Brauchen die Kakdus den Sand oder den Kies?

Diskutiere Brauchen die Kakdus den Sand oder den Kies? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich hab mal ein bischen gegooglt wegen des Aluminiumstaubes. Nach Verschlucken: Über Magen-Darm-Trakt nur wenig resorbierbar. Ernsthafte...

  1. Pucki

    Pucki Bea

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    Ich hab mal ein bischen gegooglt wegen des Aluminiumstaubes.
    Jetzt müßte man noch rausfinden wie viel Aluminium in einem ganzen Ytong Stein ist.Das wird ja als Treibmittel genutzt---ist dann nach dem Erhitzen überhaupt noch was von dem Zeug übrig?


    Wenn ich in Russland wohne und gar nichts anderes habe,komme ich sicher auf die Idee bevor ich mich tot schei....:zwinker:
    Darum geht es hier doch-jemand ,der an Grit nicht dran kommt!
    Und wenn hier Züchter in 20 Jahren keine Todesfälle beklagen können,dann kann es soooooo gefährlich doch nicht sein,oder?Und bevor die Vögel gar keinen Grit bekommen,ist eben die Frage,ob so ein Stein nicht eine Alternative ist.
    Ich sage ja nicht,dass wir nun alle auf ytong umsteigen sollen.
    Liebe Grüße,BEA
     
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  3. Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Mir ging dabei noch etwas anderes durch den Kopf: Ich finde es etwas befremdend, den menschlichen Verdauungstrakt mit dem des Vogels gleichzusetzen. Ich käme zb nie auf die Idee, an frischen Haselnusszweigen zu knabbern und in fruchtfarbengetränkte Holzstücke zu beissen.
    Mir ging es in erster Linie darum, Roman eine vernünftige Alternative aufzuzeigen, die man bedenkenlos einsetzen kann, da sie jahrelang erfolgreich erprobt wurde, wenn er keine Möglichkeiten hat, an den Grit zu kommen.
    Mit Erlaubnis des erfahrenen Züchters zitiere ich seine letzte email:

    Hallo Chrissie,
    also der Ytongstein besteht in seiner Zusammensetzung der Materialien aus nichts anderem wie ein normaler Pickstein, den man den Vögeln in den Käfig hängt.
    Er ist nur wesentlich größer und poröser, erstens, das Poröse, weil ihm vor dem Brennen Luft zugesetzt wird, ausserdem wird normaler Sand dafür genommen.
    Beim Pickstein wird weißer Quarzsand zu Staub gemahlen und verwendet und dann gebrandt.
    Ich habe festgestellt, dass die Vögel bei mir in den Jahren, wo ich ihn gegeben habe, keinen Schaden genommen haben, fressen tun sie ihn weniger, weil sie keine Geschmacksverstärker haben, anders wie beim Pickstein.
    Es hat sich aber gezeigt dass ich nach der Gabe von den Steinen bei meinen großen Vögeln keine Schnabelkorrekturen mehr vornehmen musste, weil sie sich diese durch das Bearbeiten der Steine diese selber auf Länge gehalten haben, außerdem hatten sie Beschäftigung. Vor allem hat der Ytongstein den Vorteil, das man ihn leicht bearbeiten kann.
    Ich habe ihn meistens in Stücke von 30 x 30 x 15 cm geschnitten, ein Loch durchgebohrt und an einer Kette aufgehängt, so hatten sie zudem noch ein billiges Spielzeug.
    Also ich habe das über 20 Jahre lang gemacht, bei mir hat kein Vogel davon einen Schaden genommen.
    Mir ging es nur darum, etwas Geld zu sparen, und da der Ytongstein länger gehalten hat wie ein normaler Pickstein, hat er bei mir seinen Zweck erfüllt.
    Soweit meine Erfahrungen damit, auch andere Züchter die das bei mir gesehen haben haben, es mit Erfolg ausprobiert.
     
  4. Torben

    Torben Foren-Guru
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    Hallo an alle hier und besonders ThSchultz
    Kann nur zu dem von Dir Thomas geschriebenen sagen :

    Wir, vor allem aber mein Vater gibt schon seit über 30 Jahren allen unseren Vögeln vom Zebrafinken bis zu dem Ara`s Gasbetonsteine genauso wie es bei Chrissie im Beitrag steht.

    Nur haben wir sie außen beweglich auf einem Nagel hängen und in den Innenvoliere auf dem Boden liegend zum benagen.

    Haben dadurch bis jetzt noch keinerlei nachgewissene Verluste gehabt.

    Obwohl die Beton-Stücke die im Außenbereich der Volieren sind, durch Regen und andere Einflüsse weicher werden und teils grün durch Algen anlaufen als die innen die dort trocken hängen. Die Vögel fressen und beknabern aber trotzdem lieber die draußen.

    Hatten dieses Thema schon vor längeren hier mal gehabt wozu sogar von den Herstellern diese Steine Aussagen über die Unschädlichkeit eingeholt wurden.

    Es ist natürlich jedem selber überlassen ob er diese Steine seinen Vögeln zum benagen gibt oder nicht.
    Will auch keinen dazu überreden, aber wie gesagt bei uns bekommen Sie es schon über etliche Generationen und keinerlei andere Kalk-Zusätzen und doch haben wir beste Zuchterfolge , als einziges wird noch feiner Kiesteichsand in der Körnung bis 6mm

    (nicht diesen scharfkantigen Quarzsand der ja so gut für die Vögel sein soll wenn man den Verkäufern/Geschäften glauben sollte)


    14tägig frisch gegeben auf den Volieren Boden. Natürlich auch noch so manches andere, aber kein Kalk oder Gritt..

    ---
     
  5. Torben

    Torben Foren-Guru
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    Hallo Roman
    Mit dem Sand alleine, das er nutzlos ist, hat der Tierarzt wahrscheinlich schon recht. Es müsen schon Steinchen drin sein.

    Was wir bei unseren Vögeln beobachten ist das sie die kleinen Steine aus dem Sand suchen , (nach 10-14 Tagen ist nur noch feinster Sandstaub über). Mein Vater äußerte mal das die Vögel es so zu sagend als Mahlsteine im Magen und Kropf brauchten.

    Wie wo anders hier geschrieben wurde das diese Steine nicht ausgeschieden werden stimmt nicht!
    Hatten im Biologie - Unterricht mal Kot von unseren Vögeln untersucht wo sich der Lehrer unter anderem über die kleinen Steinchen im Kot wunderte.

    Habt Ihr euch noch nie gewundert warum auch freilaufende Hühner Steinchen fressen?

    ---
     
  6. Fioretta

    Fioretta Foren-Guru

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  7. Torben

    Torben Foren-Guru
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    Hallo Thomas

    Hoffe das daß von Petra im Beitrag 25 geschriebene reicht Dir dazu das Du überzeugt bist , das die Gasbetonsteine den Vögeln nicht schaden.

    Kannst aber auch gerne mal in Tierärztlichen Hochschulen nachfragen soll ich Dir von meinen Vater sagen, was Sie vom Gasbeton als Futter-Kalkgabe an Vögel halten.
    zB. in Hannover, Hochschule Leipzig Dr. Müller oder bei Dr. Kaletha in der Hochschule Giessen!
     
  8. ThSchultz

    ThSchultz Guest

    Nein, wird es nicht. Ich bin nur davon abgerückt etwas dazu zu schreiben.

    Ich kann es mir einfach nicht vorstellen kann, dass ein Material, dass mit
    einem derartig hohen chemischen Aufwand in einer dreckigen und staubigen
    Fabrik hergestellt wird, wo Mäuse, Raten und anderes Ungeziefer mit
    in die Produktionslinien geraten für unsere Pieper gesund sein sollen und im
    Verdaungstrakt nicht irgendwelche schädlichen reaktionen hervor rufen soll.

    Deshalb wird bei mir ganz sicher kein Gasbetonstein in der Voliere landen.

    Ihr werdet meine Meinung nicht ändern, ich halte mich nur zurück...
     
  9. Roman Popow

    Roman Popow Mitglied

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    Ich finde diese Diskussion sehr unteressant und bin allen Kollegen dafuer dankbar.
    Und was fuer den Sand fuer die grosse Papegeien produzieren "Vitakraft" u.a. Firmen? Darf man ihn statt Grit benutzen? Und was schreiben zu diesem Thema (die Mineralfutterung fur grossen Papageien) die Fachzeitschriften in Europa?
     
  10. #29 Fioretta, 25. September 2006
    Zuletzt bearbeitet: 25. September 2006
    Fioretta

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    Hallo Roman

    Es waere gut, wenn du diese Frage auch mal hier im Vogelforum im Ernaehrungsforum stellen wuerdest, vielleicht weiss dort noch jemand Naeheres.


    Hier habe ich noch ein Rezept fuer selbstgemachte Picksteine....
    Rezept für ca. 50 Kalksteine

    1kg grob gemahlene Muschelschalen
    2kg gelöschter Kalk
    1 Teelöffel fein gemahlene Holzkohle
    1/4 kg Meersalz
    1kg rote Dachziegel, grob gemahlen
    3kg Kalkstein
    1/4 kg grob gemahlenen Sepia-Schulp
    1kg Zement (als Bindemittel)

    Quelle: Die Ernährung der Papageien und Sittiche von Hans-Jürgen Künne
     
  11. Roman Popow

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    Zement als Bindemittel? Ist das nicht gefaehrlich?
     
  12. Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Hallo Roman!
    Zement ist nur gefährlich, wenn er einem auf den Kopf fällt :D
    Im Ernst: Zement ist doch nichts anderes als fein gemahlener Sand und Kies, ebenfalls bestehend aus Mineralien. Ich habe eine Quelle gefunden im Internet, wo Du gerne mal nachlesen kannst, wie Zement eigentlich zusammengesetzt ist.
    Bestandeteile Zement
     
  13. Roman Popow

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    Chrissie!

    Guuuuuuuuuuut!
     
  14. #33 Roman Popow, 5. Oktober 2006
    Roman Popow

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    "Wir koennen vermutlich davon ausgehen, dass zumindest fuer die Koerner fressenden Papageien die Magensteinchen eine ... wichtige Bedeutung haben. Daher sollten sie fuer die Papageien staendig zur Verfuegung stehen...
    Da ich in meinen Volieren immer Sand mit einem Anteil Kies der unterschiedlichsten Koernungen als Bodengrund verwende, verzichte ich auf eine Zusatzfuetterung mit Magensteinchen. Wer die Steinchen getrennt verabreichen moechte, kann zum Beispiel auf sauberen Aquarienkies zurueckgreifen, der in jeder Zoohandlung zu bekommen ist. Die Groesse der Steinchen sollte zwischen ein und mehreren Millimetern variieren, da die Papageien sie nicht nur verschlucken, sondern mit groesseren Steinchen gerne spielen und im Schnabel reiben."

    Aus dem Buch "Die Ernaehrung der Papageien und Sittiche" von Hans-Juergen Kuenne.

    Also man muss (soll?) den Kies geben! Oder?..
     
  15. Fioretta

    Fioretta Foren-Guru

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    Mann muss nicht unbedingt, aber man kann.
    Ich verstehe diese Aussage so, dass der Autor seinen Voegeln Sand und Kies zur Verfuegung stellt statt dem Futter noch gesondert kleine Steinchen beizumischen.
     
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  17. #35 Roman Popow, 16. Oktober 2006
    Roman Popow

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    In dasselbem Buch "Die Ernaehrung der Papageien und Sittiche" von Hans-Juergen Kuenne habe ich gestern folgendes gefunden:

    "Tatsaechlich enthalten einige vom Handel angebotenen Grit-Praeparate keine Steinchen, sondern nur Muschelbruch oder Marmorbruch, die aber eigentlich der Kalziumversorgung dienen und nicht als Magensteichen fungieren."

    Hat Herr Kuenne recht?
     
  18. Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Ich habe den Thread ins Ernährungsforum geschoben, da ich denke, dass er hier sehr gut hinpasst und entsprechende Antworten kommen werden.
     
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