Einzelhaltung vs. Pärchen - Verwirrung

Diskutiere Einzelhaltung vs. Pärchen - Verwirrung im Sperlingspapageien Forum im Bereich Papageien; Hiho, vor ein paar Tagen entdeckte ich auf YouTube ein paar Videos von den kleinen süßen Sperlingspapageien ("Parrotlets"). Seit dem habe ich...

  1. #1 Scarvia, 6. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. März 2011
    Scarvia

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    Hiho,

    vor ein paar Tagen entdeckte ich auf YouTube ein paar Videos von den kleinen süßen Sperlingspapageien ("Parrotlets").
    Seit dem habe ich mal ein bisschen geschaut, wie man die kleinen so halten muss. Aktuell habe ich in meine 17m² Einzimmerwohnung natürlich keinerlei Platz, aber man kann ja nicht früh genug beginnen, sich zu informieren. =)

    Da das ganze wie gesagt erstmal durch die Videos angeregt war und dort nur der englische Begriff Parrotlet auftauchte, habe ich zuerst englische Infoseiten gesucht.
    Dort steht oft:
    Am besten man hält Einzeltiere, da die kleinen sich öfter streiten. Von Pärchen wurde in so fern abgeraten, als dass sie ein fehlender Nistplatz nicht von der Paarung abhalten würde und sie zur Not auch mal die Futterschüssel heranzögen.
    Ebenso wurde dort erklärt, dass die Tiere unter Artgenossen quasi keinerlei Bindung aufbauen, sich dafür aber sehr stark an Menschen halten.

    Hier ein Link dazu.

    (fast ganz unten "Parrotlets as Pets" )
    Auch mehreren anderen Seiten, teils angebliche Züchter, stand so ziemlich dasselbe.

    Dann hab ich mal geschaut wie die Tierchen denn auf Deutsch heißen und kam über einen der Artnamen auf Sperlingspapagei. Von den Bildern her sinds auch die richtigen Vögel, daher können die Unterschiede also nicht kommen. ^^

    Was mir besonders aufstieß war, dass es in deutschen Texten (nicht nur hier) steht dass sie sich quasi gar nicht an Menschen binden, höchstens dran gewöhnen dass man eben mal in den Käfig eingreift, während dies auf den englischen Seiten meist anders dargestellt wird.

    Weiß jemand woher solche scheinbar "regionalen" Unterschiede kommen? Ich habe bisher noch keinen deutschen Text gefunden in dem die Einzelhaltung deutlich als zu bevorzugen beschrieben wurde. Bin grad nur verwirrt darüber. =O


    Desweiteren würde mich interessieren in wie fern da etwas dran ist (ebenfalls von der Seite):
    Ehrlich gesagt finde ich es immer etwas fies einem Vogel die Flugfähigkeit wegzunehmen, zudem verwunderte mich der letzte Satz. Warum clippen wenn die kleinen nachher doch teilweise flugfähig bleiben?
    Ist das also tatsächlich nötig oder ist das schlichtweg übertriebene Vorsicht die unnötig ist, wenn der Raum "Vogelgeeignet" ist und man Dinge bei denen wirklich Verletzungsgefahr besteht "entfernt", verkleidet wie auch immer ?


    Zuletzt würde mich auch eure Erfahrung interessieren ob es wirklich so ist dass sie andere Dinge als "Nistplatz" missbrauchen, wenn man keinen zur Verfügung stellt, da ich dies komischerweise auch nur von englischsprachigen Seiten gehört habe.


    Und können die kleinen Sprechen lernen beziehungsweise, tun sie das wenn sie einen Partner haben und nicht auf den Menschen geprägt werden (wie es ja bei den meisten Papageien ist, weil "Sprechen lernen" eigentlich nur ein Nachahmen der "Bezugsperson" ist, die im Idealfall natürlich ein anderer Vogel ist)?


    Wäre nett wenn ihr mir hier ein bisschen was dazu erklären könntet, da ich und mein Freund uns auch gewundert hatten, dass eine Papageienart eher allein gehalten werden sollte und stark agressiv gegen Artgenossen sein soll - was ich hier im Forum aber zB fast nur beim zusetzen weiterer Tiere gesehen habe bisher.

    Über gute Infotexte oder ähnliches die ihr empfehlen könnt würde ich mich auch freuen, wie gesagt, aktuell habe ich keinen Platz, aber wenn ich mal umziehe will ich gut vorbereitet sein (oder eben bis dahin gemerkt haben, ob sie vielleicht doch nichts für mich sind).
    Meist sind kurze Hinweise auf gute Texte ja mehr wert wie ein einfaches rumgooglen - dann passiert nämlich sowas wie bei mir, man findet unterschiedliche Texte die in sich auch logisch klingen und weiß gar nicht mehr genau, was man nun draus machen soll. o_o
     
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  3. #2 Art, 6. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. März 2011
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    Hallo und willkommen im Forum. Gut dass du dich vorher informierst. Das was du da alles so gehört hast ist ziemlicher Murks und teilweise in Deutschland sogar gar nicht erlaubt.

    Klick hier


    das ist mal ein netter kleiner Anfangsbeitrag. Ich denke hier werden sich schon bald noch mehr Leute dazuschalten.
     
  4. #3 Stephanie, 7. März 2011
    Stephanie

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    HalloScarvia,
    allgemein ist Vogelhaltung in den USA immer noch etwas anderes als Vogelhaltung in Deutschland.
    Das muss nicht auf alle Einzelfälle zutreffen.

    In den USA scheint Handaufzucht und Einzelhaltung, oder "Einzelarthaltung", die Haltung zweier artfremder Vögel, verbreiteter als in D zu sein.

    Vielleicht auch klimabedingt (?) ist das Flügelstutzen und Vogel mit raus Nehmen dort wohl auf jeden Fall akzeptierter als hier.

    Papageien sollte man hier eigentlich grundsätzlich mindestens paarweise halten, bis auf begründete Ausnahmen (absolut unverträglich oder ... ? infiziert vielleicht und kein Partner zu finden, der die gleiche Infektion trägt oder so).

    Allgemein weiß man heute, dass auch zwei Vögel zahm werden können, ohne dass sie fehlgeprägt sind (nur den Menschen als Partner sehen).
    Ein Beispiel sind Agaporniden, die lange als nicht zähmbar galten, und von denen heute schon viele recht zahm sind.
    Clickert man, ist ein Vogelpartner sogar ein Vorteil beim Zähmen, weil vieles über Eifersucht/ Zugucken und Nachmachen läuft.

    Jedes Zimmer soll einigermaßen "vogelsicher" sein, also die gängigsten Fallen für freifliegende Vögel nicht mehr enthalten (Vasen mit Wassern, in denen Vögel ertrinken können usw..
    Dazu gehören stets geschlossene oder vergitterte Fenster, wenn der Vogel frei fliegt und dass man eben bei Vögeln, die gern auf dem Boden laufen, darauf achtet, wo der Vogel längs läuft oder auch sitzt (unter Kissen, auf Stühlen etc.

    Ein Beispiel für die unterschiedliche Sichtweise der Vogelhaltung in den USA und in Deutschland ist, dass man in den USA wohl häufiger Wellensittiche mit gestutzten Flügeln in Zoohandlungen kaufen kann, hier habe ich das noch nie gesehen (lediglich eine Userin in einem Wellensittichforum hat mal einen Vogel aufgenommen, dem vom die Vorbesitzer mit der Schere die Flugfedern beschnitten hatten, aber das wird ja hier wohl eher als Tierquälerei denn als sinnvoll Maßnahme gesehen!).
     
  5. #4 Isrin, 7. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2011
    Isrin

    Isrin Foren-Guru

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    Sei herzlich willkommen bei den Sperlihaltern und im Forum.

    Sperlingspapageien wollen paarweise oder aber im Schwarm leben. Auch im Schwarm bilden sich Paare.
    Dass sie streiten ist richtig - aber zu "normalen" Sperlingen gehört das einfach dazu. Sie streiten wie die Bettelbuben um im nächsten Augenblick wieder friedlich nebeneinander zu sitzen und sich zärtlich zu kraulen.

    Paarungen sind ganz natürlich und enden auf keinen Fall immer mit einer Eiablage. Ist mir in den 15 Jahren meiner Sperlingshaltung nur 1 mal passiert und auch nur, weil ich die Paare einzeln gesetzt hatte.
    Es kann zwar passieren, dass sich ein brutwilliges/brutwütiges Paar findet (Seitenblick zu "Elmo") und zur Eiablage schreitet, aber durch rechtzeitiges (sofortiges) abkochen des Eies kann man die Familienplanung verhindern.

    Sperlingspapageien können durchaus sehr zahm werden und schließen sich dann auch als Paar dem Besitzer an.
    Mein erstes Paar fand ich penetrant aufdringlich - nichts ging ohne Vogel auf der Schulter. Sie blieben auch so zahm, als noch mehrere Paare einzogen.
    Die 5 Paare von mir leben in einer Flugvoliere, sind zutraulich aber nicht handzahm und leben, wie Vögel leben sollten. Ich bin ihre Körnchengeberin und Putzfrau - - mehr nicht!
    Sie belohnen mich aber für meine Zurückhaltung, indem sie mir zeigen, wie ein Schwarm zusammen lebt, sich streitet und wieder verträgt, dass es einen "Boss" gibt, der den anderen sagt "wo es lang geht" und der eingreift, wenn andere massive Streitigkeiten haben.

    Die Vögel sprechen in ihrer Sprache - nicht mit unseren Worten. Allerdings sind einige Sperlinge sehr gut in der Lage Geräusche oder andere Vögel nachzuahmen.
    Einer aus meiner Gruppe hat das Piepsen des Rauchmelders so perfekt gemacht, dass ich x mal die Batterie in dem Gerät gewechselt habe - bis ich merkte, dass der Schlingel es ist. Er trillert auch wie ein Kanarienvogel (den hat er jahrelang gehört), macht jetzt den Balzgesang eines Mövchens nach (die leben in der Nachbarvoliere).

    Ich denke, wenn du hier im Sperlingsforum liest, werden all deine Fragen beantwortet werden, ohne dass ich noch längere "Romane" schreiben muß. :p
    Es gibt wohl keine Frage, die nicht schon einmal gestellt und auch beantwortet wurde.

    Hier nur mal 1 Paar von meinen, welches einfach nur den Partner genießt. Das andere Bild zeigt meinen Schwarm
     

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  6. Scarvia

    Scarvia Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten. =)

    Dass es sozusagen eine "Eigenart" der Amis ist habe ich schon befürchtet, dort sind ja oftmal Praktiken an der Tagesordnung, wofür hier gleich der Tierschutzverein anrücken würde. Während meines Schüleraustauschs 2007 haben wir in der Mall auch einen Tierladen mit Käfigen für Welpen gesehen. Da bin ich aber nicht rein, das hab ich nicht übers Herz gebracht.
    Ich war nur verwundert weil ja letztlich dort das komplette Gegenteil empfohlen wird. Ich fürchte es basiert tatsächlich auf der Tatsache dass es (vermeindlich) für den Halter leichter ist und falschen Vorurteilen. Das Tier ist ruhiger weil es zu keinen Streitsituationen kommt (die in den Texten schon klingen als würden sich die Tiere geradezu auseinander nehmen) und man kommt nicht in Verlegenheit die Tiere trennen zu müssen wenn es gar nicht passt, oder was sie sich auch immer bei denken. Und auf den ersten Blick leiden Vögel natürlich nicht, weil sie es nicht so gut zeigen können und man diese kleinen Signale oft erst später lernt zu verstehen.
    Mindestens in Pärchen fand ich von Anfang an eine nette Idee, nur dort stand ja sozusagen, dass ein Partner nur unnötigen Stress bedeutet. Dann hätte ich überlegt zum Wohl der Tierchen wirklich nur einen zu holen. Schön dass es nicht so ist und man so die Chance hat so niedliche Situationen wie auf deinem Bild zu sehen, Isrin.
    Das sie nicht oft Eier legen (wenn überhaupt) "beruhigt" mich auch etwas. Mir ist klar das man "die Pflicht" hat die Eier zu kochen oder auszutauschen, aber gerne macht man so etwas natürlich nicht.

    Das sie trotzdem zahm werden können finde ich auch schön (auch wenn es wie bei allen Tieren sowieso keine Garantie gibt dass sie möchten). =)

    Das mit dem Rauchmelder ist ja lustig. ^^

    Danke für den Link Art.

    Ich schau mich dann mal weiter im Forum um und melde mich, falls ich noch fragen habe.
     
  7. Lapingi

    Lapingi Castle of Maja & Coco

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    Hi Scarvia,

    ja ja....die Amis und Vögel.....bei einigen USA-Urlauben haben wir bisher nur eine Geschäftskette kennengelernt, wo die Volis nicht nur groß waren, sondern wo die Vögel auch "normal" gehalten wurden. In anderen Zoogeschäften hatten sie fast immer gestutzte Flügel 0l.

    Sperlingspapageien sollten immer min. zu zweit gehalten werden oder in einem größeren Schwarm. Bei kleineren Schwärmen, drei, vier oder fünf Vögel, KANN es zu Problemen kommen.

    Wir haben ein Paar und sind damit sehr zufrieden. Streitereien gibt es täglich - das ist völlig normal. Allerdings verletzen sie sich nicht und vertragen sich immer wieder sehr schnell.

    Es stimmt, daß sie nicht so leicht handzahm werden wie z.B. Wellis. Aber zutraulich werden sie alle, wenn man sich Mühe gibt. Unser Nemo kommt z.B. für Futter auch auf die Hand, Maja dagegen frist Dinge aus der Hand würde aber keinen Fuß auf die Hand setzen.....muß sie aber auch nicht. Wir haben sie von Anfang an an einen Tragestock gewöhnt und wenn wir mal plötzlich weg müssen und sie gerade draußen sind ist es überhaupt kein Problem, sie mit dem Tragestock einzusammeln und in den Käfig zutun. Der Käfig sollte min. 100 cm lang sein, damit sie ein wenig fliegen können. Täglichen, am Besten beaufsichtigten Freiflug, sollten sie auch bekommen.
     
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