Desinfektion bei Kokzidien

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  1. Elena

    Elena Stammmitglied

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    Hallo,

    nachdem zwei meiner älteren Kanarien viel aufgepluster auf der Stange sitzen, ansonsten aber fressen, habe ich heute eine Kotprobe meine Kanarienschar beim TA abgegeben.
    Eben fand ich auf dem AB die Nachricht, dass sie wohl kokzidien gefunden hat. Morgen hole ich mir gleich Medizin.

    Nun meine Frage: ich habe mal versucht, etwas über diese Krankheit zu finden und gelesen, dass der Käfig desinfiziert werden muss.

    Meine Kanarien leben in einer Zimmervoliere, mit Buchenholzgranulat als Einstreu (wird dann zur Behandlung durch Zeitung ersetzt).

    Nun meine Frage: wie und womit desinfizier bzw. reinige ich denn jetzt die Voliere, Gitter, Stangen...? Worauf muss ich noch achten?

    Danke für hoffentlich viele hilfreiche Tips

    Elena
     
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  3. #2 Alfred Klein, 22. Juni 2005
    Alfred Klein

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    Hallo Elena

    Handelsübliche Mittel wie z.B. Sagrotan kannst Du nicht verwenden, das Zeug hinterläßt meist Rückstände welche nicht unbedingt so gesund für die Vögel sind.
    Es sollte also was sein das rückstandsfrei ist.
    Als häufigstes Mittel wird zur Volierendesinfektion Bactazol verwendet. Das ist eine Alkoholmischung und entspricht dem was auch im Krankenhaus üblicherweise benutzt wird.
    Es gibt noch andere rückstandsfreie Mittel, da habe ich einen Link. Allerdings habe ich da keine Handelsnamen sondern nur die desinfizierenden Stoffe.
    Trotzdem nicht uninteressant wenn man weiß was man außer Alkohol für die Geier noch nehmen kann: http://www.vogel-infos.de/Desinfektion.html
     
  4. #3 Andrea 62, 22. Juni 2005
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Hallo,
    von Bactazol bin ich nicht so begeistert, zumal es sich hier nicht um Ektoparasiten handelt. Bactazol enthält auf 100g Lösung 0,2g Pyrethroide (Insektizide), deshalb habe ich es im Wohnbereich nicht angewendet und es steht jetzt bei mir rum. Beim googlen habe ich gefunden, dass gegen Kokzidien am besten Dampfstrahlreinigung und Desinfektionsmittel mit Kresolen wirken sollen, die sind aber auch nicht ohne. Also am besten mit dem TA besprechen. Ich denke mal Käfig, Näpfe und Sitzstangen kann man gut mit kochendem Wasser reinigen, evtl. reicht das schon, man muss natürlich alle Ecken erwischen, ansonsten kommt man um das Einsprühen nicht herum.
     
  5. mira

    mira Guest

    Hallo,
    als meine Tweety ganz am Anfang Kokzidien hatte meinte die Tierärztin ich solle den Käfig mit kochendem Wasser reinigen, Dampfstrahler ist sicher genauso gut.
    Außerdem meinte sie, ich solle besonders darauf achten, danach alles penibel trocken zu machen, da Kokzidien eine feuchte Umgebung benötigen.
    Bei meiner Tweety hat das zumindest gereicht, sie war (natürlich mit den richtigen Medikamenten) ganz schnell kokzidienfrei.
    Grüße,
    Christine
     
  6. Elena

    Elena Stammmitglied

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    Hallo,

    ich muss leider bei meiner Frage wieder einhalen, da bei meinen Kanarien wieder Kokzidien Einzug gehalten haben.

    Meine kanarienschar lebt in einer Zimmervoliere, die an 2 Seiten Gitter udn an den anderen beiden Spanplatten mit lasierter Fototapete haben. Innen ist die Voliere mit Naturzweigen, Sisalringen, Glöckchen (lieben meine Jungvögel über alles), einer Holzleiter etc. ausgestattet, auf dem Volierenboden liegt seit der ersten Kokzidienbehandlung immer noch Zeitungspapier, das ich täglich wechsele.

    Normalerweise wische ich alle Stangen etc., auf denen sich Kothäufchen oder -dreck befindet, jeden Morgen gründlich ab.

    Wie desinfiziere ich nun am besten? Kochendes Wasser lässt sich ja bei den Gitterstäben, den Wänden und dem Boden nicht so leicht bewerkstelligen, zumal ich die Vögel eigentlich nicht rausfangen will (verursacht bei 16 Piepmätzen immer viel Aufregung).

    Sollte ich nun lieber ein Desinfektionsmittel nehmen, oder reicht wirklich heißes Wasser (wie meine TÄ meinte) aus? Es wurde auch beschrieben, dass ein Dampfstrahler helfen kann. Kann man da jeden nehmen? Meine mutter hat einen zu hause, das ist aber wohl ein "Kalt-Dampfstrahler", der mit kaltem Dampf arbeitet, jedoch direkt an der Öffnung warm wird beim Bestrahlen (kenn mich mit den Dingern überhaupt nicht aus).

    Wann desinfiziere ich am besten? Ich behandle mit Baycox, die erste Runde findet heute bis Donnerstag statt. Da ja bei der behandlung verstärkt Kokzidien ausgeschieden werden, macht es vielleicht eher Sinn, im Anschluss an die Behandlungsrunden die Naturzweige auszutauschen bzw. die kleinen Stangen unter kochendem, fließendem Wasser zu reinigen.

    Was meint Ihr, wann sollte ich eine Grundreinigung vornehmen? ist am Samstag zu spät? Natürlich reinige ich täglich auch gründlich, aber eben ohne alles `rauszunehmen (heute früh ahbe ich 1 1/4 Stunden alles abgewischt udn dabei 4 Mal Wasserwechsel gemacht).

    Ist sonst noch was zu beachten?

    Ist mir ein Rätsel, wie die blöden Biester jetzt wiedergekommen sind, schließlich beseitige ich, wie oben beschrieben, täglich den Kot und reinige alle Näpfe gründlich. Scheint bei meinen eine Never-ending-story zu werden, erst Kokzidien, dann Ornithose, jetzt wieder Kokzidien. Den Kotuntersuchungen im Anschluss an die Behandlungen mißtraue ich inzwischen auch, da einige meiner Kleinen immer noch mit dem Schwanz wippen und viel aufgeplustert auf der Stange sitzen.

    Bin für alle Anregungen dankbar, amit der frust endlich mal aufhört.

    Viele Grüße

    Elena
     
  7. Joerg

    Joerg Guest

    Hi Elena,

    wie groß ist denn die Zimmervoliere für die 16 Kanarien?
    Auch wenn Kanarien relativ unempfindlich sind, kann Überbesatz zu Streß führen, was die Tiere für Kokzidiose anfällig macht.

    Auch durch eine Behandlung mit Baycox werden die Tiere nicht frei sein von Kokzidien noch werden sie sofort topfit von Ast zu Ast hüpfen. Erst einmal müssen die Folgeerscheinungen (z.B. Darmentzündungen, geschwollener Bauch) abklingen.

    Er genügt tatsächlich, mit heißem Wasser und etwas Spülmittel zu reinigen.
    Die Hauptreinigung würde ich nach dem 2. Behandlungstag durchführen - wie lange sollst Du denn behandeln und in welcher Verdünnung?

    Gruß
    Jörg
     
  8. Rucola

    Rucola Guest

    Viell. sind´s ja auch die Spanplatten. Viele Spanplatten dünsten ja noch jahrelang Formaldehyd aus (vgl. hier). Das schwächt das Immunsystem natürlich auch und macht sie anfälliger.
     
  9. #8 Joerg, 11. Oktober 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Oktober 2005
    Joerg

    Joerg Guest

    Diese Gefahr halte ich für relativ gering...
     
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  11. Rucola

    Rucola Guest

    Und warum?
     
  12. Elena

    Elena Stammmitglied

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    Hallo,

    erstmal danke für Eure Antworten. Die Spanplatten sind mit so einer "Elefantenhaut" dreimal bestrichen worden, und das Formaldehyd habe ich nach der dreimaligen Desinfektion bei der Ornithosebehandlung jedesmal wieder mit Wasser abgewischt.

    Behandeln tu ich mit Baycox, drei Tage 2 ml auf 1l Wasser, dann 5 Tage Pause, und dann sicherheitshalber den ganzen Spaß noch zweimal.

    Da ich morgen das dritte Mal Baycox gebe, werde ich Freitag nachmittag wohl die Vögel kurzzeitig auf Käfige verteilen, die normalen Äste austauschen und den Rest unter heißem fließendem Wasser abwaschen. Meine Kollegin hat mir so eine Dampf-Ente mitgebracht, damit werde ich die Gitterstäbe, die beiden Tapeten-Rückwände sowie den Boden abdampfen. Die wird hoffentlich heiß genug. Wenn ich den Spaß jede Woche jeweils den ersten Tag nach dem letzten Behandlungstag mache, müsste ich doch die Kokzidien hoffentlich wegbekommen.

    Morgend mache ich jetzt auch statt einer üblichen dreiviertel Stunde 1 1/2 Stunden alles sauber, also viel Kotreste dürften da wirklich nicht überleben.

    Gruss Elena
     
Thema: Desinfektion bei Kokzidien
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