Dürfen Federn geschützter Vögel im Schmuck verwendet werden?

Diskutiere Dürfen Federn geschützter Vögel im Schmuck verwendet werden? im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo! Bei meinen Recherchen zu einem Eisvogelprojekt bin ich durch Zufall im Internet auf einen Juwelier gestoßen, der ein Collier mit...

  1. #1 Wasseramsel, 9. November 2010
    Wasseramsel

    Wasseramsel Neues Mitglied

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    Hallo!

    Bei meinen Recherchen zu einem Eisvogelprojekt bin ich durch Zufall im Internet auf einen Juwelier gestoßen, der ein Collier mit Eisvogelfedern anbietet. Im Prinzip knüpft er an eine uralte Tradition an, denn schon früher wurden Eisvogelfedern z.B. im Brautschmuck verwendet. Aber wie ist das heute artenschutzrechtlich? Darf man Federn geschützter Vogelarten verwenden und solche Produkte zum Kauf anbieten?

    Danke im Voraus für Aufklärung!

    Wasseramsel
     
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  3. Peregrinus

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    Nein, das darf man nicht bzw. nur mit entsprechender Bescheinigung.

    Nachzulesen im Bundesnaturschutzgesetz (Annahme- und Besitzverbot besonders geschützter Arten).

    VG
    Pere ;)
     
  4. #3 Wasseramsel, 9. November 2010
    Wasseramsel

    Wasseramsel Neues Mitglied

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    Hallo, Pere,

    danke für die schnelle Antwort! "Annahme- und Besitzverbot" ist das richtige Stichwort. Dadurch habe ich jetzt das hier gefunden:
    http://www.buzer.de/gesetz/8972/b26465.htm

    Dort steht allerdings immer nur "Tiere und Pflanzen", nie Teile derselben. Allerdings darf man die Tiere dann nicht verarbeiten und vermarkten, das geht trotz der wortreichen Ausnahmen und Vorbehalte klar daraus hervor. Aufgefundene tote Tiere muss man demnach der Behörde übergeben und darf sie nicht zu Schmuck verarbeiten.

    Sollte man diesen Fall jetzt melden? Wem?

    Viele Grüße
    von der Wasseramsel
     
  5. #4 Holger Günther, 9. November 2010
    Holger Günther

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    Und aufgefundene Federn-Stichwort Mauser?Der Juwelier wird sicherlich keinen Eisvogel geschossen haben.Holger
     
  6. Peregrinus

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    Da steht weiter vorne im Gesetz, bei den Begriffsdefinitionen. Dort steht ausdrücklich, daß unter "Tiere und Pflanzen" auch sämtliche ohne weiteres erkennbare Teile davon fallen. Die Regelungen gelten also auch für gefundene Mauserfedern.

    Das haben wir hier im Forum schon öfters diskutiert. Such mal über die Forums-Suchfunktion, da wirste sicher umfassendes dazu finden.

    Früher wurden Schmuck- und Seidenreiher an den Rand der Ausrottung getrieben, weil man sie zu zigtausenden erlegte, um ihre Federn als Hutschmuck zu gewinnen. Unter anderem daraus resultieren diese Regelungen.

    VG
    Pere ;)
     
  7. darwin

    darwin Neues Mitglied

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    Hier handelt es sich um gewergsmäßigen Handel, daher wäre es schon problematisch für den Juwelier. Er könnte aber ohne weiteres ein lebal erworbenes altpräparat verarbeitet haben oder es stammt aus einer Nachzucht.

    Ich persönlich halte nichts von Denunziatoin. Es ist unwarscheinlich, dass er das Tier selbst getötet hat, weshalb ich den Juwelier eher auch das Problem hinweisen würde.
     
  8. Peregrinus

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    Klar, die oben genannten Möglichkeiten gibt es. So oder so bleibt aber die Nachweispflicht beim Juwelier.

    VG
    Pere ;)
     
  9. #8 Holger Günther, 11. November 2010
    Holger Günther

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    Möglich wären auch gefärbte federn oder welche aus China.Holger
     
  10. eric

    eric Guest

    Was ich hier immer wieder wegschmeisse, an Resten von alten kaputten Präparaten, würde für dutzende Colliers reichen.
    Zuerst müsste man mal bestimmen ob die blauen Federn wirklich Eisvogel sind. Da wird auch sonst allerhand verwendet.
    Dann woher stammen sie, wie alt....
    Irgendwie ist es schon beinahe krankhaft, wie da jeder Feder nachgesprungen wird.
    Andererseits muss man sie von Gesetzeswegen vergammeln lassen.
    Weiss nicht mal mehr , wie viele dutzend Eisvögel schon bei mir eingeliefert wurden. Jeder Eisvogel stirbt irgendwann. Ist nun mal so. Aber dann ist man schon ein Verbrecher, wenn man den findet und aufhebt?

    Ist doch krank diese Gesetzgebung und völlig am Sinn und Ziel vorbei.
     
  11. #10 Holger Günther, 11. November 2010
    Holger Günther

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    Nur mal so aus einem anderen Bereich.In D müssen europäische Landschildkröten mit Foto(Panzerunterseite) verkauft werden.Ursprünglich als sicherer Unterscheidungsnachweis gedacht, hat sich rausgestellt das es doch nicht so funktioniert.Statt es zu lassen(in Bulgarien kommen die Schildkröten häufig vor und landen ab und zu auf den Teller),mußten die Züchter die Schildkröten halbjährig fotografieren und man hat ein Ernährungsprotokoll mitbekommen.Spontan sind mir in D verhungerte Kinder eingefallen,wo die Behörden wegen Personalmangels nicht kontrollieren konnten-für so einen Schwachsinn wie die Schildkröten ist aber Geld da .
    Bei den Baumschulen war es noch extremer,dort war ursprünglich geplant,das die Gärtnereien nur noch standortgerechte Pflanzen verkaufen durften.Ein Bayer hätte keine Pflanzen nach Baden-Würtenberg oder Hessen verkaufen dürfen u.s.w..Jeder Hausbesitzer,der im Vorgarten ein standortfremdes Gewächs hatte(Magnolie,Zierkirsche und vieles mehr) wäre ein Kleinkrimineller gewesen.Es geht also noch extremer als bei den Federn oder den Wellensittichen.Irgendwann werden wir sicherlich auch einen Nachweis für die artgerechte Haltung von Pflaumenbäumen benötigen.Zum Glück wurde die Gesetzesvorlage in letzter Sekunde noch abgeblockt,aber für wie lange.Wenn man einmal solche Behörden schafft,brauchen die auch einen Arbeitsnachweis,also wird es immer neue Reglementierungen geben.Holger
     
  12. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Irgendwo müssen auch die Belange des Artenschutzes Berücksichtigung finden. Daß man da manchmal vielleicht auch einen falschen Weg geht, ist doch logisch. So lange er dann korrigiert wird, ist das doch völlig in Ordnung. Und wenn man mal schaut, wieviele Neophyten wir inzwischen haben, kommt einem der ursprüngliche Gesetzesentwurf von der Sache her gar nicht mal so daneben vor.

    Einen Bezug zu den Jugendämtern herzustellen ist nicht angebracht.

    VG
    Pere ;)
     
  13. eric

    eric Guest

    Immerhin bekomme ich für Tiere Mindesthaltungsvorschriften, muss Sachkunde nachweisen können, Prüfungen ablegen etc. Für Kinder nicht.
    Punkto Neophyten, wäre manches schon angebracht gewesen. leider kommt nun vieles zu spät.
    Wenn falsche Wege in den Richtlinien , Gesetzen , Verordnungen leicht wieder korrigiert werden könnten gings ja, aber dieser Weg ist immer seeeehr langwierig.
    Immerhin, hab ich jetzt hier doch beim Bundesamt durchgebracht, dass der Passus:" Meerschweinchen müssen am Gehege hochklettern können", wegen Sinnlosigkeit , wieder gestrichen wird.

    Wenn man Totfunde ( nach Meldung der Umstände etc.)frei verwerten dürfte, würde kein Mensch wegen ein paar Federn irgend einen Vogel behelligen, weil man ja ohne Probleme welche bekommen kann.
    Hab ja selber dieses Jahr das Verbrechen begangen einem Deutschen, der ein paar Krähenfederchen suchte, einfach ohne Papiere welche zukommen zu lassen.
    Da wo er herkommt, war es aus Gesetzlichen Gründen fast unmöglich zu ein paar zu kommen. Er hat an über 20 Orten nachgefragt! So was ist doch bescheuert!
    Und wer ändert denn schon ein Gesetz, weil jemand gern ein paar Krähenfedern hätte.
    Es ist zu viel zu überreglementiert. Gestrichen wird kaum was, höchsten noch ein Zusatz gemacht, bis es zu jeder Sache so viele Zusätze und Fussnoten etc gibt, dass man zuerst einen Juristen braucht, der alles mal detailliert durchschaut.
     
  14. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Leider gibt es eben nicht nur normal denkende Menschen. Die Zahl der "tot gefundenen" Eisvögel oder sonstiger begehrter Vögel würde schlagartig in die Höhe schnellen und so mancher Bestand verschwinden ... Das hatten wir ja alles schonmal. Gesetze werden als Folge unvernünftigen Handelns in der Vergangenheit gemacht.

    Ist "nur" ein Vergehen, kein Verbrechen ... :zwinker:

    VG
    Pere ;)
     
  15. #14 eric, 11. November 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. November 2010
    eric

    eric Guest

    Hier dürfen wir Totfunde nach Meldung verwerten. Nix schnellt in die Höhe. Ob da einer einen Adler gefunden hat, einen Eisvogel, eine Eule..... kein Problem.
    Wenn alles so begehrt wäre, wäre ich längst ein reicher Mann. Die Museen quellen über, bis auf grosse Ausnahmen ; Bedarf 0
    Da liegt so viel rum, das keiner haben will.
    Es begeht kaum einer eine Straftat, wenn er das Gesuchte einfach so haben kann.
    Wenn es aber praktisch nicht möglich ist daran zu kommen, steigt die Begehrlichkeit. Eine Verknappung, fördert den Schwarzmarkt und lässt die Preise steigen. War schon immer so.
    Mit dem was ganz normal jedes Jahr verunglückt und sonst anfällt ( kein Tier lebt ewig) , könnte man problemlos jede Nachfrage decken.
    Für ganz Spezielles muss man halt etwas warten.
    Trotzdem es hier recht frei gehandhabt wird, beschränken sich die Tiere die irgendwie zweifelhafter Herkunft sind und eingeliefert werden, zumindest bei mir auf nicht mal ein Exemplar pro Jahr. Selbst bei diesen Fällen wurden dann fast immer aus anderen Gründen nachgeholfen.
    Bei mir vielleicht ein Promill der eingelieferten Tiere.
    Die Zeiten, wo man mit solchen Tieren reich werden konnte, sind längst vorbei. Hab hier genügend wunderbare Stücke, die keiner haben will.
    Nur schon was heutzutage gezüchtet wird ( schau mal in die Kleinanzeigen hier) zeigt, dass fast alles möglich ist.
    Für mich einfach nicht nachvollziehbar, was es artenschutzmässig schaden soll, wenn einer einen gefundenen Vogel aufhebt , geschweige denn eine Feder.
    Käme mir jedenfalls nicht im Traum in den Sinn z.B. eine gefundene Adlerfeder oder Eulenfeder liegen zu lassen.
    Bei euch ( oder zB. den USA) wär ich schon längst ein Schwerverbrecher.
    Gäste aus den Staaten haben , nach Betrachtung dessen war bei mir rumsteht, nur den Kommentar geäussert: Das gibt Lebenslänglich.
    Keinem von diesen Tierchen , wurde aber ein Federchen gekrümmt. Sind einfach , wie es Natur ist, rgendwann gestorben.
    Mich stört nur, dass man ohne irgendwelchen geringsten Schaden angerichtet zu haben, ein Krimineller sein soll.
    Mag vielleicht Gesetz sein, aber echt sinnlos.
    Wie gesagt, hier Problemlos.

    Betreffs vergehen mit den Krähenfedern.: Weiss ja nicht was da noch an Zollvergehen, Falschdeklaration, Steuerhinterziehung, fehlende Papiere für Ausfuhr und Einfuhr, Vermarktungsbefreiung, Cites etc auch noch alles aufgeführt werden könnte. Da könnt einer ja ei riesen Ding daraus aufbauen.
    Aber ist mir echt egal. Ich hab von solchen Regelungen und Verordnungen einfach die Nase gestrichen voll. Wenn was wirklich Sinn macht ok . Aber sonst......
     
  16. Tiffani

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Ihr könnt sagen was ihr wollt, und mich an den höchsten Pfahl binden...
    Die Deutschen sind in ihrem Reglementierungswahn unübertoffen...
    Und jedes Bundesland darf noch einen extra oben drauf setzen...
    Solange "die" kein einheitliches Gesetz durchbringen was überall in Deutschland gleich gilt, nehme ich "die" nicht ernst :k
    Da wird man ja schon zum Straftäter wenn man mit seinem "gefährlichen" Hund die Landesgrenze zum Tierarzt oder beim Gassigehen überschreitet, weil dieser "düben" einen Maulkorb brauch, aber hier nicht!
    Ja geht's denn noch :+schimpf:+schimpf:+schimpf
    Sind wie nun Deutschland oder sind wie einzelne Länder? Dann brauch wir auch keinen Bund! Dann ist der so unnötig wie ein Kropf.
    Bürger die in diesem Land leben brauchen Rechtssicherheit und nicht womöglich 16 verschiedene Auslegungsvarianten...
    Ich würde das alles Abschaffen und neu regeln, Basta 0l
     
    Eumelein gefällt das.
  17. Peregrinus

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    @Tiffani: Mit diesen Ansichten bist Du nicht alleine. Das kommt aber vor allem aus Unkenntnis über die politischen und juristischen Verhältnisse in Deutschland.

    Deine Meinung mit dem "Ernst nehmen" würde sich wohl recht schnell ändern, wenn Du auf ner Anklagebank sitzen würdest, weil Du gegen ein Ländergesetz verstoßen hast. Es ist nunmal nicht alles so einfach, wie es dem unbedarften Bürger scheint. Ich kann Dir nur sagen: Die politisch Verantwortlichen sind ja nicht blöd, auch wenn das so mancher Stammtischbruder so sieht.

    VG
    Pere ;)
     
  18. nobody1

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    Dies ist meiner Meinung nach eine unangebrachte Pauschalierung. Ob eine Pflanze standortgerecht ist hat wohl eher mit dem Bodensubstrat, Klima und anderen Umweltbedingungen zu tun als die von dir propagierte Herkunft derselben. Es geht wohl nicht um die Pflanzung von Neophyten sondern darum das die Pflanze an ihrem geplanten Ausbringungsort wachsen und gedeihen kann. Wenn ein bayerischer Gärtner Rhododendren nach Niedersachsen verkauft und der Käufer für diese ein Moorbeeet vorbereitet hat spricht wohl nichts dagegen. Schilf (Phragmites australis) einem Käufer der eine Grasart zur Pflanzung in Trockenrasen sucht, anzudrehen und diese Pflanze als standortgerecht zu bezeichnen wird wohl falsch sein.

    Hab´ noch etwas gefunden:
    http://www.wald-und-holz.nrw.de/30Wald_und_Beratung/Forstliche_Standorterkundung/baumartenwahl.pdf
     
  19. eric

    eric Guest

    Aber es könnte vieles einfacher sein, wenn man wollte. Aber wozu, es funktioniert ja und ist einträglich. Eine ganze Armada von Anwälten und Justizbeamten etc. leben davon.
    Wirtschaftlich ein Desaster wenn es einfacher wäre.
    Wenn mir aber ein Bundesamt wie erwähnt schreibt: Meerschweinchen müssen am Gehege hochklettern können, dann sind die Verantwortlichen einfach blöd. Kann auch nichts dafür. Wenn ich sie dann erst darauf hinweisen muss, hätt ich gern auch deren Vergütung.
    Genau genommen , macht sich wohl jeder x mal am Tag strafbar, ob er nun will oder nicht. Irgendwo gibt es immer was zum Anhängen.
    Hab gestern eine Strasse nicht beim Fussgängerstreifen überquert, stand zu nah am Bahngeleise, hab einen Falken wegen zu Hohem Gewicht nicht geflogen und am Draht gelassen, dann , ( wenn ich bei Euch wäre) meine Katze hat ein Küken gefressen, das für den Uhu vorgesehen war. ....
    Alles Strafbar!
    Zum Glück , hat keiner Anzeige erstattet.
    Und da fragt man sich wesshalb unsere Rechtssprechung überlastet ist.
    Na ja, ist ja nichts Neues. hab da eine alte Chronik, da sind noch eine ganze Anzahl Leute eingetragen: wegen Fluchens enthauptet.
    Wann sind wir wieder soweit?.. Stand 1529?

    Je detaillierter die Regelungen sind, umso schlimmer wird es. Da erstaunt es ja geradezu, dass die Regelung über die Krümmung der Gurken wieder geändert wurde. Nur was hat so etwas gekostet? Wie viele Leute mussten sich mit diesem Nonsens beschäftigen....
     
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  21. Wasseramsel

    Wasseramsel Neues Mitglied

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    Ups, da hab ich ja was losgetreten!

    Deutschland sollte ja eigentlich ein einheitliches Umweltgesetzbuch bekommen, leider ist der Versuch gescheitert:

    http://www.umweltschutz-news.de/250artikel2461.html

    Natürlich ist der Regulierungswahn in der EU teilweise völlig übertrieben. Allerdings: Angebot schafft auch Nachfrage. Wenn es wirklich offiziell erlaubt wäre, Federn gefundener Vögel zu verwerten, kann ich mir schon vorstellen, dass sich dazu ein Markt entwickeln würde - mit allen negativen Begleiterscheinungen, z.B. eben dem Nachhelfen, damit man den Vogel endlich tot findet ...

    Übrigens würde ich für die Schweizer, was das "nicht Nachhelfen" betrifft, auch keine Hand ins Feuer legen. Habe kürzlich eine interessante Reportage über Wölfe gesehen. Die Populationen steigen in allen europäischen Ländern, nur die Schweizer wollen keine Wölfe:

    http://www.3sat.de/page/?source=/specials/70605/index.html

    Mir ging es bei meiner Frage nicht eigentlich ums Denunzieren. Ich stelle Materialien zum Eisvogel für eine Ausstellung zusammen, auch über die frühere Verwendung zum Schmuck. Dabei stieß ich durch Zufall auf dieses Beispiel von heute und wollte es genau wissen.

    Viele Grüße
    die Wasseramsel
     
  22. Tiffani

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Keine Ahnung was Stammtischbrüder so sehen oder treiben :+keinplan, meine Erkenntnisse basieren auf jahrzehntelangem Umgang mit der Naturschutzbehörde und ihren Auswüchsen.
    Den Rest entnehme ich Publikationen, Schriftwechsel mit entsprechend studierten Leuten und gut recherchierten Reportagen. Auf deren Grundlage bilde ich mir ein eigenes Bild :D
    Und DAS, hat sich in den letzten Jahren nicht gebessert :+klugsche
     
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