Stanley_Stella
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Hallo liebe Wegbegleiter*innen der letzten Jahre,
hallo alle, die's interessiert,
da bin ich mal wieder – nach einigen Monaten ... Natürlich wieder mit einer Sorge: aber nicht wegen meiner beiden netten Stanleys (den geht's ganz gut), sondern wegen dem Graupapagei (Coco) meines alten Nachbarn. Vielleicht hat jemand Zeit, die Story zu lesen und einen Rat dazu?
Mein alleinstehender Nachbar hat eine schwere Lungenkrankheit und wird in Kürze ins Krankenhaus gehen. Er fragte mich heute, ob ich mich um seinen Graupapagei kümmern könnte. Es geht dem Mann wirklich nicht gut und ich habe ihn beruhigt und ihm Hilfe zugesagt. (Wir wohnen seit 13 Jahren Tür an Tür, aber pflegen nur einen freundlichen Grüß-Kontakt. Zwischen Tür und Angel ergeben sich manchmal kleine Gespräche und ich frage dann immer, wie es Coco so geht ...)
Ich war eine Weile bei ihm und habe mir Coco genauer angesehen und mir alles erklären lassen.
Ich kenne mich mit Graupapageien gar nicht aus und möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber helfen möchte ich meinem Nachbarn schon. Der schon recht alte und kranke Mann macht sich auch Gedanken, wo Coco bleiben kann, wenn er mal nicht mehr für ihn sorgen kann. Er fragte mich, ob man ihn ins Tierheim geben könne.
Da ich Mitglied vom Tierschutzverein für Berlin bin, der auch ein großes Tierheim betreibt, habe ich ihm angeboten, da mal nachzufragen. Das mache ich auch noch. Ich könnte auch hier in Vogelforen mal nachfragen, ob sich jemand hier findet, der über kurz oder Lang Coco aufnehmen könnte ... Aber ich gehe davon aus, dass es jetzt erstmal darum geht, dass ich mich kurzfristig um den Vogel kümmere und wir dann weitersehen.
Ich suche jetzt also Euren Rat im Hinblick auf Coco und wie ich mich mit meinen beiden Stanleys, Niko und Stella, am besten verhalten sollte.
Über Coco: Coco lebt seit 30 Jahren bei Nachbar S., nachdem er vorher schon einige Jahre bei einem Bekannten von ihm gelebt hatte. Es ist nicht bekannt, wie alt Coco genau ist und welches Geschlecht er/sie hat. Coco lebt in einem Käfig in einem ziemlich warmen (für mich viel zu warmen) Wohnzimmer und da Herr S. sehr schwerhörig ist, ist Coco oft sehr lautem Radio/Fernsehen oder Musik ausgesetzt, auch einer gleißend hellen Lichtquelle in der ansonsten stark abgedunkelten, eigentlich hellen, nach Süden ausgerichteten Wohnung mit (ungesicherten) Balkon. Herr S. erlaubt Coco ab und zu, den Käfig zu verlassen. Er berührt ihn dabei nie, sondern dirigiert ihn mit einem kleine Stock. Er beschäftigt sich schon recht viel mit Coco, redet und pfeift viel mit Coco, und Coco redet und pfeift zum verwechseln ähnlich zurück – wenn er Lust dazu hat.
Coco ist ein schöner Vogel, aber sein Gefieder ist sehr stumpf und er plustert sich immer wieder sehr auf. Er wirkt aber nicht direkt verhaltensauffällig auf mich. Er badet wohl nie, steckt wohl nur ab und zu seinen Kopf ins Wasser und schüttelt sich dann. Mein Verdacht ist, dass die angebotene Badestelle ungeeignet ist ...
Der Käfig war sehr verdreckt, aber er würde wohl einmal die Woche gereinigt. Manchmal durch eine Pflegekraft, die regelmäßig für den Herrn kommt.
Er hat nur abgenagtes künstliches Spielzeug, nichts natürliches von draußen ...
Der Vogel bekommt immer nur eine Knabberstange von Vitakraft und Sonnenblumenkerne. Ab und zu mal Erdnüsse oder Walnüsse und ab und zu etwas Früchte.
Herr S. würde es schon ausreichend finden, wenn ich Coco Morgens und Abends füttern würde und Abends eine Decke über den Käfig legen würde.
Ich könnte ihn in seiner Wohnung auch raus lassen, aber es würde dann einige Stunden dauern, bis er von selbst wieder hineinginge. Das könnte ich also eher nicht jeden Tag machen ...
Der Käfig steht auf einem Wagen mit Rollen und ich könnte ihn also tagsüber auch in meine Wohnung rüberschieben (ich arbeite viel im Home Offfice). Dort würde ich Coco aber nicht rauslassen, da ich mir das nicht gleich zutraue und ich ausserdem meine Vögel schützen möchte. Bleibt ohnehin die Sorge, ob es da irgendwelche Erkrankungen gibt, die so schon gefährlich werden könnten ...
Ich würde mich sehr für Coco freuen, wenn er bald in glücklichere Lebensumstände kommen könnte! Natürlich wünsche ich auch dem alten Nachbarn, dass er sich wieder berappelt – und trotzdem bereit ist, entsprechende Vorkehrungen für eine künftige Bleibe für Coco in Angriff zu nehmen.
Da ich nicht weiß, wie schnell er jetzt ins Krankenhaus geht und wie plötzlich mein Vogel-Einsatz gefragt ist, schreibe ich gleich jetzt und wäre sehr dankbar für den einen oder anderen guten Rat!
Am liebsten würde ich mich sofort nach einer Zimmervoliere umschauen, damit der Vogel bei mir nicht in diesem Käfig hocken muss ...
Liebe Grüße&Wünsche
Ute
Hallo liebe Wegbegleiter*innen der letzten Jahre,
hallo alle, die's interessiert,
da bin ich mal wieder – nach einigen Monaten ... Natürlich wieder mit einer Sorge: aber nicht wegen meiner beiden netten Stanleys (den geht's ganz gut), sondern wegen dem Graupapagei (Coco) meines alten Nachbarn. Vielleicht hat jemand Zeit, die Story zu lesen und einen Rat dazu?
Mein alleinstehender Nachbar hat eine schwere Lungenkrankheit und wird in Kürze ins Krankenhaus gehen. Er fragte mich heute, ob ich mich um seinen Graupapagei kümmern könnte. Es geht dem Mann wirklich nicht gut und ich habe ihn beruhigt und ihm Hilfe zugesagt. (Wir wohnen seit 13 Jahren Tür an Tür, aber pflegen nur einen freundlichen Grüß-Kontakt. Zwischen Tür und Angel ergeben sich manchmal kleine Gespräche und ich frage dann immer, wie es Coco so geht ...)
Ich war eine Weile bei ihm und habe mir Coco genauer angesehen und mir alles erklären lassen.
Ich kenne mich mit Graupapageien gar nicht aus und möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber helfen möchte ich meinem Nachbarn schon. Der schon recht alte und kranke Mann macht sich auch Gedanken, wo Coco bleiben kann, wenn er mal nicht mehr für ihn sorgen kann. Er fragte mich, ob man ihn ins Tierheim geben könne.
Da ich Mitglied vom Tierschutzverein für Berlin bin, der auch ein großes Tierheim betreibt, habe ich ihm angeboten, da mal nachzufragen. Das mache ich auch noch. Ich könnte auch hier in Vogelforen mal nachfragen, ob sich jemand hier findet, der über kurz oder Lang Coco aufnehmen könnte ... Aber ich gehe davon aus, dass es jetzt erstmal darum geht, dass ich mich kurzfristig um den Vogel kümmere und wir dann weitersehen.
Ich suche jetzt also Euren Rat im Hinblick auf Coco und wie ich mich mit meinen beiden Stanleys, Niko und Stella, am besten verhalten sollte.
Über Coco: Coco lebt seit 30 Jahren bei Nachbar S., nachdem er vorher schon einige Jahre bei einem Bekannten von ihm gelebt hatte. Es ist nicht bekannt, wie alt Coco genau ist und welches Geschlecht er/sie hat. Coco lebt in einem Käfig in einem ziemlich warmen (für mich viel zu warmen) Wohnzimmer und da Herr S. sehr schwerhörig ist, ist Coco oft sehr lautem Radio/Fernsehen oder Musik ausgesetzt, auch einer gleißend hellen Lichtquelle in der ansonsten stark abgedunkelten, eigentlich hellen, nach Süden ausgerichteten Wohnung mit (ungesicherten) Balkon. Herr S. erlaubt Coco ab und zu, den Käfig zu verlassen. Er berührt ihn dabei nie, sondern dirigiert ihn mit einem kleine Stock. Er beschäftigt sich schon recht viel mit Coco, redet und pfeift viel mit Coco, und Coco redet und pfeift zum verwechseln ähnlich zurück – wenn er Lust dazu hat.
Coco ist ein schöner Vogel, aber sein Gefieder ist sehr stumpf und er plustert sich immer wieder sehr auf. Er wirkt aber nicht direkt verhaltensauffällig auf mich. Er badet wohl nie, steckt wohl nur ab und zu seinen Kopf ins Wasser und schüttelt sich dann. Mein Verdacht ist, dass die angebotene Badestelle ungeeignet ist ...
Der Käfig war sehr verdreckt, aber er würde wohl einmal die Woche gereinigt. Manchmal durch eine Pflegekraft, die regelmäßig für den Herrn kommt.
Er hat nur abgenagtes künstliches Spielzeug, nichts natürliches von draußen ...
Der Vogel bekommt immer nur eine Knabberstange von Vitakraft und Sonnenblumenkerne. Ab und zu mal Erdnüsse oder Walnüsse und ab und zu etwas Früchte.
Herr S. würde es schon ausreichend finden, wenn ich Coco Morgens und Abends füttern würde und Abends eine Decke über den Käfig legen würde.
Ich könnte ihn in seiner Wohnung auch raus lassen, aber es würde dann einige Stunden dauern, bis er von selbst wieder hineinginge. Das könnte ich also eher nicht jeden Tag machen ...
Der Käfig steht auf einem Wagen mit Rollen und ich könnte ihn also tagsüber auch in meine Wohnung rüberschieben (ich arbeite viel im Home Offfice). Dort würde ich Coco aber nicht rauslassen, da ich mir das nicht gleich zutraue und ich ausserdem meine Vögel schützen möchte. Bleibt ohnehin die Sorge, ob es da irgendwelche Erkrankungen gibt, die so schon gefährlich werden könnten ...
Ich würde mich sehr für Coco freuen, wenn er bald in glücklichere Lebensumstände kommen könnte! Natürlich wünsche ich auch dem alten Nachbarn, dass er sich wieder berappelt – und trotzdem bereit ist, entsprechende Vorkehrungen für eine künftige Bleibe für Coco in Angriff zu nehmen.
Da ich nicht weiß, wie schnell er jetzt ins Krankenhaus geht und wie plötzlich mein Vogel-Einsatz gefragt ist, schreibe ich gleich jetzt und wäre sehr dankbar für den einen oder anderen guten Rat!
Am liebsten würde ich mich sofort nach einer Zimmervoliere umschauen, damit der Vogel bei mir nicht in diesem Käfig hocken muss ...
Liebe Grüße&Wünsche
Ute
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

) Klar wäre aber, dass ich ihn auch nur vorübergehend aufnehmen könnte – etwas anderes lassen meine Lebensumstände leider nicht zu. Ich wäre dann bestimmt neben allem, was ich sonst noch am Hals habe, sehr in Beschlag genommen damit, ihn gut unterzubringen … Und vielleicht wird seine Präsenz bei mir sehr anstrengend … (Die Mitarbeiterin der Vogelpraxis meinte zu mir, ich solle meine freifliegenden Stanleys keinesfalls unbeaufsichtigt mit Coco in einem Raum lassen, auch wenn dieser im Käfig säße ...)


