Blessgans, Variation oder Unterart?

Diskutiere Blessgans, Variation oder Unterart? im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Leute, die Frage beschäftigt mich. Eine vj. und eine ad. Blessgans, gesehen in Brandenburg: oranger Schnabel, braune Handdecken, schmaler...

  1. #1 fabalis, 04.03.2011
    fabalis

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    Hallo Leute, die Frage beschäftigt mich.
    Eine vj. und eine ad. Blessgans, gesehen in Brandenburg:
    oranger Schnabel, braune Handdecken, schmaler wirkender Flankenstreif und ebensolche weiße Schwanzendbinde, etwas größer und langhalsiger anmutend nur eben insgesamt nicht signifikant dunkler als die umstehenden albifrons.

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    Habt ihr Tips zu Bestimmungsliteratur, oder gibt es weiterführende links, um die einzelnen Blessgansunterarten besser ansprechen zu können?

    Danke f.
     
  2. #2 Kanadagans, 04.03.2011
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    Hy!

    Bis auf die beiden Saatgänse fallen mir da keine ungewöhnlichen Vögel auf. Könntest Du die eventuell kenntlich machen, irgendwie?

    Grüße, Andreas
     
  3. #3 fabalis, 05.03.2011
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    Moin, ich meine die Gänse mit dem orangefarbenen Schnabel.
    Bild1: vj. re. hinter der Saatgans,
    Bild2: vj. li. und ad. re. neben der Saat, die, die uns die Brust zeigen,
    Bild3: vj. li. neben Saat frontal und ad. re. im Profil.
    Ich kenne a.a.albifrons nur mit rosa/fleischfarbenem Schnabel, ggf. etwas orange am First, oder an der Basis. Die Bilder sind nicht die besten, aber die komplett orangenen Schnäbel kann man doch erkennen. Speziell vj. wirkt größer, kompakter gebaut, mit schmalem Flankenstreif und etwas dunkler getönt. Draußen waren die Unterschiede eindrücklicher, jedoch wurde eine genaue Farbeinschätzung durch das gleißende Sonnenlicht erschwert. Einzelne Merkmale können bei ssp. vorkommen.

    Gruß f.s
     
  4. #4 Kanadagans, 05.03.2011
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    Hy!

    Nimm's mir nicht übel ;)!
    Die benannten Vögel hatte ich zwar auch im Verdacht, habe mir aber nichts besonderes dabei gedacht, da wir hier im Herbst eine verflogene 2010er Blässgans bei den Kanadagänsen hatten, die ebenfalls einen orangen Schnabel hatte ^^.
    Stimmt aber, für gewöhnlich sollte der rosa sein.

    Da bleibt ja eigentlich nur der Schluss über, dass das Grönland- Blässgänse sind. Diesen Winter mussten die Blässgänse ja aus Holland winterfliehen, unter anderem nach Frankreich/ Großbritannien, und in GB überwintern ja die Grönland- Blässgänse...
    Wahrscheinlich sind es also mitgekommene Irrgäste.

    Grüße, Andreas
     
  5. #5 fabalis, 06.03.2011
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    Hi Andreas, meinst Du, dass die Winterflüchtigen bis nach Schottland oder Irland ausgewichen sind? Flavirostris sollte m.W. insgesamt viel dunkler aussehen als albifrons, was ja, zumindest bei dem ad. Vogel, nicht wirklich der Fall ist. Einige Merkmale sprächen für flavirostris, die Farbgebung, als eines der wichtigsten, allerdings eher dagegen. Sollten die Gänse einer Variation von albifrons entsprechen, wäre es spannend, ob diese ggf. einen geographischen Hintergrund haben könnte. Ein echt interessantes Thema, aber wohl noch nicht untersucht, zumindest nirgendwo (mir bekannt) publiziert. Juv. oder dj. im Herbst können wohl selten eine überwiegend, wenn auch blasse, orange Schnabelfärbung aufweisen.

    Gruß f.
     
  6. #6 Kanadagans, 06.03.2011
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    Hallo!

    Du könntest Dich mit diesem speziellen Fall auch mal an Helmut Kruckenberg von www.blessgans.de wenden. Für mich die Anlaufstelle in Sachen Blässgänse mit absolut wissenschaftlichem Hintergrund...

    Wie weit die Gänse nach Großbritannien ausgewichen sind, weiß ich leider nicht, nur, dass sie da waren. Für unmöglich halte ich es nicht, dass sich die Winterareale beider Unterarten unter diesen besonderen Umständen berührten.
    Man könnte jetzt noch weiter spekulieren, dass die Vögel einer Mischverpaarung entstammen etc., aber ich glaube, das würde zu weit führen ;).
    Ich würde sagen, lege den Fall mal bei den Verantwortlichen der entsprechenden Seite dar, die wissen ganz sicher Rat =)!

    Besten Gruß, Andreas
     
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