Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Diskutiere Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; BP hat kein Glück im Unglück - ein Hurrikan kommt ! Jetzt weiß man, daß der Hurrikan (anders als Sturm Alex) direkt über das Makondogebiet rasen...

  1. #261 lady-li, 23. Juli 2010
    Zuletzt bearbeitet: 23. Juli 2010
    lady-li

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    BP hat kein Glück im Unglück - ein Hurrikan kommt !

    Jetzt weiß man, daß der Hurrikan (anders als Sturm Alex) direkt über das Makondogebiet rasen wird.
    Das bedeutet : Evakuierung von Mensch und Material mit allen Folgen.
    BP arbeitet bereits fieberhaft an den Vorbereitungen.
    Man will die Kappe vorerst drauf lassen (mit allen damit verbundenen Risiken).
    So, wie ich The Oil Drum lese, sind alle in der Ölbranche nur noch am beten.

    Die amerikanische Öffentlichkeit beginnt aufzuwachen was den Einsatz von Corexit betrifft.
    Die Warnungen und Proteste werden immer lauter.
    Wer sich darüber näher informieren möchte, kann sich diesen Link mit allen Videos reinziehen. (Sehr interessant)
    Im kritischen Visier sind vor allem die EPA und NOAA :

    Amy Goodman interviewed an actual EPA official, and very courageous individual, Hugh Kaufman, a senior policy analyst at the EPA's Office of Solid Waste and Emergency Response.
    He charges that "the government--both EPA, NOAA, etc.--have been sock puppets for BP in this cover-up."


    Und die Kritik geht noch weiter.
    Barbara Mikulski, chairwoman of the science panel of the Senate Appropriations subcommittee :
    "I don't want dispersants to be the Agent Orange of this oil spill... "

    Kleine Randbemerkung :
    Die Firma Monsanto gerät auch bei uns mit dem Unkrautvernichter Round Up immer mehr in Verruf.

    Die "Politik" von EPA und NOAA wird immer verantwortungsloser.
    So wurde jetzt doch tatsächlich beschlossen, die Krabbenfischerei in Mobile Bay/Alabama wieder zuzulassen.

    Dazu sagt ein Krabbenfischer aus der Region in The Oil Drum:

    "The cleanup crews are still wearing Tyvek (hazmat) suits in Mobile Bay.
    Oil sheens and tar balls are still being found as far north as Gaillard Island, which is roughly halfway up the Bay.
    But amazingly, the EPA has only found 3 water samples to be positive within 10 miles of Dauphin Island.
    NOAA has admitted that they don't even have a test for dispersants in the seafood.
    A local news station hired a chemist and did their own samples. One sample exploded.
    I will put on my Tyvek suit and go shrimping if someone from EPA, NOAA, or Alabama DNR will eat what I catch.
    I will not put my catch on the market until NOAA can PROVE to me that it is safe to eat.
    I don't want to be responsible for someone getting sick."


    Das Wichtigste übersetzt :
    "Ich werde meinen Schutzanzug anziehen und Krabben fischen, wenn jemand von EPA, NOAA oder Alabama DNR das essen wird, was ich fange.
    Ich werde meinen Fang nicht eher auf den Markt bringen, bis NOAA den Beweis liefert, daß er gefahrlos verzehrt werden kann.
    Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, daß jemand krank wird."

    PS : Leider sind die guten Quellen alle in englischer Sprache. Das macht es schwer für diejenigen, die kein Englisch verstehen.
    Wenn ihr wollt, kann ich die Zitate auch komplett übersetzen.
     
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  3. #262 Penelope67, 23. Juli 2010
    Penelope67

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    ich würde sagen WIR haben kein Glück, die Tiere haben kein Glück, die Pflanzen haben kein Glück...BP sch...ßt sich was, die werden genau so weiter machen.

    @raptor was soll den bitte ein protestbrief an BP bringen? meinst du shell (Verbrecher in Afrika) oder die anderen sind unschuldig? die wissen doch genau dass WIR so oder so wieder bei denen kaufen werden! die einzige lösung ist dass wir unseren Alltag von Grund auf ändern.
     
  4. lady-li

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    Solche Forderungen werden in diesem Forum häufig als "Träumereien" oder "Utopien" abgekanzelt.
    Witzigerweise fand ich bei der "Gegenseite", also in dem Forum, in dem sich die Ölleute tummeln, das beste Statement in Richtung Selbstkritik (ich erspare euch das Englische):

    Zitat Clemenceau : "Der Krieg ist viel zu wichtig, um ihn den Generälen anzuvertrauen."

    In unserem Zeitalter begreifen wir, daß der Schutz unserer Umwelt viel zu wichtig ist, um ihn heimlichtuerischen und manipulativen Unternehmen zu überlassen.
    Die undurchsichtigen Arbeitspraktiken der multinationalen Energiekonzerne sind an einem toten Punkt der Evolution angekommen, denn sie verursachen und verschärfen Umweltkatastrophen.
    Die Fortsetzung ihrer undurchsichtigen Arbeitsweise als "normale Geschäftspraxis" seitens Unternehmen wie BP wird buchstäblich die Welt zerstören.
    Es muß eine neues Gleichgewicht geschaffen werden zwischen privatem Profit und
    Gemeinwohl, und dieses Gleichgewicht muß Transparenz über Geheimniskrämerei stellen.
     
  5. #264 Holger Günther, 26. Juli 2010
    Holger Günther

    Holger Günther Foren-Guru

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    Ich war im Urlaub in Mexico und muß über die unterschiedliche Wahrnehmung des Ölunfalls staunen.In Mexico gibt es keine Ölkatastrophe,zumal die Leute wichtigere Sorgen haben und es schon schwerere Unfälle mit mehr ausgeflossenem Öl gab und schon immer Öl aus dem Meeresboden ausgetreten ist.Die Organismen leben also schon seit Mill. Jahren damit-die fressen sich da unten eventuell dumm und dämlich.
    Wir haben dort deutsche Welle angesehen und haben voller Staunen Berichte über einen Hurrikan Alex gesehen.der ist direkt über uns weggezogen-in den mexikanischen Nachrichten gab es nie einen Hurrikan.Außer ein bißchen Regen und einige Böen war da nichts.Im Fernehen haben sie eine Pfütze gefilmt und dazu einige Bilder aus dem Archiv gestellt. Wir haben dann täglich den einen,ölverschmierten Pelikan gesehen,was mich an eine Aussage denken ließ,wonach auf einen ölverschmierten Vogel 100 Journalisten kommen.Dann haben wir noch 10 Protestler irgendwo in Florida gesehen.Allerdings frage ich mich,ob ölige Strände eine Katastrophe sind.
    In der Welt vom Samstag wurde explizit über die Ursache berichtet.Demnach wurde zu viel Verzögerer in den Zement gemischt von der ausführenden Firma.
    BP hat einen Entschädigungsfond von 20 Mrd.Dollar aufgelegt.Das Problem dabei ist,das der Fond nur den tatsächlichen Schaden bezahlt.Eine Klage vor Gericht bringt in den USA in der Regel den 10 fachen Wert.Deshalb werden die Fischer den Fonds nicht in Anspruch nehmen und er wird nicht reichen.Es geht bei der Auseinandersetzung nicht um die Umwelt(ölverschmierte Pelikane,die D getötet werden würden,werden dort gewaschen und nach Georgia geflogen-wer wird wohl das bezahlen) sondern um das neue Auto,das neue Haus,den neuen Pool und das neue Boot der Fischer und der anderen.Es geht um eine Umverteilung des Reichtums von Europa nach Amerika.Inzwischen wollen die Chinesen BP ,was verheerend für die Energieversorgung Europas wäre.Auch deshalb kämpfen jetzt alle europäischen Regierungen hinter den Kuzlissen für BP.Holger
     
  6. #265 IvanTheTerrible, 26. Juli 2010
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Und warum sollten uns die Chinesen kein Öl verkaufen, wenn wir es doch bezahlen?
    Das Gerangel hinter den Kulissen hat wohl andere Gründe und hier sind auch die Schadenersatzforderungen ein wichtiger Punkt, denn die Chinesen würden beim Kauf von BP diese sicher nicht übernehmen.
    Ivan
     
  7. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ganz einfach: Weil sie es selbst benötigen. China importiert mehr als 50% seines benötigten Erdöls und der Bedarf dürfte in den kommenden Jahren noch rasant wachsen.
     
  8. #267 Holger Günther, 27. Juli 2010
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    China hat bei seltenen Erden,die u.a.für Solarzellen oder Windräder benötigt werden,90% der bekannten Vorkommen und verkauft sie nicht,sondern teilt zu.Sie werden uns dann auch Erdgas oder Erdöl zuteilen-vielleicht dürfen wir dann nur noch im Sommer heizen.Der eine Pelikan,der tagelang als Erklärung für die Katastrophe herhalten mußte,hat,wie auch die anderen Vögel mit Sicherheit nichts von den Entschädigungszahlen.Vermutlich hat man ihn nach Beendigung der Filmaufnahmen sowieso getötet.Aus dem Hurrikan ist ein Sturm geworden und aus dem Sturm ein kleineres Regengebiet-man tut wirklich gut daran,erstmal nichts zu glauben,selbst wenn die Wetterfee im ZDF was von da unten erzählen(die haben die Meldung vom Hurrikan verbreitet).Holger
     
  9. #268 Penelope67, 27. Juli 2010
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    am schlimmsten finde ich die gepalnten Bohrungen im Mittelmeer: im Herbst will BP in noch tiefere Gebiete vor der Libyschen Küste bohren...wenn da was passiert, dann ist das Mittelmeer dicht...

    und sorry, aber was in Mexico berichtet wird, na ja...sei mir nicht böse...aber die Menschen dort haben hunger, Natur und Umweltschutz,ist für die vielleicht noch nicht das Thema...
     
  10. #269 IvanTheTerrible, 27. Juli 2010
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Nun macht euch mal keine Sorgen wegen China. UK wird ungern auf diese Steuerquelle verzichten und die Amerikaner wollen ihre Schadensersatzansprüche gelten machen. Andererseits möchte man in den europäischen und amerikanischen Gefilden sicher keine neue Umweltstandards einführen. Für Geld kann man alles kaufen auf diesem Globus, insbesondere wenn man dadurch Gewinn erzielen kann, den man dann wieder an anderer Stelle gewinnbringend einsetzen kann. Schließlich zeigen uns die Ereignisse der letzten Monate, das man geanau nach diesem Schema verfährt, denn Sicherheit kostet Geld. Alles Andere ist eine Frage von Angebot und Nachfrage.
    Ivan
     
  11. #270 Brätt Pitt, 27. Juli 2010
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    Ich stimme deinen Ausführungen ja grundsätzlich zu, aber welche "seltenen Erden" die für Solarzellen und Windkrafträder(?) benötigt werden, befinden sich zu 90% in China?

    Danke
    Brätt Pitt
     
  12. #271 Holger Günther, 27. Juli 2010
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    Da gab es mal einen umfangreichen Artikel in der Welt mit Auflistung wo welche Lagerstätten zu finden sind.In weiten Teilen Afrikas gibt es nur noch chinesische Straßen,Autos,Handys u.s.w..Die Chinesen sichern sich die Rohstoffquellen .Der Anlaß des Artikels war,das die Chinesen nicht mehr verkaufen,sondern zuteilen.So genau merke ich mir das nicht,dazu ist mittlerweile alles viel zu vergänglich.Aber da wurde beschrieben,welche man für was benutzt(selbstverständlich auch Handys).Windräder sind auch high tech,sonst hätte man von den 12 in der Nordsee mit viel pomp errichteten nicht 6 schon wieder abbauen müssen.Die Reperaturen dauern übrigens länger als bei BP.Am Samstag wurde z.B. in der Welt genau aufgeführt,wer welche Fehler am Bohrloch gemacht hat.BP behauptet z.B. das da unten 129°C geherrscht haben,Halliburton-die für die Zementierungsarbeiten verantwortlich waren-dagegen sind von 99°C ausgegangen.Die Firma Transocean,die für die Ventile zuständig waren,haben zum Beispiel ein defektes Ventil einfach nicht ausgewechselt.Aber wie gesagt ,ich merke mir nur die große Linie,für die Details schalte ich mein Hirn auf durchzug.Holger
     
  13. lady-li

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    Wenn ich den "Reisebericht" von Holger Günther so lese, könnte man meinen, daß die Ölkatastrophe am GOM nur ein PR Gag ist...:~
    In Wirklichkeit gibt es da unten nur einen ölverschmierten Pelikan, der wohlmöglich vorher für´s Fotoshooting in der Maske war.
    Und überhaupt ist so´n bißchen Öl ja gutes Futter für einige Mikroorganismen...
    Echt - da kommt mir die Galle hoch !!!
    Bei soviel "Sensibilität" für Umweltproblematiken wundert es mich nicht, daß sich nix ändert.

    Die Amerikaner sind ja bekannt für die Güntherschen Einstellungen zur Umwelt (siehe Kyoto-Protokoll uvm.)
    Die Vogel-Strauß-Politik führt eben zu einer sehr eingeschränkten Sichtweise - nach dem Motto "Was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht".
    Für solche Leute reicht es tatsächlich, daß man das Öl mittels Corexit unter die Wasseroberfläche drückt, damit es aus ihrer Wahrnehmung verschwindet.
    Ähnlich wie mit dem DDT...das sieht man auch nicht...und dennoch findet man es noch heute in den Pinguinen der Antarktis - 45 Jahre später !!!

    Seit Jahrzehnten fördern die Ölgesellschaften das schwarze Gold auf Kosten der Umwelt !
    Nigeria wurde schon angesprochen. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen.
    Hier mal eine Liste der größten Ölunfälle.

    Allein im GOM befinden sich ca. 27 000 stillgelegte Bohrlöcher, die von NIEMANDEM inspiziert werden.
    Wer weiß, wieviel Öl und Gas da jeden Tag austritt (von den natürlichen Lecks mal abgesehen).

    Der GOM ist von Bohrungen durchlöchert wie ein Teesieb !
    4000 aktive Bohrungen gibt es dort zur Zeit (siehe Karte).

    Da wundert es nicht, daß es gestern schon wieder einen Blowout gab - diesmal wurde eine stillgelegte Bohrung von einem Schiff gerammt.
    Hier der Bericht und hier die Bilder.
    Wieder etwas Futter für die ölfressenden Mikroorganismen - wie schön...:~
     
  14. lady-li

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    Und noch ´ne Ölkatastrophe !
    Im vorigen Beitrag sprach ich ja über den neuerlichen Ölblowout im GOM bei New Orleans.
    Jetzt lese ich gerade, daß es bereits vorgestern noch ein Ölunglück gab, diesmal im Inland im Kalamazoo River in Michigan.

    Anders als bei der Katastrophe der DWH wird dort das Krisenmanagment nicht von BP oder Regierung geleitet, sondern obliegt den lokalen Behörden.
    Und witzigerweise warnt man dort die Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken !

    "Officials said Tuesday that high levels of benzene, a potentially harmful chemical released from the oil, could pose a health hazard to humans who come in contact with the water or breath in the fumes."

    Ähh, was denn nun ? Bei BP-Öl keine Gefahr und beim Öl am Kalamazoo River plötzlich gesundheitliche Risiken ?
    Wird da etwa mit zweierlei Maß gemessen ?

    Übrigens wurden am GOM bereits Teile der gesperrten Gebiete wieder für die Fischerei freigegeben.
    Dabei wurden die Fische dort noch nicht mal auf die Bestandteile von Corexit getestet !!!
    Aber der Dollar muß ja rollen...
     
  15. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Die Bohrung wurde von einem Schiff gerammt, eben deshalb war es kein Blowout. Man sollte besser keine Fachbegriffe verwenden, wenn man Null Ahnung hat, was sie bedeuten.
     
  16. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Nicht mit zweierlei Maß, sondern mit Sachverstand. Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob eine Rohölleitung in besiedeltem Gebiet bricht und die leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffe dort ausgasen und evtl. von Menschen eingeatmet werden können oder ob Ähnliches weitab von bewohntem Gebiet passiert.
     
  17. lady-li

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    Die Erbsenzählerin mal wieder...:~

    Ich zitiere aus Wikipedia :
    "Als Blowout wird ein unkontrolliertes Austreten von Bohrspülung, Erdöl und/oder Erdgas aus einem Bohrloch einer Bohr- oder Förderanlage bezeichnet."
    Nach dieser Definition dürfte es egal sein, ob das Öl ausschießt, weil der BOP defekt ist oder weil ein Schiff eine Steigleitung beschädigt.

    Zum 2. Posting meines Lieblingsraben :
    Die leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffe dürften in dem Moment in der Luft sein, wo man sie riechen kann.
    Und die Bevölkerung am GOM hat in vielen Publikationen beschrieben "Es riecht wie an einer Tankstelle" (kannste selbst nach googeln).
    Deshalb dürften Benzen, Toluol, etc. auch am GOM in der Luft sein !

    PS : Worum geht´s Dir eigentlich, Raven ? Um den Widerspruch per se ?
    Oder nimmst Du innerlich wirklich Anteil an dem was am GOM passiert ?
     
  18. Mr. Bond

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    es wollen alle auto fahren oder noch besser gleich 2, also irgendwo muß der saft ja herkommen. warum jetzt die aufregung? wenn an der tanke kein benzin da ist, möchte ich mal das geschrei hören. gerade in europa wird das oel mit am meisten verballert, sinnlos verballert. hauptsache die kiste ist voll getankt und die sauerei ein paar tausend kilometer entfernt. siehe afrika, da regt sich auch kein mensch drüber auf. locker bleiben, ändern können wir eh nix, für mich uninteressant, als wenn in china ein sack reis umfällt:D
     
  19. #278 Holger Günther, 28. Juli 2010
    Holger Günther

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    Man sieht anhand der Liste,das es seit bestehen der USA schon viel größere und verheerendere Ölunfälle gab,also auch diese Aussage ist falsch.Der neue Mann bei BP ist ja Amerikaner und offensichtlich hat ihn sein Dialekt zum geeignetesten Kantidaten gemacht.Der Amerikaner hat den Amerikanern versprochen ,für die Schäden aufzukommen.Frei übersetzt heißt das nicht mein neues Auto,mein neues Haus,mein neues Boot sondern mein neuer Porsche,meine neue Villa,meine neue Jacht.Die amerikanischen Ölkonzerne wollen übrigens auch Schadenersatz von BP,weil Obama die Tiefseebohrungen kurzzeitig wegen des Unglücks verboten hatte.Die Ölarbeiter wollen wegen ihrer Arbeitslosigkeit entschädigt werden und eventuell bleiben auch noch einige Dollar für Umweltschutzorganisationen übrig,die bis jetzt noch nicht auf der Gehaltsliste von BP standen.
    Liane,ich habe nur beschrieben,was ich erlebt und gesehen habe.Wir waren mit Walhaien schwimmen und zwar 20Stück auf der Größe von einem halben Fußballfeld.Der Abstand war teilweise unter einem Meter.Die Veranstalter geben eine Walschwimmgarantie(sonst Geld zurück).Wir sind auf kleinen Booten fast bis Kuba gefahren.Abends kam auf der deutschen Welle die Meldung,das ein Supertanker(die nun wirklich bei jedem Wetter fahren) wegen des Wellengangs nicht auslaufen kann.Ja spinn ich denn?Wollen die mich veralbern?
    Vorigen Freitag mache ich das Radio an und die erste Meldung ist-ein Sturm (der ehemalige Hurrikan)bringt die Arbeiten am Bohrloch zum erliegen.Die liegen in ca.1500m tiefe und der Deckel war drauf-was soll das?Das war die Hauptmeldung im Radio!Für mich war das keine Meldung und ich habe den Verdacht,das man mit dem Bohrloch unseren Verstand vernebeln will.Die Bundesregierung hat vor der Sommerpause 30 oder 40 Gesetze verabschiedet,Erhöhung der Krankenkassenbeiträge,die Energiekosten werden um 10%steigen und die Hauptnachricht ist das Bohrloch.Entweder leben wir im Paradies,das wir keine anderen Sorgen haben oder man wirft Nebelbomben für unseren Verstand.Holger
     
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  21. #279 Holger Günther, 28. Juli 2010
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    Noch ein kleiner Nachtrag zu DDT.Ich schreibe das mal unverblümt.Die WHO hat DDT wieder erlaubt,weil es nie einen wis.Beweis für die verschiedenen Behauptungen gab(dünne Eierschalen u.s.w.).Vorher war durch DDT Afrika weitestgehend malariafrei.Das DDT -Verbot hat nach konservativen Schätzungen(1,5 mill.Tote pro Jahr) mehr Tote gefordert,wie der Östereicher im 2.Weltkrieg.Die afrikanischen Staaten haben das DDT -Verbot als Kolonialismus angesehen.Den Schuh ziehen sich greenpeace und co.gefälligst an.
    Schon mal wieder was von der Klimakatastrophe gehört?Diejenigen,die eine weltweite Temperaturerhöhung "gemessen" haben wollen,sind wegen Datenfälschung u.s.w. längst suspentiert.Sie wurden auf Herausgabe der Messungen verklagt-und als sie sie rausgeben sollten,waren die Messungen nicht auffindbar.Es gibt also keinen Beweis für eine weltweite Erwärmung.Holger
     
  22. lady-li

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    Holger - ich will auf das DDT nicht weiter eingehen, das wäre ein extra Thread.
    Aber (egal, ob schädlich oder unschädlich) DDT ist ein Beweis dafür, wie sich Substanzen über den ganzen Erdball verteilen - die guten und die schlechten.

    Corexit wurde schon vor 30 Jahren beim Ixtoc I Ölunfall eingesetzt.
    Versuche mal im Netz Langzeitstudien darüber zu finden.

    Die EPA sagt dazu Folgendes :
    "The EPA also acknowledged that no studies had been carried out on how long Corexit 9500 persists in the environment-perhaps even after the oil it was meant to control has biodegraded.
    "We are currently unaware of published scientific information in the peer-reviewed literature about the biodegradation of the dispersant itself," the agency website noted."


    Stimmt, der Hurrikan Bonny löste sich in einen kleinen Sturm auf. Kleiner Fehler in der Prognose...:~
    Natürlich kann ein Hurrikan dem Equipement am Meeresboden in dieser Tiefe nichts anhaben.
    Aber die Roboter mit den Kameras werden von den Schiffen darüber gesteuert.
    Und diese Schiffe müssen bei Hurrikanwarnung abgezogen werden.
    Unglücklicherweise ist die Technik noch nicht so ausgereift, daß man diese Unterwasserkameras auch von der Küste aus hätte betreiben können.
    Man kann zwar tief bohren - aber wenn was schiefgeht fehlt´s gewaltig an technischen Möglichkeiten.
     
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