Buchfink Zunge verletzt (frisst nicht)

Diskutiere Buchfink Zunge verletzt (frisst nicht) im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, mein zwei Jahre alter Buchfink hat eine schwere Verletzung an der Zungenspitze und frisst nicht mehr. Wie er sich verletzt hat, ist uns...

  1. #1 Finkendame, 24. August 2010
    Finkendame

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    Hallo,

    mein zwei Jahre alter Buchfink hat eine schwere Verletzung an der Zungenspitze und frisst nicht mehr. Wie er sich verletzt hat, ist uns nicht bekannt. Da er aber vor nichts Angst hat und alles erkundet, gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten. Er ist ne Handaufzucht, konnte aufgrund einer Verletzung aber nicht mehr ausgewildert werden und lebt in einer Voli, darf aber auch immer mal bei uns im Haus sein Unwesen treiben. Er hat augenscheinlich Schmerzen, Körnchen knacken etc. geht nicht mehr. Er versucht immer, aber dann lässt er vor Schmerz wieder los. Wir waren beim vogelkundigen Tierarzt, der meinte, es müsse von selbst heilen. Er könne nichts machen. Evlt. stirbt das vorderste kleine Spitzchen vorne auch ganz ab. Gab mir AB mit, damit sich nichts entzündet. Er sagte, es würde ihm natürlich wehtun, daher wäre es normal, dass er nichts isst. Ich hatte am WE (habs Samstag festgestellt) mit Zwangsfütterung mit ner Spritze angefangen. Einem Mehrkorn-Babybrei (ohne Milch) den ich mit Salbeitee anrühre. Ich füttere ihn mit einer 1 ml Spritze. Abschlucken tut er, darf halt nur nicht vorne an die Zunge kommen. Sonst schleudert er es weg. Der TA meinte, ich könne noch Magerquark und Eigelb mit in den Brei mischen. Jetzt weiß ich aber absolut nicht, wieviel ich pro Tag füttern muss. Er hat gestern auch ein paar Wachsmottenlarven freiwillig verputzt. Die sind schön weich. Eigentlich wollten wir sie beim Zwangsfüttern in kleinen Stückchen verfüttern, aber ein paar hat er freiwillig und im Ganzen verputzt. Er ist nicht apathisch, putzt und badet sich sogar noch (weil wir ihn beim Füttern in die Hand nehmen, igitt…)Er ist ganz zahm, daher ist das in die Hand nehmen nicht so stressig, wie für viele andere Vögel. Also meine Wellies drehen dann durch, er hat keine Angst, sondern er mag es halt nicht, weil wir dabei sein geheiligtes Gefieder zerzausen.
    Meine Fragen:
    Hat jemand einen Richtwert, wieviele Maden/oder wieviel ml Brei ich ca. füttern muss, damit er nicht verhungert und auch nicht an Gewicht verliert? Wäre super, wenn jemand einen Anhaltspunkt hätte. Bei den Jungvögeln sehe ich immer am Sperren, wann genug ist. Wenn dass Sperren träge wird, dann reicht es. Und ich wiege natürlich immer, ob sie zunehmen. Aber beim Zwangsfüttern bin ich total unsicher. Ich dachte schonmal an 1ml futterbrei pro Stunde plus eine Wachsmotte. Und dass in der Zeit von 9 uhr bis 9 uhr abends. Also 12 ml futterbrei plus 12 (kleine) Wachsmottenlarven als Tagesration. Ist das ok? Ich möchte nur so viel füttern wie nötig, um keinen unnötigen Stress zu machen. Aber halt auch soviel, dass es ihm gut geht, bis die Zunge wieder einsatzfähig ist.
    Kennt vielleicht auch jemand etwas homöopathisches, dass schmerzlindernd wirkt? Und wenn, welche Dosierung bei so einem kleinen Geschöpf? :traurig:
    Ich bin für alle Tipps und Ratschläge dankbar.
    HOffentlich weiß jemand Rat.

    Liebe Grüße
    Silke
     
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  3. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Was Du fütterst ist auf jeden Fall viel zu viel. Auf Dauer wird das gefährlich. Ich schätze mal, ein drittel davon reicht völlig. Auch wird er mit so viollem Kropf wenig Motivation haben, trotz Schmerzen selber zu fressen. Versuch mal, ob er Aufzuchfutter mit Mörenraspeln gemischt selber frisst. Das muss ja nicht entspelzt werden. Ein zu hoher Wachsmadenanteil im Futter ist auch nicht gesund. Fliegen wären eine eventuelle Alternative.
     
  4. #3 Alfred Klein, 24. August 2010
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Silke,

    Erstmal willkommen hier im Forum.

    Also ich glaube mit der Menge die Du Dir da vorstellst ist es zu viel. Die Hälfte davon dürfte völlig ausreichen. Weiter würde ich denken wenn der kleine die Wachsmottenlarven freiwillig frißt so solltest Du ihm genügend davon anbieten. Er wird damit auch satt und hört bestimmt auf zu fressen wenn er genug hat. Als Beispiel bekommt unser Pflegling, eine Amsel, täglich 5 Heimchen, zwei Würmer und drei Mehlwürmer. Dazu Apfel so viel sie mag. Jetzt ist eine Amsel ja viel größer als ein Buchfink und kommt mit der Futtermenge gut aus. Deswegen sind die 12ml Brei bestimmt zuviel.
    Wegen eines Schmerzmittels muß ich Dir sagen daß es da nichts homöopathisches gibt. Das einzige mir bekannte Schmerzmittel für Tiere ist Metacam, das hat der Tierarzt. Aber das Metacam ist nicht so ganz ohne, eine Dosierung für solch einen kleinen Vogel müßte schon vom Tierarzt genau berechnet werden.
    Ich persönlich hätte das Metacam allerdings dem AB gegenüber vorgezogen denn Metacam wirkt nebenbei auch entzündungshemmend und ruiniert nicht die Darmflora wie es ein Ab tut. Aber da Du jetzt mit dem AB wohl angefangen hast mußt Du es auch durchziehen damit es keine Resistenzen gibt. Wegen des AB würde ich Dir empfehlen nach Abschluß der Gabe davon die Darmflora des Buchfinks entweder mit Bird-bene-bac oder mit PT12 wieder aufzubauen.
    Mehr habe ich jetzt nicht an Tips für Deinen etwas außergewöhnlichen Fall. Ich wünsche dem kleinen Buchfink daß es ihm bald wieder besser geht.
     
  5. #4 Finkendame, 24. August 2010
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    Vielen Dank für diese Infos

    Hallo,

    vielen lieben Dank für die schnellen Antworten. Jetzt habe ich doch schon einen guten Anhaltspunkt. Ich versuche es mit 6 ml Brei und 6 Wachsmotten, ob wir so das Gewicht halten können. Also selbst isst er nicht so gut (heute morgen habe ich nichts zugefüttert und bis mittag hatte er selbstständig drei Wachsmotten verputzt). Wenn er heute über den TAg verteilt noch 3 frisst, füttere ich nur noch ein bisschen Brei zu. Am WE haben wir auch immer so 6 ml gefüttert, hatten aber noch keine Wachsmotten. Und da dachte ich auch, es wird schnell wieder besser. Jetzt, da es doch länger dauert, muss ich ja schauen, dass er nicht an Substanz verliert :traurig:
    Den Brei selbst oder Aufzuchtfutter rührt er nicht an. Wenn ers versucht, dann tut es weh und er lässt alles wieder fallen. Mich wundert, dass er überhaupt mit den Wachsmotten Versuche startet und die dann tatsächlich isst. Ich hatte letztes Jahr einen WElli, der einen Tumor hatte und quasi trotz 23 h Dauerfressen immer weniger und weniger wurde. Und irgendwie habe ich Angst, dass mir wieder ein junges Tier so "entgleitet". Ich hoffe, dass er demnächst selbst wieder Körnchen knabbert, dass ich artgerechter und gesünder. Ich habe nach Schmerzmittel gefragt, aber der TA meinte, alles schwer zu dosieren und auch nicht ungefährlich. Lieber so versuchen. Gerade bei Wildtieren.

    Vielen lieben Dank für die Infos. Ich möchte mein Finkenkind ja auch nicht nudeln.

    LIebe Grüße
    Silke
     
  6. klumpki

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    So viel haben meine immer pro Mahlzeit verdrückt :D, die wären niemals damit hingekommen. Zusätzlich Obst und ein Weichfresserfutter als Standfutter. Allerdings muss man Abstriche machen, da Amseln im Wachstum viel mehr Energie und Eiweiß benötigen als adulte.

    Ziel für den Buchi muss das selbstständige Fressen sein, das durch die Gabe von Schmerzmittel erreicht wird. Das von Alfred genannte Metacam ist das Mittel der Wahl.

    Gute Besserung

    PS und lass den Quark mit Eigelb weg.
     
  7. #6 Munia maja, 24. August 2010
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    Hallo Silke,

    damit der Kleine selbständig frisst, muss er v.a. schmerzfrei werden. Auch bei so einem kleinen Vogel kann man Schmerzmittel gut dosieren, man muss sie halt verdünnen. Metacam ist da das Mittel der Wahl: lass Dir eine Verdünnung der Injektionslösung für Kleintiere geben, die kann man auch mit Wasser gut verdünnen. Hat bei meinen Vögeln schon manchmal Wunder gewirkt (und meine sind um Dimensionen kleiner als Deiner... ;) ).

    MfG,
    Steffi
     
  8. #7 Finkendame, 25. August 2010
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    Dosierung für Metacam

    Hallo,

    ich habe eure Ratschläge beherzigt und mir bei einem Tierarzt Metacam geholt (bei einem nicht vogelkundigen, dafür aber nur 5 Minuten entfernt).

    Ich bin unsicher was die Dosierung angeht. Wir haben 0,1 ml in einer kleinen Spritze aufgezogen bekommen und sollen es mit 100 ml Wasser verdünnen und davon dann einen Tropfen in den Schnabel. Aber mein Freund wusste nicht mehr , ob 1 Tropfen auf 100 ml Wasser oder die 0,1ml auf 100 ml Wasser. Habe jetzt schon ein paar Mal versucht anzurufen, war aber immer besetzt. Und ab 12 haben die TA ja nachmittags zu.
    Ich würde gerne mit einer möglichst geringen Dosierung anfangen, erst mal schauen, ob ers verträgt. Ist ja alles winzigklein an sonem Fink...

    Besten Dank im Voraus. Hoffe, das Metacam hilft und er frisst wieder.

    Liebe Grüße
    Silke
     
  9. Sittie

    Sittie Stammmitglied

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    Also ich musste meinem Wellensittich 1 Tropfen unverdünnt pro Tag geben. Wenn er stärkere Schmerzen gehabt hätte, hätte ich auf 2 Tropfen pro Tag erhöhen können. Die Dosierung wurde mir in der TiHo Hannover so gesagt und ich habe ihm den einen Tropfen fast 6 Monate lang jeden Tag gegeben. Mein Vogel hat so um die 30 g gewogen und hat das Medikament immer gut vertragen.
     
  10. #9 Munia maja, 25. August 2010
    Munia maja

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    Hallo Silke,

    was für ein Metacam hast Du denn bekommen? Bei der geringen Menge denke ich eher, dass Du die 0,1ml auf 100 ml verdünnen sollst. Damit machst Du sicher nichts falsch. Meine Racker bekommen knapp 0,1 ml Metacam (0,5%ige Lösung) auf 1ml Wasser und davon gebe ich einen winzigkleinen Tropfen (Tropfen sind je nach Nadelgröße sehr unterschiedlich groß!) in den Schnabel. Hat bis jetzt noch jeder gut vertragen.

    MfG,
    Steffi
     
  11. Finkendame

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    Zunge wird nicht besser

    Hallo,

    ich bin es nochmal. Wir geben jetzt seit zwei Wochen das Metacam, aber die Zunge heilt einfach nicht. Vom Rachen her sieht die Zunge schon flacher aus, aber der vordere Bereich, ich sag jetzt mal salopp der "Lappen" ist geschwollen und schmerzt. Der TA (vogelkundig!!) weiß keinen Rat mehr. Er meinte, Cortison sei schwierig, könne zu akuter Unverträglichkeitsreaktion führen, was durch die allgemeine Schwächung noch gebünstigt werden könne. Ich habe daher beschlossen, nochmal abzuwarten. Habe jetzt mal gegoogelt und ein homöopath. Mittel bei "Zungenentzündung" gefunden: Marum Verum, auch Katzengamander genannt. Hat jemand Erfahung damit bzw. ist das verträglich für Vögel? Er schläft super viel und hat den Kopf im Gefieder und Körner (auch gequollene oder schon von mir enthülste) geht er nicht mehr ran. Er lebt momentan nur von Wachsmottenlarven und Heimchen und Multivitaminpräperat. Aber dass ist langfrist auch ungesund und einseitig. Nur, mein erstes Ziel ist, dass mir das Kerlchen nicht verhungert. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Habe schon überlegt, ihn mehrfach täglich auf "Eis" beißen zu lassen. Vielleicht schwillt sie davon ab. Oder meine Kollegin meinte schonmal, evlt. ein örtliches Betäubungsmittel für Babys wenn sie zahnen (gibt da wohl ne Creme?). Aber da ich null Ahnung habe, ob sowas giftig ist und womöglich tötlich, traue ich mich das nicht. Evtl. eine hochverdünnte Cortison-Creme direkt auf die Zunge? Ich versuche, heute abend mal ein Foto von der Zunge einzustellen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee? Auch andere Homöopath. Dinge versuche ich gerne. :gott:

    Vielen lieben Dank.
    Silke
     
  12. #11 charly18blue, 6. September 2010
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Hallo Silke,

    von Cortison in jeglicher Form rate ich Dir dringend ab, da es von Vögeln schlecht bis gar nicht vertragen wird. Der einzige Grund warum man es bei Vögeln geben darf ist ein Schädel-Hirn-Trauma, damit das Gehirn nicht (oder nicht noch mehr) anschwillt. Da steht die Chance, dass es der Vogel schafft mit und ohne Cortison schon so schlecht, dass man das dann als letzte Alternative versuchen kann.

    Wurde mal ein Abstrich von der Zunge genommen und labortechisch untersucht?
     
  13. Finkendame

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    Nein, kein Abstrich

    Ja, der TA hatte auch gesagt, sehr risikoreich mit Cortison, nur wenn sonst nichts mehr geht und das Tier sicher stirbt ohne. Ansonsten zu starke Nebenwirkungen.
    Nein, wir haben keinen Abstrich gemacht. Ich bekomme mit meiner Kamera leider kein Foto hin, auf dem man Fink geschweige denn Zunge erkennen könnte. Aber die Zunge hat Erbsengröße und ist gelb-hellrosa. (normalerweise ja rot, platt und so dreieckig spitz. Wie bei Wildvögeln halt üblich). Aber es sind keine Beläge darauf. Also das gelbe und dicke kommt quasi von in der Zunge.
    Man sieht auch (meiner Meinung nach) keine Anzeichen für eine Verletzung wie Schnitt oder Splitter. Ich habe schon überlegt, ob er womöglich von einer Spinne (oder anderem Insekt) gebissen wurde, und das Gift jetzt diese Entzündungsreaktion hervorruft.
    So Spinnengift lämt und zersetzt ja auch Insekten, warum dann nicht ne Zunge?
    Die Zunge sieht ganz übel aus. Aber der TA sagt, das ist zu klein um irgendwas aufzumachen oder dran zu schnibbeln. In der Zunge laufen Hauptgefäße und die Blutung kriegt man nicht gestopt. Wir behandeln jetzt mit AB.
    Er hat die dicke Zunge seit drei Wochen und es gibt keine wirkliche Besserung. Ok, der hintere Teil ist abgeschwollen und mein Freund meint, es wäre besser geworden. Zwar noch immer schlimm aber etwas besser. Aber ich sehe in erster Linie, dass mein Winzling seit drei Wochen Schmerzen hat (trotz Metacam). Und wenn das nicht besser werden sollte und dieser Zustand bleibt...? Ich denke diesen Gedanken lieber nicht zu Ende. Was kann das nur sein? So ein Shit, echt.
    Liebe Grüße Silke
     
  14. klumpki

    klumpki Vogelgouvernante

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    Gelbe Zunge???? Knubbel???? Trichomonaden???? vielleicht sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht?
    Drei Wochen ist verdammt lang für ein verletztes Schleimhautgewebe... das heilt normalerweise in Null Komma Nix! AB hatte er, deswegen ist es wohl nicht bakteriell. Bitte Abstriche und Austriche machen lassen und diese mikroskopieren lassen.

    Das ist kein Zustand für das arme Finkchen.
     
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  16. Finkendame

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    Trichomonaden?

    Hallo,

    vielen Dank für den Tipp mit den Trichos. Ich werde auf jeden Fall einen Abstrich machen lassen. Heute wird das nichts mehr, weil ich arbeiten muss und die nur bis Mittag auf haben. Aber morgen werde ich düsen.
    Ich habe schonmal von den Tricho-Dingern gehört, habe ja auch Wellies und da liegt der Verdacht immer nahe. Habe grad mal die Symptome gegoogelt und hm, also die typischen Symptome hat er jetzt nicht. Er würgt weder Futter aus, noch würgt er trocken, komischer Geruch ist auch nicht festzustellen. Hat nicht einmal geniest. Und Schleim habe ich auch keinen gesehen und der TA meinte auch, Kropf ok. Hat da mit sonem Ding reingeschaut.
    Aber klar, er gibt ja auch untypische Verlaufsformen von Krankheiten. Vielleicht ist es bei ihm ja lokal auf die Zunge beschränkt. Wobei ich den Eindruck habe (ich gebe ja jetzt seit Montag ein anderes AB) dass es besser wird. Zunge noch immer dick (wie ne Erbse), aber Farbe seit heute morgen nicht mehr gelb. Zunge ist jetzt wieder zungenfarben. Fahre aber trotzdem mit ihm wegen dem Abstrich. Wenn es Trichos sind dann muss vielleicht noch ein anderes Mittel gegeben werden?

    Das Problem bei so winzigen Geschöpfen ist ja, selbst wenn man herausbekommt, woran genau sie nun wirklich leiden, ist noch immer nicht gesagt, dass man auch helfen kann. Vor einem Jahr ist mein Welli Piety an Leberkrebs (mit nur 2 jahren) gestorben.

    Hoffe, dass AB greift und wirkt und der Abstrich bringt dann endgültige Klarheit.

    Vielen lieben Dank für eure Anteilnahme und die Tipps.
    Liebe Grüße
    Silke
     
  17. Finkendame

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    Immer noch ratlos (aber keine Trichos)

    Hallo,

    also Abstrich hat nichts ergeben. Keine Trichos und auch sonst keinerlei Klärung. Ich hatte echt gehofft, dass wäre es. Dann hätte man gezielt was behandeln können. Wir tappen aber immer noch im Dunkeln.:+keinplan
    War diesmal bei der Kollegin des vogelkundigen TA. Wir machen nochmal Metacam und AB (Lincospectin). Zusätzlich noch ein paar Vitamine, um den Gesamtzustand zu stärken. Er hat weiter abgenommen. Wir warten eine Woche, wenn dann keine deutliche Besserung bzw. ganz weg, letzte Möglichkeit: Fink in Narkose und dann mal nachschauen, ab man da was auf oder wegmachen kann.

    Also die Zunge hinten ist besser. Jetzt ist nur noch vorne diese Riesenschwellung. Es ist auch immer noch unklar, ob es eine Verletzung ist (Quetschung), die sich dann entzündet hat, oder was anderes.
    Die Ärtzin heute meinte, sie hätte die Zunge zwar am Anfang (der Kollege hatte Verdacht auf Quetschung geschrieben) nicht gesehen, aber für sie sähe es nicht nach Quetschung aus, sie befürchtet, da steckt ein Tumor hinter. Das könne man dann aber nur sehen bzw. ausschliessen, wenn man den Fink in Narkose legt und sich das dann genau anschaut.

    Ich bin fertig mit den Nerven. Vom Verhalten geht es meinem Kleinen besser. Er schläft viel weniger, ist wieder aufmerksam, badet, putzt sich, schläft auf einem Bein.

    Aber: die Zunge wird nicht besser. Oder ist zwar ein bisschen besser aber immer noch schlimm genug. Ich habe Angst, der verhungert mir. Er frisst Wachsmottenlarven, Fliegen und Heimchen. Davon auch ne Menge. Aber Gewicht geht trotzdem runter. Klar, schwere Erkrankung und auch nicht besonders artgerechtes und vitaminhaltiges Futter. Auf der anderen Seite: Zwangsfüttern ist sone Sache. Wir kommen ja schon beim Medikament verabreichen an die Monsterzunge. Wenn ich das Kerlchen mit Brei zwangsfüttern würde, wie schmerzhaft wäre dass dann?
    Nee, das ist echt kein Zustand für mein Finkenkind. Der Lebenswille ist total vorhanden. Wäre der weg, dann würde ich ihn auch direkt erlösen. Aber er will und kämpft - jetzt muss nur die Zunge endlich heilen.

    Aber die Sache mit der Narkose und womöglich da was wegschnibbeln lassen (erst hieß es, dass ginge nicht), würdet ihr das machen? Narkose bei Vögeln ist ja eh sone Sache. Aber ich weiß nicht, ob ich ihm nach all der Qual noch einen schmerzhaften Eingriff zumuten würde. Auf der anderen Seite: Wenn er dadurch gesund würde und noch ein paar schöne Jahre hätte? :heul:


    Bitte Daumen drücken, dass alles gut wird und Fink wieder ganz gesund.

    Traurige Grüße
    Silke
     
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Buchfink Zunge verletzt (frisst nicht)

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