Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln"

Diskutiere Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln" im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; - Ich formuliere es noch einfacher: Wenn das Ziel der Effektivität des "Norwegischen Krähenfanges" von den Studienbetreibern als erreicht...

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  1. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Ich formuliere es noch einfacher:

    Wenn das Ziel der Effektivität des "Norwegischen Krähenfanges" von den Studienbetreibern als erreicht angesehen wird (was sich abzeichnet) , wird der Einsatz des "Norwegischen Krähenfanges" kein auf den Landkreis Leer beschränktes singuläres "Ereignis" bleiben.
     
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  3. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Die Effektivität des nordischen Krähenfanges ist doch schon bekannt. Das war sie schon vor der Studie.
     
  4. aday

    aday Foren-Guru

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    Ich auch!

    Studie = Ja
    Fallenfang = Ja

    Ohne eine Efektive Bejagung würde die ganze Studie nichts bringen! Es gibt sicherlich noch andere Effektive Möglichkeiten wie eine Großangelegte Jagd mit der Schußwaffe oder starken Falkeneinsatz.
    Dummerweise hätte man hier dan keine Beifänge, die man wieder Aussetzen kann, sondern Fehlabschüsse. Darüberhinaus wäre so eine Massive Beunruhigung der anderen Tierarten der Fall, die ebenfalls nicht wünschenswerte ist.

    Bemerkung:

    Bei einem Vergleich mit anderen mir persönlich bekannten Methoden der Bestandsregulierung bei Rabenvögeln, dürfte die Variante Fallen mit Sicherheit aufgrund der Vor- / Nachteilsabwägung die beste sein und vor allem auch Praktizierbar.

    Noch einfacher:

    Wer Angst davor hat, das das offensichtliche durch die Studie bestättigt wird und dadurch Aufgrund der daraus ersichtlichen Notwendigkeit Bundesweit bestimmte Rabenvögel bejagt werden müssen, ist natürlich gegen diese Studie. Auch ist dann sicherlich die Fragestellung der Jagdzeitenverlängerung, was somit nicht unbedingt den Einsatz von Fallen erforderlich machen dürfte.

    Gruß

    aday
     
  5. #284 tukan-world, 24. Mai 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

    Aday

    Wieviel Kraehenvögel müssen noch mal getötet werden im Kreis Leer ?


    Zum Ganzjaehrigen Schiessen , das ist dochj fast an der Tagesordnung

    Desweiteren , könnte man die Waffe ja gegen Spaten tauschen , Flaechen pachten und betreuen ,auf die süedlaendischen Kollegen einwirken , damit diese nicht jagen und töten , wofür hier Kraehenvögel sterben müssen und so vieles meh r

    ist sicherlich effektiver ,für den Wiesenvogelschutz,den man eh nicht so isoliert betrachten und beurteilen kann ,,die Folgen sind weitreichender , mit dem Tod des Kraehenvogels ,ist die Lücke die er im Ökosystem hinterlaesst nicht gestopft

    Natur und Ökosystem ist eben mehr als das es mit einen 1mal 1 greifbar weaere .
     
  6. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Aday:

    "Studie = Ja
    Fallenfang = Ja"

    Eine klare und deutliche Antwort, die (da bin ich mir recht sicher) stellvertretend für die beteiligte Jägerschaft stehen könnte und inhaltlich in Grundzügen mit den von mir geposteten Zitaten übereinstimmt. Siehst Du das auch so?

    Schöne Grüße
    Volker
     
  7. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Nochmal meine Frage

    Zitat von aday:
    Dummerweise ist es ja so, das diese Regulation genehmigt ist .....
    Zitatende

    Von wem wurde die Regulation beantragt und von wem genehmigt ?
    Mir ist nichts dergleichen bekannt, deswegen wäre es interessant zu erfahren, woher Du das hast.
     
  8. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Fragen an Aday:

    Sollte Deines Erachtens eine Legalisierung des "Norwegischen Krähenfanges" erfolgen?

    Dem Ermessen welcher Organisation/Institution sollte (nach erfolgter Legalisierung) der Einsatz von Krähenfallen unterstehen (unterstellt werden)?
     
  9. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Raven:
    "Was bleibt, ist einzig und allein der Punkt, dass Fallenfang aus tierschützerischer Sicht abzulehnen ist."

    Und exakt dieser "aus tierschützerischer Sicht" abzulehnende Fallenfang wird im Landkreis Leer praktiziert. Und exakt ein Ziel der Studie ist die Legalisierung des "aus tierschützerischer Sicht" abzulehnenden Fallenfangs. Und exakt bei (nach) Erreichen dieses Zieles wird der "aus tierschützerischer Sicht" nach Deinem Dafürhalten "einzige und alleinige Punkt" ("abzulehnender Fallenfang") auch andernorts (und ohne den Hintergrund einer "Studie") wieder salonfähig und legal praktizierbar.
     
  10. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Über hunderte von Beiträgen ging es vornehmlich darum, ob die Krähen eine Bedrohung der Wiesenbrüter darstellen oder nicht. Vermutlich kann das auch von seiten der Studiengegner nicht ausgeschlossen werden. Deshalb jetzt, nachdem dies bekannt wurde:

    Minister Ehlen kündigte an, Mitte Juni werde bei einem wissenschaftlichen Symposium im Umweltministerium in Hannover mit Gegnern und Befürwortern des Projektes über die Weiterführung der Studie diskutiert. Der Minister betonte, er erwarte von den Kritikern umsetzbare Vorschläge, mit denen bedrohte Vogelarten geschützt werden könnten, die durch die Rabenkrähen vom Aussterben bedroht seien.

    der Strategiewechsel, das In-den-Vordergrund-Stellen der angeblich angestrebten Legalisierung der Fallen.

    "Die Besatzentwicklungen dieser potenziellen Beutearten werden während des Einsatzes des Norwegischen Krähenfangs in einem weiteren Schritt beurteilt, sofern Effizienz und Praktikabilität der Methode nachgewiesen werden können."

    Und exakt ist das deine Nutzung, besser Strapazierung, des "kreativen Freiraums"

    Die Legalisierung obliegt nicht der Jägerschaft, sie obliegt der Politik. Und hierzu hat Minister Ehlen gesagt, dies könne, wenn überhaupt, nur im Rahmen einer bundesweiten Regelung erfolgen. (Die Quelle, bzw. den genauen Wortlaut, finde ich auf die Schnelle nicht)
     
  11. #290 tukan-world, 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

    Frage doch mal Minister Ehlen

    wer zu diesem Symposium geladen wird und wer nicht , und wer Vorschlaege unterbreiten soll

    Dagmar , du scheinst zwischendurch vergessen zu haben um was es ging ,

    hies es doch im Ausgangspunkt 5700 Kraehenvögel in verbotener Kraehenfalle gefangen und erschlagen .

    Aday Jagdzeitverlaengerung auf Kraehenvögel hiesse sie auch noch zu bejagen , waehrend sie selber Junge haben ..
    Pervers müsste ich sein , sollte ich so etwas gut heissen , also strikte Ablehnung gegen ein solches Ansinnen !
     
  12. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Mal angenommen, es ist so, wie Volker es sagt, nämlich das ein Ziel der Studie die Legalisierung der eingesetzten Fallenarten in Niedersachsen ist.

    Dann wäre diese, Deine Bemerkung, eine bodenlose Frechheit, gell ?

    Betrachte sie als solches, denn Du hast Unrecht und Volker hat Recht. Du kannst Deine Behauptungen durch nichts untermauern, denn die Fakten sind eben anders.

    Du brauchst auch nicht länger suchen, Volker hat sich diese Fakten nämlich nicht selbst "geschmiedet", so wie Du es tust.

    Ich hoffe, es wird Dir nicht irgendwann leid tun, daß Du hier Leute angegriffen, ja sogar als Lügner hingestellt hast, wenn die von Dir angezweifelten Fakten öffentlich werden und auch Du sie nachlesen kannst, ohne Dich bemühen zu müssen, sie jetzt schon zu bekommen.
     
  13. #292 Vogelklappe, 24. Mai 2005
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Es ist Projektziel, DagmarH. Warum fragst Du nicht Hilbrands selbst, wenn Du Zweifel hast, ob dies als explizites Projektziel in seinem Gestattungsbescheid steht oder nicht ?
    Dann bräuchtest Du, wie auch aday, nicht mehr zu spekulieren.
     
  14. #293 tukan-world, 24. Mai 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

    überwiegend heisst es hier

    als ob 8000 unterschriften darüber entscheiden , welches Leid welchem Tier zugefügt werden darf

    Die BRD besteht nicht nur aus Jaegern , noch gehört sie ihnen



    23.05.2005
    Niedersachsen: Unterschriften pro Krähenstudie!
    Ostfriesische Jäger haben Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) eine Liste mit 8000 Unschriften, von überwiegend Nichtjägern, für eine Fortsetzung des Massenfangs von Rabenkrähen im Landkreis Leer überreicht. Der Minister kündigte an, Mitte Juni weiter über eine Fortsetzung mit Gegnern und Befürwortern zu diskutieren. (dpa/DJV/JÄGER)

    ,Tam die besagte Aussage , Massenfang ,,was du mir vorwarfst , hier aus anderem Mund


    http://www.jassesnee.de/blog/index.php?p=377


    Habt ihr eine Ahnung weshalb in diesem Link Kreisjaegerschaft Leer http://www.ljn.de/neu/js/kontakt/index.php4?z=kontakt-hegeringe.php4&js=leer

    NICHTS UNTER NATURSCHUTZ zu finden ist ?
     
  15. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Aber Niedersachsen vielleicht ? *Scherz*

    Wenn man die jagdliche Fläche in Niedersachsen durch die vorhandenen Jäger teilt, dann bleiben für jeden noch knapp 67 ha. Abziehen müßte man davon noch die ca. 5 ha, die dem Staat gehören, macht also ca. 62 ha/Jäger.
     
  16. südwind

    südwind Foren-Guru

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    zur erinnerung!

    NABU entsetzt über weiteren fortgesetzten ungenehmigten Rabenfalleneinsatz in Leer

    1.4.2005 Helm: „Keine Kontrolle beim Vogelmord vorhanden – Falleneinsatz endgültig beenden und wissenschaftliche Begleitung zum Vogelmord sofort stoppen“



    Der NABU Niedersachsen ist entsetzt über den fortgesetzten ungenehmigten Vogelmord durch den Rabenfalleneinsatz in Leer. Die Genehmigung des Landkreises Leer zum Falleneinsatz und Totschlagen der Rabenvögel endete am gestrigen Donnerstag, den 31. März 2005.

    Der NABU hat Fallenstandorte im Landkreis Leer untersucht und am heutigen Morgen bei der Ortslage Völlen, Gemeinde Westoverledingen, Landkreis Leer eine ‚Norwegische Krähenfalle’ mit Rabenkrähen als Lockvögel festgestellt. Nach Schätzungen des NABU Niedersachsen sind noch 10 Prozent der aufgestellten Fallen nach wie vor im Einsatz.

    Hans-Jörg Helm, NABU Landesvorsitzender: „Das Maß ist voll! Der Falleneinsatz und Vogelmord im Landkreis Leer ist definitiv illegal. Fach- und Dienstaufsicht und auch die ‚wissenschaftliche Begleitung’ und Kontrolle haben völlig versagt. Grundsätzlich gilt auch für Niedersachsen, dass ein Falleneinsatz grundsätzlich in der Bundesrepublik Deutschland verboten ist. Eine Fortsetzung im August 2005 ist vor diesem Hintergrund völlig indiskutabel.“

    Helm weiter: „Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium als oberste Fachbehörde fordern wir auf im Sinne einer ‚sofortigen Lösung’ auf, die Vogelfallengenehmigung des Landkreises Leer endgültig zurückzuziehen und die wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Wildtierforschung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu stoppen.


    Die gestrige Verlautbarung des Landwirtschaftsministeriums, wonach die Krähentötungen nur dann gestoppt werden, wenn die Naturschutzverbände neue Argumente vorbringen könnten, ist damit hinfällig. Wir fragen uns, welche Argumente das Landwirtschaftsministerium denn nun noch braucht, die Vogelmordaktion in Leer zu stoppen. Eine Fortsetzung des Falleneinsatzes im August kommt allein vor diesem Hintergrund überhaupt nicht in Frage.“

    Die wissenschaftliche Begleitung bis Januar 2007 mit dem in der Projektbeschreibung des Instituts für Wildtierforschung ausgewiesenen Ziel ‚rechtsverbindliche Legalisierung der Fallenjagd in Niedersachsen’, fordert der NABU Niedersachsen umgehend zu stoppen. Nach Auskunft des Instituts sind 5.550 Rabenvögel erschlagen worden und 200 geschützte und gefährdete Vogelarten als ‚Beifang’ in die Fallen geraten.

    Der NABU Niedersachsen betonte, dass es keinerlei wissenschaftliche Notwendigkeit für den Vogelmord und seine wissenschaftliche Begleitung gibt. Bereits in der Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz von 1999 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit belegt, dass es keine wissenschaftliche Rechtfertigung für die Bejagung der drei Rabenvogelarten Aaskrähe bzw. Rabenkrähe, Elster und Eichelhäher gibt.

    NABU: Massentötung von Krähen im Landkreis Leer sinnlos

    Bergmann: “Keine Lizenz zum Töten”



    26.3.2004. Entsetzt ist der NABU Niedersachsen über ein vermeintliches Forschungsprojekt der Jägerschaft im Landkreis Leer, bei dem Tausende von Rabenkrähen und Elstern getötet werden sollen. Die Genehmigung zur Verlängerung der Jagdzeit auf die Rabenvögel sieht den Einsatz des sogenannten ‚Norwegischen Krähenfangs‘ und von Einzelfallen vor.



    Der NABU Niedersachsen vermutet, dass mit dem als wissenschaftliches Projekt bezeichneten Vorhaben der Falleneinsatz zum Rabenvogelfang in Niedersachsen vorbereitet und umgesetzt werden soll.



    “Eine Massentötung von Vögeln als wissenschaftliches Projekt bringt uns weder im Wiesenvogelschutz weiter, noch bringt es auch nur die kleinste Chance auf Erkenntnisgewinn”, erklärte Matthias Bergmann, Geschäftsführer NABU Ostfriesland.



    Insbesondere fehlt die Ausnahmegenehmigung zum Töten der gefangenen Tiere, die nach Jagdrecht ausgestellt werden muss.

    “Alle bisher in den Fallen gefangenen und getöteten Tiere sind damit illegal umgebracht worden. Wir fordern vom Landkreis die sofortige Beendigung dieser Aktion”, betonte Matthias Bergmann.




    “Bei dem Projekt ist keinerlei wissenschaftlicher Ansatz zu erkennen”, so Matthias Bergmann weiter, ”es werden lediglich die Krähen gezählt, obwohl offiziell der Wiesenvogelschutz als Begründung herhalten muss!”



    Die juristische Prüfung der Genehmigung fällt vernichtend aus. Der ehrenamtlich tätige Kreisjägermeister Hilbrands hat die Genehmigung auf offiziellem Landkreispapier selbst erteilt, obwohl diese eigentlich von der unteren Jagdbehörde ausgestellt werden muss. Die pauschale Erlaubnis zum Aufstellen der Krähenmassenfallen enthält zudem keinerlei Einschränkung der Anzahl an Fallen. Dieses ist bei einer Ausnahmegenehmigung zu wissenschaftlichen Forschungszwecken, die nur im Einzelfall erteilt werden darf, weder zulässig noch wissenschaftlich erforderlich und überprüfbar.



    Da das ganze Projekt unter dem Deckmantel des Naturschutzes und insbesondere des Wiesenvogelschutzes propagiert wird, befürchtet der NABU darüber hinaus eine Gefährdung der inzwischen guten Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz in der Modellregion Ostfriesland. In dieser Form müssten beide Seiten das Projekt jedoch massiv ablehnen, so Bergmann. Ursprünglich diskutiert wurde ein Pilotprojekt, das die Auswirkungen aller Beutegreifer in einem wertvollen Wiesenvogelgebiet untersuchen sollte. “Daraus hat sich ein Massenvernichtungsfeldzug der Jägerschaft gegen die Rabenvögel verselbstständig, in dem die Auswirkungen auf die Wiesenvögel völlig unberücksichtigt bleiben. Von dem jetzt genehmigten Projekt haben weder die Verantwortlichen in der Landwirtschaft noch im Naturschutz etwas gewusst. Von einer frühzeitigen Einbindung und Beteiligung der betroffenen Interessensverbände und Behörden, wie es dem Geist in einer Modellregion entspräche, sei die Jägerschaft noch weit entfernt, unterstrich Bergmann abschließend.








    NABU Leer hält Aktion für illegal und sinnlos



    Rabenkrähen sollen als Sündenböcke dienen

    März 2004. Im Landkreis Leer sind vor einiger Zeit an vielen Stellen Fallen zum Massenfang von Rabenkrähen errichtet worden. Zweck der Massentötung soll es vor allem sein, den Rückgang der Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe, Feldlerche und Wiesenpieper aufzuhalten



    Jedoch geht dieses Ziel der Maßnahme von völlig falschen Voraussetzungen aus. Die Zunahme von Rabenkrähen und Dohlen hat ihre Ursache vorwiegend in den Methoden der modernen Landwirtschaft. Man beachte, wie stark sich diese Arten auf Weiden sammeln, wo Gülle oder Stallmist ausgebracht werden. Dieser Düngeraustrag verschafft den Rabenvögeln fast ganzjährig, von Januar bis tief in den Herbst, ein reiches Nahrungsangebot, zumal sich das Bodentierleben durch Überdüngung und den Einfluss milder Winter üppig entwickelt hat. Diese Eutrophierung bewirkt auch die starke Zunahme von Rotfüchsen und anderen Bodenraubtieren. Diese sind im wesentlichen verantwortlich für den Rückgang der Wiesenbrüter, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben (zu weit mehr als 50 Prozent finden Gelege- und Jungenverluste nachts statt, wenn niemand es gewahr wird, und nicht tags).



    Die in der Überschrift gestellte Frage muss auch deswegen verneint werden, als die modernen Bewirtschaftungsmethoden wie Walzen, Fahren mit Düngewagen, hohe Viehdichten, frühe Mahd und Trockenlegung entscheidende Ursachen für mangelnden Brut- und Schlupferfolg sind. Selbst wenn es keine Rabenkrähen gäbe, reichten diese Gründe völlig für das Scheitern der Wiesenvögel aus.



    Die laufenden Untersuchungen schießen somit ins Leere. Nun soll das Programm zwar wissenschaftlich begleitet werden. Nur deswegen durften die Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Es wird der Eindruck erweckt, dass an den lebend gefangenen Krähen wissenschaftliche Untersuchungen stattfinden. Stattdessen werden sie bei einbrechender Dämmerung brutal mit Stöcken erschlagen. Da in die Untersuchungen gar nicht alle Fallen aus Personal- und Kostengründen einbezogen werden können, sind sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz unzulässig und illegal.



    Auch wegen des Schutzes anderer Arten ist die Massentötung illegal. Beifang anderer Arten lässt sich nicht ausschließen. Saatkrähen dürfen z.B. nicht gefangen und getötet werden. Weil einige Fallen nahe bei Saatkrähenkolonien stehen, ist mit ihrem Fang zu rechnen. Im Sommer sind die Jugendkleider von Saat- und Rabenkrähen nur von wirklichen Artenkennern zu unterscheiden. Dass alle Jäger diese Artenkenntnis besitzen, ist nach unseren Erfahrungen zu bezweifeln. Trifft jedes Mal der Keulenschlag bei schwachem Licht das „richtige“ Tier? Ob geschützt oder nicht, die gefangenen Tiere flattern aufgeregt in der Falle hin und her, verletzen sich möglicherweise am Maschendraht oder greifen sich in der Enge gegenseitig an. Dies kann vom frühen Morgen bis zum späten Abend geschehen. Das soll mit dem Tierschutz vereinbar sein?



    Die angeblich wissenschaftliche Begleituntersuchung kann aus den genannten Gründen nicht zu exakten Ergebnissen führen. Sie erscheint sogar widersinnig und ist vorgeschoben, da die begleitenden Erfassungen der Brutvögel, an denen die Jäger maßgeblich beteiligt sind, lediglich in Gebieten stattfinden, wo keine Fallen stehen. Die Methode ist nicht nur fragwürdig, sondern im höchsten Maße verwerflich. Der Kreis Leer genießt als einziger in Niedersachsen mit derartigen Massentötungen einen fatal-rühmlichen Ruf. Auf langjährige Brutvogelkartierungen von Ornithologen im Landkreis Leer, wie sie beim Land Niedersachsen vorliegen, glaubt man hier verzichten zu können.

    http://www.nabu-ostfriesland.de/?id=207
     
  17. #296 tukan-world, 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

    Ein von mir getaetigter Anruf bei Herrn Wilms

    brachte mir die Ausskunft , der Altkreis Leer hat 1200 aktive Jaeger/Mitglieder .

    so dass ein jeder der ein wenig addieren kann

    die Aussage 8000 Unterschriften ,,

    in Bezug setzen kann zu Aussagen wie :

    die Bevölkerung steht hinter das fangen und töten der Kraehenvögel in verbotener Massenfalle .
     
  18. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Klar doch, nur die Großfamilien der Jäger haben unterschrieben.

    So werden "Beweise" konstruiert, so wird Meinung gemacht. Und warum? Weil man absolut nichts Konkretes in der Hand hat, nur das unbestimmte, subjektive die-armen-Krähen-Gefühl. Damit wollt ihr das Projekt stoppen???

    Meine Güte, dass die ganze Studienkritik auf tönernen Füßen steht, habe ich schon vor Wochen gesagt, dass es aber so schlimm wird, habe ich nicht erwartet.
     
  19. #298 tukan-world, 24. Mai 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

    Stopp Dagmar das sind Deine Worte

    behalte sie auch als Deine und lege sie nicht mir in den Mund

    Meine Aussage:

    Zitat von tukan-world
    brachte mir die Ausskunft , der Altkreis Leer hat 1200 aktive Jaeger/Mitglieder .

    so dass ein jeder der ein wenig addieren kann

    die Aussage 8000 Unterschriften ,,

    in Bezug setzen kann zu Aussagen wie :

    die Bevölkerung steht hinter das fangen und töten der Kraehenvögel in verbotener Massenfalle .



    und das sind die Worte und Aussagen die du versuchtest mir in den Mund zu legen ,ich sprach nicht von Beweisen und dergleichen !!!

    Das was du daraus machtest:

    ich sagte schon einmal selbst hundertausend Unterschriften machen das leid der gefangenen Kraehe nicht ertraeglicher , und legalisieren auch keine Nutzung der EU-weit verbotenen Massenfalle

    deshalb eigentlich unerheblich Bevölkerungszahl,ca. 165.000
     
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  21. #299 tukan-world, 24. Mai 2005
    tukan-world

    tukan-world Guest

  22. #300 Vogelklappe, 24. Mai 2005
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Hallo aday,

    Ist nicht üblich, aday, zu laufenden Studien alle möglichen Details zu veröffentlichen. Auf Nachfrage bekommt man ja durchaus Auskunft. Die Begründungen der Studienbetreiber hingegen überzeugen mich überhaupt nicht.
    Wieso, die Zahlen gab und gibt es doch ? Und wie viele Übergriffe gab es denn ? Mir ist nicht bekannt, dass sich dort Militante engagieren, außer in Form von Klagen, wenn Du diese dazuzählen willst.
    Ja, ein Verfahren gegen Ehlen aufgrund der Anzeige eines Privatmannes wurde eingestellt. Das ist auch kein Wunder, denn Ehlen hat die Studie mangels Kenntnis primär nicht genehmigt. Alle anderen Klagen laufen meines Wissens noch.
    Welche denn konkret, aday, die bestandsgefährdend für eine andere Tierart wären ? Dafür gibt es nicht den geringsten Hinweis, und die Studie trägt in keiner Weise zur Klärung dieses Streitpunktes bei. „Bestimmte“, nicht bestandsrelevante Dezimierungen sind außerdem etwas völlig anderes als Deine Behauptung, Krähen könnten als alleiniger Faktor andere Vogelarten ausrotten bzw. durch zeitweise „Regulierung“ des Teilaspektes Tagesprädation sei auch nur eine davon zu retten.

    Hier werden ständig weitergehende Interessen als die der Unterbindung des fortgesetzten Fallenfangs unterstellt. Warum gibt es die gleiche Unterstellungsbereitschaft nicht für die tatsächlichen Interessen, die sich hinter dieser „wissenschaftlichen“ Studie verbergen ? Allein der Umstand, dass sie von einigen als Regulierungsmaßnahme begrüßt wird, zeigt doch, dass die Rahmenbedingungen für die Erteilung der Genehmigung gar nicht verstanden wurden.
     
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