Bösartiges Geschwür. Einschläfern oder leben lassen?

Diskutiere Bösartiges Geschwür. Einschläfern oder leben lassen? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo ihr Lieben. Mein Herz ist gebrochen und ich weiß nicht, was ich tun soll. Bei meiner Vogeldame hat sich im Mai ein Knubbel am Rücken...

  1. Suchende

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    Hallo ihr Lieben.

    Mein Herz ist gebrochen und ich weiß nicht, was ich tun soll.

    Bei meiner Vogeldame hat sich im Mai ein Knubbel am Rücken gebildet, der rasch zu einer haselnussgroßen Beule geworden ist. Ich war mehrmals beim Tierarzt, der sagte, es handle sich um ein Lipom. Wir behandelten sie mit Alfavitam und Lugolscher Lösung. Jedoch wuchs die Beule trotzdem weiter.

    Da sie ein Nichtflieger ist, hat sie das Ding nicht weiter gestört. Aber seit einigen Tagen habe ich das Gefühl, dass es ihr nicht gut geht. Neuerdings schläft sie mehr als sonst und sieht manchmal aus, wie ein Häufchen Elend.... Ich habe dann im Netz nach Merkmalen für Unwohlsein und Schmerzen gesucht (Augenlidstellung, Aufplusterung, waagerechte Körperhaltung etc). Vieles davon trifft leider zu. Gestern war ich dann nochmal bei einem anderen Tierarzt - einem speziellen Vogelarzt. Die Dame musste mir leider mitteilen, dass es kein Lipom, sondern ein bösartiges Geschwür ist. Mittlerweile ist es zu groß und der Vogel zu alt, als dass sie eine OP wagen würde.... sie riet mir, meinen Welli bald einschläfern zu lassen. :'(

    Ich komme gar nicht damit zurecht, eine Entscheidung über Leben oder Tod treffen zu müssen. Natürlich möchte ich nicht, dass sie unnötige Qualen leidet. Plötzlich bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob sie Schmerzen hat... Sie ist immer noch sehr lebensfroh, frisst ganz normal und macht Faxen mit ihrem Gefährten. Zugegebenermaßen nicht mehr so ausdauernd wie noch vor kurzem und mit vielen Ruhephasen, in denen sie dann wieder die fast-Waagerechte einnimmt und mitunter etwas mitgenommen aussieht. Zudem ist das Geschwür so schwer geworden, dass sie manchmal beim Klettern das Gleichgewicht verliert und runterfällt. Habe den Käfig schon umgebaut, quasi "behindertengerecht", so dass sie wieder alleine auf die Stange kommt...

    Ich habe ein paar Fotos von meinem Häufchen Elend gemacht. So sitzt sie manchmal da und ich weine bei dem Anblick. Wenige Minuten später aber, tollt sie wieder herum.

    Oh man, ich weiß wirklich nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll. Was meint ihr dazu?

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  3. Suchende

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  4. klumpki

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    Hallo Suchende,
    Du weißt es insgeheim schon was zu tun ist....
    Diese Anfrage hier ist nur der Strohhalm, an den Du Dich klammern möchtest.
    Dein liebes Wellimädel hat Dir sicher viel Freude bereitet und Du liebst sie.

    Deshalb wird es auch nur einen Weg für Dich geben, ihr diese Liebe zu beweisen und sie gehen zu lassen.
    Über der Regenbogenbrücke gibt es kein Leid und keine Schmerzen mehr:trost:


    PS: Dass Du jetzt ihren Zustand weniger schlimm wahrnimmst ist sicher die Reaktion auf die Diagnose der vogelkundigen Tierärztin, ist so, als wenn wir beim Zahnarzt sitzen, da haben wir auch keine Zahnschmerzen mehr....
     
  5. Suchende

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    Ja, wahrscheinlich hast du Recht. Ich werde sie aber noch ein paar Tage beobachten. Seit gestern hüpft sie wieder fröhlich durch die Gegend... siche rkommt bald wieder die Kehrtwende...

    Haltet ihr es für sinnvoll, die "neue" Partnerin für mein Männchen erst nach Fio's Fortgang oder schon jetzt zu holen? Ich habe noch nie neue Tiere aneinander gewöhnen müssen... Aber alleine wird er sicher sehr unglücklich :(
     
  6. Solveig

    Solveig Stammmitglied

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    Hallo,
    es ist schmerzhaft, zu lesen wie es deiner Kleinen und dir geht. Kaum einer der User in diesem Forum kennt diese Situation und diese sehr schmerzhafte Entscheidung zu treffen, nicht. Du wirst hier moralische Unterstüzung finden, aber diese Entscheidung mußt ganz alleine du treffen. Eine Entscheidung, die auch immer Schuldgefühle mit sich bringt, aber in gewisser Weise auch Frieden, wenn du erkannt hast, dass es die richtige Entscheidung ist. Sicherlich ist es ein großer Liebesbeweis, sie von ihren Schmerzen zu befreien.
    Ich mußte diesen Weg im letzen Jahr gleich 2 Mal gehe. Mein Aramädchen und unseren Hund. Mein Herz fühlte sich gebrochen an aber es heilt mit der Zeit. Man fängst auch wieder an, sich positiv zu erinnern und zu freuen an den vielen schönen Situationen, die man erleben durfte. Es braucht Zeit. Ich wünsche Dir die Kraft für die richtige Entscheidung, die Kraft lozulassen. Die Kraft, dein liebendes Herz handeln zu lassen, das nur Beste für sie zu will und dein egoistisches Herz das nicht loslassen will, eine Weile in den Hintergrund zu verbannen. Viel Kraft, die du in der nächsten Zeit brauchst.
    Laß dich umarmen
    Solveig
     
  7. Mariama

    Mariama Vogelfreundin

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    Hallo, :trost:

    ich kann Deinen Schmerz und Deine Unsicherheit gut nachvollziehen, weil ich im letzten Jahr mit meinem Welli Micky in der gleichen Situation war.

    Dieses Auf und Ab im Befinden hatte er auch. Ich habe ihn so lange weiterleben lassen, wie er sich mit seiner Partnerin beschäftigt hat und noch offensichtliche Lebensfreude zeigte. Dann kam der Tag, an dem er seine Partnerin nicht mehr bei sich haben wollte und fast nur noch geschlafen hat. An diesem Nachmittag haben wir ihn gehen lassen...

    Es gibt homöopathische Mittel, die das Tumorwachstum hemmen können. Die Wahl des Mittels hängt von der Art des Tumors ab. Sprich doch mal mit dem Tierarzt über diese Möglichkeit. Ein mildes Schmerzmittel ist Traumeel.

    Ich würde noch keinen neuen Welli dazuholen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Henne ihren kranken Partner in der Zeit der Krankhkeit sehr unterstützt hat. Ein neuer Welli bedeutet immer auch Streß, der Deinem Kranken nicht gut tun würde.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und die Weisheit, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen...

    Liebe Grüsse
     
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  9. Suchende

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    Danke für eure mitfühlenden Worte. Ich werde nicht allzulange mit diesem schweren Schritt warten. Beobachte meine Henne mit sehr kritischen Augen und werde sie wegbringen, wenn die offensichtlich leidet. :(

    Bei der Suche nach einem Wellensittich stoße ich überwiegend auf Paare, die ein neues Zuhause suchen und überlege nun, ob das eine Option wäre. Normalerweise leben sie ja in Scharen, aber Knut ist bisher nur die Zweisamkeit gewohnt. Habt ihr da vielleicht Erfahrung?

    Und macht es einen großen Unterschied in Bezug auf die Pflege, ob man zwei oder drei Wellis hat? Einen größeren Käfig bräuchte ich dann auf jeden Fall... hm.
     
  10. #8 charly18blue, 7. Oktober 2010
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Hallo,

    setz bitte kein Paar zu Knut, da wäre er immer das fünfte Rad am Wagen. Entweder wieder eine Henne oder auch ein Hahn (das geht bei Wellis). Es sollte immer eine gerade Anzahl sein, da sonst einer immer ausgegrenzt wird, weil ein Partner fehlt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ab einer bestimmten Schwarmgröße (meist so ab 8-10 Vögeln) es dann nicht mehr so wichtig ist, ob die Anzahl gerade ist.

    Alles Gute für Deine Henne, ich schließe mich Mariamas Worten an
     
Thema: Bösartiges Geschwür. Einschläfern oder leben lassen?
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