Das unendliche Thema.....

Diskutiere Das unendliche Thema..... im Edelsittiche Forum im Bereich Sittiche; Es geht natürlich ums Rupfen. Halsbandsittiche rupfen sich meiner Erfahrung nach wirklich selten. Ich habe mal vor vielen Jahren ein Männchen...

  1. Maxim

    Maxim Guest

    Es geht natürlich ums Rupfen.

    Halsbandsittiche rupfen sich meiner Erfahrung nach wirklich selten. Ich habe mal vor vielen Jahren ein Männchen gesehen, welches eine gerupfte Brust hatte. Die Flaumfedern deckten die Brust mit einem grauen Belag. Die grünen Deckfedern waren auf einer 5-Mark großen Stelle abgerupft, aber die nackte Haut war nirgends zu sehen. Er sah eigentlich noch ganz gut aus Als wir den Vogel aus dem Käfig holten, biß er zu, entwischte uns und fiel segelnd zu Boden. Er war mehr als 10 Jahre lang allein in dem kleinen Kanarienvogelkäfig eingesperrt gewesen und hatte dabei seine Flugfähigkeit verloren, Ernährt wurde er mit Körnerfutter und jeden Tag genau einer Erdnuß.

    Ein Freund von mir hat eine große Voliere mit Aras, Amazonen, Graupapageien, Pennants und einigen großen und kleinen Alexandersittichen. Einer der großen Alexandersittiche war ein Männchen mit leichten Rupfungsstellen, die im Laufe eines Jahres immer mehr zunahmen, bis nach der Mauser alles von vorne losging. Nichts dramatisches, wie man es manchmal bei Aras oder Grauen sieht. Da der Vogel damals kein Weibchen hatte schloß er innige Freundschaft mit einem männlichen Halsbandsittich. Die beiden waren füreinander Ersatzpartner, saßen dicht zusammen usw. Das ging über 2,3 Jahre so.

    Wer eine große Voliere hat, bekommt ab und zu Vögel geschenkt. So auch dieser Freund. Er bekam zusätzlich einen weiblichen Halsbandsittich und bot mir nun beide zusammen als Geschenk an. Er hatte Streß mit den Nachbarn wegen des Lärms bekommen und bat mich vor 14 Tagen, das Pärchen Halsbandsittiche schnell bei ihm abzuholen.

    Vor 14 Tagen fingen wir die beiden unter dem infernalischen Lärm der übrigen Vögel heraus. Beim näheren Hinsehen sah ich, dass das Weibchen leichte Rupfungsstellen an einem Flügelbug hatte, mehr nicht. Das Männchen hatte Rupfungsstellen an der Brust und beiden Flügelbugs.

    Der Freund erklärte mir die Sache so: Das Weibchen sei ein Problemvogel in Einzelhaltung gewesen, bevor es zu ihm kam. Die Rupfungsstelle habe sich während der vier Wochen bei ihm in der großen Voliere mit den vielen anderen Vögeln schon deutlich gebessert. Die schwereren Rupfungsstellen des Männchens seien gar nicht von diesem selbst, sondern von dem großen Alexandersittich, der selbst Rupfer sei und seinen dicht beisitzenden Freund mitgerupft habe.

    Gut, dachte ich. Da der große Alexander jetzt nicht mehr dabei ist, werden die Stellen wieder zuwachsen. Ich steckte beide Vögel erst mal in Quarantäne in getrennte Käfige.

    Etwa eine Woche später musste ich mir eingestehen, dass die Rupfungsstellen nicht kleiner wurden sondern größer. Auf dem Käfigboden fanden sich keine Federn. Er muß sie also gefressen haben. Nach 10 Tagen setzte ich ihn zusammen mit dem neuen Weibchen zu zwei weiteren Halsbandsittichen in eine große Voliere.

    Als das erste Hallihallo vorbei war, und die Vögel sich putzten, sah ich die hackenden, heftigen Bewegungen des Männchens beim Putzen. Ich konnte ihn nie beim direkten Federausreißen beobachten, aber die Rupfungsstellen werden allmählich immer größer. Die vom Weibchen sind nach wie vor geringfügig und haben sich kaum geändert.

    Da die Vögel weder bei meinem Freund, noch bei mir vereinsamt, fehlernährt oder Bewegungsmangel unterworfen sind, frage ich mich, woher das Rupfen kommt.

    Wenn es einmal da ist, sagt man, ist es nicht mehr wegzukriegen. Oder gibt es doch Hoffnung?

    Kann man Rupfen erklären? Kann man Rupfer heilen? Oder stimmt es, was ein Ornithologe mal sagte: Es gibt nur eine Möglichkeit, das Rupfen abzustellen, nämlich dem betreffenden Vogel den Hals umzudrehen.

    Das werde ich natürlich nicht tun. Das Männchen ist voll Flugfähig, verspielt, vital und gut drauf. Aber jedes Mal, wenn es sich putzt fallen mir diese abgehackten Bewegungen auf. Was kann man eigentlich machen, fragt

    mit vielen Grüßen

    Maxim
     
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