Elster "verprügelt" Taube

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Inkipinki

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Neuling
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Bin auf der Suche nach Informationen, weil ich im Netz nichts passendes finde.
Habe letzte Woche aus meinem Fenster gesehen, wie eine Elster (4Stock) eine Türkentaube im Geäst in den Bäumen richtig doll angegriffen hat. Elster wirkte sehr überlegen, Taube hat sich ganz schnell verkrümelt.
Heute sehe ich dass 3 Tauben gemeinsam sich von Ast zu Ast immer höher ins Geäst vorarbeiten, sich dann aber auf Grund eines lauten Geräusches wieder verkrümeln. In den Baumkronen ganz oben sind mehrere Nester. Sind das die Nester der Elstern und sind Tauben Nesträuber, oder was wollen die Tauben, dass Elstern sie angreifen? Und beuten Tauben dann etwa gemeinschaftlich Nester aus?
Oder sind das die Nester von den Tauben und die Elstern haben diese vertrieben?
Wer klärt mich auf
 
bei den Nachbarn hatten Türkentauben ein Nest in einem Nadelbaum gebaut, aber die Elstern haben leider auch dort das Nest ausgeräumt :traurig:
 
Wenn Elstern selber Nachwuchs zu versorgen haben, plündern sie leider so ziemlich alles auf der Suche nach Proteinen. Ich seh sie hier auch ständig die Büsche und Bäume nach Nestern absuchen. Und trotzdem: es gibt schlimmere Feinde
 
Moin Mokn,
Jo, schlimmer geht immer..... Elstern und Rabenkrähen sind die Geissel der Sing-, Klein- /Jungvögel! Je weniger es von den ersteren gibt umso besser für die Kleinvogelpopulation. Damit eine Elster ausfliegt werden bis zu 50 Kleinvögel zerrissen! Schlimm......
 
Es ist leider immer noch gang und gäbe Rabenvögel für alles verantwortlich zu machen. Da hat sich in den Gehirnen leider seit dem Mittelalter nicht viel getan.
Es gibt effektiver Räuber als Rabenvögel.
Versucht doch nicht immer die Vogelwelt und auch die restliche Tierwelt in Gut und Böse zu unterteilen und Rabenvögel zu verdammen, nur weil sie clever sind und auch uns oft austricksen.
Eulen wurden früher ans Scheunentor genagelt und Raben galten als Todesvögel nur weil sie Aasfresser sind.

Gleiches gilt auch für den Wolf. der immer noch als Inbegriff des Bösen steht.
 
Moin Moin,
Das sehe ich vollkommen anders. Je weniger Rabenvögel = desto mehr Kleinsingvögel so einfach ist das. Ist kein mittelalterliches Hexenwerk. Leider meinen die Weltverbesserer, wie immer, die Weisheit mit dem Schneeschieber gefressen zu haben. Kleines Beispiel: Jahrelang (vom Mittelalter bis vor ca. 10 Jahren) gab's im Revier keine Kibitze und Feldlerchen mehr, dafür Sackweise Raubzeug. Fuchs, Dachs, Waschbär ohne Ende, dazu einen Sack voll Rabenkrähen. Nach einer Saison effektivster Jagd auf diese Arten haben wir wieder Kiebitze und Feldlerchen im Revier die auch noch t.T. mehrere Bruten hochbringen. Und wir tun alles damit es auch so bleibt. Das vergessen die "Möchtegernnaturschützer" immer wieder gerne. Wenn ich das genannte Raubzeug erwische wird das totsicher geregelt. Fertig. Das Niederwild, Kleinsingvögel etc. bedankt sich immer wieder auf's neue bei mir für ihr Leben.
Über den Wolf reden wir wenn es so weit ist, daß er reguliert werden muss... Das wird richtig lustig.....
 
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Der Beitrag ( @Max78) unterste Schublade und ein verdrängen der Tatsachen.
Das wirkliche Raubtier heißt: Homo Sapiens
 
Ich muss ehrlich sagen, ich bin nicht begeistert ein Elstern Paar hier in meiner Nähe zu wissen. Es ist doch Fakt, dass Elstern nicht gern gesehen sind beziehungsweise war es bislang so. Sie werden nicht gejagt, Fazit. Sie töten Singvögel. Was der Mensch anrichtet, wollen wir lieber außen vor lassen, Ist doch ein anderes Thema.
Ich bin jetzt bei Schwerpunkt Elstern und Singvögel. Wir können ja auch noch ein wenig über die Frei laufenden Katzen reden.
Aber ich denke das Thema hat sich auch müde gelaufen. Ich bin auch bemüht, die Singvögel hier durch den Winter zu bringen und freue mich im Sommer über ihren Nachwuchs. Auch die Spatzen, die jetzt ihre ersten Jungvögel in die weite Welt lassen. Es ist sehr schlimm anzusehen, wenn eine Elster sich so einen kleinen Spatz schnappt und mit dem kleinen davon fliegt. Das wird alles mit dem Thema“ das ist die Natur“ abgedeckt.
 
Der Vollständigkeit halber möchte ich allerdings erwähnen, dass Elstern selber zu Opfern werden, nämlich durch Krähen. 10 % der Singvögel sterben durch Elstern. Die größten Verluste sind bei den Bodenbrütern zu vermelden, welche durch streunende beziehungsweise frei laufende Katzen getötet werden. soviel mir bekannt ist, liegen diese Verluste bei 60%.
Auch Eichhörnchen und Marder sind nicht zu verschweigen, sie gehören ebebfalls zu den nicht zu verachtenden Nesträubern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatten wir hier neulich schon ausführlicher diskutiert.
Der Elstern-Bestand in Gärten ist seit 2006 deutschlandweit um 40% zurückgegangen, viel mehr als andere.

Bei uns gabs 2024 erstmalig ein Elstern-Nest im Garten nebenan, trotzdem und erstmalig 2er Kolkraben scheinen ähnlich viele Vögel durchgekommen zu sein wie 2023 (wo es die Freigänger-Katzen waren, die dieses Jahr rar gemacht wurden).

Bei allem Bemühen um Verständnis beider Seiten fehlt mir bei Elstern- wie Sommer-Fettfütterungs-Gegnern bisher Sachlichkeit und Beweiskraft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gab schon immer beratungsresistente Mitglieder die ihr eigenes Weltbild basteln

Übrigens Rabenvögel zählen zu den Singvögeln:)
 
Moin Moin,
Das sehe ich vollkommen anders. Je weniger Rabenvögel = desto mehr Kleinsingvögel so einfach ist das. Ist kein mittelalterliches Hexenwerk. Leider meinen die Weltverbesserer, wie immer, die Weisheit mit dem Schneeschieber gefressen zu haben. Kleines Beispiel: Jahrelang (vom Mittelalter bis vor ca. 10 Jahren) gab's im Revier keine Kibitze und Feldlerchen mehr, dafür Sackweise Raubzeug. Fuchs, Dachs, Waschbär ohne Ende, dazu einen Sack voll Rabenkrähen. Nach einer Saison effektivster Jagd auf diese Arten haben wir wieder Kiebitze und Feldlerchen im Revier die auch noch t.T. mehrere Bruten hochbringen. Und wir tun alles damit es auch so bleibt. Das vergessen die "Möchtegernnaturschützer" immer wieder gerne. Wenn ich das genannte Raubzeug erwische wird das totsicher geregelt. Fertig. Das Niederwild, Kleinsingvögel etc. bedankt sich immer wieder auf's neue bei mir für ihr Leben.
Über den Wolf reden wir wenn es so weit ist, daß er reguliert werden muss... Das wird richtig lustig.....
Rabenvögel ernähren sich während der Brutzeit unter anderem von Jungvögeln anderer Arten, das ist korrekt.
Du stellst es aber extrem vereinfacht dar. Beispiel Kiebitz: Deren Brutplätze wären in natürlichen und großen Wiesenhabitaten fast nicht von Raubtieren auffindbar, zudem würden sie in Nachbarschaft zu aggressiveren Limikolen brüten (z.B. Uferschnepfen). Die Brutplätze sind heute aber entweder Stoppelfelder, wo sie auf dem Präsentierteller sitzen, oder ganz kleine, extensive Wiesen, deren Durchkämmen einen Fuchs nur Stunden kostet. Die anderen Limis fehlen, da zu selten geworden. Und Krähen und Füchse können auch noch in evtl. höheren Beständen auftreten, da nicht weit weg eine Mülldeponie liegt. Und dann kommt noch der eingeführte Waschbär dazu...

Dass die natürlichen Feinde also eine ernsthafte Bedrohung für den Kiebitz darstellen, hat nicht mit diesen Raubtieren zu tun, sondern dass wir als Menschen dem Kiebitz so eine feindliche Umgebung geschaffen haben. Vielleicht du höchstselbst, wenn du z.B. konsumierst, was diese Veränderung beschleunigt.

Und jetzt hört auf, Elstern für das verdammte Artensterben verantwortlich zu machen, ok?
 
Oh je, da hab ich ja was losgetreten hier. Mir war nicht bewusst, das dieses Thema derart die Gemüter erhitzt. Also ich persönlich mag Elstern trotzdem, obwohl ich Tauben sehr liebe.
 
Thema: Elster "verprügelt" Taube
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