Ente gefunden brauche Hilfe

Diskutiere Ente gefunden brauche Hilfe im Wasserziergeflügel Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Hallo Ihr Lieben, eine Bekannte von mir hat am Bonner Rheinufer eine Ente gefunden, die nur ein Bein hat. Sie geht jeden Abend ans Ufer, um die...

  1. #1 dragonya, 22.10.2008
    dragonya

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    Hallo Ihr Lieben,
    eine Bekannte von mir hat am Bonner Rheinufer eine Ente gefunden, die nur ein Bein hat. Sie geht jeden Abend ans Ufer, um die Ente zu füttern , da sie von anderen Enten permanent verjagt wird und wohl auch schon ziemlich geschwächt ist.
    Morgen wollen wir nun zu Dritt versuchen, das Tier einzufangen und meine Frage ist, ob jemand Tipps geben kann, damit das Einfangen erfolgreich wird. Zu dem Tier kann ich allerdings nicht viel sagen.
    Ich würde sie dann erst einmal aufnehmen und beim Doc durchchecken lassen. WEnn sie eine Chance hat und noch ein glückliches Leben führen kann, würde ich mich freuen, wenn vielleicht einer der User ein Plätzchen frei hätte, für sie oder ihn ???? . Meine Kapazitäten sind ausgeschöpft ( mit Tauben und Rabis) und mein Mann akzeptiert nur einen ganz kurzen Aufenthalt, weil wir einer Ente auch kein passendes Umfeld auf Dauer bieten können. Von daher wäre ich Euch für eine schnelle Antwort super super dankbar.
    LG
    Carmen
     
  2. #2 Ludger02, 22.10.2008
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    Wie soll eine einbeinige Énte ein glückliches Leben führen können???

    Mensch kann sie am Leben erhalten aber mehr auch nicht......
     
  3. #3 Jutta O, 22.10.2008
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    Hallo Carmen!

    Ich hatte mal so ein ähnliches Erlebnis mit ner Ente, die einen Fuß halb abgerissen (vermutlich durch eine Angelschnur) hatte. Ich konnte sie letztendlich nur fangen, als sie zu den den anderen Enten kam, die ich fütterte und sie genau in dem Moment greifen konnte als die anderen Enten auf sie bzw. ihn einpickten.

    Vielleicht solltet ihr euch beim Füttern mitten in die Enten setzen, (falls sie inzwischen so menschenzahm sind!?) und dann im "richtigen" Moment zugreifen. vielleicht ist da eine Person auch genug, da drei Leute die Ente eventuell mißtrauisch machen!?

    Ich drücke euch jedenfalls ganz fest die Daumen, dass ihr sie/ihn fangen könnt!! Behinderte Enten haben es sonst sehr schwer in der freien Natur!

    Mein Funderpel "Entiman" bekam übrigens das halbe Bein amputiert und lebt mittlerweile in einem wunderschönen Gehege bei einem lieben Menschen, der ein großes Herz für gehadicapte Wasservögel hat!!!

    Bin ich echt froh, dass ich Entiman mitgenommen habe, denn vor einer Woche wurden bei uns ca. 30 Enten abgeschossen!! Darunter waren auch eine flügellahme und ein auf einem Auge blinder Erpel! :nene::traurig:8o:k8(

    Zum Kotzen!

    Hätte ich das gewußt, hätte ich die Zwei einkassiert und ihnen ein neues Zuhause gesucht!!!

    Alles Gute für eure Ente!!

    Viele Grüße Jutta
     
  4. #4 Kanadagans, 23.10.2008
    Zuletzt bearbeitet: 23.10.2008
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    Hallo!

    Naja, rein faktisch gesehen hätten die im wirklichen Leben ja null Chance gehabt, von daher ist die Entnahme aus der Population ja vertretbar.
    Andererseits aber kann man fragen: Warum?

    Einen ähnlichen Fall haben wir hier in Berlin an der Greenwichpromenade/ Tegeler See.
    Ganzjährig Quartier für Nichtbrüter und Jungvögel, war da bis Mitte September auch ein letztjähriger Jungschwan mit Kippflügel.
    Der wurde im September von der Feuerwehr abgeholt, ins Tierklinikum Düppel gebracht, und eingeschläfert.
    Populationsmanagementmäßig nicht verwerflich, da ohnehin flugunfähig und wahrscheinlich auch leicht ingezüchtet, da die Eltern des Vogels jedes Jahr erst gegen Mitte/ Ende Juni brüten, und von jedem Gelege max. 2 Stück über bleiben, zudem wachsen die Jungen stets auffallend langsam. Die beiden diesjährigen haben beispielsweise jetzt (!) noch keinerlei erwähnenswerte Schwungfedern...
    Wie auch immer, von dem Standpunkt aus gesehen ist das Einschläfern ok, andererseits aber war das Jungtier eines der Vitalen aus dem Gelege, und man hätte simpel die Hand kupieren können, und das Tier dann entweder wieder aussetzen oder vermitteln können.

    Erschwerend kommt noch hinzu, daß da an der Promenade eine Omi seit Jahr und Tag täglich da alle Schwäne füttert (etwa 30 Stück, und aus der Hand), und quasi jedes Tier von Jugendgefieder an kennt, sie sehr mag und um ihr Wohlergehen besorgt ist, so auch den Kippflügeligen. Allein durch die Schwäne findet sie Kontakt zur Außenwelt und kommt regelmäßig raus, und sie ist schon mindestens Mitte 70...
    Hier finde ich es dann reichlich Schice, daß als die Feuerwehr ihn abholte (auf Freizeit- Tierschützer- Initiative...), die Oma sagte:"In Düppel werden die eingeschläfert", und die nur wenig sensible Antwort zurück bekommt: "Sie haben ja noch genug hier..."!
    Sowas muß echt nicht sein, finde ich.
    Zumal als Grund fürs Einschläfern, als die Omi in Düppel anrief, angegeben wurde, der Schwan hätte was an den Füßen gehabt... Völliger Blödsinn, denn ich kannte das Tier ebenfalls von klein auf.
    Und so wird da wohl mit allen Schwänen verfahren, oder überhaupt kranken Wildtieren, wenn sie nicht gerade verwaiste Jungvögel oder besonders geschützt sind... Eine ebenfalls kippflügelige Kanadagans, die da, ebenfalls von Freizeittierschützern, hinverfrachtet wurde, wurde wahrscheinlich nur am Leben gelassen, weil sie farbberingt war... Ebenfalls ohne weitere Maßnahmen (auch hier hätte man wenigstens kupieren können) wurde sie dann wieder ausgesetzt, bis dann im Winter wohl mal der Fuchs oder Seeadler zugriffen.
    Einschläfern ist da aber wohl die gängiste Methode, bei nicht besonders geschützten oder vermittelbaren Jungtieren, weil für die Behandlung von Wildtieren ja kein Schwein bezahlt.

    Nun ja, wie gesagt:
    Aus natürlicher Perspektive hätten solcherlei gehandicapte Tiere keinesfalls überlebt, von daher ist die Entnahme aus der Population nachzuvollziehen und ok, aus der Sicht des ideellen Wertes hingegen, der oftmals besonders intensiven Beziehungen seitens Passanten oder Rentnern zu diesen Tiere aber eher fragwürdig...
    Zudem, ein Kippflügel (oder Nichtbezahlung der Behandlung, was ich bei weitem eher als Beweggrund unterstelle) ist doch kein vernünftiger Grund, einen ansonsten vitalen und gesunden Jungschwan einzuschläfern, oder irre ich da sehr?
    Da kupiert man die Hand, setzt man wieder aus, und fertig...
    Da ich darin einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sehe: Kann man im Wiederholungsfalle dagegen vorgehen?

    Was die Enten angeht, so sind an selber Stelle am See zwei Erpel, die mindestens bereits 9 Jahre alt sind. Ein weißer zumindest Hochbrutflugerpel sowie ein eher weizenfarben- wildfarbiger. Letzterer hinkt seit zwei Jahren, und kann seit einem Jahr nicht mehr fliegen (Gelenkversteifung im linken Ellbogengelenk), und beide sind noch recht rüstig, wenn auch seit geraumer Zeit ohne Partnerinnen.
    Beide sind mir ebenfalls recht ans Herz gewachsen, weil ich die Jungs halt schon lange kenne, und wenn sie vom Fuchs oder Adler geholt würden, würde ich sagen, that's Life, aber wenn sie geschossen würden, nur weil sie nicht mehr ganz beieinander oder weiß sind, nun ja...

    Von daher meine Frage: Ist in Erfahrung zu bringen, mit welcher Grundlage da geschossen wurde?

    Grüße, Andreas
     
  5. #5 dragonya, 23.10.2008
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    Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank erst einmal für die vielen Antworten. Wollte mal Bericht erstatten:
    ERst mal ist es ein ERpel. Er sieht auch gar nicht so schlecht aus, wie ihn meine Bekannte beschrieben hatte- also nicht mager oder in einem schlechten Zustand. Im Gegenteil, die Enten waren teilweise satt und hatten noch nicht einmal grossen Hunger, das von mir hingestreute Futter anzunehmen- sie zogen es vor, nach ein paar Happen, in der Sonne zu dösen.
    Das mit dem Handicap scheint die Ente wohl schon länger zu haben, vielleicht auch ein Geburtsfehler ???? Sie sorry Er kam ganz gut zurecht, beim Fressen war es etwas wackelig für ihn und so setzte er sich kurzerhand einfach vors Fressen, als wir ihm zu nah kamen, flog er weg und schwamm anschliessend im Rhein, auch das klappt ganz gut. Letzendlich haben wir ihn nicht einfangen können, weil er einfach zu flink war und auch die anderen Enten nicht so ganz zahm waren. Aber wir halten ihn im "AUge" und werden für ihn da sein, wenn es ihm schlechter geht. Erst einmal haben wir beschlossen, ihn da zu lassen, wo er momentan ist.
    LG
    Carmen
     
  6. Lidiya

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    Wir hatten auch mal eine einbeinige Ente. Sie hatte das zweite durch einen Unfall verloren. Sie kam wunderbar zurecht und wurde von den anderen auch angenommen.

    Ich persönlich halte eine kupierte Ente für mindestens gleich schlimmer verstümmelt wie eine einbeininge.
    In Gefangenschaft sollten m.E. daher beide dieselbe Daseinsberechtigung haben, aber das ist Ansichtssache.


    In freier Wildbahn ist sowas ja immer schwierig. Wenn das Tier keine offene Verletzung hat, nicht geschwächt ist und offenbar schon länger damit lebt, warum sollte man dann eingreifen?


    Die "Tierschützer", die das Verschwinden solcher Tiere veranlassen, sind wohl eher Naturschützer, die aus Darwinistischer Sicht die ganze Population durch ein abweichendes Tier gefährdet sehen (immherin könnte sich der Defekt ja weiter vererben), oder Ästheten, die nichts Unperfektes in der Natur sehen wollen.

    Letztere würden, wenn sie könnten, die Omi gleich mit einschläfern, weil sie nicht in ihr Weltbild paßt. (Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr drastisch, tatsächlich hab ich solche Vorschläge aber schon von einschläferungswütigen Leuten gehört, und nicht nur einmal).


    Ich find's gut, daß du nachschauen gegangen bist, und daß ihr euch entschieden habt ihn dort zu lassen. Hoffen wir, daß die übrigen Passanten, die ihn vielleicht sehen, auch so tolerant sind.
     
  7. #7 Jutta O, 29.10.2008
    Jutta O

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    Hallo!

    Schön, dass der Erpel gut klarzukommen scheint!

    @ Kanadagans/Andreas: Ich habe keine genaue Ahnung mit welcher Grundlage geschossen wurde! Schätze mal es ist der immer beliebte Grund der "Dezimierung"!! Habe auch etwas gegoogelt und es ist anscheinend völlig legitim Stockenten von September bis - ich glaube - Februar zu schiessen!
    Und im Auftrag der Stadt ist ja einiges möglich....:traurig:

    Sehr schade!!

    P.S. Und dann stehen an den Gewässern die Mahnschilder: Bitte Enten nicht füttern! Von unsrer Nahrung werden sie fett und krank!
    Diese Heuchlerei!! :kSoll denen doch egal sein, die knallen sie ja eh ab!! Egal ob fett und krank oder fit und gesund!!!


    VG

    Jutta
     
  8. Sterni

    Sterni Guest

    das beschliesst soweit ich weiss die Gemeinde. Da wird ein Überbestand festgestellt und dann der zuständige Jäger (Jagdpächter) informiert und der schiesst ab.

    Einbeinige werden nicht generell abgeschossen. Solange sie klarkommt würd ich auch nicht eingreifen.

    Ansonsten kann man sich im Zoo ein Netz mit Stiel ( komm grad nicht auf den Namen) leihen und damit kriegt man Enten eigentlich gut.
    Klappts beim ersten Versuch nicht , kann man es aber vergessen.

    Einfangen darf man die übrigens nicht ohne Genehmigung der Gemeinde, sonst ist das Wilderei und das ist eine Straftat!!

    Helfen kann im Zweifel auch die nächste Nutztier-Arche.
     
  9. #9 -Palli-, 05.11.2008
    -Palli-

    -Palli- Guest

    Wir ahben hier auch eine ente die sich an land nur orwärts robben kann. ich wollte sie schon einfangen, aber sie kann schwimmen und fliegen und somit auch fressen. Klar werden schwächsere verdrängt wenn man füttert, aber das ist ja nicht die Hauptnahrung denke ich oder? ich würde sie lassen wo sie ist
     
  10. #10 Cyberrat1987, 15.11.2008
    Cyberrat1987

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    Eigentlich ist das, was den Enten von Menschen so gefüttert wird, nicht die Haupnahrungsquelle, fakt ist jedoch, dass durch das Zufüttern eine weitaus größere Population ein Gewässer besiedeln kann als ohne. Das macht also schon was aus. Eine behinderte Ente wird sich, weil leichter zu finden, möglicherweise davon abhängig machen. :traurig:
    Wenn die Vögel mit Handicaps so zurechtkommen, sollte man sie nicht schießen, das sind meiner Meinung nach überzogene Maßnahmen. Eine schwer verletzte Ente, die sowiso bald Opfer eines Beutegreifers geworden wäre würde ich durchaus töten. Aber das wär auch nur vernünftig.
    @ Kanadagans: Ich verstehe nicht ganz den Sinn der Amputation einer Hand bei einem Vogel mit Kippflügeln. Hat es was einer übermäßigen Belastung der Sehnen/Bänder zu tun? Ich wollt einfach nur fragen, ist nix polemisches.
     
  11. #11 Nadine R., 17.12.2008
    Nadine R.

    Nadine R. Mitglied

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    Hallo,

    ich habe auch einmal einem Erpel das Bein amputieren lassen. Es war nach einem Bruch falsch zusammen gewachsen und blockierte das Tier beim Schwimmen. Nach der Amputation kam es besser zurecht und ich konnte es noch jahrelang in der Nähe unseres Teiches sehen. Das Ungleichgewicht konnte es mit den Flügeln ausgleichen.
    Es wurde von Entenfreunden bevorzugt -aus Mitleid- gefüttert und hatte ein lebenswertes Leben.

    Man wirft doch nicht gleich ein ganzes Leben weg, nur weil es ein bißchen beschädigt ist....

    Grüße,
    Nadine
     
  12. #12 Kanadagans, 17.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2008
    Kanadagans

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    Hallo!

    Soweit ich weiß, bestehen zwei Varianten zur Ursache der Kippflügeligkeit zur Auswahl. Entweder genetische Grundlage, oder Stoffwechselprobleme, daß zb manche Organe zu schnell für das Alter wachsen, bzw. zu schnell zu groß werden.
    Was das Kupieren der Hand angeht, so meine ich das, weil es die Tiere doch sehr behindern kann. Bei der Kanadagans war die Hand so verdreht, daß die Spitzen der Federn und ein Teil der Hand selbst beim Schwimmen eigentlich immer im Wasser hingen, beim Schwan stand sie nur in üblicher Weise nach außen ab.
    Beide Fälle jedoch, finde ich, bedeuten durch ihre vom Körper exponierte Lage einen besonderen Angriffspunkt für zB Winterkälte, die Hand der Gans hätte auch locker im Wasser einfrieren können.
    Da nun in Ziergeflügelzuchten trotz allem noch immer gern kupiert wird, bin ich der Meinung, daß diese einfache Maßnahme das mindeste und ein leichtes gewesen wäre, um die Lebensumstände zu erleichtern, zumal es auch nicht sehr ästhetisch aussieht.
    Fliegen können sie sowieso nicht, also kann die Hand gleich ganz ab, finde ich!
    Streiten kann man über das Wiederaussetzen, denn wenn die Sache wirklich genetisch bedingt ist, ist das natürlich abzulehnen, aber zumindest könnte man sie als Schaugeflügel irgendwohin vermitteln.
    Eine solch simple Behinderung ist in meinen Augen leider kein vernünftiger Grund, ein Tier einzuschläfern.

    Ich bin da wie gesagt zweigeteilt...
    Ich weiß, daß die Natur solcherlei ausmustert, und meine Bedenken dahingehend rein menschliche sind (was soll man machen, bin nun mal trotz allem einer...), und im Interesse der Art und der Population ist es nur sinnvoll, wenn solche Tiere nicht zur Fortpflanzung kommen.
    Andererseits nehme ich jetzt wieder die Schwanen- Omi als Beispiel, die die Schwäne innig liebt, seit Jahren Tag für Tag da aufkreuzt und alle per Hand füttert, und alleine dadurch in ihrem hohen Alter regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt bekommt.
    Hier finde ich es dann ziemlich daneben, als Feuerwehrmann zu sagen: Sie haben ja noch genug hier..."
    Nun ja, man muß sich mit den Realitäten des Lebens zweifelsohne abfinden, aber da sie den Kippflügelschwan besonders mochte, und dessen Chancen, an dem See mit bereits optimaler Brutpopulation dereinst selbst Nachwuchs zu haben, ohnehin verschwindendst gering waren, hätte man ebenso gut kupieren und wieder freisetzen können.
    Der Höckerschwan befindet sich in Deutschland heutzutage im Zustand der dichteabhängigen Populationsregulierung, woran auch das regelmäßige Füttern nicht das geringste ändert, und da hätte man mit etwas Menschlichkeit also ohne weiteres dem Kippflügel das weitere Leben erlauben dürfen, da er sonst gesund und gut beieinander war, und die Omi wäre nicht monatelang fast in Depressionen verfallen. Das meine ich dann mit Erhalten des ideellen Wertes.

    Die Stadtverwaltung, die den Schießbefehl gab, sollte sich indessen mal etwas in Populationsdynamik der Stockenten firm machen, im Hinblick darauf, daß Abschuß die Zahl der Tiere nicht nennenswert oder dauerhaft reduziert, sondern nur Platz für neue macht und für künftig besseren Bruterfolg der verbliebenen Vögel sorgt...

    Grüße, Andreas
     
  13. #13 Cyberrat1987, 17.12.2008
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    Cyberrat1987 Real birds don't fly...

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    @ Kanadagans:
    Das macht natürlich Sinn.
     
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