Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln"

Diskutiere Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln" im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Voss: Jagd auf Rabenvögel beenden Neue Studie des UBA belegt: Rabenvögel besser als ihr Ruf - Bejagung ist nicht zu rechtfertigen Nun ist...

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. südwind

    südwind Foren-Guru

    Dabei seit:
    24. November 2003
    Beiträge:
    1.786
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Germany
    Voss: Jagd auf
    Rabenvögel beenden
    Neue Studie des UBA belegt:
    Rabenvögel besser als ihr Ruf -
    Bejagung ist nicht zu rechtfertigen
    Nun ist offiziell belegt, dass Rabenvögel
    besser sind, als ihr vorurteilbehafteter Ruf.
    Dies begrüßte die naturschutzpolitische
    Sprecherin der Bundestagsfraktion von
    Bündnis 90/Die Grünen, Sylvia Voss, anlässlich
    der Veröffentlichung der Studie
    "Aaskrähe, Elster und Eichelhäher in
    Deutschland - Betrachtungen zu ihrer Rolle
    im Naturhaushalt sowie zur Notwendigkeit
    eines Bestandsmanagements" des Bundesamtes
    für Naturschutzes (BfN) am 14. Dezember
    ’99. Die wissenschaftliche Studie
    zeige, dass die gängigen Urteile über Rabenvögel
    falsch seien und somit die Bejagung
    nicht begründen könne. Die Unkenntnis
    der Ökologie einer Vogelgruppe dürfe nicht
    dazu führen, dass diese hemmungslos und
    flächendeckend bejagt werde, so Voss.
    Die bündnisgrüne Fraktion lehne die Übernahme
    der Rabenvögel in das Jagdrecht auch
    weiterhin ab. Die Unterschutzstellung sei
    grundsätzlich beizubehalten. Ausnahmegenehmigungen
    für den Abschuss nach § 20g
    Bundesnaturschutzgesetz dürfe erst - wenn
    überhaupt - nach Bestätigung einer Schadwirkung
    durch wissenschaftliche Freilanduntersuchungen
    in den betroffenen Gebieten erteilt
    werden, bekräftigte die Naturschutzexpertin
    der Grünen. Die Fraktion werde prüfen, ob die
    Übernahme der Jagderlaubnis in das Landesjagdrecht
    bundesrechtlich unterbunden werden
    kann und ob mittelfristig die Rabenvögel aus
    dem Anhang II der Vogelschutzrichtlinie herauszunehmen
    sind.
    Die gewünschte Artenvielfalt kann durch entsprechende
    Lebensraumgestaltung oder Unterschutzstellung
    erreicht werden. Erst wenn
    alle anderen Artenschutzmöglichkeiten, insbesondere
    Lebensraumschutz und -optimierung
    und auch der Verzicht auf die Bejagung der
    angeblich durch die Rabenvögel bedrohten
    Arten nicht ausreichen, sollte unter Beachtung
    genauerer Kriterien und Vorgaben u.U. begrenzt
    in die Rabenvogelpopulationen eingegriffen
    werden. Dieses setzt keine Übernahme
    in das Jagdrecht voraus.
    ) Kontakt:
    Sylvia Voß, MdB, Bündnis 90/Die Grünen,
    (030) 227 -75 220 /-75 224,  -76 506
    http://www.dnr.de/publikationen/drb/archiv/0100.pdf
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

    Dabei seit:
    6. Mai 2000
    Beiträge:
    8.726
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Nähe Hamburg
    Wer? Ihr seid doch noch alle da :D
     
  4. Meggy

    Meggy Stammmitglied

    Dabei seit:
    9. November 2004
    Beiträge:
    437
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Berlin
    Tu dir kein Zwang an. Wir haben alle verstanden. Wenn du die Aussagen von tamborie nicht so verstehst, wie er es meint, wie gesagt, deine Sache. Für mich sind diese Aussagen nicht widersprüchlich. Ich gehe davon aus, dass man das schreibt, was man meint - seine Meinung.

    Damit ist die Frage nicht beantwortet. Wann ist die Feststellung? Gibt es ein Ziel in punkto Zeit? Oder anders: Wann soll die Feststellung sein? Nach euren Aussagen gibt es doch schon so viele Erfahrungen, Studien, Bücher und und und.

    Ach ja Karin, Farbenblind bin ich auch nicht. In der Farbwelt ist rot auch rot. Analysieren brauch ich nicht. Hier gibt es nichts zu analysieren. Tut mir leid, dass ich nur zwischendurch mal auftauche, habe nicht den ganzen Tag und auch nicht jeden Tag Zeit für dich.

    Ich habe das Gefühl, ihr merkt wirklich nicht mehr, welche Äußerungen ihr hier macht - deutschen Vogelmord - . Aber wir sind das ja schon gewohnt.
    Ist euch wirklich noch nicht aufgefallen, dass ihr immer von Niveau und Diffamieren schreibt. Komisch, das dies immer zu erst aus eurem Munde kommt. Eigentlich kann mir das egal sein. Ist es in gewisser Weise auch.
    Ich konnte mir ein Bild machen, dass reicht mir.

    Aha. Wie definierst du für dich - Tierschützer -, Karin?

    Viele Grüße Meggy
     
  5. aday

    aday Foren-Guru

    Dabei seit:
    17. April 2001
    Beiträge:
    1.731
    Zustimmungen:
    0
    Danke für die Blumen Karin,

    wer tritt hier nach? Wer Fällt in besagtem "Nachbarforum" über Raven (Dagmar) her? Mein Name wird dort auch genannt und einige andere auch. Wer tritt dort nach, ohne das sich der Betroffene dort wehrt? In wievielen Foren soll das noch gemacht werden?

    Ich habe auch nichts dagegen mal mit "Spielern aus der Unterliga" zu Spielen. Immerhin ist es ja auch eine Möglichkeit hier was zu lernen für diejenigen. Wenn mein Niveau für einige zu hoch war, so sollte es doch zumindest ein ansporn sein, etwas an Erfahrung und Wissen zu erhaschen. Ich habe wirklich versucht es auch für einige mit einfachen Umschreibungen zu erklären, auch wenn es mal etwas von der eigentlichen Diskusion abwich, scheinbar war dies aber nicht einfach genug. Vielleicht fehlte denen auch einfach nur der wille, neue Erkenntisse und Erfahrungen zu sammeln?

    Das meine Behauptungen nicht wiederlegt werden können, ist doch eigentlich ein Zeichen dafür, das meine Aussagen aus der Praxis sind und Hand und Fuß haben. Vorallem wie sollen auch Zahlen wiederlegt werden, die durch welche Bereinigung bei Helb auch immer dort wiedergegeben werden. Auch den Bezug auf die Mehlschwalben fand ich dort gut, aber die Schlußvolgerung in Bezug auf überregional sagt doch schon alles, oder?

    Nach wie vor fehlt mir immer noch eine Aussage von euch, den eigentlichen Studiengegnern, warum in der Helb´schen Studie, die doch fast eine "Bibel" für euch war gegen diese Studie in Leer und alle anderen die zu einem anderen Ergebnis führten, es zu nachprüfbaren Fehlern zumindest schon beim "kleinen Zahlenmaterial" kam. Bleibt nur zu spekulieren, wie die besagten zahlen in der Wirklichkeit aussehen. Aus dem Bauch herraus würde ich sagen mindestens um den Faktor 3, eher höher. düfte Grob gebeild schon eine größenordnung von min. 10% der Futtermenge für die Jungtiere an Eier und Nestlinge ausmachen, zusätzlich der Mengen bei den Alttieren und vorallem der "Jungesellen".
    Bei geschätzten 36.000 Krähen und dann noch die Elstern im Landkreis Leer sind das sicherlich einige hunderttausend Eier bzw. Küken auch von Kiebitz usw..
    Das muß schon ein riesiger Berg sein.
     
  6. aday

    aday Foren-Guru

    Dabei seit:
    17. April 2001
    Beiträge:
    1.731
    Zustimmungen:
    0
    Ich glaube da war was. Wurde nicht eine Menge Geld in solche Projekte Investiert und war es nicht auch im Landtag notwedig darauf hinzuweisen, das es ein Teurer Naturschutz war, der nicht sein Ziel erreichen konnte und es daher alleine schon notwendig geworden war, jetzt mit solchen Mitteln durchzugreifen, nachdem aufgrund versäumnisse und unter Schutzstellung der Prädatoren in der Vergangenheit sich solche bestände Aufbauen konnten, die nicht mehr von heute auf morgen mit den herkömlichen Mitteln zurückgeführt werden konnten.
    Ich frage mich nur, wie man ohne die Bejagung bei den Rabenmvögeln eingreifen will? werden fast alle Tiere Zwangssterilisiert, damit sie auf unbefruchteten Eiern Brüten, bis sie vor Erschöpfung vom Nest fallen?

    Nunja, so ähnlich Ideen hatten die Grünen bei uns auch. Eine Notwendige Umgehungstrasse wurde kurzerhand verworfen, mit der Begründung man bekommt den Verkehr auch anderster in den Griff. Nach nicht mal 20 Jahren hat sich der Verkehr mehr als Verdoppelt und der Schwerlastverkehr seit Januar noch einmal. Die Grünen die das anderster Regeln wollten, sind mit ihrem Banner den 3 Rastenten Kiebitzen schnell wieder von Dannen gezogen, um dem berechtigtem Zorn der ca. tausend Anwohner zu entgehen.

    Nunja, da sind sich zumindest die Grünen wenn Sie es auch damals nur auf dem Papier beschrieben haben als muß zumindest in der Hoffnung, das es nie erforderlich sein würde in der Zukunft doch scheinbar mal einig gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, das eine Rot / Grüne Landesregierung aus dem Bundesministerium bei so einem Vorgang nicht so angegriffen werden würde. So ist halt nunmal Politik und noch immer steht die "Wunderstudie" aus dem Bundesministerium aus. Vielleicht will die ja auch dort keiner mehr.
     
  7. #886 Bianca Durek, 14. Juni 2005
    Bianca Durek

    Bianca Durek † 06.08.2014

    Dabei seit:
    4. Mai 2002
    Beiträge:
    1.228
    Zustimmungen:
    0
    Sicher nicht, aber das ist noch lange kein Grund sie unter solchen tierqäulerischen Massnahmen zu erschlagen.

    würdest du dich mehr um den Inhalt der Foren kümmern als um die Verteidigung der Jagd und des Totschlags der Krähenvögel wären dir die Namen bekannt.

    Aber es ist ja wesentlich einfacher die Dezimierung der Wiesenbrüter auf die Krähenvögel zu schieben und nicht auf die tatsächliche intensive Landwirtschaft in diesem Gebiet. Da müsste man sich ja mit den Grossagrariern und Jägern auseinandersetzen.

    Dann sag das mal den Landwirten, die nichts vom ökologischen Landbau halten. Dabei wäre es ganz einfach mit der Natur im Einklang auch gute Erträge zu erzielen. Man nehme nur einmal Sepp Holzers Buch in die Hand und lese wie es geht.

    Tamorie

    für dich wird es Zeit dich vom Rockzipfel deiner Forenmutter zu lösen, solltest dir vielleicht um deinen Frust abzubauen ein neues Hobby suchen. Welches überlasse ich dir.
    In welcher Phase bist du denn zur Zeit ? :+klugsche

    So ist das nun aber auch nicht, wir dackeln nicht blind darauf los. Kritiker sind jederzeit willkommen, aber nur mit niveauvollen Argumenten und keinen Unterstellungen.
     
  8. #887 mäusemädchen, 14. Juni 2005
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

    Dabei seit:
    6. August 2003
    Beiträge:
    1.407
    Zustimmungen:
    25
    Ort:
    NRW
    "Jagd auf geschützte Vogelarten

    Schleswig-Holstein: Kormorane und andere Vögel sollen wieder geschossen werden dürfen.

    (...)
    Kormoran
    Saatkrähe
    Aaskrähe und Elster
    Wildgänse
    Wildenten

    Der Jagdverband möchte die Tiere (Anm. von mir: Saatkrähe) in "nordische Krähenfallen" (ca. 4 x 2 x 2 Meter) locken und sie töten. (...)"

    Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2005/06/11/445860.html


    Die aufgelisteten Vögel haben eine Gemeinsamkeit: Die Farben Schwarz, Weiß und Grau. Und dazu - zur Erinnerung - die Aussage eines Jägers namens:


    Mag sich jeder selber ein Urteil bilden.
     
  9. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

    Dabei seit:
    6. Mai 2000
    Beiträge:
    8.726
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Nähe Hamburg
    Jaa, Bravo, mäusemädchen hat endlich die wahren Gründe für die Bejagung bestimmter Arten erkannt - die Farbe!!!!
    Endlich kommt hier mal eine lustige Note rein. :beifall: :beifall:
     
  10. #889 mäusemädchen, 14. Juni 2005
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

    Dabei seit:
    6. August 2003
    Beiträge:
    1.407
    Zustimmungen:
    25
    Ort:
    NRW
    Warum habe ich solch eine oberflächliche Denkweise erwartet?
     
  11. #890 Bianca Durek, 14. Juni 2005
    Bianca Durek

    Bianca Durek † 06.08.2014

    Dabei seit:
    4. Mai 2002
    Beiträge:
    1.228
    Zustimmungen:
    0

    Raven,

    da kann ich dir auch mit einem Zitat darauf antworten:

    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort,
    wo der Vorteil aufhört.
    von Haile Selassie I.
     
  12. #891 mäusemädchen, 14. Juni 2005
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

    Dabei seit:
    6. August 2003
    Beiträge:
    1.407
    Zustimmungen:
    25
    Ort:
    NRW
    "(...) Die Geschöpfe Mensch und Tier sind ihrerseits nur ein Teil des großen Gesamtgefüges der Schöpfung. In ihm vollzieht sich das Wunder, daß Leben stetig und ohne das Zutun der Menschen da ist und Bestand hat. Je genauer die Erscheinung des Lebens untersucht wird, desto mehr bietet sie Anlaß zu dankbarem Staunen. In solches Staunen führt gerade auch die Betrachtung der Tierwelt. Allerdings darf es kein flüchtiges Gefühl sein, sondern muß gelernt werden und als bleibende Einstellung Handeln und Verhalten bestimmen. Es gibt Grund für die Erwartung, daß Menschen, die Tiere in der Haltung dankbaren Staunens wahrnehmen, ihnen auch mit mehr Achtung und Scheu begegnen. (...)

    (...) Die Sonderstellung des Menschen unter seinen Mitgeschöpfen schließt die Aufgabe ein, in besonderer Weise Verantwortung wahrzunehmen. Allein der Mensch kann die Folgen seines Handelns für Mitmensch und Mitgeschöpf erkennen und daraus Folgerungen ziehen; allein der Mensch kann darum auch an der Schöpfung schuldig werden. (...)

    (...) Wenn die Menschen ihre Herrschaft über die Tiere in liebender Sorge und hegendem Bewahren ausüben, ergeben sich konkrete Veränderungen und Verwandlungen in dem zwischen ihnen bestehendem Verhältnis der Gewalt: Sie laufen auf eine Verminderung der Gewalt hinaus. Dabei geht es insbesondere darum, die Zufügung von Leiden und Schmerzen zu begrenzen oder ganz zu vermeiden. Das Gewaltverhältnis zwischen Mensch und Tier ist zwar grundsätzlich unaufhebbar und besteht qualitativ fort. Aber Gewalt kann so und kann so ausgeübt werden, ihr quantitatives Ausmaß läßt sich beeinflussen. (...)

    (...) Auf eine Verminderung der Gewalt ist auch die Verpflichtung zur Humanität gerichtet. Nur auf den ersten Blick wirkt es befremdlich, den Umgang von Menschen mit Tieren am Maßstab der Humanität zu messen. Aber die Menschlichkeit des Menschen steht in allem, was er tut, auf dem Spiel. Sie bewährt sich zum Beispiel darin, daß er die Kräfte der Vernunft, die ihm gegeben sind, einsetzt und den Empfindungen des Mitgefühls Raum gibt. Ein gedankenloser oder ein brutaler Umgang mit den Tieren ist nicht menschlich. (...)

    (...) Die Aussage, daß der Mensch eine unveräußerliche Würde und ein uneingeschränktes Lebensrecht hat, ist nicht strittig; aber der Begriff der Würde ist nicht auf den Menschen zu begrenzen; die Tiere haben an der allgemeinen geschöpflichen Würde teil. (...)

    (...) Nun bedeutet der Tod gewiß für ein Tier etwas anderes als für einen Menschen, schon weil das Tier vom Tod nichts weiß; aber die Frage, ob dieser Unterschied auch ausreicht, eine so gravierende Andersbehandlung, wie wir sie verbreitet erleben, als gerecht anzusehen, ist bisher noch kaum diskutiert worden. (...)

    (...) Die Jagd wird verbreitet auch als Freizeit- und Gesellschaftsvergnügen ausgeübt. Das Vergnügen an der Jagd entspringt tiefsitzenden menschlichen Verhaltensmustern. In ethischer Betrachtung stellt sich aber die Frage, ob der Mensch so bleiben soll, wie er ist, oder ob er sich im Sinne der Mitgeschöpflichkeit fortentwickeln, also verändern soll. Dabei geht es darum, ob das Töten von Tieren jemals eine Form der Vergnügung sein kann und sein darf, m. a. W. ob sich das Opfer tierischen Lebens mit dem menschlichen Wunsch nach Freizeit- und Gesellschaftsvergnügen rechtfertigen läßt. Diese Frage ist um so dringlicher, als die Teilnehmer an Jagdgesellschaften nicht immer die besten Schützen sind und Tieren unnötige Schmerzen und Leiden bereiten können. Die problematischen Erscheinungen der Jagd verbinden sich im wesentlichen mit ihrer Organisation als Freizeit- und Gesellschaftsvergnügen: Die Tierbestände werden durch besondere Maßnahmen wie etwa überhöhte Zusatzfütterungen "hochgehegt", um das lange und mühsame Ansitzen zu verkürzen; leergeschossene Reviere werden durch importierte Wildfänge aus anderen Ländern oder durch gezüchtete und kurzfristig ausgewilderte Tiere zur Jagdsaison "aufgefüllt"; der Anreiz, Rekorde und Trophäen zu sammeln, wird verstärkt. Ethisch ist damit die Aufgabe gestellt, die Freizeit- und Gesellschaftsaktivität der Jagd durch Formen der Vergnügung zu ersetzen, die nicht mit dem Töten von Tieren einhergehen. (...)

    (...) Aber die menschliche Zivilisation hat Auswirkungen auf das Leben der Wildtiere. In dieser Hinsicht bestehen sehr wohl Pflichten der Menschen: Sie haben alles zu meiden, was die Lebensräume und Lebensmöglichkeiten der Wildtiere zerstört oder beschädigt und die Artenvielfalt bedroht; sie haben darüber hinaus aktiv dazu beizutragen, daß die Lebensräume und Lebensmöglichkeiten der Wildtiere bewahrt und - wo nötig - wiederhergestellt werden und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Insofern ist Tierschutz Teil des Arten- und Biotopschutzes. (...)

    Quelle: Zur Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf: Ein Diskussionsbeitrag des Wissenschaftlichen Beirats des Beauftragten für Umweltfragen des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
     
  13. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. tamborie

    tamborie Guest

    Wird hier um die Wette nach dem Motto gepostet "Billiger geht nimmer!" ?
    Ok Bianca der Preis geht an Dich.

    Tam
     
  15. Gert

    Gert Stammmitglied

    Dabei seit:
    9. März 2001
    Beiträge:
    226
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Sachsen
    Hallo @ all,

    der Aufruf zu etwas sachlicheren Diskussionen ist offenbar ungehört verhallt und die mittlerweile üblichen gegenseitigen Angriffe gehen weiter. Ich halte es für sinnlos, diese Art Diskussion weiterzuführen. Um nicht in den Verdacht zu geraten, hier Löschungen oder Änderungen von Beiträgen zugunsten einer Seite vorzunehmen, bleiben die letzten Postings unverändert stehen.

    Bevor ich den Thread schließe, sei mir noch eine Bemerkung gestattet:


    Wir befinden uns hier im Forum zum Thema Artenschutz, nicht Tierschutz. Und zwischen Arten- und Tierschutz bestehen durchaus einige Unterschiede. Tierschutz ist individuenbezogen, das Ziel des Artenschutzes ist die Arterhaltung, ist also auf etwas höherer Ebene angesiedelt. Und für Zwecke der Arterhaltung können durchaus auch mal Methoden angewendet werden, die dem Tierschutz als Individuenschutz widersprechen. Dies ist allerdings in jedem Fall genau abzuwägen.

    Ob die Studie aus Sicht des Artenschutzes Sinn macht, weiß ich nicht, hege aber meine Zweifel, denn zum einen sind die Fangzahlen im Vergleich zur Gesamtzahl der jährlich erlegten Krähenvögel nicht sehr hoch, zum anderen sind Krähen nicht unbedingt standorttreue Tiere und werden die verwaisten Reviere schnell wieder besetzen. Daß der Krähenbestand insgesamt jedoch ein gewisses Niveau nicht überschreiten sollte, steht für mich außer Zweifel, da das Fehlen potentieller Prädatoren und das reichhaltige Nahrungsangebot für diese Generalisten den Bestand in durchaus problematische Höhen treiben und der Druck auf andere Vogelarten, insbesondere Offenbrüter, auch bestandsbedrohend werden kann.

    Der Bestand an Wiesenbrütern könnte sich während der Studie tatsächlich kurzfristig etwas erholen, auf lange Sicht glaube ich nicht daran, weil die wichtigste Bedingung, intakte Lebensräume, großflächig nicht mehr gegeben ist.

    Aus Sicht des Tierschutzes halte ich die Studie allerdings für mehr als bedenklich, denn den Krähen werden, unabhängig von der Tötungsmethode, unnötige Leiden in Form von Streß zugefügt.

    Letztendlich ist es eine Frage der Verantwortung des Menschen, wie er mit der Natur und seinen Mitgeschöpfen umgeht und welche Mittel er zum Erreichen welcher Ziele einsetzt. Höchste Priorität sollte dabei die Erhaltung einer hohen Biodiversität haben.

    Damit ist das Thema geschlossen.
     
Thema: Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln"
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. Tauben- elsterfang

    ,
  2. singvogelmord in ägypten

Die Seite wird geladen...

Diskussion zum Thema "Massentötung von Rabenvögeln" - Ähnliche Themen

  1. Thema Eier schieren.

    Thema Eier schieren.: Hallo an euch alle, Ich habe ja in einem anderen Beitrag schon geschrieben das ich meine erste Wellibrut habe. Ich habe zwei Liebespärchen zum...
  2. Thread-Thema verändern

    Thread-Thema verändern: Hallo, ich bin kein spezieller Vogelliebhaber und besuche die Vogelforen nur zum Zweck der Bestimmung meiner Fotos von Vögeln. Bei...
  3. Umstrittenes Thema: Wildvögel-Fütterung

    Umstrittenes Thema: Wildvögel-Fütterung: Hallo liebe Vogelfans und -experten, ich möchte mich gerne mit diesem Anliegen an euch wenden. In meinem Freundeskreis sorgt dieses Thema immer...
  4. Interview mit Forscherin zum Thema Auswilderung großer Soldatenara

    Interview mit Forscherin zum Thema Auswilderung großer Soldatenara: Wer mehr über die Lebensbedingungen beim großen Soldatenara in Costa Rica wissen mag, sollte sich das verlinkte Interview anlesen. Da ich öfter...
  5. Feldlerche hat Diskussion ausgelöst

    Feldlerche hat Diskussion ausgelöst: Hallo Zusammen, diese Feldlerche hat mein so manchen Bekannten von mir kleine Diskussion ausgelöst. Manche meinen Haubenlerche zu sehen....
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.