Ich hab das vorher leider nicht mitgekriegt. Hab ich jetzt freilich sofort entfernt.
    MEine Frage:
    Kann es sein, dass sich mein erster Vogel eine Bleivergiftung zugezogen und dann so schnell daran gestorben ist? Wenn ja, wie kann ich meinem 2. Vogel irgendwie helfen, falls er sich auch vergiftet hat, damit er nicht auch noch stirbt?
     
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  3. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo,

    erst einmal unbedingt vermeiden, dass die Vögel mit dem Blei in Berührung kommen.

    Falls auch Verdacht der Bleivergiftung bei den anderen Vögeln besteht, sofort zu einem vogelkundigen Tierarzt. Dieser kann das Gewebe des toten Vogel auf Schwermetallvergiftung untersuchen und/oder die noch lebenden Vögel röntgen. Falls diese eine Bleivergiftung haben, muss der TA dieses chirurgisch entfernen oder ein Abführmittel geben. Die Vögel sollten viel trinken.

    Gruß Alex
     
  4. jojonina

    jojonina Guest

    Hallo Alex,
    vielen Dank schon mal für den Tip mit dem Trinken! Das geht gut, denn er duscht sehr gerne.
    Klasse, wie schnell die Anwort kam! Vielen Dank nochmal!
    LG Nina
     
  5. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo Nina,

    Du kannst dem Kleinen auch einen verdünnten Nierentee geben. Aber nicht zu heiss (lauwarm), sonst verbrennt er sich den Kropf. Krampfanfälle sind typisch für Bleivergiftungen und machen sich erst allmählich bemerkbar. Wenn Du sicher bist, dass es eine solche Vergiftung ist, kannst Du ihm auch eine Spritze mit Flüssigkeit geben. Dann aber schleunigst zum TA, der ein Gegenmittel verabreichen kann. Du kannst auch mal bei der Giftzentrale anrufen und Dein Problem schildern.

    Gruß Alex
     
  6. #5 Alfred Klein, 23. Oktober 2004
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Das ist eine böse Sache.

    Eine Bleivergiftung äußert sich eigentlich nicht in schlagartigem Tod. Allerdings verstecken die Vögel es wenn sie krank sind. Es wäre also möglich daß der Welli tatsächlich eine Bleivergiftung hatte und daß diese Vergiftung die Leber zerstörte so daß der Vogel starb. Nur sieht man das in der Regel am Kot welcher blutig sein kann bzw. schwarz wegen geronnenem Blut.
    Du solltest schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen der den verbliebenen Welli untersucht, eventuell röngt um Bleispuren im Magen festzustellen. Eine Blutuntersuchung dürfte sich sehr schwierig gestalten da Wellis aufgrund ihrer geringen Körpergröße nur wenig Blut haben und man kaum die erforderliche Menge bekommen kann.
    Trotzdem ist es möglich was zu tun.
    Der Tierarzt kann Bariumsulfat verordnen um die Bleipartikel schnellstmöglich aus dem Magen zu bekommen. Weiter sollte Ca-EDTA gegeben werden um das im Blut und den Organen vorhandene gelöste Blei wieder zu entfernen.
    Nun kommt noch ein weiteres Problem. Der Vogel sollte viel trinken. Das ist bei Wellis schwierig da diese ja nur sehr wenig Wasser aufnehmen. Dies bedeutet daß man ihm das Wasser oder auch einen Nierentee, dieser ist noch besser, öfter mit Zwang zuführen müßte. Ob das dem Vogel gefällt oder nicht, alle diese Maßnahmen sind wichtig um ihn am Leben zu erhalten. Es kann sein daß er dadurch scheu wird aber das legt sich im Laufe der Zeit wieder.
    Also, wenn irgend möglich so schnell zum Tierarzt wie es geht. Am besten noch heute oder morgen. Manche Tierärzte haben ja einen Notdienst. Einen solchen findest Du auch häufig in Tierkliniken. Berichte über meine Vorschläge hier und berate Dich mit dem Tierarzt.
    Wenn möglich wäre natürlich ein vogelkundiger Tierarzt ideal. Kann ja sein daß es einen in Deiner Nähe gibt. Da Du keinen Wohnort angegeben hast kann ich Dir nur einen Link einstellen wo Du selber suchen kannst.
    Hier der Link: http://www.vogel-faq.de/index.php?sid=4849&aktion=artikel&rubrik=009&id=7&lang=de
     
  7. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Jojonina,

    ich würde erstmal die Bleiquelle entfernen und wenn die Wellis daran herum genagt haben befürchte ich, dass der Welli an einer Bleivergiftung gestorben sein kann.

    Bei aktuten Vergiftungen treten im Vordergrund zentralnervöse Symptome auf, weil Blei, beeinflußt die Muskelatur, das motorische Nervensystem.

    Die Beivergiftung kann akut oder chronisch ablaufen. Der Schweregrad der Vergiftung ist von der aufgenommene Menge abhänigig.
    Die Symptomatik die bei einer Bleivergiftung auftreten können, haben eine große Bandbreite, z. B. , Tremor, Krämpfe, Polyurie, Durchfall, Erblinden, Hirnödem usw.

    Diagnostizieren kann der Tierarzt eine Bleivergiftung mit einer Röntgenkontrastmittelaufnahme, aber ein negativer Röntgenbefund schließt eine Schwermetallintoxikation nicht aus, wenn es sich um nichtmetallisches Blei handelt, die aufgenommen Teilchen sehr klein sind und so nicht dargestellt werden können, oder wenn Krankheitssymptome erst nach deren Apsorption oder Ausscheidung auftreten.

    Da gibt es noch die Möglichkeit, einer Bleibestimmung über Kot und Blutuntersuchung.

    Es werden bei einer Bleivergiftung Chelatbildner über mehrer Tage verabreicht, z.B. gibt man, Calcium-EDTA, unterstüzt wird die Behandlung noch durch Vitamin E und B-Vitamine.

    Man versucht auch mit Barilumsulfat die Ausscheidung von Bleiteilchen im Darm zu erleichtern. Um die Ausspülung von komplexgebundenen Schwermetallen über die Niere zuförden, wird man auch eine Elektrolytlösung wie. z.B. Ringer-Laktat-Lösung injektzieren.
     
  8. jojonina

    jojonina Guest

    HAllo Alex,
    dAs würde jetzt wieder dagegensprechen. Krampfanfall kann man das noch nicht mal nennen. NAch dem ich gestern morgen das Flattern hörte bin ich sofort zum Käfig. Wollte die Vögel sowieso rauslassen. Was ich dann schon beschrieben habe, hat gestern morgen nicht mal eine Minute gedauert!
    Aber wie auch immer, den 2. lass ich auf jeden Fall naoch anschauen.
    LG Nina
     
  9. jojonina

    jojonina Guest

    Vielen Dank für die schnellen Infos!!!!
    Die Bleiquelle hab ich selbstverständlich sofort entfernt nachdem ich das erste mal mitbekommen habe, dass dran rumgenagt wird. Leider halt erst heute. Die Vögel saßen aber erst seit Di. auf dem Bild. Das war für sie der neue Beobachtungsposten fürs Vogelhäuschen draussen.
    LG Nina
     
  10. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Nichtmetallisches Blei???

    Hallo Mary,
    Was soll denn "nichtmetallisches Blei" sein?
    Gibts auch "nichtmetallisches" Eisen, Kupfer, Zink u.s.w.?
    Um Aufklärung bittet
    Thomas
     
  11. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Jojonina,
    die schulmedizinisch korrrekte Behandlung wurde von Alfred ja schon geschrieben, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Ich würde noch die durch Blei oft angegriffenen Nieren stützen mit Homöopathie:
    Berberis und Solidago Globuli, je 5 Stück im täglichen Wechsel, Potenz D 4.
    Und eine isopathische Behandlung:
    Eine einzige Gabe (5 Globuli) Hochpotenz plumbum (C 1000, CXM oder CLM)
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  12. Motte

    Motte Guest

    Hallo,

    schlimme Sache. Ich habe einen Nymphenhahn durch eine Bleivergiftung verloren. Er hat eine Bleigardiene in einem nicht verschlossenen Kämmerchen aufgespürt (sie war ausser meinem Blick und ich hatte sie selbst schon ganz vergessen. Er ist innerhalb einiger Stnden gestorben. Apathie und wässriger, rosa/roter Durchfall waren die ersten Symptome. Dannach Gleichgewichtsstörungen und Krämpfe.

    Viele haben schon davon gehört das Belibänder gefährlich für unsere Pieper sind. Aber die wenigsten denken an die Bleifassungen von Tiffany-Lampen oder Fensterbildern!
     
  13. jojonina

    jojonina Guest

    Vorerst nochmal an alle herzlichen DAnk für Eure Ratschläge. Werde sie soweit wie möglich befolgen und berichte wieder!
    Meinem 2. geht es bis jetzt gottseidank immer noch sehr gut. Wir sind jetzt auch zuhaus geblieben, damit er nicht so allein ist solange er noch keinen neuen Freund hat.
    Nina
     
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  15. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Thomas,

    metallisches Blei, darunter meine ich, Blei als Metall, wie Bleirohre, Bleichgewichte usw. . Je nach aufgenommene Menge und Größe der Teilchen, kann man es gut auf dem Röntgenbild sehen.

    Eine Vergiftung mit nichtmetallisches Blei, währen z.B. organische Bleiverbindungen, die über die Lungen oder über die Haut gehen kann , zugeben, kann man heute ja vergessen. Aber Farben sind auch nichtmetallisches Blei, Farben die eben Bleipigmente enthalten. So abgeknabberte Farbteilchen, lassen sich auch nicht röntgenologisch darstellen.

    Dann gibts noch Dämpfe die beim Bleigießen enstehen oder beim Löten oder Bleistaub durch Abschleifen von Blei, kann eingeatmet werden. Alles was über die Lungen geht, ist für mich nichtmetallisches Blei.

    Vieles kommt ja heute nicht mehr in Betracht, eigentlich nur die Vergiftung mit metallischem Blei, nehme ja an, dass sich ein Vogel nicht eine eine Bleivergiftung durchs Trinkwasser, wegen Bleirohre zuziehen kann und Bleivergiftung durch Farbanstriche die Bleipigmente enthalten, dürfts eigentlich auch nicht mehr geben, Bleihaltige Farben dürften ja verboten sein.

    Trotzdem, in amerikanischen Fachartikel über Bleivergiftung, schließt man eine Vergiftung über Lunge nicht aus und erwähnt auch alte Farben.

    Natürlich gibts auch nichtmetallisches Eisen, Kupfer, Zink, ich esse ja keine Kupfermünzen, Eisenschrauben oder Zinkeschichtes Metall, sondern nehme diese für den Menschen essentielen Spurenellemente über die Nahrung auf. Die Nahrung kann auch auch mit Blei belastet sein, ist aber heute nur geringfügig, wenn ich nicht gerade dauerhaft Fisch aus einem bleibelasteten Gewässer zu mir nehme, dann würde ich eine nichtmetallische Bleivergiftung bekommen.
     
  16. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Nichtmetallische Metalle?!

    Liebe Mary,
    jetzt weiß ich wenigstens, was Du meinst. Es ist aber eine etwas eigenwillige und sehr individuelle Definition von metallisch und nichtmetallisch, die Du da gibst. Metalle bleiben Metalle, da beißt die Maus keinen Faden ab. Daß sie auch in Verbindungen, also nicht chemisch rein, auftreten können, ist eine andere Baustelle. Aber chemisch ist und bleibt Blei in jeder Verbindung ein Metall und keine Säure oder Edelgas;-)))
    Auch Eisen oder Zink als Spurenelement sind selbstverständlich Metalle, was denn sonst?
    Merke:
    Metall ist nicht nur, was glänzt und in kleinen Stückchen oder großen Rohren oder Trägern auftritt. Was ein Metall ist, bestimmt sich nach den Eigenschaften des Atoms.
    Bei Bedarf vielleicht mal wieder das alte Chemiebuch von der 8. oder 9. Klasse aus dem Keller holen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
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