die sache mit der Quarantäne

Diskutiere die sache mit der Quarantäne im Prachtfinken allgemein Forum im Bereich Prachtfinken; Hallöchen, immer wieder lese ich, dass neue Vögel erst einmal alleine gehalten werden sollen, wegen Krankheiten und so... Kann ich ja auch gut...

  1. Mey

    Mey Guest

    Hallöchen,
    immer wieder lese ich, dass neue Vögel erst einmal alleine gehalten werden sollen, wegen Krankheiten und so...

    Kann ich ja auch gut verstehen.

    Nun habe ich nur die Frage, wie genau haltet ihr es mit der Quarantäne?

    Reicht ein Raum, in dem die Vögel keinen direkten Kontakt zu den Andern haben? Kann man so Manches nicht auch am Körper/Kleidung "einschleppen"?
    Wascht ihr euch dann immer die Hände, wenn ich von Gruppe A zu B wechselt?

    Oder ist das dann alles doch ein wenig übertrieben?

    Fragt Mey!!!
     
  2. #2 Munia maja, 09.09.2004
    Munia maja

    Munia maja Foren-Guru

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    Hallo Mey,

    gerade eben habe ich ähnliches in einem anderen Beitrag beantwortet.
    Also hier nochmals:

    Wenn ich neue Vögel bekomme, halte ich sie grundsätzlich ca. 2 Wochen vom Altbestand fern, d.h. sie kommen in einen anderen Raum. Außerdem lasse ich eine "24-Stunden-Sammelkotprobe" auf Parasiten und primär krankmachende Keime in der Uni-Vogelklinik untersuchen.
    Die Vögel kommen in einen relativ kleinen Käfig, der gut und schnell zu säubern ist. Wenn zeitlich möglich, wird täglich die Kunststoffschublade mit heißem Wasser gereinigt bzw. die Zeitungseinlage ausgetauscht. Natürlich wird auch das Wasser täglich gewechselt; am besten immer ein neues Wassergefäß, damit das alte ordentlich austrocknen kann. Futter wird täglich auf Kotverunreinigung kontrolliert, eventuell komplett ausgetauscht.
    Alle meine Vögel werden früh morgens versorgt: die Neuzugänge immer am Schluss. So entfällt das Händewaschen/-desinfizieren zwischendurch. Bürsten und Trockentücher, die bei den Neuzugängen zum Einsatz kommen, werden kochend heiß ausgewaschen bzw. entsorgt (wenn doch Krankheitserreger nachgewiesen werden).
    Ich kenne auch einige Züchter, die ihre Tiere bei Neueinstellung prophylaktisch mit Antibiotika und/oder Antiparasitika behandeln. Ich persönlich halte nichts davon, da man so nur Resistenzen fördert. Außerdem möchte ich meine Tiere nicht mit irgendwelchen "chemischen Keulen" behandeln, die meist gar nicht nötig sind...

    Vielleicht finden einige von Euch meine Vorsicht übertrieben, aber ich bin so bisher ganz gut gefahren - es wurden auch hin und wieder Krankheitserreger nachgewiesen, bei denen ich heilfroh war, diese nicht eingeschleppt zu haben. Die meisten der Krankheitsträger waren völlig unauffällige Tiere!

    MfG,
    Steffi
     
  3. Mey

    Mey Guest

    Hallo Steffi,
    vielen Dank für die Antwort.

    Ich frage halt in erster Linie, weil ich mir Gedanken mache, wie "dicht" so ne Quarantäne sein soll/muss. Bisher habe ich meine Bestände nämlich meist einfach so aufgestockt und habe bis auf 1x Milben echt Glück gehabt.
    Ausserdem stell ich mir echt die Frage, ob man ganz streng gesehen dann nicht sogar mit Schleuse etc. arbeiten müsste??

    Meine letzten Quitscher habe ich zwar dann erst einmal für ca. 14 Tage in einen anderen Käfig gesteckt, aber der stand dann mit im Vogelzimmer, also auch nicht DAS Ware. (wie ich heute weiß)

    Wie läuft denn so eine Kotuntersuchung?
    Gibst du die Probe dem TA? Und wie teuer ist sowas?

    Damit ich für´s nächste Mal ein bischen besser gewappnet bin. :)
    Mey!!!
     
  4. #4 Munia maja, 10.09.2004
    Munia maja

    Munia maja Foren-Guru

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    Hallo Mey,

    ich lasse mir vom TA ein Kotröhrchen geben (ein mit kochendem Wasser gespültes Glas tut es auch), in dem zusätzlich ein paar Tropfen steriler Kochsalzlösung sind (hält den Kot feucht). In das "schaufle" ich mehrmals (!) täglich frisch abgesetzten Kot. Damit ich möglichst wenig verunreinigte Proben erhalte, bekommen die Vögel an dem Tag nur Körnerfutter und die Plastikschubladen werden evtl. zwischendurch nochmals mit heißem Wasser gewaschen. Da ich auf primär pathogene Keime und Parasiten untersuchen lasse, benötigt man mindestens 1-2 Gramm (kann bei Kleinvögeln ein Problem werden...).
    Die Proben lasse ich dann vom TA in das Labor einer Vogelklinik einschicken. Viele Tierärzte können zwar vor Ort den Kot untersuchen, sind aber oft mit Vogelkotdiagnostik und v.a. deren Auswertung überfordert. Ähnlich ist es bei den üblichen Großlaboren. Deshalb würde ich auf jeden Fall ein spezialisiertes Labor empfehlen.
    Diese Untersuchungen kosten mich immer ca. 20 Euro.

    MfG,
    Steffi
     
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