clickertraining mit meinen Halsbandsittich

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  1. gin05/11

    gin05/11 Neues Mitglied

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    Hallo ihr lieben!

    Ich habe vor zwei Tagen mit den clickertraining mit Gin begonnen. Er ist total begeistert und macht erfolgreich mit.
    Meine Frage an Euch!
    Wer clickert mit seinen Tieren? Seit wann und wie genau macht ihr es? Wie reagieren eure Vögel? Habt ihr Hürden nehmen müssen um sie für bestimmte Sachen animieren zu können? Was haltet ihr von clickertraining und wie sind einfach eure Erfahrungen?
    Über Anregungen und Tipps bin ich sehr dankbar!
    Ps: Ich weiß es gibt ein Buch darüber aber so kurz vor weihnachten und dann gleich 22€! Konnte mich ein klein wenig hier im Forum und im Netz belesen! ( leider habe ich keine anzeigen für ein gebrauchtes Buch gesehen!) ich bilde mir ein das direkte Feedbacks von den Foren Mitgliedern, mit allen Ecken und Kanten,vielleicht in dieser Thematik auch sehr hilfreich sind!

    Seit ganz lieb gegrüßt Sanne
     
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  3. Stephanie

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    Hallo Gin,
    ja, es gibt ein Buch und noch ein paar Bücher mehr - man hat ein klein wenig Auswahl, besonders, wenn man auch auf Englisch liest.

    Im Internet gibt es aber für den Anfang auch viele sehr gute Seiten mit Anleitungen aus Text, Bildern und Videos.

    Ich habe 2008 angefangen zu clickern mit meinen damaligen 2 Wellensittichen und clickere seitdem mit meinen (jetzt vier & anderen) Wellensittichen.

    Hürden waren anfangs Missverständnisse in der Anleitung.
    So nahm ich an, dass sich die Vögel langweilen, wenn ich in einer Sitzung immer das gleiche clicke /abfrage und habe sehr schnell dies und das gemacht.
    Schneller geht es, wenn man erst konsequent nur eine Sache in einer Sitzung übt, bis der Vogel die sehr schnell macht und man den Clicker ausschleichen kann, also nicht immer clickt, sondern nach und nach nur noch spontan/ überraschend.

    Dann habe ich anfangs keine "Lehrpläne" erstellt, also das geclickt, was sich gerade anbot, statt auf bestimmte Verhaltensweisen zu warten/ hoffen oder langsam, wenn es sich ergibt, in Richtung bestimmter Verhaltensweisen zu clicken.
    Besser ist es nach meiner Erfahrung für Leute wie mich, die von Haus aus nicht so strukturiert sind :zwinker:, sich vorher einen Lehrplan zu überlegen:
    Was soll mein Vogel lernen, was in der ersten Zeit/ erstes halbes Jahr, was unbedingt irgendwann, was die nächsten Wochen?

    Auch habe ich anfangs nicht gewusst, dass ich einem Vogel (von 2en) "Warte" beibringen muss :+klugsche & war überrascht, dass da plötzlich das Männchen Twitch an der Schwanzfeder von Weibchen Calsey gezogen wurde, weil die nicht warten *konnte*.

    Dann habe ich wohl oft die sitzungen zu lang gemacht.
    Besser ist es, gerade am Anfangs, viele sehr kurze Sitzungen von auch nur einer Minute oder nur einem bis vier Clicks zu haben, so dass der Vogel motiviert bleibt und sich (sehr) auf die nächste Sitzung freut.
    Wenn er dann mehr kann, kann man auch länger mit ihm etwas machen, dann aber ohne Clicks alte Übungen abfragen, so dass er motiviert bleibt, die neue Übung, für die er belohnt wird, zu machen (die alten Übungen kann und sollte man sehr spontan hin und wieder belohnen, damit er bei denen nicht demotiivert wird - oft belohnt man alternativ zum Futter, etwa, indem man en Vogel auf der Hand an einen Ort trägt, an den er möchte = Belohnung für das auf die Hand Kommen).

    Bei Problemen, die ich "weg clickern" wollte, habe ich anfangs oft direkt nachdem das Problem (laut Rufen) weg war, geclickt, so dass der Vogel gelernt hat "laut Rufen + Aufhören = Click, also rufe ich mal"!
    Besser ist es, das zwar erst zu machen, dann aber die Zeit zwischen Problem und Aufgehörthaben und Click zu verlängern und parallel auch dann zu clicken, wenn das Problem lange gar nicht auftrat.
    Oder, bei mehreren Vögeln, wenn der eine das Problemverhalten zeigt den anderen zu clicken, der es nicht zeigt - der erste wird dann versuchen, einen Click zu bekommen und nach und nach sein Problemverhalten immer weniger zeigen.

    Ein Fehler von mir war auch, einfach drauf los zu clickern - ich habe das erst nur als Beschäftigungstherapie gesehen - statt erst mal anstehende Probleme zu definieren und nebenbei zu versuchen, auch die so schnell wie möglich anzusteuern.
    Anstehende Probleme wären etwa, den Vogel in die Transportox zu bekommen oder anfassen/ greifen zu können - mit meinen neuen Vögeln habe ich das recht schnell anefangen zu üben, wenn auch das Greifen-Können bei Wellensittichen aus meiner Sicht eher ein Langzeitprojekt ist.
    Die neuen 2 Vögel haben sehr schnell "Flügelheben" gelernt, eine Entspannungsübung, die die "alten" schon als "Rufmittel" für mich eingesetzt haben - wollen sie was, gehen die Flügel hoch.
    Das zahlte sich beim Tierarztbesuch aus, als die Männchen auch nach der Untersuchung in ihren Boxen die Flügel gehoben haben und sich somit ein wenig entspannt haben.

    Ich habe in meinem Blog Trainingstagebücher und ein paar Grundlagen(Anleitungen) sowie Links zu Büchern und Videos, die helfen können, zusammengetragen, vielleicht magst Du da mal schauen?
    Die Links betreffen aber nicht nur Vögel, sondern Clickertraining allgemein.
    Nicht erschrecken beim Runterscrollen, es ist auch eine Off-topic-Kategorie dabei, so dass nicht alle Beiträge sich ums Clickern drehen (aber die meisten).

    Ein kleiner Tipp noch:

    Namen lernen:
    Hat bei mir sehr gut geklappt während der Konditionierung: Click - *Name des Vogels* Leckerli - nach spätestens 2 Tagen wusste jeder (neue) Vogel seinen Namen und die Namen der anderen = (für ihn) "Ich bin nicht dran/ gemeint".

    Beim Stören, wenn einer nicht warten will und den anderen drohend anstarrt, anfliegt etc. hat es geholfen, das "Opfer" erst mal "mit der Belohnung zu verfolgen" und richtig großzügig zu belohnen (und den Störer auch, aber erst, wenn er einige Zeit entspannt war und den anderen nicht mehr bedrohte).
    So hat nämlich der Störer gelernt, dass er "bestraft" wird, wenn er stört, weil dann DER ANDERE, welche große Schande, noch mehr kriegt als ohnehin schon!8o
    :p

    Stören/ Warte Lernen und Namenlernen gehen auch sehr schön Hand in Hand!!!:D

    Hilfe:

    Eine Hilfe kann es sein, wenn Du Dich selbst filmst beim Training (es reicht, wenn die Kamera den Vogel sieht), so dass Du später selbst analysieren kannst, was Dich evtl. behindert, ob etwa der Click nicht ganz genau war, oder Du etwas übersehen hast, das ein Vogel macht, etc.
     
  4. gin05/11

    gin05/11 Neues Mitglied

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    Hallo Stephanie!

    Wau das ist mal Info!;)
    So habe ich mir das vorgestellt! Darf ich dich nerven wenn ich mich zu unverständlich für meinen piepser aufführe?
    Gin ist alleine aber mein hund ist wohl der zweite clickertrainingKandidat. Gin kann einige Sachen auch ohne clickern.. Wenn du deine wieder entwöhnst von der clickermethode?!? Sollte ich Gin dann überhaupt clicker bei diesen erst beibringen!??
    Werde mir nachher mal auf deinen block Infos holen. Finde es toll das du da uns einfach unterstützt- du klingst wie ein "alter Hase" in Sachen clickern;)
    Gin reagiert bereits auf seinen Namen aber du hast recht es ist gut ihn direkt auffordern zu können.. So das er weiß ich spreche jetzt mit ihm und nicht mit meiner Tochter oder meinen Hund.
    Oh Gott das ist schon ne Herausforderung! Das mit den filmen find ich ne gute Idee. So sehe ich seine Reaktionen besser aber Kamera, Gin, ts, click und Belohnung... Puh ich habe nen Überblick! :)* Panik lach*
    Wie du vielleicht gesehen hast stehe ich auch mit lydia in Kontakt.. Wenn du andere Schnabelflügel trainierst.. Merkst du Unterschiede zwischen den Vogelarten? Interesse an bestimmten Dingen die besonders verstärkt auffallen oder ist das immer nur individuell vom Vogel abhängig.?
    Gin zeigt leichte Anhang von den System auch aufgehalten zu sein. Früher machte er Sachen und wurde sofort belohnt. Jetzt Sachen machen click und dann erst Futter- er neigt dazu sich sein belohnung einzufordern! Hast du damit auch Erfahrung machen können?
    Liebe grüße und nochmal danke für die Zeit die du dir für meinen thread und damit für meinen Gin genommen hast!
    Sanne
     
  5. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo Sanne,
    bzgl. "entwöhnen":
    Das ist so gedacht im Idealfall - der bei mir auch nicht immer klappt, gerade muss ich wieder "auf der Hand Bleiben" belohnen - dass der Vogel über den Clicker und die Belohnung etwas Neues lernt. Wenn er das dann verstanden hat und flüssig kann, schleicht man nach und nach den Clicker aus - das ist ein Begriff aus der Pharmakologie, den man dort anwendet, um das langsame Absetzen von Medikanten ohne Entwöhnungseffekt zu erreichen.
    Das heißt, man clickt dann nach und nach immer weniger - variabel, für den Vogel unvorhersehbar - so dass der Vogel animiert wird, sich mehr und konstant anzustrengen.
    So etwa "Huch? DAs hat doch gerade noch funktioniert?! Das mache cih jetzt noch mal/ noch mal deutlich!"

    Damit - verzögerter/ kein Click - kann man dem Vogel einerseits beibringen, dass er etwas deutlicher oder mehrfach für einen Click ausführt oder eben auch dran bliebt, wenn es nicht immer eine Belohnung gibt.
    Etwas deutlicher Ausführen = Shaping, Verhaltensformung.
    So bringt man dem Vogel über den verzögerten Click bei, etwa die Flügel, die er schon zu heben gelernt hat, höher zu heben und länger zu halten. Oder länger auf der Hand sitzen zu blieben(in der Hoffnung, dass es gleich clickt).
    Etwas mehrfach ausführen = Frustrationstoleranz, Beharrlichkeit, Vorbereitung für den Fall, dass der Vogel etwas machen muss, ohne dass wir clickern können (etwa im Ernstfall, wenn er entflogen ist und zu uns kommen soll - erst mal zu uns sehen soll, dann können wir nicht belohenn, wenn er 5 Meter über der Erde sitzt). Damit der Vogel etwas später problemlos auch macht, wenn wir nicht jedes Mal clicken ist es gut, wenn er vorher gelernt hat, dass er vielleicht nur für jedes zweite, oder dritte, oder vierte Mal - wer weiß? - der Vogel nicht! :zwinker: belohnt wird.
    Dadruch wird er beharrlicher, versucht es noch mal, vielleicht clickt es ja jetzt....
    Ziel soll dann sein, dass man den Clicker irgendwann ganz weglassen kann für Übungen,die der Vogel sehr gut kann.

    So muss man anfangs belohnen (ich, beim Gang in die Transportbox):
    - in die Käfigtür setzen
    - von dort auf die Hand steigen
    - auf der Hand bleiben
    - sich auf der Hand Richtung TB tragen lassen
    - vor der TB auf der Hand bleiben
    - in der TB auf die Sitzstange steigen
    - dort bleiben
    - erlauben, dass ich die Hand über den Vogel halte
    - erlauben, dass ich die Hand bewege
    - erlauben, dass ich den Deckel berühre
    - erlauben, dass ich den Deckel bewege
    - erlauben, dass ich den Deckel etwas schließe
    - erlauben, dass der Deckel eine Zeit lang so bleibt (während der Vogel auf der Stange sitzen bleibt)
    - erlauben, dass der Deckel fast geschlossen wird
    - erlauben, dass der Deckel kurz ganz geschlossen wird
    - erlauben, dass der Decekl länger ganz geschlossen wird
    - erlauben, dass die Box bewegt wird.

    Am Ende möchte ich nicht jeden dieser Schritte für jeden Gang in die Box belohnen müssen, da wäre der Vogel sehr schnell sehr satt.
    Stattdessen möchte ich nur den letzten Schritt oder überraschend irgendwann in der Mitte belohnen müssen, so dass der Vogel (gelernt hat zu) warten/t und trotz fehlender Belohnung bis zum Schluss mit macht.
    Das geht aber nur, wenn jede einzelnen Schritt so geübt wurde, dass der Clicker ausgeschlichen wurde, der Vogel das also auch ohne Belohnung nach jedem Schritt macht UND gelernt hat, begeistert zu warten, ob JETZT vielleicht doch - eine Belohnung kommt!:p

    Nein, ich selbst habe nur mit Wellensittichen gelickert.
    Davor aber mal eine kleine Katze nur mit Belohnung trainiert, die konnte auch nach 2 Mal von Stuhl zu Stuhl springen auf Handzeig, ohne Belohnung.

    Es gibt Mechanismen (des Lernens) die für alle Arten gelten und es gibt Vorlieben für Übungen bestimmter Arten.
    Vögel, die gern klettern und hangeln kann man leicht dazu bringen, sich über Kopf zu hängen, Vögel, die gern etwas mit dem Schnabel untersuchen, bringt man leichter dazu, "eine Schatztruhe" etc. zu öffnen.
    Es gibt aber auch innerhalb einer Art von Vogel zu Vogel Unterschiede.
    Ich hatte einen Vogel, der gerne apportiert, und einen, der nie auf die Idee gekommen wäre, etwas im Schnabel zu transportieren (und andere, die sich vom ersten Vogel das Transportieren abgeschaut haben und dann ihre Golliwoogblätter immer auf höheren Ästen aßen und hin und her reichten!).

    Das Belohnung-Einfordern ist im Prinzip ein Nicht-Warten-Können!


    Mir ist die Belohnung immer "runtergefallen", wenn ein Vogel drauf sprang - bis kein Vogel mehr drauf sprang!!!:+klugsche
    Sie kann auch einfach in Deiner Faust verschwinden oder zum anderen Vogel wandern!

    Der Störenfried Gin wird dann belohnt, wenn er weg schaut, sich umdreht, entspannt, nicht mehr versucht, die Belohnung zu stibitzen ODER wenn er etwas zeigt, dass er gelernt hat.
    Dann kannst Du ihn belohnen UND später dies ausschleichen - nach und nach - so dass er lernt, dass
    1. er belohnt wird, wenn er dies zeigt, aber nicht, wenn er stehlen will und
    2. er dies evtl. mehrfach zeigen muss oder dann noch ein Kommando bekommt, ehe er belohnt wird (Frustrationstoleranz und Beharrlichkeit).
    Bis er das gelernt hat, dauert es aber ein bisschen.

    Ich rede da gern vom "Warte-Hügel": Dem Berg, den Trainer und Vogel überwinden müssen, ehe der Vogel "warte" gelernt hat.


    Sehr viele Infos zum Clickern mit allen möglichen Tieren bekommst Du auch auf KarenPryor-Clickertraining.
    Dort musst Du Dich anmelden, was aber kosten- und folgenlos ist - und kannst dann zahlreiche Artikel von diversen Trainern über diverse Tierarten und Trainingsideen & Problemlösungen (auf Englisch) lesen.
    Dort findest Du auch Anleitungsvideos bzw. Videos mit Ideen zum Training.

    _________________________________________________

    Frag ruhig alles, was Du fragen möchtest, dafür schreiben wir ja hier im Forum!
    Wer nichts von sich und seinen (Miss-) Erfolgen (oder Vögelchen) preisgeben möchte, schreibt sicher nicht unbedingt in einem Forum!:+klugsche
    (Ohne Anmeldung kannst Du auch mit lesen, aber nicht alles.)
     
  6. gin05/11

    gin05/11 Neues Mitglied

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    liebe stephanie

    ich habe mir das wohl leichter vorgestellt.. gin beißt immer richtig fest in den ts.. drehe in regelrecht aus den schnabel! ja die thematik des wartens stellt sich bei den racker schon als herausfoderung dar. nehme an das er deswegen auch mein pseudo-ts so massiv festhält. nachj den motto: warum das ding? gib doch gleich das futter! es gab doch am anfang futter als ich nur den ts berührt habe!!.. dank deiner erläuterung werde ich mit ihm üben und üben müssen. mit seinen sturmdrang und jugendeifer..*hihi*
    ..er kommt ja schon länger auf den arm und so diverse sachen beherrscht er auch ohne clickertraining (eigentlich nur je nach lustpotential schwankt der eifer :) ) mein hauptproblem ist zur zeit das befördern in die transportbox. meine ist wahrscheinlich jetzt auch mittlerweile einfach zu klein- auch wenn er meist nicht mehr wie ne halbe std(einmal durch die stadt) da hinein muß .. werde mich mal nach einer anderen variante umschauen- ähnlich wie die der richtigen züchter.. da fühlt er sich wohler und dann ist wirklich mein hohes ziel, eine routinierte abfolge und ein problemloses befördern, ein und aussteigen ihn anzutrainieren!

    liebe grüße sanne
     
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  8. Palima

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    Hallo ihr Lieben,
    das Thema ist mal richtig gut ich habe schon ein paar Clicker erfahrungen mit unserer Wellidame Farli gemacht die leider vor kurzem verstorben ist. Jetzt möchte ich mit Nietzsche einer meiner Halsi-jungs das clickern anfangen da er schon auf die Hand reagiert und Leckerlis nimmt. Rokayas entzieht sich leider sehr dem menschlichen Kontakt ist es trotzdem möglich mit ihm zu clickern ? Und wie fange ich am besten an ? Bei Farli habe ich es so gemacht, dass ich sie erst an den Stock gewöhnt habe dann click und lekerli. Farli war allerdings sehr auf den Menschen fixiert da sie ein lebenlang nur bei Menschen gelebt hat und keinerlei Kontakt zu anderen Wellis hatte. Wir haben sie dann zu unseren beiden Wellensittichherren dazugenommen allerdings ist sie trotz dem Kontakt weiterhin auf uns fixiert gewesen dadurch war es sehr "einfach" ihr bestimmte Dinge beizubringen. Wie das mit den Halsis ist werde ich dann ja bald rausfinden ich möchte nur keine Fehler machen. Kann man denn irgendetwas grundlegend Falsch machen? Ich mein das system ist ja eigentlich relativ einfach oder ?
    Für eure Antworten bin ich sehr dankbar
    liebe Grüße
    Anne
     
  9. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo Palima,
    Deine Vögel haben ja sehr interessante Namen!:freude:

    Man kann im Clickertraining Annäherung belohnen:
    Also entspanntes Verhalten, wenn Du / etwas anderes, wovor ein Vogel Angst hat, irgendwo stehst, dann Dich bewegst, etwas näher kommst etc.

    Bei scheuen Vögeln sollte man sehr darauf achten, dass man NUR dann clickt, wenn der Vogel ganz entspannt ist, nicht, dass man ihn versehentlich fürs Angsthaben oder sich-Verspannen belohnt.

    Was kann man falsch machen?


    1. Zu hohe Erwartungen haben
    => zu große Schritte erwarten => Vogel frustrieren oder in Situationen bringen, in denen er etwas tun muss, für das er noch nicht bereit ist, in denen er also immer etwas Angst und Stress hat.
    Besser: Ganz kleine Schritte clicken, wirklich den kleinsten Ansatz des Zielverhaltens und das sehr oft. Meist macht der Vogel dann sehr schnell von sich aus den nächsten Schritt, wenn man hin und wieder mal etwas wartet mit dem Click um zu testsen, was er schon verstanden hat (bpsw. Man zeigt dem Vogel immer den Targetstick, clickt, und irgendwann wartet man mal und clickt erst, wenn er hinschaut und wenn man das oft genug macht, wird er vielleicht sogar von selbst mal näher kommen oder ihn berühren).

    2. Angstverhalten ignorieren
    , also weitermachen, obwohl der Vogel Angst hat.
    Das führt dazu, dass er clickern mit Angsthaben verbindet.
    Besser: Vor allem Anfangs sehr darauf achten, nur zu clicken, wenn er ganz entspannt ist.
    Wenn er nicht entspannt ist, weniger von ihm verlangen, ganz kleine Schritte, und dann wird er sehr bald wieder entspannt.
    Ein Vogel, der entspannt ist, wird mutiger und lernt schneller als ein Vogel, der zwar etwas macht, um Leckerli zu bekommen, dabei aber immer (mehr) Angst hat.
    Irgendwann blokiert letzterer dann.

    3. Zu lange am Stück clickern.

    Dahinter steckt(e bei mir) oft der Gedanke: DAS muss er jetzt noch begreifen, damit ich da morgen ansetzten kann!
    Besser: Vor allem anfangs ganz kurze Sitzungen, und aufhören, wenn der Vogel sehr motiviert ist.
    Im "Notfall" auch mal vorher überlegen, wie viele Clicks es sein sollen (wenn der Vogel sehr unmotiviert war beim letzten Mal) und dann nur 3, 2 oder einen Click (den aber gezielt für entspanntes und motiviertes Verhalten Richtung Zielverhalten) geben.
    Der Vogel bleibt so motiviert, möchte beim nächsten Mal mitmachen und hat immer Erfolg, wenn die Übungssitzung zu Ende ist.
    Nach und nach wird er fordern, dass die Sitzung länger wird, indem er von sich aus noch gelerntes Verhalten (oder ganz neues) zeigt.
    Dann kann man überlegen, ob man noch einen oder zwei Clicks dran hängt oder ihn etwas machen lässt, dass er schon gut kann.

    4. Ungewolltes Verhalten clicken oder anderweitig belohnen.

    Damit ist nicht unbedingt Verhalten gemeint, dass man nicht im Trainingsplan oder Lehrplan hatte, sondern Verhalten, das man GAR NICHT sehen möchte.
    Beispiele sind:
    - Vogel belohnen/ "abfüttern", der den anderen Vogel stört, anstarrt oder gar anfliegt.
    Oder: Diesem Störer Aufmerksamkeit geben.
    - anfangen zu clickern, wenn ein Vogel "meckert" oder den anderen gerde nicht so nett behandelt, um den Vogel abzulenken. Er lernt dann ja, dass dies ihm Trainingsleckerlis einbringt!

    Besser:
    Plan überlegen.
    Immer den Vogel belohnen, der gestört wurde.
    Überlegen, was man belohnen könnte, ohne ungewolltes Verhalten zu belohnen, also etwa nur (noch) anfangen, wenn kein Vogel schreit, oder wenn kein Vogel geärgert wird etc.

    5.Vogel für falsches und richtiges Verhalten zugleich clicken wollen:
    Vogel macht A richtig und gleichzeitig B falsch. Im schlechtesten Fall ist B ein ungewolltes, nicht tolerierbares Verhalten.
    Jetzt ist man geneigt, doch wenigstens A zu clicken!
    Besser:
    A erwischen, wenn Vogel es ohne B zeigt.
    Vielleicht nicht gerade in dieser Übungssitzung, sondern außerhalb der Übungen, irgendwann später.
    Oder:
    Versuchen, den Moment zu erwischen, in dem er A zeigt, aber B noch nicht.
    Oder A, aber nicht mehr B.
    Das ist etwas tricky und eher etwas für Fortgescrittene Clickerer, die schnell clicken und ihren Vogel schon gut beobachten/ einschätzen können.
    Und für fortgeschrittene Vögel, die gelernt haben, etwas immer wieder zu probieren.

    Was tun, wenn das im Anfangstraining passiert?

    Entweder das Verhalten erst mal nicht mehr clicken, oder mit dem anderen Vogel weitermachen (der fungiert dann als Vorbild) oder warten, bis man das Verhalten außerhalb der Übungssitzung/ Situation wenigstens im Ansatz alleine, ohne das Störverhalten erwischen/ clicken kann.

    5. Nicht unbedingt ein Fehler, aber nervig:
    Zu spät den Clicker ausschleichen, also immer jedes gewünschte Verhalten clicken (müssen).

    Die Vögel werden fett und man selbst ist an den Clicker gebunden.
    Besser:
    Schon in den ersten Übungssitzungen probieren, ob Vogel noch mitmacht, wenn man mal einen Click weglässt und dann immer mal variabel belohnen oder mal nur mit der Stimme etc.
    Dabei aber vor allem Anfangs nicht zu schnell vorgehen, also schnell auch wieder (anderes Verhalten oder das gleiche) belohnen, so dass der Vogel bei der Stange bleibt.
    Hilft einem auch, überhaupt mal daran zu denken, irgendwann den Clicker auszuschleichen!
     
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