Epilepsieähnliche Krampfattacken

Diskutiere Epilepsieähnliche Krampfattacken im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich habe ein Problem mit einem Grauen. Unser Cocco hat nachts epilepsieähnliche Anfälle: er fällt von der Stange und verkrampft sich total (vor...

  1. #1 bo-biggi, 3. Juni 2004
    bo-biggi

    bo-biggi Guest

    Ich habe ein Problem mit einem Grauen.
    Unser Cocco hat nachts epilepsieähnliche Anfälle: er fällt von der Stange und verkrampft sich total (vor allem die Beinchen); mir ist auch aufgefallen, daß er dabei den Kopf zurücklegt und sein Bäuchlein sieht stark gebläht aus.
    Das geht jetzt ca. seit 'ner Woche in unregelmäßigen Abständen.
    Ich war gestern auch bei 'ner sehr guten Ärztin in Kirchheim, aber auf das Blutbild müssen wir noch warten. Pilz konnte sie ausschließen.
    Gesternnacht hatte er dann gleich zweimal diese Anfälle - könnte das mit dem Streß zusammenhängen?
    Wie ich auch hier im Forum gelesen hatte, ging auch die Ärztin von Kalzium-Mangel aus. Treten in solchen Fällen die Anfälle ganz plötzlich auf, obwohl jahrelang alles in Ordnung schien?
    Cocco kam erst vor ca. 2 Jahren zu uns, war ein kleiner "Pflegefall".
    Als mit diesen Anfällen begann, informierte ich mich gleich hier im Forum und setzte auch die Kalzium-Brausetabletten ein.
    Ich weiß, daß ich die Antwort der Ärztin abwarten muß, aber vielleicht hat jemand Erfahrung damit oder irgendwelche Dinge, die man unbedingt noch beachten bzw. prüfen sollte.
    Vielen Dank im voraus und
    liebe Grüße

    Biggi
     
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  3. #2 Alfred Klein, 3. Juni 2004
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Das kann durchaus durch einen starken Mangel an Kalzium verursacht werden.

    Ebenso wäre theoretisch Kreislaufversagen möglich. Kenne das von einem Fall mit Herzkrankheit, das äußert sich ebenso in Krämpfen. Natürlich hat der Streß vom Tierarztbesuch dazu beigetragen daß die Krämpfe sich gehäuft haben, ich denke das dürfte ziemlich normal sein daß der Vogel darauf verstärkt reagiert.
    Da Dein kleiner ja schon als "Pflegefall" zu Dir kam ist es natürlich möglich daß sich nun durch Mangel an Spurenelementen solche Spätfolgen zeigen.
    Eigene Erfahrungen habe ich damit nicht, zum Glück habe nmeine Geier keine Mangelerscheinungen. Ich könnte also ebenso wie Du nur darauf warten was der Tierarzt sagt, könnte auch nur das Ergebnis der Untersuchungen abwarten.
     
  4. #3 bo-biggi, 3. Juni 2004
    bo-biggi

    bo-biggi Guest

    Hallo Alfred,
    herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort.
    Es ist wirklich 'ne Qual zu sehen, wie so ein kleines Geschöpf leidet und man kann nichts machen außer abwarten. Wirklich Hölle! 0l
     
  5. Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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    Hallo Biggi, das ist ein Problem mit dem wir auch zu kämpfen haben Meine TocToc (auch sie ist ein Sorgenkind aus schlechter Haltung) hat seitdem sie bei mir lebt immer mal wieder einen krampfähnlichen Anfall. Ihr Äuglein schwillt danach immer stark an und sie ist kurz etwas erschöpft und dann wieder ganz normal. Ich habe beobachtet, daß dies bisher zu 90 % kurz, während oder nach dem Vollmond mit Wetterumschwung passiert ist.

    Die Anfälle sind in letzter Zeit seltener geworden und die Erschöpfungsphasen wurden kürzer.
    Da ich Verschiedenes in Betracht ziehe, versuche ich sie nicht aufzuregen und sie extrem zu schonen. (Sie lebt aber mit anderen und einem Partner in einem Zimmer). Außerdem vitaminisiere ich sehr umfangreich...

    Ich habe in meiner Verzweiflung auch solch einen Thread eröffnet. Hier, es waren sehr viele Ratschläge in verschiedenste Richtungen dabei, vielleicht helfen Dir diese weiter....

    Liebe Grüße und gute Besserung dem kleinen Hasen
     
  6. #5 Rolf Nübel, 3. Juni 2004
    Rolf Nübel

    Rolf Nübel Guest

    RE: bo-biggi

    Hallo, bo-biggi

    Wie Alfred Dir schon geschrieben hat, liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier um einen Kalciummangel handelt.
    Leider kommt es gerade bei den größeren Papageienarten immer häufiger vor, das ein Mangelerscheinung die Ursache dafür ist. Dzu muß man wissen, dass bestimmte Vitamine im Körper gespeichert werden - und manche eben nicht - also immer wieder bei der täglichen Versorgung (Fütterung) zugeführt werden müssen.
    Sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, werden die nötigen Reserven im eigenen Knochenbau angegriffen (geschwächt) - und es kommt dann zu solchen Folgen. Oftmals liegt der Grund aber schon in einer unzureichenden Versorgung im Jugendalter (also der eigentlichen Wachstumsphase der Tiere).
    Wenn sie hier nicht an den regelmäßigen Verzehr und die Aufnahme der entspr. Mineralien gewöhnt werden, erolgt eine Mangelerscheinung - die sich aber erst nach 1 Jahr zeigt (mal früher, mal etwas später).
    Daher ist hier besonders auf eine ausreichende Versorgung zu achten.

    Ich pers. rate zu einem Brausegranulat (Sandocal-D) von forte AZU (1000/880)

    Dies Pulvergranulat wird über das Keimfutter und Obst gegeben- oder über das Trinkwasser. Auch besteht hier nicht die Gefahr der Überversorgung mit Vitaminen, was sehr wichtig ist !

    Alle Jungtiere sollten dies zur Bildung (Aufbau) eines gesunden Knochenaufbaues erhalten !

    Erläuterung:

    1000/880 = 8 g Brausegranulat enthält: 2500 mg Calciumcarbonat, dies entspr. 1000 mg oder 25 mmol Calcium-Ionen.

    880 I.E. Colecalciferol (Vit. D3) = 22 Yg Vit. D3).

    PS: Zur Stärkung des allgem. Wohlbefindens würde ich dem Grauen auch etwas für den Magen/Darmtrakt geben. Als natürl. Mittel ist hier sehr gut Weidenrindenextrakt (auch in Verbindung mit Ringerlösung anwendbar).
     
  7. #6 bo-biggi, 3. Juni 2004
    bo-biggi

    bo-biggi Guest

    Hallo Ajnar,
    das ist ein echt interessanter Link - es gibt ja scheinbar noch unendlich viele Möglichkeiten für solche Anfälle.
    Interessant wäre es mal von Betroffenen zu erfahren, wie sich welcher Vogel bei welcher Krankheit (wenn diese bekannt ist) verhält.
    Warst Du inzwischen beim Tierarzt?

    @ Norbert:
    ich hab die letzte Zeit Kalzium Sandoz - Brausetabletten ins Trinkwasser gegeben. Kann man denn sagen, wie lange es dauert bis es mit den Anfällen besser werden müßte?
    Bekommt man das Weidenrindenextrakt in 'ner Apotheke und ist es auch gut für die "gesunden" Papageien?
     
  8. #7 Rolf Nübel, 3. Juni 2004
    Rolf Nübel

    Rolf Nübel Guest

    Hallo, Biggi !

    Den Extrakt bekommt man im Zoohdl. oder im Kornhaus .

    Wenn es Deine Tiere gewohnt sind, dass sie frische Weidenrinde zernagen, dann stellen sie sich dies auch selbst her. Sie tragen kleine Stücke der Rinde in den Wassernapf , lassen es einweichen - und trinken dann davon, so erhält der ges. Magen/Darmtrakt eine Stärkung und Gleichgewicht.

    PS: Alle Vögel dürfen dies trinken !! :0-
     
  9. #8 Elke Goldstein, 3. Juni 2004
    Elke Goldstein

    Elke Goldstein Guest

    Vitamine die wasserlöslich sind,werden in der Regel gut ausgeschieden.
    Schwieriger ist es mit den Fettlöslichen.Da kann man unter Umständen überdosieren,was nicht ungefährlich ist.
    Auch für Calcium gilt dass zuviel sehr schädlich ist.Beim Menschen auf alle Fälle kann das zu Herzrhythmusstörungen etc.kommen.
    Also bloß nicht zuviel geben,sondern mäßig!

    Viele Grüße
     
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  11. #9 Rolf Nübel, 3. Juni 2004
    Rolf Nübel

    Rolf Nübel Guest

    RE:Beachte bitte Kalciumgabe dosieren !

    Hallo, Elke .....

    Danke für den Hinweis bzgl. der Kalciumzugabe (tja, auch ich beachte nicht immer alles, oder setze manches voraus zu wissen).

    Also (Biggi) bitte pro Woche höchstens 3 - 4 mal eine Messerspitze voll zum Obst oder Keimfutter dazu geben, oder im Wasser mitauflösen ! :0-
     
  12. bo-biggi

    bo-biggi Guest

    Nochmals Danke für Eure Tips; das man Kalzium nicht überdosieren sollte, habe ich dank dieses schönen Forums zum Glück schon gewußt :D und werde sinnig damit umgehen. Nach der Weidenrinde werd ich mal schauen, ist ja außerdem 'ne schöne Beschäftigung.
    Heutenacht hat unser "Kleiner" ohne Zwischenfälle durchgeschlafen und heute krieg ich dann auch endlich das Blutergebnis :? .
    Liebe Grüße

    Biggi
     
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