Die Geschichte unserer Lotte ( mit Paramyxo infiziert)

Dieses Thema im Forum "Graupapageien" wurde erstellt von Margaretha Suck, 13. April 2009.

  1. Jeannetti

    Jeannetti Mitglied

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    Liebe Margaretha,

    Deine Geschichte hat mich erneut zu Tränen gerührt. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie Du Dich nun fühlst. Ich will Dir aber sagen, egal wie und was Du entscheiden wirst, es ist die richtige Entscheidung, denn Du wirst sie nach bestem Gewissen entscheiden.

    Beide Entscheidungen haben gute und schlechte Seiten, die meine Vorredner Dir schon genannt haben.

    Ich hoffe, dass Ihr beiden noch eine ganz tolle Zeit miteinander haben werdet und dass sie möglichst lange anhält. Und vielleicht ist Lotte ja wirklich ein klinisches Wunder und lebt noch ganz ganz lange.

    Zur Aufmuntereung möchte ich Dir noch sagen, dass wir einen Bekannten in der Familie haben, dem wurde vor 15 Jahren gesagt, dass er nur noch 1 Jahr zu leben hätte... Er lebt heute immernoch, und es geht ihm richtig gut. Er muss zwar Tabletten nehmen, aber er lebt damit.

    Wir sollten jetzt positiv denken und hoffen, dass auch Lotte dieses "Überleben-Gen" in sich trägt.

    Ich hoffe, dass ich Dich ein wenig ermuntern konnte, obwohl das schwer sein wird. Und Du wirst die richtige Entscheidung treffen, ganz sicher :trost:

    Liebe Grüße und Alles Gute für Lotte,

    Jeannette
     
  2. AdMan

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  3. #62 selinamulle, 22. April 2009
    selinamulle

    selinamulle Selinamulle

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    Hallo Margarethe,

    meine Meinung bei so kranken Tieren ist sie zu erlösen. Wenn mir keiner sagen kann, der Vogel schafft ziemlich warscheinlich wieder gesund zu werden, wenn sie die Behandlung durchführen, dann würde ich sie nicht machen lassen.

    Ich habe einige Menschen in meinem Umfeld durch Krebs verlohren und die durften egal wie sie gelitten haben (auch durch die Chemotherapie) nicht erlöst werden und den Vorteil haben die Tiere uns Menschen gegenüber, dass sie wenn sie krank sind und keine Heilung mehr möglich scheint erlöst werden dürfen.

    Ich schrieb Dir eine PN mit der Adresse unserer Heilpraktikerin das wäre für mich auch z.B. noch einen Versuch wert.

    Wie groß sind den definitiv Lottes Chancen nach der Therpie gesund zu sein?

    Verlängerst Du ihr leiden dadurch oder kann sie dadurch wieder gesund werden?

    Ich wünsche Dir viel Kraft die Entscheidung zu treffen und ggf. auch Lotte gehen zu lassen.

    Vielleicht hast Du ja das Thema um Sky verfolgt die am Borna-Virus litt und jetzt erlöst worden ist... Sie hat so lange gekämpft und den Kampf jetzt doch verloren...

    LG
    Sabine
     
  4. Anni S.

    Anni S. aufgeklärt!

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    Hallo Sabine,

    Wo finde ich das Thema zu Sky? Könntest Du mir bitte einen Link setzen?

    Gruß
    Anni
     
  5. #64 DerGeier20, 22. April 2009
  6. Kleene04

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    Hallo zusammen,

    ich hab lange gebraucht, bis ich hier schreiben konnte, auch jetzt fällt es mir noch sehr schwer :traurig:

    Schon als ich die Überschrift sah, kamen mir die Tränen, irgendwie kommt auch jetzt grade alles wieder hoch... :heul:

    Lotte ist noch in einem deutlich besseren Zustand als es Sky jemals war. Es bricht mir das Herz, zu lesen, dass die Smyptome ( bis auf PDD ) so ähnlich sind...

    Danke, Evelyn, dass Du das Thema verlinkt hast, ich konnte wirklich nicht früher antworten... :traurig:

    Von der Babynahrung würde ich auch Abstand nehmen, bei PDD ist die Verdauung eh schon problematischer und dann würde ich die nicht zusätzlich durch Lactose belasten... Ricos Aufzuchtbrei hat Sky auch bekommen ( angerührt mit Fruchtsaft, Babybrei, selbstgemachtem Obstmus, oder Wasser ) sie hat es gerne gefressen, besonders mit zerdrückter Banane und warmen Wasser...

    Zum Borna-Test: Unser erster war negativ, damals wurde nur mit Kloakenabstrich / Kotprobe getestet. Der zweite war dann positiv, diesmal wurde mit Kloakenabstrich / Kotprobe und Blut getestet, allerdings war das Ergebnis nach 2 Wochen jeweils da, ich würde da nochmal beim TA nachhören...

    Ja, was soll ich groß noch sagen?!

    Liebe Margret, wenn Du Fragen hast, werde ab und an hier rein gucken, kannst aber auch gerne ne PN schicken.
     
  7. #66 Kolbenfresser, 25. April 2009
    Kolbenfresser

    Kolbenfresser Unvergessenes Grüntier

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    Liebe Margaretha,
    hallo ihr alle,

    auch ich werde durch diese traurige Leidensgeschichte an meine verstorbene Amazone sehr stark erinnert. Die Krankheit selber und Symptome waren komplett anders, ABER:

    Auch bei mir konnte die Uni Klinik München und Dr. Janeczek durch viele Untersuchungen und Tests nicht herausfinden, warum ihr Blut so dickflüssig und zäh war, dass sich dadurch ihr Gesamtzustand nicht verbessert hat und sie von Monat zu Monat immer extremere Ohnmachtsanfälle bekommen hat. Davon ganz abgesehen, ihr dadurch vergrößertes Herz und letztendliches Nierenversagen.

    Am "Leben erhalten" konnte ich sie eigentlich nur durch regelmäßige "Aderlasse". Die benötigten Narkosen waren jedes mal ein großes Risiko, da auch ihr Körper immer schwächer wurde.

    Jeden Monat überlegte ich mir aufs Neue, soll ich ihr das zumuten? Narkose, Aderlass und anschließende Infusion ins kleine Amazonen-Knie; soll ich es erneut wagen, ihr durch den Aderlass einen Monat Lebensverlängerung zu geben? Immer mit dem Hintergrundwissen: sie könnte jetzt die Narkose nicht überleben? Oder soll ich es darauf ankommen lassen einfach nichts mehr zu machen. Zusehen, wie die Anfälle schlimmer werden, der Papageienkörper schwächer wird und die "guten Tage" immer weniger werden?

    Ich weiss nicht, ob ich es für SIE oder eher für MICH gemacht habe,weil ich sie um nichts auf der Welt verlieren wollte, weil sie mein Ein und Alles war. Ich weiss es bis heute nicht und ich weiss es auch bis heute nicht, ob es die richtige Entscheidung war. Letztendlich musste ich sie nach zwei Jahren, wegen einem akuten Nierenversagen einschläfern lassen.

    Es konnte ihr auf Dauer und für die Zukunft nicht geholfen werden.

    Ich muss euch aber sagen; ich muss Dir sagen Liebe Margarethe:
    Das ist meine persönliche Meinung: Ich würde ihr weiterhin den Babybrei zu essen geben. Sie ist ihn gewöhnt und es scheint ihr zu schmecken so wie Du es machst. Ändere das nicht, denn ich denke das wird ihr nicht gut tun, der kleinen süssen Lotte.
    Ob die Babynahrung 100%-ig gut ist, ist die eine Sache, aber Änderungen für geschwächte Papageienkörper, sind mit Sicherheit auch nicht gut.

    Ich hatte damals in der schweren Zeit eine tolle Tierärztin in der Vogelklinik Uni-München. Sie sagte zu mir bezüglich der Nahrung, ich solle ihr das geben was ihr schmeckt, soll ihr Leben so schön wie möglich gestalten und keine Nahrungsumstellung vornehmen; denn sie wird bald sterben.

    Liebe Margaretha,
    jetzt habe ich doch länger geschrieben, als ich wollte.
    Was ich Dir damit sagen will ist, Du machst das alles richtig. Ändere nicht so viel mit der Nahrung und teste besser nicht so viel aus. Du gibst ihr ja sowieso Morgens, Mittags und Abends verschiedene "Breie", also nicht das selber. Das ist sicher gut.

    Ansonsten:
    Solltest Du die Untersuchung machen und sie während der Narkose sterben, dann hatte sie einen schönen Tod, denn sie hat nichts gespürt und ist einfach eingeschlafen.

    Und wenn deine Tierärzte sagen, dass durch die Untersuchung wirklich Hoffnung besteht, warum nicht?! Wenn es jedoch nur eine Untersuchung ist, um die Forschung voranzutreiben, dann würde ich es lassen und ihr einfach noch eine schöne Zeit geben.

    Ich drücke Dich und die kleine Lotte ganz fest und denk an euch. :trost:
     
  8. Monsun

    Monsun Rockerin xD

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    Hallo Margaretha,

    erstmal, wahnsinns Respekt, wie du dich kundig und was du alles schon mit deiner Kleinen durchgemacht hast ! :)
    Wirklich, das gibt es nicht oft.

    Habe alles gelesen, wie geht es deiner Kleinen jetzt?
    Wie hast du dich entschieden?
    Gibt es Neuigkeiten?

    Liebste sonnige Grüße
     
  9. schueler

    schueler papageienfreak

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    Lg. schueler
     
  10. #69 Margaretha Suck, 29. April 2009
    Margaretha Suck

    Margaretha Suck Foren-Guru

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    Guten Morgen alle zusammen,

    bitte entschuldigt, daß ich mich so lange nicht gemeldet habe. Es war kein böser Wille, sondern mein Laptop hat seinen Geist aufgegeben, ich mußte mir erst etwas Neues kaufen und mein Sohn hat gestern Abend die Installation vorgenommen.

    Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Euch für die große Anteilnahme bedanken.

    Nach Abwägung des Für und Wider und nach einer schlaflosen Nacht habe ich mich entschlossen, die Knochenmarkentnahme und die Spritzentherapie nicht durchführen zu lassen. Ich rief am Freitag in der Praxis Dr. Britsch an, er war leider nicht zu sprechen, so bat ich, ihm meine Entscheidung mitzuteilen. Bis heute habe ich jedoch noch keinen Anruf von ihm erhalten, er ist wohl böse mit mir.

    Durch eine Bekannte bekam ich die Adresse einer Frau Dr. med. vet. Zsivanovits, Tierärztliche Praxis für Vogelmedizin, die ganz in unserer Nähe ist. Ich konnte mit ihr ein ausführliches Gespräch führen und mußte u.a. auch die Berichte und Laborergebnisse vorlesen. Ich erzählte ihr von dem Vorhaben des Hrn. Dr. Britsch und fragte sie, wenn es sich um ihren Vogel handeln würde, ob sie diesem zustimmen würde. Die Antwort kam sofort - NEIN - . Sie sagte, daß jeder Tierarzt, der mit so einem einmaligen Fall konfrontiert wird bemüht sein wird, sich zu profilieren, denn sein Name wird in allen Berichten und Fachzeitschriften genannt werden. Für Lotte hätte es unsägliche Schmerzen bedeutet, ohne daß ein Nutzen für sie entstanden wäre. Sie hat mir aber auch unverblümt erklärt, daß die Lebenserwartung von Lottchen aufgrund der vorliegenden Ergebnisse nicht lang sein wird. Sie hat mir geraten, sie wie bisher weiter zu ernähren, denn das bekommt ihr und ich sollte versuchen, ihr das restliche Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, was ich mit Sicherheit tun werde. Ich hoffe nun, daß ich von Herrn Dr. B. Unterlagen erhalten werde, denn bis heute habe ich von ihm nichts, denn er wartet angeblich noch immer auf den Bornavirentest. Wir werden sehen!

    Am Sonntag bekam Lotte wieder einen Anfall. Das Würgen, ohne Auswurf, dauerte
    diesmal ca. 35 Minuten. Nach erfolgter Wärmebehandlung mit ganz viel schmusen, erfolgte Besserung. Ich hoffe, es bleibt so.

    So wie ich etwas Neues weiß, melde ich mich wieder. Bis dahin verbleibe ich

    mit ganz lieben Grüßen und einem dicken DANKESCHÖN

    M. Suck und Lotte
     
  11. Tierfreak

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    Hallo Margaretha,

    ich denke ich hätte in deiner Situation ähnlich entschieden :trost: :trost:.

    Ganz ehrlich, es ist nun mal leider so, dass Lotte nach heutigen Stand der Dinge unheilbar krank ist...ich wünschte man könnte etwas anderes schreiben :(.
    Deiner süßen Lotte persönlich würden diese Untersuchungen daher wohl nicht wirklich helfen :nene:.

    Wenn euch vermutlich eh nicht mehr allzuviel Zeit bleibt, genießt die gemeinsame Zeit lieber in vollen Zügen.
    Wenn Lotte selbst entscheiden könnte, würde sie sich das sicher auch eher wünschen, anstatt bis zum letzten Atemzug als Versuchskaninchen zu dienen, mal überspitzt ausgedrückt :trost:.

    Aus diesem Grund würde ich in einer solchen Situation vermutlich auch erst mal an mein eigenes Tier denken und so entscheiden wie du.
    Lotte ist es sicher auch lieber, wenn sie bei euch im vertrauten Zuhause bei ihren lieben Menschen bleiben darf und dort so lang es geht verwöhnt wird.

    Ich wünsch dir von ganzem Herzen, dass dir und Lotte vielleicht doch noch mehr Zeit verbeibt, wie die Ärzte vorhersagen.
    Wir sind jederzeit hier für dich da, wenn du ein offenes Ohr suchst und drücken alle erdenklichen Daumen und Krallen :trost::trost::trost:.
     
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