Ein zebrafinkeneigroßes Problem

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  1. #1 AuRevoir, 23.04.2021
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    Hallo liebe Community,

    ich habe ein kleines, zebrafinkeneigroßes Problem.

    Aber erstmal zur Vorgeschichte:
    Ich habe zwei Zebrafinkenpaare (Elvis, Elle, Don Juan, Lady McBeth). Lady McBeth und Don Juan haben vor nicht allzu langer Zeit beschlossen, dass es jetzt Zeit ist eine Familie zu gründen und alle nötigen Vorbereitungen dafür getroffen. Ich ebenfalls und als es so weit war habe ich die Eier gegen Kunststoffduplikate ausgetauscht, da mir vier Zebrafinken absolut genug sind.
    Elvis und Elle haben zwar keine Brutvorbereitungen getroffen, dennoch habe ich auf ihren Schlafplatz regelmäßig auf Eier kontrolliert, um im Zweifelsfall schnell handeln zu können.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwo ist mir wohl etwas gehörig durch die Lappen gerutscht denn eines netten Tages habe ich ein einsames Ei an einer Stelle gefunden, an der ich nie damit gerechnet hätte. Es lag da einfach so rum auf dem nackten Untergrund. Allerdings war es definitiv befruchtet und mehr oder weniger am Leben, zumindest waren schon Äderchen und Gewebe zu erkennen.
    Das Ganze hat mich auf mehreren Ebenen überrascht und irgendwie auch erschüttert. Einerseits, weil in meinen schlauen (oder vielleicht doch nicht so schlauen?) Zebrafinken-Buch steht, dass ein Gelege erst ab drei Eiern bebrütet wird und andererseits, weil da nun ein definitiv halbwegs lebendiges Ei war und ich mir einer Sache ziemlich bewusst war: Es wegzuschmeißen/abzukochen würde ich definitiv nicht übers Herz bringen. Aber Zuwachs wollte ich eigentlich auch nicht.
    Also, was habe ich getan? Erstmal nix (und dann noch ein paar Sachen dazwischen was aber hier jetzt den Rahmen sprengen würde), schlussendlich jedoch habe ich mich dazu entschieden – und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht die schlauste Idee in der Situation war – das Ei Don Juan und Lady McBeth unterzujubeln und zu sehen was passiert.


    Zurück in die Gegenwart:
    Das Ei lebt und die beiden Zieheltern kümmern sich vorbildlich darum, einer von beiden sitzt immer auf ihm und seinen Kunststoffgeschwistern.
    Ich mach mir allerdings Sorgen um die Zeit nach dem Schlupf, ich habe Angst, dass die Beiden das Küken nicht füttern etc., da es sich ja nur um eines handelt.
    Hat jemand von euch Erfahrung mit der Aufzucht von nur einem Jungtier? Kann das funktionieren?
    Sollte ich die Kunsteier nach dem Schlupf entfernen oder lieber im Nest lassen?
    Ich habe für den Notfall Handaufzuchtfutter bestellt, allerdings wäre es mir lieber, wenn ich es nicht benutzen müsste, da ich keine praktische Erfahrung damit habe.

    Falls irgendwelche Sachverhalte nicht klar geworden sind, fragt gerne nach.

    Bitte nehmt euch zurück mit miesen Kommentaren, ich weiß, dass das vermutlich eine dumme Idee war, aber es ‚töten‘ (auch passiv durch Nichtstun) hätte ich auch nicht übers Herz gebracht.
     
  2. #2 Gast 20000, 23.04.2021
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    Wenn Eier bebrütet werden, werden auch die schlüpfenden JV gefüttert, selbst wenn sie ein unbefruchtets Gelege haben, und ich befr. Eier unterschiebe.
    Für die Zukunft würde ich keine Nistgelegenheiten anbringen wenn doch sowieso kein Nachwuchs erwünscht ist. Das minimiert auch irgendwelche Eiablagen.
    Gruß
     
    Stephanie gefällt das.
  3. #3 AuRevoir, 23.04.2021
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    Vielen Dank für deine Antwort, das beruhigt mich schonmal sehr.

    Tut mir leid, falls das im Text oben nicht richtig rüberkam: Ich habe keine Nistgelegenheiten angebracht.
    Don Juan und Lady McBeth haben beschlossen das sie jetzt unbedingt eine Familie gründen wollen und dafür war jeder Platz recht. Wenn ich einen Platz dicht gemacht habe, haben sie sich einfach was Neues gesucht und dort weitergemacht (egal wie ungeeignet der Ort auch war), weshalb ich dachte es wäre besser ihnen einen Ort zu lassen, um dort in Ruhe ihrer Tätigkeit nachgehen zu können - auch im Hinblick auf den Stress, den ständiges Eierlegen und 'umziehen' kreiert. Meine Hoffnung war, dass sie, wenn aus den Kunsteiern nix schlüpft, die Familienplanung aufgeben.
    Vielleicht war das nicht der richtige Weg, aber es erschien mir in dem Moment logisch.
     
  4. #4 Gast 20000, 23.04.2021
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    Ich kann mir aber schlecht vorstellen, daß sie im Käfig laufend neue Ersatzbrutplätze finden, wenn nur Sitzstangen drin sind.
    Gruß
     
  5. Zitrri

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    Hallo AuRevoir,

    ich möchte nur mal nachhören:Wie hat sich denn das zebrafinkeneigroße "Problem" entwickelt? :) Alles okay?
     
  6. #6 Speedy09, 06.05.2021
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    Also ich kann Dir aus meiner Zuchterfahrung schildern: Auch einzelne Küken werden versorgt. Und auch wenn es selten ist: Meine ZF haben noch nie mehr als 3-4 Eier gelegt. Wenn ich dann gesehen habe, dass 1-2 Eier befruchtet waren, habe ich die übrigen Eier entfernt - und trotzdem wurde weiter gebrütet. Du solltest aber bedenken: Die Kombination Küken und Kunststoffeier ist in meinen Augen ganz schlecht. Denn wenn nun die kleinen Pieper schlüpfen, sollten sie nicht von den anderen Eiern erdrückt werden. Und die Kleinen werden ja noch ne ganze Zeit weiter gewärmt. Also sind dann Küken + Altvogel + Kunststoffeier zusammen. Und das wird ziemlich eng. Also spätestens nach dem Schlupf müssen diese weg.

    Viele Grüße
    Speedy09
     
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