Erfahrungen mit DMPS?

Diskutiere Erfahrungen mit DMPS? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, Wg. Rupfen wurde meine 2 mal kräftig von der TÄ unter die Lumpe genommen und dabei kam rum, dass sie eine Zinkvergiftung haben. Laut...

  1. #1 carola bettinge, 21. Juli 2005
    carola bettinge

    carola bettinge Guest

    Hallo,

    Wg. Rupfen wurde meine 2 mal kräftig von der TÄ unter die Lumpe genommen und dabei kam rum, dass sie eine Zinkvergiftung haben.
    Laut TÄ nicht schlimm. Sie könnte sich sogar vorstellen, wenn alle Zink-Gegenstände weggeräumt sind, auf Selbstheilung zu hoffen. Heißt zunächst nicht zu behandeln und dann nahc 2 oder 3 Monaten nochmal eine die Zinkwerte testen.

    Ansonsten gibt es 2 Behandlungsmethoden:
    1. (Hab ich nicht so richtig verstanden) Irgendwie wird Flüssigkeit unter die Haut gespritzt und es wird versucht, die Zinkanteile aus zu spülen.
    2. eine medikamentöse Behandlung mit einem Mittel namens *Dimoval* (oder so ähnlich) mit dem Wirkstoff DMPS. Allerdings gäbe es damit nicht so viele Erfahrungen.
    Deshalb wollte ich mal hier fragen, ob jmd. damit Erfahrungen hat.

    Gruß, Carola
     
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  3. #2 Alfred Klein, 21. Juli 2005
    Alfred Klein

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    Hallo Carola

    Es gibt noch zwei andere Chelatbildner, D-Penicillamin (DPA) und Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
    Dabei ist eigentlich EDTA das bekanntere Medikament, wird auch bei Bleivergiftung eingesetzt.
    Eventuell könntest Du die TÄ mal auf diese Medikamente als Alternative ansprechen.
     
  4. #3 carola bettinge, 21. Juli 2005
    carola bettinge

    carola bettinge Guest

    Hallo,

    Ich bin schon wieder am verzweifeln!

    hätte noch ein paar Fragen an euch:

    1. Ist es annormal, dass ein Vogel zum Blutabnehmen betäubt wird? Meine wurden es dort.
    2. Was ist mit DTPA (oder ist das dasselbe wie DPA)?

    Gruß, Carola
     
  5. #4 Alfred Klein, 21. Juli 2005
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2005
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    Hallo Carola

    Das mit der Betäubung kann schon sein. Die Blutentnahme beim Vogel ist immer etwas kritisch und mit Betäubung manchmal einfacher.

    DTPA ist ebenfalls ein Chelatbildner, Calcium-trinatrium-pentetat.
    Über die Behandlung von Tieren habe ich nichts gefunden. Zudem sollte dieses Medikament (beim Menschen) per Infusion verabreicht werden. Ist beim Vogel wohl kaum machbar. Dosierung (beim Kind) 25-50mg pro Kilogramm Körpergewicht. Müßte man auf das Gewicht des Vogels umrechnen.

    So, jetzt habe ich mal nachgeschaut was die Uni Zürich dazu sagt. Ich zitiere:
    Ist das was?
    Habe doch gleich gesagt daß EDTA am bekanntesten ist.

    Da diese Behandlungen alle ziemlich auf die Nieren gehen noch folgendes Zitat der Uni:
    Wäre also zusätzlich empfehlenswert.
     
  6. #5 Christian, 21. Juli 2005
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    Hi Carola!


    Die Ursache der Vergiftung muß auf jeden Fall sofort beseitigt werden ... ist es womöglich das Volierengitter?


    Ich habe mal im Kompendium der Ziervogelkrankheiten nachgeschlagen ... hier wird als eine unterstützende Therapie eine parenterale Verabreichung von Elektrolytlösung in Erwägung gezogen, um die Ausspülung der Giftstoffe über die Nieren zu fördern.

    Ansonsten heißt es in dem Buch, daß Zinkvergiftung genauso behandelt wird, wie Bleivergiftung und die gängigste Methode ist die parenterale Verabreichung von Ca-EDTA, was Alfred ja auch schon erwähnt hat.

    Zur leichteren Entgiftung des Darmtraktes wird Paraffinum liquidum oder Bariumsulfat empfohlen.

    Was die Frage nach der Betäubung bei der Blutentnahme angeht, kann ich das schon nachvollziehen, da Vögel bei Behandlungen ja selten stillhalten.

    Und warum die TÄ bei einer leichten Zinkvergiftung erstmal auf die Selbstheilungskräfte des Körpers setzt, hat Alfred ja anhand der Nebenwirkungen schon deutlich gemacht.

    Unterstützend wäre noch die Gabe von Vitamin E und Vitaminen der B-Gruppe zu empfehlen.
     
  7. #6 carola bettinge, 21. Juli 2005
    carola bettinge

    carola bettinge Guest

    Hi nochmal

    EDTA ist angeblich in D verboten???

    Gruß, Carola
     
  8. #7 Christian, 21. Juli 2005
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    Seit wann? Meine Auflage des Kompendiums ist von 2003.
     
  9. #8 Thomas B., 22. Juli 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Carola,
    zu schulmedizinischen Behandlungsmethoden wurde ja von anderen schon geschrieben.
    Ich empfehle Dir eine homöopathische Nieren- und Leberdrainage- und Entgiftungskur mit Carduus marianus, Berberis vulgaris, Flor di piedra und Solidago virgaurea, jeweils Globuli, Potenz D 4, im täglichen Wechsel über 6 Wochen.
    Außerdem eine Hochpotenz ( C 1000 oder noch besser C 10000) Zincum metallicum als einmalige Gabe und täglich Okubaka D 2 (wichtigstes Entgiftungsmittel in der Homöopathie) über 2 Wochen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  10. #9 Alfred Klein, 22. Juli 2005
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2005
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Kann ich nichts dazu sagen, meine rote Liste gibt dazu nichts her.
    Ob das in der gelben Liste zu finden ist?

    Nachtrag: Die gelbe Liste ist auch nicht mehr frei zugänglich.
     
  11. #10 Ann Castro, 22. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Lt. Pees verboten.

    Bzgl EDTA habe ichauch eine Bestätigung meiner TA, als wir uns letztens über Zinkvergiftungen unterhielten.

    EDTA kann man noch über die Internationale Apotheke beziehen.

    Das fnktioniert nur bei Metallstückchen. Die "flutschen" dann sozusagen besser durch.

    Ziel der medikamente ist es das Zink so schnell wie möglich aus dem Körper zu bekommen, BEVOR noch mehr Schaden an den Organan angerichtet wird. Das hat mti Selbstheilung nichts zu tun.

    LG;

    Ann.
     
  12. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hi,

    wegen dem EDTA (Ca-EDTA), die Vogelklinik Gießen hat es jedenfalls da, die beziehen es aus der Humanmedizin, nehme an, von den Unikliniken.

    In Amerika, oder wars England, habs vergessen, dort wurde bei Zinkvergiftung auch schon mal DMSA, den Vögel oral gegeben, DMSA ist so ähnlich wie DMPS.
     
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  14. #12 Ann Castro, 22. Juli 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Meinst Du evtl DMCA (Dimercaprol)? Ist allgemein für Schwermetallvergiftungen, aber in Deutschland ebenfalls nicht zugelassen.

    Ja, man kann es in der INternationalen Apotheke bekommen. Es ist aber potentiell nierentoxisch.


    LG,

    Ann.
     
  15. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hi Ann,


    nein, DMSA = Dimercaptobernsteinsäure

    und DMPS = Dimercaptopropansulfonat.

    DMSA und DMPS sind weniger toxisch, als die andern hier genannten Mittel.

    Das DMSA, wird es glaube in Deutschland nicht geben, ich hatte mal von einem Fall gelesen, wo es bei einer chronischen Zinkvergiftung bei Vögel angewendet wurde.
     
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