Dolly hat Tumor, was nun???

Diskutiere Dolly hat Tumor, was nun??? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Vogelfreunde, ich bin total verzweifelt! Meine Dolly ist jetzt acht Jahre alt und war eigenlich schon immer etwas übergewichtig....

  1. Lila

    Lila Guest

    Hallo Vogelfreunde,
    ich bin total verzweifelt!

    Meine Dolly ist jetzt acht Jahre alt und war eigenlich schon immer etwas übergewichtig. Deswegen liegt sie immer so komisch (siehe Bild) um die Füsschen zu entlasten, das dachte ich zumindest.
    In den letzten Tagen hat sie ganz schön an Gewicht verloren, und hatte Probleme beim laufen (Krallen zu lang).
    Heute war sie bei der TÄtin, eigentlich nur um die krallen zu schneiden. Doch die hat gemeint das lohnt sich nicht mehr da der Vogel einen Tumor im Bauchraum hat.
    Sie wollte meine Dolly einschäfern, aber das hat meine Mutter nicht übers Herz gebracht.

    Meine Frage ist jetzt:

    Woher kommt so was?
    Muss es wirklich was bösartiges sein?
    Wie ist die Lebenserwartung (sie ist ja bestimmt nicht erst seit gestern krank).
    Hat jemand vielleicht was ähnliches erlebt?

    Ich hoffe immer noch dass die Ärztin sich geirrt hat!
     
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  3. Pine

    Pine Foren-Guru

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    Hallo Lila

    Tumoren ... gutartig ,wie auch bösartig bekommen Vögel leider genauso ,wie auch Menschen . Wenn das Vögelchen die Füßchen entlastet, und sich "legt" , drückt der Tumor auf einen Nerv.
    Das sind auch Anzeichen, das das Vögelchen nicht mehr richtig , die Füße aufsetzte... zu lange Krallen .

    Euer Vögelchen hat an Gewicht verloren , leider kein gutes Zeichen . Vögel magern sehr schnell bei Krankheiten ab. Sie können verhungern . Bitte füttert den Vogel zu .
    Hier kannst Du zum Thema nachlesen .

    Die Lebenserwartung ... kommt darauf an ,wie es sich entwickelt.

    Wenn ihr den Vogel füttert, könnt ihr auch vorsichtig mit einem Nagelknipser die Krallen kürzen . In den Krallen verläuft ein Blutgefäß sichtbar drin . Das ist sichbar . Bitte immer einige Millimeter drüber stehen lassen . Lieber immer nur ein bisschen abknipsen .

    Ihr könnt ja noch die Meinung eines anderen TA einholen .
     
  4. Ariel

    Ariel Katzenhüterin

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    Hallo Lila,

    das ist natürlich sehr traurig das Eure Dolly einen Tumor hat und ich weis das es schwer fällt von den kleinen Schätzen Abschied zu nehmen 8(
    Aber so schwer es euch fällt ich würde euch trotzdem raten die kleine Maus von ihren Schmerzen zu erlösen.
    Wenn ihr euch wegen des Tumores nicht sicher seid dann geht lieber noch zu einem weiteren TA um es bestätigen zu lassen.
    Das "Schlimme" bei den Wellis ist, das sie Experten darin sind Schmerzen zu verbergen, wenn wir merken das mit den kleinen etwas nicht stimmt ist es oft schon zu spät oder gerade so weit das man evtl. gerade noch etwas machen kann. Bei Tumoren ist das leider oft nicht mehr möglich da sie zum Zeitpunkt unseren Erkennens oft schon so weit fortgeschritten sind das man ihnen nicht mehr helfen kann.
    Das sie in der letzten Zeit abgenommen hat spricht leider auch für den Tumor, denn der Tumor im Bauchraum verhindert das der Vogel die gefressenen Körner verdauen kann, was im Grunde genommen heißt das der Vogel mit der Zeit schlicht und ergreifend verhungert 8( 8(
    Ebenfalls ein typisches Zeichen für einen Tumor ist, das ein oder beide Beine des Vogels lahmen, er kann nicht mehr damit greifen und schleift es "hinter sich her" bzw. lässt es einfach schlaff nach unten hängen, wenn man dieses Zeichen sieht ist es aber mehr als zu spät, dann ist der Tumor so groß das er die Nerven quetscht.

    Wie ich schon geschrieben habe verbegen die Wellis oft Verletzungen oder Krankheiten so lange sie können und wenn wir eben merken das die Wellis nur noch mehr oder weniger teilnahmslos im Käfig sitzen haben sie meist schon schlimme Schmerzen 8(

    Zu dem woher es kommt: Überzüchtung im Laufe der Jahre !
    Diese Tumore treten meist um das 3te Lebensjahr auf, was natürlich nicht immer zwangsläufig so ist aber immer häufiger auftritt. Bei einigen kommen sie später, andere haben Glück und bekommen nie einen Tumor.

    Was die Lebenserwartung betrifft: Nun ja, das ist sehr schwer zu sagen..das hängt davon ab wie sehr der Tumor von Dolly fortgeschritten ist, in der Regel geht es leider sehr sehr schnell 8(
    Meinen Butschi musste ich letztes Jahr auch wegen eines Bauch-Tumores einschläfern lassen. Ich war bei einer Fachtierärztin für Geflügel und sie tippte zwar auf einen Tumor konnte aber noch nichts ertasten, knappe 2 Wochen später war ich wieder bei ihr weil bei ihm die Typischen Anzeichen (Abmagerung, später dann die Lähmung) auftraten. Er war völlig abgemagert, hatte nahezu kein Muskelgewebe mehr und eines der beiden Beinchen war völlig gelähmt. Er hatte einen Tumor der größer war als eine Haselnuss und den man dann auch schon von Außen sehen konnte ! Und das alles innerhalb von 2 Wochen, wo man am Anfang den Tumor noch nicht einmal ertasten konnte ! Du siehst es kann sehr sehr schnell gehen, aber auch das hängt von der Art des Tumores ab, aber sehr viel Hoffnung kann ich dir wohl nicht geben 8(
    Wir haben Butschi auf der Stelle einschläfern lassen, alles andere wäre völlig verantwortungslos gewesen. Ich habe mir sogar Vorwürfe gemacht warum ich ihn nich früher erlöst habe, er muss wirklich sehr schlimme Schmerzen gehabt haben 8( 8(

    Wie gesagt wenn du das Gefühl hast das die TÄ sich viell. vertan hat suche lieber noch einen 2ten auf, aber sollte sich die Diagnose bestätigen kann ich euch wirklich nur raten von ihr Abschied zu nehmen. Ich wollte Butschi auch um alles in der Welt helfen und habe ihm am Ende nur noch mehr Schmerzen verursacht :k
    Aber sicher kann euch die/der TA/TÄ mehr dazu sagen !
    Ich wünsch euch und eurer Dolly das Beste und denke das ihr die richtige Entscheidung für sie treffen werdet :)
     
  5. Lila

    Lila Guest

    Hallo Leute,

    danke dass ihr so schnell geantwortet habt.

    Das schlimme ist halt dass es ihr von heute auf morgen so schlecht ging.
    Vorgestern hat sie noch gezwitschert und ist rumgeflogen.
    In der Nacht hat sie sich dann auf den Boden Ihres Käfigs gesetzt. Da sitzt sie jetzt die ganze Zeit, und kann kaum noch fressen.
    Meine Mutter kümmert sich um sie. Ich kann leider nicht vor Ort sein (studiere in 600km Entfernung).
    Es ging alles so schnell, an einem Tag hat sich alles verändert.
    Haben uns auch schon überlegt sie zum TA zu bringen, aber ich denke, alleine die Fahrt dahin würde sie nicht überleben.

    Sie tut mir so schrecklich leid, eigentlich kann man jetzt nur hoffen dass sie nicht mehr lange leiden muss.

    Noch nie habe ich eine so stolze und sanftmütige Welli-Dame gesehen wie meine Dolly (meine kleine Freundin)!

    heul ohne Ende!!! : (
     
  6. Sybille

    Sybille Foren-Guru

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    Hallo Lila,

    auch ich hatte vor ca. 4 Jahren einen Welli, der lange Zeit einen auffällig dicken Bauch hatte. Ich ging davon aus, dass er einfach nur dick ist, war ein Schauwelli.
    Er zeigt weder beim Fliegen noch sonstwie Auffälligkeiten.

    Plötzlich, von einem Tag zum anderen, saß er schwer atmend am Käfigboden. Ich fuhr mit ihm zur TA. Diese meinte, er hätte einen Tumor, den man bei Wellis schon auch operieren könne.
    Aber da mein Kleiner schon so schwach war, hätte das wenig Sinn, er würde diese Strapazen sicherlich nicht überleben.
    Ich ließ ihn dort gleich erlösen.... wollte ihm ein längeres Sichtum mit Schmerzen ersparen...
    Und Schmerzen hatte er sicherlich, denn Vögel versuchen wirklich so lange es irgendwie geht, dies zu verbergen.

    Wenn Dolly schon an Gewicht verloren hat, sind die Chancen für eine OP sicherlich auch äußerst gering...
    Man/TA kann auch nicht sagen/sehen, ob der Tumor gutartig ist...
    Ich meine, deine Mutter sollte sicherlich bemerken, wenn es dem Vogel sooo schlecht geht, dass es für ihn eine Erlösung ist, den TA den letzten Schritt gehen zu lassen...
    Lieben heißt auch loslassen können...
    Nach deinem letzten Posting würde ich meinen, es sei an der Zeit, der Kleinen zu helfen... Die Tierchen haben es verdient, dass man sie nicht unnötig leiden lässt...
     
  7. Lila

    Lila Guest

    Hallo,

    Sybille du hast schon völlig recht mt dem was du zum Thema erlösen gesagt hast.

    Wie gesagt ging es gestern erst los, dass sie sich anderst verhalten hat. Den heutigen Tag wolten wir noch abwarten.

    Vor wenigem Minuten habe ich die Nachricht erhalten dass meine kleine Süße eingeschlafen ist. :(

    Das war's nun. Kann nur hoffen dass sie nicht lange gelitten hat, ging wie gesagt alles sehr, sehr schnell.


    Ich werde dich vermissen mein liebes kleines hellblaues Engelchen!!!

    (heul ohne Ende!!! nur noch schlimmer als vorher.)
     

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  8. Sybille

    Sybille Foren-Guru

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    Oh Lila,

    das tut mir sehr leid für dich, denn du konntest nicht mal Abschied nehmen von Dolly...:(
    Aber lass es dir einen Trost sein, dass Dolly nun doch nicht so lange leiden musste und der erneute Gang zum TA erspart blieb...
    Sie hat nun keine Schmerzen mehr ..... ist frei wie ein Vogel....
     
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  10. Lila

    Lila Guest

    Hier noch ein Foto aus glücklichen Tagen.

    Dollys kleiner Freund (links im Bild) muss jetzt erst mal alleine zurecht kommen.
    Er ist sehr lebenslustig und frech, und wird sich hoffentlich bald an andere Vögel gewöhnen.

    Dolly hinterlässt eine große Lücke. Vor allem bei mir, wir hatten schon einige Wellis aber keiner hatte so einen eigenwilligen Charakter wie die kleine.
    Vielleicht mögen mich manche für blöd halten, aber es war wirklich eine kleine gute Freundin für mich.



    Habt eure Piepmätzer lieb!

    Grüße Lila
     

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  11. Pine

    Pine Foren-Guru

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    Hallo Lila


    Mit Sicherheit denkt hier niemand so im VF. Jedes Lebewesen ,was geht hinterlässt eine Lücke. Deine Posts zeigen, daß Du zu Lebzeiten von Dolly Verantwortung für sie zeigtest.
    Nun hat sie den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten ,wo sie andere Wellis gefunden hat ... und frei ist .
     
Thema:

Dolly hat Tumor, was nun???

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