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Sarah aus Frankreich
Neuling
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Hallo! Ich kümmer mich seit zweieinhalb Wochen um einen jungen Vogel, wie ich inzwischen weiß handelt es sich um einen Zilpzalp oder Fitis. Der Vogel wurde in einem Garten von einer Katze unter mein Auto verschleppt. Das Nest konnten wir leider nicht finden. Er war noch fast ganz nackt und hatte die Augen geschlossen. Leider hat er am Hals etwas geblutet. Wir haben in einem leerstehenden Haus eine Wärmflasche gefunden und konnten dort auch Wasser warm machen. Die Wunde haben wir erst nur desinfiziert. Nach ungefähr zwei Stunden, hat der Kleine angefangen, sich wieder zu bewegen und hatte dann auch sichtlich Hunger. Die Verkäuferin einer Zoohandlung hat ihn dann mit Heimchen gefüttert, sie meinte, es sei eine sehr junge Meise. Zum Glück füttert man Meisen und Zilpzalpe bzw. Fitisse scheinbar gleich, weshalb wir unseren kleinen Kiko gar nicht so falsch ernährt haben. Leider haben wir den Vogel gut drei Stunden von Zuhause entfernt gefunden, weshalb ich ihm erst nach einer längeren Autofahrt Antibiotika geben konnte. Ich habe ihn dann 5 Tage mit Doxilamin behandelt. Das hatte ich noch von meinen Hühnern. Ich weiß, ein Tierarzt wäre besser gewesen, aber ich wollte nicht bis zum nächsten Tag warten ... Zunächst hat sich der Kleine unerwartet gut entwickelt. Er ist gut gewachsen, hat Federn bekommen, hat irgendwann angefangen zu flattern und zu hüpfen. Dabei ist mir aufgefallen, dass er mit einem Beinchen Probleme hat. Habe das Nest dann noch weiter verkleinert, evtl. war es noch zu groß gewesen. Aus Angst, das Beinchen könnte nicht richtig werden, habe ich unser Vögelchen auch tagsüber immer wieder ins Nest gesetzt. Das Bein ist auch toll geworden, jetzt gefällt mir der rechte Fuß nicht. Er macht die Krallen nicht richtig auseinander. Ich massiere den Fuß nun und versuche, die Zehen immer wieder in die richtige Position zu bringen. Das alles ist aber gerade nicht mein wirkliches Problem. Unser Kiko hat leider am Mittwoch Abend die letzte Mahlzeit nicht futtern wollen. Ich habe mir dabei nicht viel gedacht, schließlich war es schon spät. Morgens war er im Nest dann sehr aktiv, weshalb ich ihn schon gegen 5 in seinen Auslauf gesetzt habe. Als er dann fressen sollte, hatte er aber wieder keinen Appetit. Auch hat er sich nicht wirklich viel bewegt. Also bin ich gleich morgens mit ihm zum Tierarzt gegangen. Die Dame kennt sich mit Vögeln und der Wildvogelaufzucht aus. Hat gleich Kot und einen Abstrich aus dem Schnabel/ Rachen (?) mikroskopisch untersucht, konnte aber keine Auffälligkeiten finden. Sie geht davon aus, dass er sich einen Infekt eingefangen hat, oder dass es doch noch an der Verletzung durch die Katze liegt und hat ihm Antibiotika "verschrieben". Dieses sollte ich ihm direkt vorne in den Schnabel geben. Das war mir unheimlich, vor Flüssigkeit im Schnabel habe ich echt Angst! Ich habe deshalb darum gebeten, mir zu zeigen, wie das geht. Da Kiko den Schnabel nicht öffnen wollte, hat die Arzthelferin ihm ein Mini-Tröpfchen seitlich an den Schnabel gemacht und er hat es angeblich aufgesogen. Genauso habe ich es dann gestern morgen selbst versucht. Leider mit wenig Erfolg: Kiko hat wild mit dem Kopf geschüttelt und ich kann nicht genau sagen, wo das Antibiotikum gelandet ist. Evtl. hat er etwas durch die Nase eingeatmet. Ich habe ihm dann noch ein Tröpfchen mit einem Heimchen gegeben, da ich nicht sicher war, dass überhaupt etwas im Vogel angekommen war. Daraufhin hat er den gesamten Inhalt seines Kropfes auf meine Hand gespuckt. Was mir nun wirklich große Sorgen macht: Kiko atmet seit dem durch den Schnabel. Erst sehr stark, nun nur noch ein ganz klein bisschen. Aber der Schnabel geht immer leicht auf und zu. Ich habe große Angst, dass er Flüssigkeit in die Atemwege bekommen hat und das nicht überlebt. Die Tierärztin sagt, das könnte nicht sein, denn dann wäre er sofort gestorben. Ich soll das Antibiotikum weiter geben, die Atemprobleme lägen sicher an dem Infekt. Seine Reaktion auf das Mittel findet sie normal, das Zeugs schmecke scheußlich und auch wenn die Vögel danach alles wieder ausspucken, bliebe noch genug im Vogel. Um eventuelle Flüssigkeit aus seinen Atemwegen zu saugen, wäre unser Vögelchen eh auch zu klein, ich sollte bei der Hitze lieber nicht zu ihr kommen, sie könnten eh nichts anderes machen. Nun müsste ich Kiko eigentlich wieder sein Antibiotikum geben, traue mich aber nicht wirklich ... Könnt ihr mir einen Tip geben, was ich machen soll? Wie geht das mit dem Antibiotikum besser? Was kann ich machen, damit sich das mit der Atmung verbessert? Ich will dem Kleinen so gerne helfen!
Über jeden Rat wäre ich wirklich sehr dankbar!
Liebe Grüße von Sarah!
P.S. Zusätzliche Info - ich weiß, es ist eh schon zu lang geworden :-) ... Aber noch kurz zur Ernährung: Kiko bekommt vor allem Heimchen, frisch oder eingefroren und aufgetaut, ein bis zwei Wachsmottenraupen pro Tag, ein paar Pinkies und Fruchtfliegen. Außerdem Korvimin und Calcium. Leider habe ich erst gestern gelesen, dass er auch UVB Licht braucht, das habe ich ihm jetzt auch besorgt. Es gibt im Internet einfach unheimlich viele Informationen, da habe ich das mit dem UVB Licht übersehen ... Ich habe einfach große Angst, etwas falsch zu machen, habe mich noch nie um so ein Vögelchen gekümmert. Ach ja, und Kiko hat inzwischen wieder guten Appetit! :-)
Über jeden Rat wäre ich wirklich sehr dankbar!
Liebe Grüße von Sarah!
P.S. Zusätzliche Info - ich weiß, es ist eh schon zu lang geworden :-) ... Aber noch kurz zur Ernährung: Kiko bekommt vor allem Heimchen, frisch oder eingefroren und aufgetaut, ein bis zwei Wachsmottenraupen pro Tag, ein paar Pinkies und Fruchtfliegen. Außerdem Korvimin und Calcium. Leider habe ich erst gestern gelesen, dass er auch UVB Licht braucht, das habe ich ihm jetzt auch besorgt. Es gibt im Internet einfach unheimlich viele Informationen, da habe ich das mit dem UVB Licht übersehen ... Ich habe einfach große Angst, etwas falsch zu machen, habe mich noch nie um so ein Vögelchen gekümmert. Ach ja, und Kiko hat inzwischen wieder guten Appetit! :-)
