Eltern quälen den Nachwuchs, normal oder nicht?

Diskutiere Eltern quälen den Nachwuchs, normal oder nicht? im Agaporniden Allgemein Forum im Bereich Agaporniden; Hallo Ihr Lieben!! Wie ich Euch erzählt habe, haben meine beiden Rosenköpfchen Julia und Janosch Nachwuchs, und aus 5 Eiern blieben 3 gesunde...

  1. #1 Hanna, 11. Oktober 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Oktober 2004
    Hanna

    Hanna Guest

    Hallo Ihr Lieben!!

    Wie ich Euch erzählt habe, haben meine beiden Rosenköpfchen Julia und Janosch Nachwuchs, und aus 5 Eiern blieben 3 gesunde Küken!! Bin verliebt und glücklich in alle.. :). (Das eine Ei ist nicht geschlüpft und das vierte Küken ist leider erstickt.. glaube ich.. unter den Geschwistern) :traurig:

    Doch jetzt, haben sie schon an den Flügeln und am Schwanz genug Federn, es fehlen nur noch richtig die anderen am Körper.
    Am Wochenende guckte ich vorsichtig wie gewohnt in das Nest, und als ich es wieder zumachte flog der älteste von den dreien einfach raus aus dem Nest und war völlig über sich selbst erstaunt am Käfig. Die Eltern völlig besorgt und aufgeregt und wir natürlich auch. Langsam schaffte der Kleine es, auf einen Ast raufzuklettern und schaffte das auch. Uff.,..
    Aber dann ging es los.. die Eltern beide an den Seiten des Kleinen und fingen an, ihm die Federn zu rupfen!! Ich hatte schon oft das Quieken der Kleinen im Nest gehört und wusste, dass die Eltern die KLeine putzen. Aber tut das denn so weh?? Da müssen sie wohl härter rangegangen sein.. Und ich hatte auch oft Federn in den Schnäbeln der Eltern gesehen. Und jetzt konnte ich das richtig sehen, als der Kleine auf dem Ast war und Schmerzen hatte bei den "Zärtlichkeiten" der Eltern. Ist das normal?? Ich finde nicht.. dann sah ich sogar, dass eine Stelle ziemlich rot geworden ist am Hals und ich habe auch Blut gesehen. Nicht viel aber immerhin.. Als ich wieder etwas später ins Nest sah, bemerkte ich, dass zwei der drei auf dem Rücken etwas rosig wieder sind, und nicht die grauen Federansätze haben wie der dritte.

    Mit der Zeit spürte ich, dass der Kleine noch nicht aus dem Nest rausdarf, dass das nur ein Unfall war und habe versucht, ihn zu fassen. War etwas schwierig, weil der Käfig 1,86m hoch ist, aber dann habe ich den Kleinen wieder ins Nest gelegt, von dem er nicht (!) wieder rausgekommen ist. Es war einfach noch zu früh oder? ABer ich höre immer wieder, den ganzen TAg das ewige Schreien des Kleinen. Die anderen beiden werden glaube ich etwas in Ruhe gelassen, aber müssen das alles miterleben und sind in der Ecke und leiden mit. :~

    Was soll ich tun? Rupfen die Eltern die Kinder und lassen es dann wieder sein in bestimmter Zeit oder soll ich die trennen? Noch können die Kleinen nicht alleine fressen, ich könnte sie gar nicht trennen. Der erste ist so um den 27. August geschlüpft. Was meint Ihr?

    Dann würde ich gerne wissen, ob ich die KLeinen in die Hand nehmen kann, denn ich sehe Fotos von Euch, wo ihr die Vögel in den Händen haltet. Würden sie dann etwas zutraulicher sein, als die Eltern? Da sie im Moment sowieso diesen Stress haben, besser nicht.
    Ich werde warten, bis alle drei aus dem Nest sind, damit ich das Nest dann entfernen kann, denn ich habe schon wieder gesehen, wie das Elternpaar es wieder zusammen trieb und ich will nicht schon wieder Küken haben. Ich glaube nicht, dass sie Eier legt, während da noch Küken sind oder doch?

    Bitte helft mir, denn eines der Küken wird wohl hoffentlich in ein paar MOnaten einen Partner abgeben für die arme Jimbo im anderen Käfig, die das alles life und in Farbe miterlebt. ;)

    Liebe Grüsse
    Eure HannaSilke
     

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  3. #2 stefanderwolf, 12. Oktober 2004
    stefanderwolf

    stefanderwolf Guest

    halli-hallo hanna silke,
    herzlichen glückwunsch du oma :-)
    ich bin zwar neu im forum, kann dir aber meine erfahrungen bezüglich eltern und kleinen sagen.
    leider weiß ich nicht wie handzahm deine racker sind und die drei kleinen von fips und finchen sind in einem nest auf dem käfigboden und nicht in einem nistkasten groß geworden. daher sind übertagungen natürlich nicht 1 zu 1 möglich :-(
    also finchen ist handzahm und fips hat unheimlich angst vor händen. ich habe die ganze zeit, in der finchen gebrütet hat, ihr lekereien und knabberspaß gegeben. nachdem die kleinen geschlüpft waren habe ich sie bei finchens abwesenheit immer wieder leicht berührt. finchen ist sofort angelaufen gekommen, um sich dazwischen zu stellen und hat auch ganz vorsichtig gehackt. fips ist sehr aufgeregt angekommen und hat gequakt, ( wie so eine mischung aus einer walton-autohupe und einer ente. ) gedroht und richtig fest gehackt. so heftig, daß selbst finchen sich zwischen fips und meine hand gestellt hat. da ich nicht locker gelassen habe (wofür ich mich ein bißchen schäme) und den kleinen nichts passierte setzte eine gewöhnung ein. so konnte ich die kleinen ohne großen protest auf die hand nehmen. meine hoffnung dabei war sie von anfang an an hände zu gewöhnen.
    fips hat beim freiflug dann die kleinen bei den ausflügen begleitet. das heißt er ist vorgeflogen, hat gepiept, ist zurückgeflogen, hat gepiept und dann von vorn angefangen, bis das kleine hinterhergeflogen ist. am nächsten tag ist es ihm dann gleich gefolgt. dann kam das zweite dazu und mit etwas größeren abstand das nesthäckchen. das heißt inzwischen schönchen, manchmal nenne ich es aber auch noch häckchen.
    während der aufzucht hat finchen weitere eier gelegt, die ich aber ausgetauscht habe. seit dem habe ich sie immer im käfig gelassen und finchen hat seit dem keine eier mehr gelegt. die beule vor ihrer kloake ( ich glaube so ist der fachterminus ) ist inzwischen etwas zurückgegangen.

    meine tipps sind:
    überprüfe den nistkasten nach neuen eiern und tausche sie aus, das ständige eierlegen erschöpft die henne. es gibt so ein anti-popp, daß auf kupferbasis arbeitet und somit ein zellgift enthält. bei der aufzucht der kleinen ist das garantiert nicht gut und sonst wohl auch nicht.
    entferne den nistkasten sobald wie möglich und ersetze ihn durch ein oder besser vier ( vorne offene ) schlafhäuschen.
    nähere dich den kleinen langsam und vorsichtig und sprich beruhigend mit ihnen. achte auf die reaktion der altvögel und entscheide dich nach deinem gefühl. vögel sind genauso unterschiedlich wie menschen - was der eine mag ist für den anderen schrecklich - und was io ( in ordnung ) ist wirst du intuitiv feststellen. du machst dir gedanken um die racker, das ist ein sicheres zeichen, daß du deinem gefühl vertrauen darfst.

    die kleinen sind jetzt 5 wochen alt und solten langsam genug federn für die ersten flugübungen haben. das die eltern sie rupfen finde ich komisch, da ich aber kein züchter bin kann ich dazu nichts sagen.

    puh, ist länger geworden als ich gedacht habe.
    tschau
    stef

    p.s. weiß jemand, wie ich die smileys in den text kriege? bei meinen versuchen hab ich immer nur ascii erhalten.
     
  4. claudia k.

    claudia k. Moderatorin
    Moderator

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    hi hanna :0-

    wie du weisst, züchte ich zwar nicht, aber theoretisch weiss ich aus dem forum, dass man abwägen muss, wenn die eltern die küken misshandeln.
    solange sie "nur" rupfen, ist es besser sie nicht zu trennen, damit die küken ordentlich von den eltern gefüttert werden können.
    wenn sie die küken allerdings ernstlich verletzen, müsste man die küken speparat unter eine wärmelampe setzen und von hand aufziehen.


    hi stef,
    willkommen bei den agamanen! ;)
    wie ist denn dein benutzerbild entstanden? ist das eine fotomontage, oder hat die agas der nikolaus gebracht? :D

    gruß,
    claudia
     
  5. #4 stefanderwolf, 12. Oktober 2004
    stefanderwolf

    stefanderwolf Guest

    halli-hallo claudia,
    vielen dank für das willkommen.
    das bild ist keine montage und den nikolaus kenne ich nur aus schokolade :-) das bild ist entstanden als die kleinen etwa 2 monate alt waren und müde auf der gardine schlafen wollten. leider ist das wohnzimmer nicht völlig kabbersicher und so muste ich die drei muskeltiere ;-) in den käfig setzen, bilder von den beiden alten oder allen fünfen kann ich leider nur selten machen; aber ich versuchs.
    tschau
    stef
     
  6. claudia k.

    claudia k. Moderatorin
    Moderator

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    achso, die kuscheln in den gardinenfalten! wie süß! :D
     
  7. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Hanna,

    > Aber dann ging es los.. die Eltern beide an den Seiten des Kleinen und fingen an, ihm die Federn zu rupfen!! Ich hatte schon oft das Quieken der Kleinen im Nest gehört und wusste, dass die Eltern die KLeine putzen. Aber tut das denn so weh?? Da müssen sie wohl härter rangegangen sein.. Und ich hatte auch oft Federn in den Schnäbeln der Eltern gesehen. Und jetzt konnte ich das richtig sehen, als der Kleine auf dem Ast war und Schmerzen hatte bei den "Zärtlichkeiten" der Eltern. Ist das normal??

    So eine Art 'übersteigerte Brutpflege' kommt mitunter vor, das ist erstmal kein Anlass zur Sorge. Die Federn wachsen wieder nach, und mit zunehmendem Alter wehren sich die Küken auch gegen diese Misshandlung. Dass da mal ein bischen Blut zu sehen ist, ist auch normal - wenn die Eltern die spriessenden Federkiele abreissen/-beissen, blutet es halt etwas.

    Solange die Eltern die Küken nicht ernsthaft verletzen und sie noch füttern, würde ich das sorgfältig beobachten, aber nicht eingreifen. Unsere Sperlingspapageien waren von den Eltern fast nackig 'gepflegt', als sie flügge waren. Das hat sich problemlos 'ausgewachsen'.

    > Dann würde ich gerne wissen, ob ich die KLeinen in die Hand nehmen kann, denn ich sehe Fotos von Euch, wo ihr die Vögel in den Händen haltet. Würden sie dann etwas zutraulicher sein, als die Eltern?

    Sie werden sicher nicht zutraulicher, weil sie ja weiter mit ihren Artgenossen zusammen sind. Es besteht aber auch nicht die Gefahr (wie bei manchen Wildvögeln), dass die Küken von den Eltern abgelehnt werden, weil sie nach Mensch riechen. Kannst du also für ein Foto ohne Bedenken mal tun.

    > Bitte helft mir

    Don't panic. Federn wachsen wieder nach. Das wichtigste ist, dass die Eltern die Küken füttern und sie nicht ernsthaft verletzten (Zehen abbeissen o.ä.).

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  8. sabsepf

    sabsepf Guest

    Hallo,

    meinen kleinen wurde am Anfang auch Federn rausgerissen und sie waren ein wenig blutig. Ich habe sie mit Bepanthen behandelt und nicht von den Eltern getrennt. Heute sind sie 10 Wochen alt, voll befiedert und ihnen geht es gut.

    Gruß
    Sabine
     
  9. Hanna

    Hanna Guest

    leider.. leider sind es nur noch zwei..

    Holaaaa..

    Danke für Eure Antworten. Hatte sie teilweise gar nicht gesehen, weil ich nicht per mail informiert wurde. War schon fast sauer, dass die Experten die Anfänger hängen lassen.. :D

    Ich halte eben die quiekenden Kleinen aus, und warte ab. Leider mussste ich am Wochenende feststellen, dass im Nest eines der drei ziemlich schwach aussah, und die Augen zu hatte. Die beiden anderen benutzen ihn als "Treppe", um aus dem Nest zu komen!! DAs gefiel mir gar nicht und ich habe ihn rausgenommen und musste feststellen, dass er nicht gefüttert wurde und völlig dünn war. Die Zehen waren völlig ohne Kraft und .,. naja.. schlimm.. Ich habe ihn in meine Reikihände genommen, habe den Tierarzt angerufen, der aber nicht konnte (!!) und habe dem KLeinen Futter für Neugeborene gegeben, was man hier in Mexico kaufen kann. Der Kleine wachte auf und fühlte sich glaube ich etwas wohler in meinen Händen aber er war sehr schwach. Wollte sich nur verstecken. Aber dann nach 4 Std. ist er in meinen Händen eingeschlafen!! :~
    Was hätte ich tun sollen???? Entweder er war schwach von Anfang an (obwohl ich immer wieder in das Nest sah, und es guckten mich drei Augenpaare an und es schien alles in Ordnung. Die anderen beiden sind stark und gross und obwohl ihnen die Federn ausgerupft werden, scheint es denen gut zu gehen. ) oder er wurde immer in die Ecke gedrängt und hat sich nicht gut entwickelt. Schimpft mich jetzt nicht aus.. ich leide so schon, aber wie ihr seht, wenn ich gesehen hätte, dass einer schwach ist, hätte ich ihn zum Tierarzt gebracht, die ihn dann aufgezogen hätte und mir wieder zurückgebracht hätte. ABer das hätte mir auch leid getan, wer weiss, wie er gelitten hätte...

    Ich schicke Euch ein paar Fotos...

    Ich glaube, wenn No. 2 längere Zeit ausserhalb des Nestes ist, kann ich das Nest entfernen oder?? Mir scheint, im Nest haben die Kleinen kaum Chancen auszuweichen und werden getriezt, während aussen sie immer noch ein bisschen flüchten können. Jetzt nach ca. 7 Wochen ist es doch bald so weit oder? Oder muss ich nachhelfen?

    Wäre :zustimm: wenn ihr mir schreiben könntet.

    Eure HannaSilke
     

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  10. Guido

    Guido Guest

    Holaaaaaa Hanna
    Ich möchte Dir gerne helfen, kann es aber nicht, weil ich keine Züchter bin. Da musste Dich an Walter wenden. Soweit ich aber weiss, ist liebevolles Bauchzupfen völlig normal, da gehen schon mal ein paar Federn verloren. Der in der Mitte sitzt, hat doch schon schöne Flügel. Solange sie nicht richtig beissen, mach Dir mal keinen Kopp. Ich habe zwar nur dat Foto, aber dat Elternteil legt doch dat Köppfchen liebevoll in den Nacken, soweit ich dat sehen kann.
    Liebe Grüsse nach Mexico, aus dem kalten Deutschland
    Guido :0-
     
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  12. Guido

    Guido Guest

    Hi Hanna
    Es beschimpft Dich hier Keiner. Es ist nun mal die Natur, dat nur die Starken überleben. So isses nun mal. Du hast Dein Möglichtest getan, mehr hätte keiner machen können.
    Liebe Grüsse
    Guido :0-
     
  13. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Hanna,

    > Was hätte ich tun sollen????

    Nichts. Es kommt halt vor, dass das kleinste Küken von den älteren erdrückt wird oder ihm das Futter weggeschnappt wird. Der Größenunterschied zwischen Küken, die vom Schlupf z.B. eine Woche auseinander sind, ist ja anfangs enorm. Dass der Schwächste dann mal stirbt, ist in der Natur eben normal. Zu beurteilen, wann da akute Gefahr besteht, ist trotz täglicher Nistkontrolle eine Sache für ausgesprochene Experten. Und bei so kleinen Kükis geht es halt schnell, dass eines stirbt, wenn es kein Futter mehr abbekommt. Also kein Grund, dir Vorwürfe zu machen!

    > Ich glaube, wenn No. 2 längere Zeit ausserhalb des Nestes ist, kann ich das Nest entfernen oder?? Mir scheint, im Nest haben die Kleinen kaum Chancen auszuweichen und werden getriezt, während aussen sie immer noch ein bisschen flüchten können. Jetzt nach ca. 7 Wochen ist es doch bald so weit oder? Oder muss ich nachhelfen?

    Die Küken kehren eigentlcih gerne noch zum Schlafen oder bei 'Gefahr' in den Nistkasten zurück. Und wenn sie schon draussen waren, können sie ja auch mit Nistkasten vor den Eltern 'flüchten'.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
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