Bourkesittiche als Ammenvögel?

Diskutiere Bourkesittiche als Ammenvögel? im Bourke und Grassittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo zusammen, ein bekannter Züchter hat mich vor kurzem gefragt, ob er seiner Bourkehenne, die immer sehr gewissenhaft ihre Jungen aufzieht,...

  1. DaniS

    DaniS Vogel-Mami

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    Hallo zusammen,

    ein bekannter Züchter hat mich vor kurzem gefragt, ob er seiner Bourkehenne, die immer sehr gewissenhaft ihre Jungen aufzieht, auch junge Sperlingspapageien unterlegen könnte, damit die Henne die dann aufzieht. Weil die Sperlingshenne die Jungen letztes Mal verhungern ließ, ist wohl noch zu jung.

    Ich sagte ihm, das sei normalerweise kein Problem, da ja Bourke auch in der Literatur als Ammenvögel bekannt sind.

    Was meint Ihr dazu? Habt Ihr schon mal praktische Erfahrung hiermit gemacht?

    Liebe aber etwas ratlose Grüße von Daniela

    PS: allen Besuchern der Foren noch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2001.
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Daniela!

    Praktische Erfahrungen habe ich keine, ich kann mir aber aufgrund dessen, was bspw. Brockmann zur Ammenaufzucht von Agas geschrieben hat, vorstellen, das es Probleme aufgrund der unterschiedlichen Körpergröße geben könnte (wobei ich jetzt die Entwicklung von Bourke-und Sperlingspapageien nicht im Kopf habe):
    die Körpergröße ist ja der Auslöser für die Elterntiere, den Jungen das richtige, altersangemessene Futter zu geben. Wenn Sperlinge nun kleiner sind als Bourkejunge, kann es theoretisch passieren, das sie Futter bekommen, das eigentlich für jüngere Vögel gedacht ist und sie nicht ausreichend zu ernähren vermag.
     
  4. #3 Arnd Mayer, 2. Januar 2001
    Arnd Mayer

    Arnd Mayer Guest

    Die Bourkehenne ist die beste!

    Vielen Dank, Daniela, dass Du meinen Fall hier im Forum geschildert hast.
    Wie bereits beschrieben, sah ich mich gezwungen, insgesamt vier junge Sperlingspapageien anderen Hennen unterzulegen, da die Mutter (mal wieder - das war nun ihre letzte Brut) ihre Jungen nicht fütterte. Zwei legte ich einer anderen Sperlingshenne unter, die allerdings selbst schon sieben Junge hatte. Sie hat sich zwar der beiden angenommen, doch eines hat es nicht geschafft. Dem anderen geht es gut.
    Die anderen beiden legte ich meiner geliebten Bourkehenne unter, die schon öfters in der Not "aushalf". Sie hat vier eigene Küken und nun noch die beiden Sperlingspapageien, die sie seit sechs Tagen liebevoll füttert. Allen geht es sehr, auch wenn die nackten Küken etwas lustig neben den Bourke-Küken aussehen, die wie Wollknäule wirken. Bevor ich die Henne bekam hat sie bereits einen Springsittich und einen Blaskopfrosella aufgezogen.
    Ich weiß nicht, ob es an dieser eigenen Henne liegt, aber ich kenne mehrere Züchter, die in der Not auf Bourkenennen zurückgriffen.
    Natürlich sollte dies kein Dauerzustand sein, denn die Ammenzucht stresst die fremde Mutter, und die Küken laufen Gefahr, fehlgeprägt zu sein.
    Wenn aber ein Züchter Angst hat, ein Küken zu verlieren, sollte er es auf jeden Fall mit einer Bourkehenne versuchen, die etwa gleichaltrige Küken versorgt.
     
  5. DaniS

    DaniS Vogel-Mami

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    kein Problem

    Hallo Arnd,

    es freut mich, daß Du so gute Erfahrungen mit der Bourkehenne gemacht hast.

    Ich hatte bisher meiner Bourke-Zucht-Henne immer nur Schönsittiche und Schmucksittiche untergelegt, also andere Grassitticharten. Daher dachte ich mir, als Du mir die Frage gestellt hattest, ob es mit Sperlingspapageien auch klappen könnte, ich frage einfach die Forumsbesucher, vielleicht hat ja jemand schon mal was derartiges erlebt. :D

    Liebe Grüße auch an die Henne und die Vögel von Daniela
     
  6. freddy

    freddy Guest

    Hallo Arnd!
    An deiner Stelle hätte ich genauso gehandelt, denn die Vögel waren schließlich in einer Notsituation. Ich selbst habe auch schon oft gelesen, dass Bourkesittiche gute Ammenvögel sind. Ich wünsche dir, dass die kleinen Sperlingspageien prächtig gedeihen und hoffentlich nicht fehlgeprägt werden.

    Mfg
    freddy
     
  7. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Ne, groß eine Wahl bleibt einem ja in diesem Fall nicht!
    Ich drücke die Daumen, das es weiterhin klappt und meine
    Befürchtungen aus der Luft gegriffen sind!
     
  8. #7 Arnd Mayer, 5. Januar 2001
    Arnd Mayer

    Arnd Mayer Guest

    Zur Info:

    Die kleinen Sperlingspapageien entwickeln sich prächtig, die Bourkehenne hat ganze Arbeit geleistet.

    Viele Grüße von Arnd.
     
  9. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Arnd!

    Freut mich sehr, das es so gut klappt. Wollte ja auch keinen Pessimismus verbreiten.

    Ich habe das zum Anlaß genommen, noch einmal bei Brockmann zur Ammenaufzucht von Agas nachzuschlagen und habe mich da tatsächlich falsch erinnert:
    "Werden die Eier während der Brutzeit verlassen, kann man die verlassenen gelege sogar Wellensittichen oder Singsittichen unterlegen. Besonders letztere haben sich als hervorragende Ammen erwiesen...
    Während die Aufzucht durch Singsittiche ziemlich glatt vonstatten geht, ist das Problem mit Wellensittichen als Ammen etwas schwierig zu lösen. Da die frischgeschlüpften Unzertrennlichen etwas größer als die Nestlinge der Wellensittiche sind, bekommen sie vom Wellensittichweibchen instinktiv vom ersten Tag an gröberes Futter anstelle des sonst sehr feinen Futterschleims. Die Jungen sind dann nicht in der Lage, das Futter zu verdauen und streben in kurzer Zeit." (J.Brockmann, Agaporniden, S.64, Ulmer Verlag 1993)

    Ich drücke weiterhin die Daumen!!
     
  10. Rudi

    Rudi Foren-Guru

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    Hallo,
    auch hier gibt es wie immer Ausnahmen. Bei mir hat vor ein paar Jahren mal ein Wellensittichweibchen drei Junge Blaugenicksperlinge vom Ei an ohne Probleme großgezogen. Ich denke einfach sehr gute Zuchtweibchen ziehen fast alles
    groß. Dennoch sollte man es wie schon erwähnt nicht die
    Regel werden lassen und solche Sachen nur in Notsituationen
    durchziehen.
    Gruß
    Rudi
     
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  12. Andy

    Andy Guest

    Glückwunsch!

    Hallo, Arnd!
    ich möchte Dich zu Deiner perfekt gelösten Notlage beglückwünschen - auch wenn du eigentlich gar keine andere wahl hattest, als die Küken der Bourkehenne zu geben. Bei meinen singsittichen hätte das nicht geklappt, denn sobald meine Sperlingspapageien und die singsittiche in einem raum sind, gibt es ein riesen Getöse und Gemecker, bis wieder klar ist, wer da das Sagen hat. Obwohl sich die Sperlingspapageien sehr gut mit ihren kräftigen Schnäbeln wehren können.Aber selbst in der Natur wird es uns gezeigt, wie es funktioniert, wenn ein Kuckuck von einem viel kleineren Wildvogel aufgezogen wird - also selbst die Natur behilft sich mit solchen "Methoden".
    ciao Andy
     
  13. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    ein wenig OT für dieses Forum:)

    Nochmals moin, Andy!

    Ich wäre mir nicht so sicher, ob es mit den Singern nicht doch klappen könnte, denn sie gelten ebenfalls als gute Ammenvögel.
    Es macht sicherlich einen Unterschied, ob ob man ihnen Eier oder Jungvögel anderer Arten unterlegt oder aber, ob sie auf ältere Vögel treffen.
    Dabei ist übrigens meine Beobachtung, daß die Singsittiche sich allen Vögeln gegenüber agressiv verhalten, denen sie nur beim Freiflug begegnen: meine habe ich immer scherzhaft als Kamikazevögel bezeichnet, weil sie selbst nicht nur Nymphen und Wellis, sondern auch größere oder kräftigere Arten wie die Mohren angriffen und zwar wirklich ohne Rücksicht auf eigene körperliche Schäden (Krallen ab).
    Als ich, ermutigt durch andere Erfahrungen mit Singern, während einer Renovierung zwangs- und versuchsweise die Singer zusammen mit Nymphen und Wellis in einen größeren Käfig setzte, erstaunte mich sehr, das sie kaum agressiv gegenüber den Mitbewohnern waren: andere Vögel werden wiederum beim Freiflug als Reviereindringlinge angesehen.
    Ich denke, eine solche Vergesellschaftung *kann* solange gut gehen, wie die Singer nicht in Brutstimmung geraten.
     
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