Chaos

Diskutiere Chaos im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo zusammen, soweit ich es beurteilen kann, geht es Coco sehr gut. Seine Federn haben mittlerweile kräfigere Farben und er sieht nicht mehr...

  1. cora

    cora Stammmitglied

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    Hallo zusammen,

    soweit ich es beurteilen kann, geht es Coco sehr gut. Seine Federn haben mittlerweile kräfigere Farben und er sieht nicht mehr so zerrupft aus. Nur sein schwarzer Kopf schimmert noch nicht so, wie bei Cora, aber mit viel frischer Luft wird das auch noch. Er hat sich fleißig den Schnabel abgewetzt, so daß er jetzt normal aussieht.

    Cora ist zu ihrem Alltagstrott zurückgekehrt und beachtet Coco fast nicht mehr. Es ist fast unmöglich, die Beiden zusammen zu führen. Coco hat den Käfig seit den 2 Ausflügen ganz am Anfang nicht mehr verlassen. Ich habe versucht, Cora zu ihm in den Käfig zu sperren, aber sie weigert sich und schreit wie am Spieß. Das liegt weniger daran, daß es Coco's Käfig ist, sondern daran, daß sie nie eingesperrt ist, wenn jemand zuhause ist. Ich kann Cora auch nicht zu Coco sperren, wenn ich weggehe - das ist mir zu gefährlich. Irgendwie muß ich das Problem lösen, denn wenn es Winter wird, brauchen die Mohren ihren Käfig wieder. Ich weiß, es ist noch lange bis zum Winter, aber ich muß mir jetzt schon Gedanken darüber machen. Noch einen Käfig kann ich nicht ins Wohnzimmer stellen, da kann ich mitsamt den Vögeln ausziehen. Bei uns sieht es jetzt schon aus, wie in einer Zoohandlung.

    Coco und mein Mann können sich auf den Tod nicht ausstehen, dadurch hängt der Haussegen etwas schief. Sobald Coco meinen Mann sieht, schreit er und hört nicht mehr auf, bis er außer Sichtweite ist. Abdecken bringt auch nichts, er schreit weiter. Mein Mann kocht vor Wut. Er hat diese Woche Nachtschicht und wenn er normalerweise morgens heimkommt, schaut er ca. 2 Stunden fern und geht dann mit den Hunden spazieren. Aber jetzt ...

    Abends geht das Spiel mit der Schreierei wieder los. So um 18 Uhr fängt Coco an zu schreien. Ich hole ihn dann rein, aber er schreit weiter. Ich rede mit ihm, da hält er den Schnabel. Cora hört das, ist eifersüchtig und kommt auf den Käfig geflogen. Sie will Aufmerksamkeit. Ich beschäftige mich mit ihr und sie tanzt. Coco schaut sich das ca. 10 Minuten interessiert an und bewegt sich auch mit. Dann wird es ihm zu viel, er will jetzt endlich die ungeteilte Aufmerksamkeit, also nehme ich Cora in die Hand, drücke sie an mich und wiege sie hin und her, damit sie kuschelt und ruhig ist. Dann rede ich mit Coco weiter. Irgendwann ist er zufrieden und geht fressen.

    Sobald mein Mann aufsteht, geht das Drama von vorne los. Ich decke Coco ab und er ist erstmal ruhig. Irgendwann hole ich die Nymphen rein. Minni (Nymph) ist total begeistert von meinem Mann und fängt sofort an, Hänschen klein zu pfeifen. Cora will das nicht und schreit. Coco hört das und schreit mit (obwohl er abgedeckt ist). Die Hunde legen die Ohren an, werden nervös und stumpen mich, damit das Geschrei aufhört. Cora fliegt zu meinem Mann und kuschelt, Minni pfeift weiter, Coco schreit immer noch. Ich gehe zu Coco, decke ihn ab und rede mit ihm. Mein Mann kocht vor Wut, sein Gesicht wird ganz rot. Coco ist endlich ruhig, Minni pfeift weiter.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich den Vogel beruhigen kann? Es ist ja nicht so, daß Coco lauter ist als Cora (sie schreit öfters und lauter), aber mein Mann empfindet das so.

    Mein Problem ist auch noch, daß ich jedesmal reagieren muß, wenn Coco schreit. Das merkt er natürlich. Ich würde ihn gerne mal schreien lassen, damit er merkt, daß ich nicht sofort renne, aber das gibt noch mehr Ärger mit meinem Mann.

    Soviel erstmal von der Chaos-Front

    Karin
     
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  3. #2 Rüdiger, 4. Juli 2002
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Karin!

    Oh je, das ist eine sehr verfahrene Situation!

    Grundsätzlich sind Nandaysittiche sehr laut, weshalb auch oft darauf hingewiesen wird, das sie für die Wohunghslatung nicht geeignet sind. An dem natürlichen Schreien der Vögel wirst und solltest Du nichts ändern können. Einfluß genommen werden kann höchstens auf das Angst- oder Eifersuchtsgeschrei Cocos.
    Erschwerend komtm sicherlich hinzu, das die Verpaarung nicht gelungen ist und Du eigentlich zwei Einzelvögel hast, die sich weiterhin auf den Menschen als Partner konzentrieren und von ihnen ihre Zuwendung haben möchten.
    Langfristig ist da vielleicht der Versuch einer Neuverpaarung zu überlegen. Aber Bei Nandays sind auch harmonische Paare weiterhin laut!

    Auf Dauer sehe ich sonst nur die Möglichkeit (wenn man jetzt einmal von der Trennung von Coco absieht), das sich Dein Mann intensiv mit dem Tier beschäftigen muß. Das wird ganz sicher eine nervenaufreibende Sache und setzt hohe Motivation und Engagement von Seiten Deines Mannes voraus - natürlich kann ich nicht beurteilen, ob er dazu bereit ist.
    Möglicherweise kann auch hier das Clickertrainiing helfen: frag einmal Lily/Ann im
    Forum Clicker-Training. Aber auch das ist kein Allheilmittel, Voraussetzung ist immer die Bereitschaft, sich mit dem Tier zu beschäftigen und letztlich muß Dein Mann etwas unternehmen, Einmischungen von deiner Seite helfen, wenn überhaupt, höchstens Mal kurzfristig und ändern an der Situation nichts.

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch gute Nerven für die nächste Zeit!
     
  4. #3 Fritzifrau, 4. Juli 2002
    Fritzifrau

    Fritzifrau Foren-Guru

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    Hallo Cora!

    Hmmm... Das klingt aber gar nicht sehr toll..

    Ich kenne mich mit derartigen Vögeln zwar überhaupt nicht aus, aber ich würde sagen, da liegt das Problem nicht unbedingt bei den Vögeln, sondern auch bei Deinem Mann. Der Vogel spürt genau, daß der Mann ihn nicht mag, und reagiert deshalb so. Das gibt es bei Katzen auch; wenn sie spüren daß sie wer nicht mag, gehen sie erst recht zu diesem Menschen und werden lästig und lassen ihn nicht mehr in Ruhe.
    Was meinst Du? Vielleicht könntest Du Deinem Mann mal gut zureden (mal an einem Wochenende wo er keinen Dienst hat und gut drauf ist), daß man den Vogel mal wirklich schreien läßt und nicht darauf reagiert, solange bis er merkt, daß es ihm nichts bringt und dann vielleicht nachgibt.
    Dein Vogel schreit nur dann so laut, wenn er Deinen Mann spürt, habe ich das richtig aufgefaßt? Dann hilft es wohl nicht, wenn Dein Mann mal ein paar Tage wo hinfährt um sich zu entspannen.. Denn das ändert ja nichts am Grundproblem... *Grübel*...
    Vielleicht noch eine Möglichkeit, daß er mal alleine den Vogel versorgt, so daß sich die beiden dadurch mal zusammenraufen... Vielleicht, wenn Du mal nicht da bist, und dem Vogel nur Dein Mann als Futter- und Gesellschaftsbote zur Wahl steht...

    Ah, ich sehe gerade, das hat auch Rüdiger schon vorgeschlagen. Ja, da kann ich mich den Worten von Rüdiger nur anschließen.

    Gar nicht einfach... Da gehören sicher Nerven dazu...

    Ich wünsche Euch alles Gute!
     
  5. Rudi

    Rudi Foren-Guru

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    Hallo,
    ich möchte auch einmal ein paar Zeilen dazu schreiben.
    Ich sehe keine Lösungsmöglichkeit außer der neuerlichen
    Abgabe des Nandays. Dies ist sicher nicht gut für den Vogel
    (Wandervogel), aber doch für den Familienfrieden. Wie alle
    größeren Südamerikaner haben Nandays eine beachtliche Stimme
    und wissen diese auch zum Teil bewußt einzusetzen. Das heißt
    bei Gefahr und er fühlt sich wahrscheinlich durch deinen Mann
    in Gefahr. Weshalb auch immer. Dies wirst du nicht mehr abstellen können. Dieses "Geschrei" ist mit ein Grund warum
    diese Vögel auch bei Züchtern nicht mehr zu finden sind. Jeder
    der Nachbarn hat kann sich solche Tiere nicht leisten. Heutzutage
    wir man ja schon bei jeder kleinsten "Lärmbelästigung" verklagt.
    Ich hatte zeitweise über 40 Aratingas da kann man sich vor-
    stellen was das für ein Lärm ist. Irgendwann hatten auch meine
    Nachbarn genug. Aber zurück zum Thema. Ich sehe als einzige
    Alternative die Abgabe des Vogels. Wobei ich allerdings auch
    nicht sagen kann, wo er hin soll. Machmal muß man auch
    Entscheidungen treffen, mit denen man selber nicht so ganz
    glücklich ist.
    Ich wünsche euch alles Gute und schreibt mal wie es weiter
    gegangen ist.
     
  6. cora

    cora Stammmitglied

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    Hallo Rüdiger, Karin und Rudi,

    erstmal danke für die Antworten.

    Nochmal eine Neuverpaarung kommt nicht in Frage. Wenn Cora diesen Mann nicht will, bekommt sie auch keinen anderen. Coco einfach wieder abzuschieben, ist mir zu einfach. Das würde ich nie übers Herz bringen. Sogar mein Mann ist dagegen, daß Coco wieder zurück geht. Seine Federn sehen nach diesem einen Monat super-glänzend aus. Ich glaube, der arme Coco (er ist ein Wildfang, hatte ich noch nicht erwähnt, oder?) hat schon viel mitgemacht und vielleicht paßt er sich noch an. Wir warten es einfach mal ab. Wer weiß, was Coco mit Männern schon erlebt hat. Mein Mann ist schon wieder etwas besänftigt, weil Coco heute morgen nicht so böse zu ihm war.

    Ich wüßte nicht, wie und was ich bei Coco clickern sollte. Ich kenne das Clicker-Training seit ca. 5 Jahren und meinen Hunden und Cora macht es Spaß, deshalb war das auch mein erster Gedanke. Aber ich habe bei Coco noch keinen Ansatzpunkt und auch keine Belohnung gefunden, sie annehmbar ist - geschweige denn einen Jackpot.

    Daß Nandays sehr laut sind, ist mir klar. Cora schreit uns schon seit über 6 Jahren die Ohren voll. Ehrlich gesagt, die Mohrenköpfe sind lauter, nur schreien sie nicht so oft. Mit den Nachbarn habe ich bis jetzt auch noch keine Probleme, gestern habe ich sie wieder gefragt, ob es zu laut ist.

    Grüßles von Karin, mit Watte in den Ohren
     
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