Die kritische Frage: SIND Mischlinge "gesünder" oder nicht?

Diskutiere Die kritische Frage: SIND Mischlinge "gesünder" oder nicht? im Hunde Forum im Bereich Tierforen; Huhu, um nicht in einem anderen Thread zu sehr vom Thema abzuweichen, mache ich mit meiner Frage mal ein neues auf. Wer weiß, vielleicht ist es...

  1. #1 Hobbit, 02.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 02.11.2010
    Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Huhu,

    um nicht in einem anderen Thread zu sehr vom Thema abzuweichen, mache ich mit meiner Frage mal ein neues auf.

    Wer weiß, vielleicht ist es sogar so wichtig, dass es festgepinnt wird, denn es scheint ja immer noch ein sehr heißes Thema zu sein.

    Also!

    Früher hieß es immer Mischlinge seien gesünder als Rassehunde.
    Jetzt heißt es beide sind gleich gesund.

    Das Durchsuchen des Interents brachte reichlich widersprüchliche Ergebnisse zutage- unter anderem hieß es dass die bessere Gesundheit nur deshalb nicht nachgewiesen wäre, weil Mischlinge nicht genug untersucht würden.

    Nun meine Frage: welche Hunde sind denn nun "gesünder" und welche eher nicht?


    Ich fasse mal zusammen was ich bis jetzt weiß und was ich deshalb denke:

    -In Wolfsrudeln wird instinktiv Inzucht vermieden, denn die Jungwölfe verlassen mit Eintreffen der Pubertät das Rudel (deshalb werden unsere Hunde in diesem Alter ängstlich und hören weniger auf uns....sie haben immer noch den "Weggehinstinkt" und die damit verbundene plötzlich auftretende Vorsicht in ihrem Verhaltensmuster).

    -Linienzucht heißt, bestimmte Merkmale bsonders hervorzubringen (platte Schnauze, bestimmte Fellfarben usw.) und deshalb die Tiere miteinander zu kreuzen, die diese Merkmale am deutlichsten aufweisen.
    Da man anfangs meist nicht viele solcher Tierindividuen hat, kommt es zwangsläufig zur Inzucht.

    -Inzucht kann gefährlich für die Gesundheit der Tiernachkommen werden, weil sich so die Chance erhöht dass die Gene der Elterntiere immer ähnlicher werden und somist die Gefahr steigt, dass rezessive Gene sich mehr und mehr durchsetzen und das ist gegen das, was in der Natur passiert.
    Rezessive Gene müssen nicht schlecht sein, aber normalerweise bügelt die Natur "Missfälle" ja irgendwie aus- wenn der Mensch aber gezielt züchtet, kann sie das nicht.
    Ein guter Vergleich ist die frühere Inucht bei uns Menschen; immer öfter kamen kranke, anfällige Nachfahren heraus.
    Das muss ja einen Grund haben!

    -in der Schule habe ich gelernt: je vielfältiger der Genpool, desto eher die Chance auf die fittesten, gesündesten Nachkommen (mehr verschiedene Gene, so dass "die bsten" sich durchsetzen können).

    Habe ich nun zwei Hunde verschiedener Rassen die "gute" Gene haben, sprich keinerlei Erbrankheiten in sich tragen, und im Gegensatz dazu zwei gleichrassige Hunde- welche Nachkommen sind denn nun gesünder?

    Rein von den Genen und all dem was ich bisher weiß würde ich sagen auf jeden Fall die Mischlinge (wenn eben keine Erbkrnakheiten schon in dem Tier drin sind!), aber immer öfter wird gesagt dass das falsch ist!

    Oder geht es nur um die Definition "gesund" (gleich frei von Erbanlangen die krank machen könnten, aber nicht müssen) und diese wird oft falsch verstanden?

    Vermischt man hier "gemischte Erbanlangen mit besseren Chancen auf Durchsetzungsvermögen der besseren Erbanlangen" mit "körperlilcher Gesundheit"?


    Rein vom "Instinkt "her würde ich sagen eine Verpaarung mit gesunden Elterntieren zweier verschiedener Rassen ist von der Natur her logischer und somit auch besser als eine Verpaarung reinrassiger Hunde, die sehr nahe miteinander verwandt sind (Söhne decken die eigene Mutter zum Beispiel).


    Wo ist der Denkfehler?
    Gibt es einen?
     
  2. #2 Gwennie, 02.11.2010
    Gwennie

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    Hallo, die ultimative Antwort gibt es sicher nicht, nur noch mehr Argumente zum Abwägen, was besser und was schlechter ist, oder ob es überhaupt einen nennenswerten Unterschied gibt - den jeder Rassehund wurde mal aus anderen Rassen herausgezüchtet und war also irgendwann auch ein Mix - denke ich mir zumndest mal so. Es wurden entweder Eigenbschaften herausgezüchtet oder bestimmtes Aussehen oder beides zusammen.
    Eine gute gesunde verantwortungsvolle und durchdachte Zucht, wo man von beiden Elterntiere mehrere Generation zurückverfolgen kann und eben auch ihre gesundheitlichen Anlagen, ergeben mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit auch genetisch gesunde und robuste Welpen.
    Bei Mischlingen ist es so, wenn man beiden Parntner ebenfalls mehrere Generationen zurückverfolgen kann, dass keine genetisch negativ belasteten Tiere dabei waren und sie körperbaumässig zusammenpassen, hat man ebenfalls mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit gesunde robuste Welpen.
    Die gesündesten Mischlinge dürften sogenannte "Pariahunde" sein, verwilderte Haushunde, die durch viele Generationen natürlich selektiert wurden - nur die starken und gesunden überleben - allerdings düften sich hier die Geister streiten, ob das nicht auch schon fast wieder eine (natürlich entstandene) Rasse ist, da sie sich im Laufe der Generationen optisch immer mehr angleichen und sich bestenfalls regional und klimamässsig angepasst unterschiedlich entwickeln. Beispiele für Pariahunde sind z. B. der australische Dingo oder der Kanaan Hund, der ursprünglich ja auch ein Paria war.
    Also, einfachstes Beispiel:
    Wenn man z.B. 2 HD-belastete Hunde unterschiedlicher Rasse miteinander verpaart, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es HD-kranke Welpen werden.
    Nimmt man einen Mops und einen Schäferhund, kann ein gesunder Welpe herauskommen, aber es kann auch ein kurzatmiger Hund mit krummen Beinen und starkem Überbiss oder Unterbiss herauskommen.
    Nimmt man einen gesunden Großpudel und einen gesunden Schäferhund, so könnte ein gesunder Welpe mit hoher Intelligenz und Lernbereitschaft herauskommen.
    Habe ich 2 Rassehunde unbekannter Herkunft, oder mit verschwiegenen Erbkrankheiten, die nur bei den Eltern oder Großeltern aufgetreten sind, so ist es wahrscheinlich, dass es hier auch zu belasteten Welpen kommt.
    Habe ich aber über Generationen gesunde Elterntiere, so habe ich höchstwahrscheinlich gesunde Welpen.
    Trage ich mich also mit dem Gedanken einen Hund anzuschaffen und mir ist die Rasse egal, dann ist die Chance einen gesunden Mix zu bekommen genauso groß, wie einen gesunden Rassenhund zu erwerben, wenn ich mich vorher erkundige, was mit den Elterntieren los ist. Ansonsten ist der Mix genauso eine Wundertüte wie der Rassehund, den ich aus unseriöser Zucht bekomme oder als Wühltischwelpe erwerbe.
    Und wenn man alles bedenkt und berücksichtigt um gesunde Hunde zu erhalten, so ist immer noch ein kleines Stück Unberechenbarkeit vorhanden, den die Natur ist flexibel und Leben und Gesundheit nicht wirklich zu 100 % planbar.
    lg Marietta
     
  3. #3 Ingo, 03.11.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.11.2010
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Wie Marietta schon sagte: Eine einfache allgemeingültige Antwort gibt es hier nicht. Aber in jedem Fall greift bei Mischlingen mit großer Wahrscheinlichkeit der von Dir ja schon beschriebene Heterosis Effekt, (Anmerkung: Heterosis-Effekt bezeichnet in der Genetik, der Pflanzenzucht und Tierzucht die besonders ausgeprägte Leistungsfähigkeit von Hybriden (Mischlingen). Von einem Heterosis-Effekt wird immer dann gesprochen, wenn die beobachtete Leistung der ersten Filial-Generation (F1) höher ist als die durchschnittliche Leistung dieser Eigenschaft bei der Parental-Generation. Mischlinge sind besonders vital und leistungsfähig, wenn sie - so vorhanden - mit ihren reinerbigen Eltern verglichen werden). der sich u.a. oft durch besonders robuste Gesundheit manifestiert.. Gewissermaßen automatisch sinkt ja der Homozygotiegrad im Vergleich zu den untereinander nicht nahe verwandten Eltern, damit steigen die genetische Vielfalt (und die „ökologische“ Flexibilität und davon ist auch das Immunsystem -positiv- betroffen.
    Spontane Antwort daher: Ja, Mischlinge bringen bessere Voraussetzungen mit, Gesundheitsrisiken zu trotzen.
    Aber man muss Einschränkungen machen. Zum einen gilt das gesagte für Mischlinge in erster Generation (Eltern jeweils reinrassig) je nach Rasse der Eltern nur eingeschränkt. Viele Rassen schleppen einige genetische Defekte mit, bezüglich derer bei Zuchttieren immerhin in der Regel peinlichst auf Heterozygotie (Anmerkung: Mischerbigkeit in Bezug auf ein genetisches Merkmal) geachtet wird. Nichtsdestotrotz sind die Defektallele mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhanden. Sind bei zwei Rassen Probleme bei denselben Genen häufig, kann auch ein Mischling der beiden die phänotypisch problematische homozygote Ausstattung mitbekommen (Augen/Ohrenprobleme und HD Veranlagung sind hier wahrscheinlich die häufigsten Risiken).
    Die Vererbung extremer Merkmale (wie etwa Größe, Kurzschnäuzigkeit) ist manchmal komplex und in der zufälligen Mischung können Tiere mit speziellen Problemen entstehen (Knochenwachstum, Atemwegsprobleme).
    Solche genetischen Risiken, werden allerdings mit jeder -zufälligen!- Mischlingsgeneration geringer.
    Aber das heißt auch nicht, dass Rassehunde generell weniger vital sind: Ein heutiger Hund muss sich in Deutschland weder mit regelmäßigen Seuchen herumschlagen, noch leidet er unter Mangelernährung oder unterliegt irgendeiner Art von natürlicher Selektion.
    Somit ist genetische Vielfalt und Flexibilität weniger wichtig, als bei frei lebenden Tieren.
    Daher sind Rassehunde aus Zuchtlinien, die über mehrere Generationen belegbar (und seit einiger Zeit wird endlich auf so lange Historie geachtet und Wert gelegt) vital und gesund waren in aller Regel absolut keine Risikokandidaten.
    Bei Rassen, die von spezifischen Problemen betroffen sein können (Knochenbau, Ohren, Augen, aber auch Wesen [Aggressivität]) und "Modehunden" muss man da allerdings schon sehr genau auf die Abstammungslinie und die Auslese der Züchter achten. Gerade bei Rassen mit bekannten vererbbaren Risiken mendelt eben auch immer mal wieder so etwas heraus. Die betroffenen Welpen sind dann eben nicht zuchttauglich, aber nichtsdestotrotz vorhanden und brauchen auch einen Besitzer. Dieser muss sich dann in der Tat mit den ererbten Problemen rumschlagen.
    Natürlich wird jeder Rassehundezüchter und- Verein darauf schwören, dass seine Hunde die gesündesten und robustesten der Welt sind. Das ist verständlich, aber wichtiger als die Überzeugung (da steckt natürlich auch Werbung dahinter) ist die Datenlage.
    Insofern gilt schon: Augen auf beim Hundekauf und bei der Anschaffung von Tierheimhunden ist das Risiko, einen gesundheitlich problematischen Hund zu bekommen bei Rassehunden größer als bei Mischlingen, da man in der Regel keine Infos über die Zuchtlinien hat.
    Bei Mischlingen in 3ter, 4ter etc Generation passiert so etwas praktisch nicht.

    P.S.: Ich habe einen Mischling mit nicht näher identifizierbarer bunter Elternschaft, aber auch schon Erfahrung mit Rassehunden.
     
  4. Nina33

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    Guten Morgen!

    Ich als eine der "Ahnungslosen" :zwinker: würde das Thema auf jeden Fall festpinnen, da es immer wieder in den Köpfen herumschwirrt, vielleicht gerade bei Neulingen oder denen, die planen einem Hund ein schönes Zuhause zu geben.

    Sicher ist es gerade nach dem brisanten Thema gestern bei Stern-TV noch mehr Thema... klick hier
     
  5. #5 Gwennie, 04.11.2010
    Gwennie

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    Hallo und ebenfalls einen schönen guten Morgen,
    auch ich denke, dass ein "Festpinnen" gar nicht so verkehrt wäre, alleine schon deshalb, weil die Fragestellung, wer robuster und/oder gesünder ist, sicher noch sehr oft vorkommen wird und dann nicht immer ein neuer Thread aufgemacht werden müsste, sondern dieser hier immer wieder mit neuen Erkenntnissen oder Erfahrungen aufgewertet werden könnte und somit als Thema übersichtlich bleiben würde.
    Ein Thema wird es m. E. nämlich immer bleiben, fängt schon mit der Definition an, was ich darunter verstehe:
    Wenn ich vom robusteren gesünderen Mix spreche:
    Die sogenannte und über Generationen entstandene "Straßenpromenade", den verwilderten und halbwild lebenden "Straßenköter" bzw. Blochs "Pizzahunde" in den südlichen und östlichen Nachbarländern, den Paria oder schon den Fehltritt (egal ob gewollt oder aus "Liebe") von zwei unterschiedlichen Rassehunden?
    Oder, wenn ich vom Rassehund spreche:
    Den Hund, der von zugelassenen verantwortungsvollen Züchtern mit den entsprechenden offiziellen Papieren entstanden bzw. gezüchtet worden ist?
    Den Hund, der ohne intensive züchterischen Überlegungen, alleine durch das Zusammenbringen von zwei gleichen Rasseangehörigen entstanden ist?
    Schon den Hund, der aus dunklen Quellen mit dubiosen Papieren, aber augenscheinlich ein Rassehund ist?
    Den modernen Designer-Hund, wie z. B. Labradoodle, Puggels, Jackabee, Cockapoo oder Pugapoo der auch schon als Rassehund gehandelt wird?

    So vielschichtig, wie ich es hier angedeutet habe, so vielschichtig werden auch die Argumente und Vorstellungen sein.
    Ich denke, es wird im Laufe der Zeit noch ein sehr spannendes, aber sicher auch explosives Thema werden, wobei ich hoffe, dass das eigentliche Thema immer der rote Faden bleiben wird, der sich hier durchzieht.
    LG Marietta
     
  6. #6 thegardener, 04.12.2010
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    Ingo , der Heterosis- Effekt tritt auf wenn Tiere zweier Rassen miteinander verpaart werden . Das bedingt schonmal das überhaupt zwei durchgezüchtete Tiere die Eltern sind .
    Hobbit : Linienzucht kann auch Selektion auf besondere Leistungsfähigkeit sein , man züchtet eben mit Tieren die entweder einen besonders guten / gesunden / leistungsfähigen gemeinsamen Vorfahren haben oder bleibt bei der Auswahl der Partner in einem bestimmten Genpool . Zucht ist ja nicht Rumkreuzerei von irgendwelchen Tieren sondern sollte mit der Absicht passieren , diese Rasse weiter zu entwickeln . Ohne Linienzucht würden heutige Kühe nicht so viel Milch geben , Hühner weniger legen und so weiter . Linienzucht per se ist nicht schlecht , es kommt halt auf das Ziel an . Das Ziel bestimme ich als Käufer eines Hundes mit . Wenn mir die Ausrichtung der Zucht nicht gefällt hole ich mir da keinen Hund.
    Das Hauptproblem ist doch das bei den üblichen Mischlingshunden auch die Eltern schon Mischlinge waren und nie jemand auf Gesundheit geachtet hat . Bilanz diesen Jahres bei ehemaligen Kunden : eine polnische Schäfermixhündin ist mit 8 Jahren an Tumoren gestorben , ein Mops / Borderterriermix ist schwer allergisch und gesunde Mischlingshunde kenne ich nicht . Aber viele die nie zum Tierarzt kommen ...
    Natürlich sollen hier nicht die gesundheitlichen Probleme diverser Rassen oder Zuchtrichtungen verschwiegen werden , aber ich denke eine Pauschalantwort ist nicht möglich .
    Ich habe beides zuhause : ein 12,5 Jahre altes Whippet , reine Schauzucht und bis auf Verletzungen durch andere Hunde und die alterstypischen Geschichten immer gesund , und eine Mischlingshündin aus Galgo und Azawakh , als Gebrauchsmix in Spanien entstanden und eigentlich zu schnell für ihren Körper , also sie hat oft Löcher oder Rennverletzungen .
     
  7. Malik

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    Das "gesünder" bezieht und bezog sich auf rassetypische Fehler, die den Tieren leider angezüchtet wurden. Chihuahuas mit riesigem Kopf, sodass oft per Kaiserschnitt entbunden werden muss, Bullterrier mit innenliegenden Wimpern was zu Augenentzündungen führt, Golden Retriever und dt. SChäferhunde mit Hüftfehlstellungen, körperlich kaum belastbare ***** usw usw

    Auch ist die genetische Vielfalt bei Mischlingen natürlich höher, was bei allen Arten im Grundsatz gesündere Nachkommen ergibt.

    Also kann man sagen, dass Mischlinge potentiell gesünder sind. Ausnahmen gibt es sicher auch, aber grundsätzlich eben.
     
  8. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Ich glaube es wird eine weitere Frage aufgeworfen.

    Und zwar ist es in der Natur ja normalerweise so, dass eben blutsfremde Wölfe/Hunde sich miteinander mischen, sprich der Genpool wird größer.
    ABER unsere Hunde werden im Gegensatz zur Natur ja nicht von uns nach Gesundheit/Krankheit aussortiert, sondern wenn dann nach Merkmalen die sich auf das Aussehen beziehen.
    Sprich es wird verpaart unabhängig vom Verwandtschaftsgrad (nicht immer, das weiß ich, aber es kann eben vorkommen bei der Linienzucht!) und oft auch leider unanhängig von "Nebenwirkungen" wie die umstrittene Blindheit und Taubheit bei merlefarbenen Hunden zum Beispiel.

    Das hieße im Umkehrschluss dass man bei unseren Mischlingen genauso wenig für Gesundheit garantieren kann wie bei den Reinrassigen, denn selbst wenn verschiedene Gene sich wieder vermischen heißt das ja noch nicht dass die "versteckten" Krankheitsanlagen (HD zum Beispiel) nicht in den Nachkommen sind.
    Um solche negativen Gene wirklich "rauszuzüchten" bräuchte man doch zich Generationen, die man, streng genommen , sich selbst überlassen müsste um überhaupt die gesunden Hunde rausfiltern zu können- oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

    Natürlich würde das kein Mensch machen- aber rein theoretisch bedeutes es dass man selbst bei unseren Mischlingen nicht sagen kann ob sie gesünder sind oder nicht, eben weil die Generationen davor immer noch "schlechte" Gene in sich tragen könnten (und DA ist die Frage ob diese schlechten Gene NUR durch Rassezucht überhaupt auftauchten oder ob sie auch so aufgetreten wären).
     
  9. Malik

    Malik Foren-Guru

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    Es ist logisch, wenn ein Mischlingshund Eltern hat, die genetische Krankheiten haben, dass er die in sich trägt und vielleicht auch hat. Aber im Grundsatz sind Mischlinge potentiell gesünder, durch größeren Genpool.
     
  10. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Im Trend hast du recht. Und in der Konsequenz sind halbwild lebende Zufallsmischlinge über mehrere Generationen mit größerer Wahrscheinlichkeit gesund. intelligent und langlebig als manch andere.
    Nicht zuletzt deshalb habe ich genau so einen....
    Aber eine Verallgemeinerung darf man trotzdem daraus nicht ableiten. Dazu ist die Situation zu komplex, die echte Linienzucht noch zu jung und sind die verantwortungsvollen Züchter zu gut.
    Vorsicht ist IMHO vor allem bei jeder Rasse angeraten, die gerade in Mode ist und in großer Menge vermehrt wird, sowie bei den Extremformen (Größe, Kopfform).
    .
     
  11. #11 thegardener, 05.12.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.12.2010
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    Das sich primär blutsfremde Wölfe verpaaren ist ein Irrtum . Jungtiere wandern zwar oft ab , aber das heisst nicht zwangsläufig das sie sich fremde Partner suchen.
     
  12. #12 thegardener, 05.12.2010
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    Sorry , hat mit dem Link nicht ganz funktioniert . In der Chronologie der Rudel steht zum Beispiel bei dem Nochtener Rudel das die "Gründer" Halbgeschwister sind .
     
  13. #13 tamborie, 07.12.2010
    tamborie

    tamborie Guest

    Direkte Inzuchten sind aber bisher nicht nachweisbar gewesen.
    So gab es Auflösungen von Wolfsrudeln, da es ansonsten zu starker Inzucht gekommen wäre.

    Tam
     
  14. #14 Ingo, 07.12.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.12.2010
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    Laut Zimen haben die Wölfinnen ein recht starkes Inzesttabu und lassen Brüder in aller Regel auch nicht aufreiten.
     
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