Bzgl. Kescher & Gewöhnung

Diskutiere Bzgl. Kescher & Gewöhnung im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo, ich wollte noch mal etwas zum Kescherthema sagen. Ich gehöre zu der Fraktion, die ihre Vögel nicht fangen können. Erst, als ich das mit...

  1. #1 Stephanie, 17. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2011
    Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo,
    ich wollte noch mal etwas zum Kescherthema sagen.
    Ich gehöre zu der Fraktion, die ihre Vögel nicht fangen können.
    Erst, als ich das mit ihnen geübt habe und sie vertrauensvoller waren, schwand auch meine Panik.

    als ich kürzlich so einen Vogelkescher in der hiesigen Zoohandlung gesehen hatte, hatte ich die Idee, mal mit dem Kescher eine Annäherung mit den Vögeln zu machen, so dass sie lernen, ihn zu tolerieren und dort hin zu gehen und evtl. rein zu gehen oder rauf/ rein zu hüpfen, so dass das Fangen später für sie nicht traumatisch wäre.

    Ich weiß nicht, ob und wie (gut) so etwas klappt.
    Ich weiß aber, wenn ich hier vier Vögel mit einem unbekannten Kescher fangen möchte/ = jage, dann kriege ich mit Glück EINEN.
    Alle anderen werden wie wild rum fliegen.
    Sind sie zu hoch oder in einer Ecke (hinter dem Käfig etc.) kriege ich gar keinen.

    Das gleiche mit dem mit der Hand Fangen:
    Ist man zögerlich/ unsicher/ ungeübt, fängt man mit Glück einen.
    Die anderen werden in der Zeit wie wild hin und her fliegen.

    Selbst mein Tierarzt musste damals, als ich mit dem 70 cm langen Käfig zum TA gefahren bin, hin und wieder mehrere Anläufe machen und jagen mit dem Ergebnis, dass Calsey schon beim Betreten der Praxis anfing zu zetern.

    Ich wollte nur mal die Möglichkeit in den Raum stellen, die Vögel auch an einen Kescher/ das Fangen damit gewöhnen zu können.

    Ich habe schon mehrfach gesehen, wie selbst sehr geübte Menschen bspw. in der Zoohandlung in einem abgetrennten Käfigabteil (ausgebildete Tierarzthelfer!) mehrere Anläufe brauchten, um einen Vogel zu fangen.
    Danach vor allem als Ungeübter noch die anderen zu fangen, erscheint mir in jeden Fall schwierig, bis unmöglich, wenn auch beim Halter die Unsicherheit/ Angst, einen Vogel zu verletzen, dann steigt.

    Am einfachsten wäre es sicher, wenn man täglich so intensiv üben würde, dass alle Vögel die Transprtbox - IHRE TB - als eine Art Target sehen, also von egal wo da rauf fliegen und da rein gehen und einen die Box schließen lassen ohne große Gemütsveränderung.
    Zusätzlich könnte man den Kescher als "Sitzstange" etablieren, so dass der Vogel drauf steigt, wenn er ihn sieht, so dass man den Vogel zur Box bringen kann, wenn er nicht mehr fliegen kann und an einem Ort sitzt, an dem man ihn nicht erreichen kann (er würde dann auch weich fallen, sollte er das Gleichgewicht verlieren).

    Ist sicher nur mit sehr viel Zeitaufwand und Disziplin (täglich über Monate üben) zu erreichen, evt. aber im Notfall (Brand?) eine Alternative für Halter wie mich, die aus diversen Gründen ihre Vögel nicht zuverlässig und schnell fangen können (auch körperliche Ungeschicklichkeit! ich schaffe es öfter, in der großen Käfigtür mit der Hand hängen zu bleiben :nene:).
     
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  3. Dermichi

    Dermichi Banned

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    Hatte ich ja bereits in dem anderen Thread geschrieben, zwar nicht so deutlich, aber:

    Wer nicht in der Lage ist, Vögel gefahrlos zu fangen, sollte besser keine halten.

    Ist nur meine ganz persönliche Meinung, Ihr könnt mich jetzt gern zerfleischen.

    Gruß
    Dermichi
     
  4. Lemon

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    Clickern ist auch kein Allheilmittel.
    Wellis sind nunmal Fluchttiere und hassen es, gepackt zu werden. Trainieren, in die Transportbox zu gehen, klappt vielleicht noch, aber sich freiwillig keschern lassen? Das wird nichts.

    Und ich glaube auch, man sollte da nicht so zimperlich sein. Wellis sind vielleicht süß, aber nicht aus Zucker ;). Natürlich muss man das Fangen mit dem Kescher (oder überhaupt) üben und natürlich macht das wohl kaum keiner einfach so ohne Grund. Aber nach 2-3 Mal hat man den Bogen raus und das ganze geht blitzschnell. Und nur weil einer TA-Helfer ist heißt das ja noch lange nicht, dass er auch Vögel fangen kann. :zwinker:
     
  5. #4 Le Perruche, 17. Juni 2011
    Le Perruche

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    Meine Erfahrung mit dem Kescher ist, dass die Vögel lernen, was es damit auf sich hat. Bei meinen Vögeln kann man ganz genau sehen, dass sie den Kescher erkennen. Vor allem wenn ein Vogel täglich gefangen wird, weil er seine Medizin braucht, ist oft zu beobachten, dass er mit einem Warnruf auffliegt, sobald er den Kescher sieht. Auffällig ist, dass alle Vögel unterschiedliche Strategien haben. Es gibt es welche, die auf den Kescherrand springen und von dort über den "Graben". :) Andere haben die Kolibri-Taktik. Man wähnt sie schon im Kescher, da bleiben sie quasi in der Luft stehen und fliegen wieder raus. Dann gibt es welche, die sich (obwohl Fluchttier) in eine Ecke drücken, von der sie gelernt haben, dass man mit dem Kescher dort nur schwer rankommt. Und manche "Taktik" mehr.

    Aber letztendlich lernen wir ja auch unsere Vögel kennen und so gelingt es meist sie nach wenigen Sekunden zu fangen. Probleme treten meist auf, wenn man nicht konzentriert ist. Wenn es dann nicht gelingt den Vogel zu fangen, führt es oft dazu, das man nervös wird und dann klappt logischerweise gar nichts mehr. Es empfiehlt sich dann ersteinmal kurz abzubrechen und wieder ruhig zu werden. Solche Situationen können z.B. entstehen, wenn man dem Vogel Medizin verabreichen muß und die Zeit bereits so fortgeschritten ist, dass die Arbeit ruft.

    Deshalb ruhig und mit ausreichendem Zeitpuffer an die Sache herangehen. Ich kescher übrigens nur im Käfig.

    Auch wenn die ersten Kescherversuche sicher für Tier und Halter einiges an Stress bedeuten, solltest Du den Kescher nur einsetzen, wenn es einen Grund gibt einen Vogel zu fangen. Ein Training, um im Ernstfall gerüstet zu sein, solltest Du nicht beginnen.

    Übrigens: Ihrem Vertrauen hat das keschern bisher keinen Abbruch getan. Und da ich kranke Tiere halte, muß ich ziemlich oft keschern.
     
  6. Lemon

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    Das deckt sich absolut mit meinen Beobachtungen. Sobald sie den Kescher sehen, geht es hier rund. Aber vor mir haben sie trotzdem keine Angst.
     
  7. #6 Le Perruche, 17. Juni 2011
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    O.k. Dermichi in den Fleischwolf.

    Aber im Ernst, kaum jemand der Vögel hält, hat das Fangen mit der Muttermilch aufgenommen. Die meisten dürften zuerst unsicher sein. Das ist normal. Aber letztlich lernt man das recht schnell, wenns darauf ankommt.

    Allerdings sollte man das auch, denn wie Lemon schon schrieb, kann man sich nicht alles zurechtclickern.
     
  8. #7 Trucker_Dino, 17. Juni 2011
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    Also das mußt du BITTE filmen, das habe ich bei meinen noch nicht gesehen.

    Meine Chi-Chi ist letzte Woche aus dem Käfig ausgebüchst, obwohl sie nicht raus sollte. Die hat es dreimal im Flug geschafft ganz geschickt dem Kescher auszuweichen.
     
  9. #8 Le Perruche, 17. Juni 2011
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    Tut mir wirklich leid, aber bei diesem - ist einer von meinen Grünen - muß ich dann so schnell reagieren und nachfassen, dass für einen Film keine Möglichkeit besteht. Ist aber wirklich wahr. :)
     
  10. #9 Stephanie, 17. Juni 2011
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    OT
    Ist ja witizig: Ich wollte auch mal einen Vogel Chi-Chi nennen!

    Ich habe ja zumindests mit Keisha-May auch das Festhalten geübt und es klappt noch.
    IM Käfig Keschern könnte ich mir bei meinem Käfig gar nicht vorstellen; eher in einer begehbaren Volieren.
    Bei Innenhaltung oder Voliere mit vielen Bäumen etc. dürfte das keschern auch wirklich schwierig sein, weil es so viele Winkel gibt, in denen sich die Vögel verstecken können und Höhen in denen sie nicht erreichbar sind oder in die man vom Boden aus nicht "zielen" kann.

    Meine Idee - wie gesagt, nur eine Idee - war, dass der Kescher erst mal dem Vogel als "Target", als Freund vorgestellt wird:
    schau es dir an, komm näher, berühre es, setzt dich auf den Rand, lauf darauf spazieren, geh rein (wenn der Kescher auf der Tischplatte liegt und hochgehalten wird), lass dich tragen.
    Ich musste Fiete einmal in die Hand nehmen, weil ich laut Ta vorsorglich BBB verabreichen sollte.
    Sofort.
    Danach ist er der Hand ausgewichen und hat sehr darauf geachtet, dass außer seinem Schnabel (zum Berühren, nicht zum Beißen) und seinen Füßen kein Körperteil mit der Hand Kontakt hat.
    Ich hatte nicht intensiv genug mit ihm geübt (das wusste ich auch).
    Auf der anderen Seite hat sich Keisha-May drei Mal an einem Tag von mir in die Hand nehmen lasse (Medi-Vergabe, TB - nicht die, mit der wir üben) und hatte danach keine Angst, also hat das Üben bei ihr vorher ausgereicht.

    Ich WEIß, dass ich im Notfall = ich bin auch im Stress, mindestens, nicht alle, vielleicht nicht mal einen Vogel egal wie werde fangen können.
    Zu viele Nischen.
    Ich werde das nur schaffen, wenn der Vogel ein wenig Kooperation zeigt.
    Und das geht am besten, wenn er schon mal keine Angst vor dem Greifen/ Keschern/ der Transportbox hat.

    Ich hatte mit Keisha-May und Fiete so eine Übung gemacht: Ich halte die Hand auf, und der Vogel springt da rein, und ich halte ihn kurz fest.
    Das klappte auch (hatte sich langsam ergeben, dass es SO gemacht wird).
    Nach der einen Fangaktion mit Fiete habe ich - wesentlich später - mal vor ihm die Hand so aufgehalten und er machte wuuuuiiiii und duckte sich und flog darunter hinweg - bloß weg.
    D.h. ein Fehlversuch und er ist auf der Flucht.

    Was macht Ihr denn, wenn Ihr einen Schwarm habt und mehrere oder alle Vögel einfangen müsst und der erste durch seine Reaktion auf den Kescher oder die Hand alle anderen schon panisch gemacht hat?

    In einem nicht leeren Zimmer (egal ob bewohntes Zimmer, Vogelzimmer, eingerichtete Voliere) erwischt Ihr doch die anderen dann entweder gar nicht, oder in Stresssituationen evtl. zu spät.
     
  11. #10 Le Perruche, 17. Juni 2011
    Le Perruche

    Le Perruche Foren-Guru

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    Ganz einfach. Einen nach dem anderen fangen. Du machst Dir viel zu viel Gedanken.
     
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  13. Moni

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    Das denke ich auch. Vielleicht sollte man die ganze Sache etwas entspannter sehen und nicht zu sehr vermenschlichen.
     
  14. Tiffani

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Dem muss ich auch zustimmen :D Deswegen verstecke ich den immer ein bischen, damit der Aufseher vom Dienst (Kubafink) die anderen nicht alle in Panik versetzt, die Schwatzblase 8)

    Ich krieg sie alle, einen nach dem anderen :D
    In klein Volieren oder Boxen kommt der Trennschieber rein.
    In Großvolieren ein "Bettlaken" :zustimm:
    Vor allem stopfe ich meine Vogelunterkünfte nicht sinnlos voll, das ich nicht mehr agieren kann und ich richte Fangecken ein ;)
    Zu dem kann kann Vögel täuschen :D. In die eine Richtung fixieren, und aus dem Augenwinkel den anderen Fangen :zustimm:
     
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