ERNÄHRUNGSPLAN vom Spezialisten (Graue)

Diskutiere ERNÄHRUNGSPLAN vom Spezialisten (Graue) im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; huch, noch etwas vergessen: (sie haben diese Burzeldrüse, die nur aktiviert wird, wenn sie täglich eingesprüht werden ?sie schüttet dann Vit. D...

  1. alpha

    alpha Foren-Guru

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    huch, noch etwas vergessen:
    Kannst du mir (uns) das nochmal genauer erklären? Das wusste ich bislang nämlich nicht (Zusammenhang mit Vit.D).
    Soweit mir bekannt ist, haben einige Papageienarten lediglich noch eine inaktive Bürzeldrüse. (Puderdunen ersetzen Fett im Gefieder....).
    Für nähere Infos darüber wäre ich dankbar :)

    LG
    Alpha
     
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  3. #22 tweety1212, 30. Juni 2004
    tweety1212

    tweety1212 Papageien Bäckerei

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    -Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen (alle Hülsenfrüchte gekocht anbieten)

    Hm.... Frage. Warum darf man denn Bohnen, LInsen, Erbsen auch gekeimt ambieten? Oder ist das dann wieder etwas anderes? Du schreibst das es nur gekocht anzubieten ist.... Aber dann sind alle wichtigen Vitamine TOT :k
    Also was ist richitg? :?
     
  4. Alx

    Alx Mitglied

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    Hallo Marita :0-

    Jetzt ist der Thread ja doch wieder oben; dabei habe ich versucht durch Antworten per PN diesen nicht wieder hochzuholen.
    Ich war mittlerweile nämlich bei einem anderen Spezialisten -und meine Einstellung zur Ernährung hat sich dadurch geändert.
    Vieles sehe ich nun so wie Alexandra auch schon geschrieben hat (von wegen "waschen der Kerne" usw.).
    Meinen neuen Futterplan kann ich ja nun auch kurz erwähnen (und danach dann zu deiner Frage):

    Morgens bekommen sie zurzeit nur Pellets (Dr. Harrison Alleinfutter mit allen wichtigen Vitaminen usw.); nachmittags wenn ich nach Hause komme, stelle ich sie meist "raus" in eine kleine Aussenvoliere, wo sie dann Obst und Gemüse futtern können (dies wird auch durch den Körnerentzug völlig aufgenommen). Obst werde ich aber bald auch wieder über den Tag anbieten; dies wollte ich bisher nicht, da sie sich an das Alleinfutter gewöhnen sollen).
    In der Umstellungsphase bekommen sie abends dann wieder drinnen noch ca. 1 Stunde Körnerfutter und Nüsse.
    Clickern tue ich meist noch kurz davor -ebenfalls mit lecker Nüssen (Ültje; du glaubst garnicht, wie sie gehorchen ;-)).
    Meine Banditoline hat das neue Futter schon gut angenommen -ist abends nur noch ganz wenige Körner. Bei Flori muss ich noch drauf achten; er scheint diese Bröckchen nur "heimlich" zu essen, denn an Gewicht haben sie beide zugenommen (waren ein wenig zu leicht laut TA).

    Laut diesem Spezialisten und auch laut Dr. Harrison soll man nichts weiter beifüttern (lediglich ca. 10g Obst/Gemüse pro Vogel -hi, aber das ist ja fast NIX), da schon alles Wichtige enthalten ist. Er meinte er hätte damit sogar einen Grauen mit extremen Lebenproblemen weitere 10 Jahre schenken können. Dr. Pieper ist vollkommen begeistert von diesem Futter (und ich mittlerweile auch; leider nur extrem teuer).

    Nachdem ich dann hier mal ein wenig über dieses Alleinfutter gelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dieses Futter zwar zu füttern, aber nicht so, wie Pieper gesagt hat.

    Ich bin der Meinung, dass man ihnen ihre geliebten Körner nicht ganz wegnehmen soll. Am Besten finde ich diese Lösung:

    50 % Dr. Harrrison
    30 % Obst und Gemüse (roh und/oder gekocht)
    20 % Körner und Nüsse

    Keine Vitaminzugaben o.ä. ins Trinkwasser -lediglich Grit in einem extra Schälchen. Ebenfalls frische Äste und Gräser aus der Natur.

    Das tägliche Körnerwaschen und auch das tägliche Kochen erspare ich mir dadurch (ist ja auch heftig).

    Keimfutter verwende ich nicht -werde ich, glaub ich, auch nicht machen. Vielleicht koche ich ihnen mal am Wochenende was (mal Kartoffeln oder Reis mit Gemüse oder Ei oder oder...da kann man ja so viel machen -siehe mein 1. Plan; aber nur noch als Leckerchen und selten).
    Ich fürchte zu deiner Frage kann ich also nicht viel sagen -bei mir "keimt" nichts (auch besser wg. Schimmelgefahr). Und wenn du das "kochen" durch "dünsten" ersetzt, sollten auch die Vitamine enthalten bleiben. Es geht ja nur um die Keime, die abgetöten werden sollen durch das kochen. Na, und durch die andere Konsistenz fressen manche Geier es einfach lieber.

    Ich hoffe, bei dir meldet sich noch ein "Keim-Spezialist", der dir sagen kann, was man alles verwenden kann.

    Upps, ist jetzt auch schon wieder so lang geworden ... wollt ich garnicht, sorry!

    Schönen Tag an alle!
     
  5. #24 tweety1212, 1. Juli 2004
    tweety1212

    tweety1212 Papageien Bäckerei

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    Hallo
    Ups Sorry Ich nu wieder :s

    Aber es ist doch nicht schlimm seine Einstellung zu ändern. Ich denke damit bist du nicht die einzigste. ICh habe auch erst viel gelesen und mußte meine Einstellung mehrmals ändern *schulterzuck*

    Aber trotzdem Danke für die Antwort.
    Warum ich wegen Keimfuter frageist einfach weil ich noch immer nicht sagen kann das Krümel genügend frißt. Sie frißt zwar Obst/ Gemüse und acuh Körner und Nüsse aber halt zuwenig. Darum muss ich ausweiten. Habe nun bei Ricos ein Keimfutter/Eiweißfutter entdeckt. Darum meine Frage. Da du geschirben hast nur gekocht anbieten und da steht man kann das auch keimen.
    Aber vielleicht kann mir hier noch jmd etwas dazu sagen?
     
  6. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Vitamine und 'Ernährungspläne'

    Hallo Alex,

    > Ich habe im Studium auch gelernt, dass wasserlösliche Vitamine "einfach so" ausgepieselt werden. Musste erst kürzlich lernen, dass dem nicht unbedingt os ist, bzw. dass es "Nebenwirkungen" gibt. Die Tiermedizin hinkt der Humanmedizin oft ein wenig hinterher, bzw. erst lernt die Humanmedizin, dann schauen es sich die Tiermediziner ab ;-)

    Und beim Thema Vitamine bzw. 'Ernährungswissenschaften' allgemein ist auch die Humanmedizin in weiten Teilen nichts anderes als ein Sack von uralten Vorurteilen, was das 'gesund Leben' betrifft :-(

    Sicher werden wasserlösliche Vitamine ausgepinkelt. Das sagt aber nichts über ihre Giftigkeit bei Überdosierung aus. Von hohen Vitamin-C Überdosierungen kann Mensch durchaus Dünnpfiff kriegen, Hormonspiegel verändern, Gicht und Osteoporose fördern und Vitamin B12 zerstören.

    Generell stehe ich diesen 'Ernährungsplänen' sehr skeptisch gegenüber. Man muss ja nicht unbedingt den menschlichen Diät-Wahn auf die Tiere übertragen...

    Dass man von Produkten, die verdorben sind oder einfach nicht für die Physiologie der Tiere geeignet sind, absieht, ist doch eh' klar. So, wie man dem Menschen kein Gras oder unverarbeitetes Getreide zu fressen gibt, weil er dazu zu wenig Mägen und weder Pansen noch Kropf hat ;-)

    Ansonsten würde ich bei Vögeln, die nicht zur Verfettung und zum Überfressen neigen, einfach alles anbieten, was da ist und ungiftig ist. Die Viecher suchen sich schon selbst instinktiv raus, was gerade gut für sie ist.

    Auch bei anderen Tipps habe ich den Eindruck, dass da einfach menschliche Kriterien sinnfrei auf Tiere übertragen werden. Bsp. Baden: täglich kalt mit Wasser besprühen :-/ Unsere Geier haben immer eine Bademöglichkeit. Manche baden alle 2 Tage, manche zweimal im Jahr. Sie werden schon wissen, warum. Jedenfalls leben die Wasserscheuen nicht kürzer und ungesunder als die Wasserratten.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  7. #26 Corinna67, 6. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hallöchen,

    ich bin mittlerweile auch von den Ernährungsplänen mehr oder weniger abgekommen, sondern füttere so, dass es möglichst eine halbwegs papageiengerechte Ernährung ist. Einfach hat man es hier bei Papageien, die man jung aufnimmt oder die bei einem selbst geboren werden und die man gut an eine gesunde Ernährung gewöhnen kann, bei Abgabetieren, Senioren bzw. solchen, die nachweislich Organprobleme haben muss eben eine langsame Umstellung Richtung gesunder Ernährung erfolgen, manchmal dauert das ziemlich lange und pauschalisieren kann man da ziemlich wenig.

    Worauf ich allerdings in der letzten Zeit häufig achte, ist, dass der Proteingehalt nicht so hoch ist, da dies gerade bei Grauen nachweislich nicht selten zu Nierenproblemen führt. Der Proteingehalt für Graue (nicht während des Wachstums) liegt bei ca. 10%, Körner wie wie Sonnenblumen usw. enthalten 27% Protein, schlecht für die Vögel, die vorwiegend diese Saaten aufnehmen. Deshalb füttere ich ein ziemlich mageres Futter, normale Mischung mit Diätfutter gemischt und lieber auf Grund des etwas höheren Fettbedarfs bei Grauen ein paar Nüsse, die aber vom Proteingehalt her niedriger liegen, z.B. Cashewkerne, Haselnuss, Pinienkerne, Paranuss oder Walnuss. Auf Erdnüsse verzichte ich wegen der Verpilzungsgefahr ganz. Wobei in Walnüssen sich auch ne Menge Aspergillen tummeln können, aber ein gesundes Immunsystem, welches unterstützt wird, sollte damit fertig werden.
    Damit es das auch tut, denke ich, dass stetige Sauerstoffzufuhr und Sonnenlicht genauso wichtige Bestandteile für ein gesundes Papageienleben sind, wie die eigentliche Ernährung.

    Ansonsten gibt es hier viel frisches Obst und Gemüse, Wildkräuter usw., was ich versuche so zu füttern, wie es jahreszeitlich bei uns wächst und was m.M. dann den höchsten Vitamin- und Nährstoffgehalt hat. Südfrüchte und Exotisches gibt es natürlich auch, aber in Maßen und im Winter würde ich beispielsweise nie Erdbeeren verfüttern, weil in diesem Treibhausobst nicht mehr viel Gesundes enthalten ist. Ich habe auch festgestellt, dass es viel besser aufgenommen wird, wenn es zu den Jahreszeiten gefüttert wird, wo es auch bei uns wächst. Bei Karotten fällt mir das z.B. besonders auf.

    Der Körnerfutteranteil liegt bei mir bei 2 Eßl. pro Tag für einen Grauen, dafür ist der Frischkostanteil sehr hoch.

    Pellets von Harrisson gibt es nur mal als Leckerli, da auch hier ein m.E. zu hoher Proteingehalt drin ist, von den zu erwartenden Drüsenmagenproblemen, die bei Dauer- und Langzeitfütterung auftreten können, ganz zu schweigen.

    Außer bei unseren Aras, bei denen ich Pellets mit in die Ernährung integrieren mußte, weil es in der Gruppe zu Futterneid kommt und deshalb nicht alle genug Obst und Gemüse aufnehmen, weil ein Spezie immer meint, er müßte die kompletten Obstschalen ausräumen, nachdem er sich selbst das Beste rausgesucht hat. Obst gibt es trotzdem, auch wenn's dann später am Boden liegt :( und zusätzlich abends noch aus der Hand, dann fällt nämlich gar nix runter und alle 4 fressen vorbildlich. Allerdings reicht die Menge nicht aus, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf solcher großen Vögel zur Zufriedenheit zu decken und deshalb gibt es alle 2-3 Tage nur die halbe Körnerration und der Rest wird mit Pellets aufgefüllt.

    Ansonsten mach ich nicht viel "Geschiss" ;), 2 x im Jahr homöopathische Entgiftung und Aufbau des Immunsystems, incl. vogelspezifischen Lactobazillen, im Bedarfsfall Unterstützung der Organe durch hom. Mittel und Kräuter (in Form einer Kur und nicht als Dauergabe, sonst geht der Schuß evtl. nach hinten los) und div. Kräutertees, ebenfalls als Kur, aus der Apotheke, die ich mir dort mischen lasse und ansonsten das, was uns auch guttut, so viel Luft, Sonne und Liebe (bezogen auf die Liebe zu einem Vogelpartner und nicht auf Mensch/Vogelliebe!) wie möglich und so wenig Stress wie möglich. Weniger ist oft mehr!

    Genau das stimmt, auch ein Vitamin B-Komplex als Dauergabe wird mit großer Sicherheit in Überdosierung auf einen langen Zeitraum hin was bewirken, was nicht unbedingt als positiv einzustufen ist, denke da besonders an die Nieren, wo das ja alles drüberläuft.

    Vitamin C benötigt ein Papagei überhaupt nicht zusätzlich, denn der Körper bildet es bei ihm selbst. Erhöhter Vitamin C Bedarf und zusätzliche Gaben sind, nur als Beispiel, bei einem Bindegewebsaufbau (nach einer Verletzung) nötig und sollten dann über einen entsprechenden Zeitraum zusätzlich gegeben werden.
     
  8. Alx

    Alx Mitglied

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  9. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Alx (ohne 'e' ;-),

    > Ich war mittlerweile nämlich bei einem anderen Spezialisten -und meine Einstellung zur Ernährung hat sich dadurch geändert.

    So ist das halt mit den Ernährungs'wissenschaften': 2 Experten, 3 Meinungen ;-)

    > Morgens bekommen sie zurzeit nur Pellets (Dr. Harrison Alleinfutter mit allen wichtigen Vitaminen usw.); nachmittags wenn ich nach Hause komme, stelle ich sie meist "raus" in eine kleine Aussenvoliere, wo sie dann Obst und Gemüse futtern können (dies wird auch durch den Körnerentzug völlig aufgenommen). Obst werde ich aber bald auch wieder über den Tag anbieten; dies wollte ich bisher nicht, da sie sich an das Alleinfutter gewöhnen sollen).
    In der Umstellungsphase bekommen sie abends dann wieder drinnen noch ca. 1 Stunde Körnerfutter und Nüsse.

    Hat es einen bestimmten Grund, dass du bestimmtes Futter nur zu bestimmten Tageszeiten (und dann z.T. noch zeitlich beschränkt), anbietest? Ob der Vogel seine Nuss nun morgens oder abends frisst, sollte doch egal sein.

    > diese Bröckchen nur "heimlich" zu essen, denn an Gewicht haben sie beide zugenommen (waren ein wenig zu leicht laut TA).

    Nichts gegen Tierärzte - unsere bemängelt auch immer die 'schwache Brust' unseres Geiers (woher soll Brustmuskulatur kommen, wenn man wegen Blindheit nicht fliegen kann...). Und auch bei Grauen gibt es 'von Natur aus' unterschiedliche 'Wuchsformen'. Von 350 - 550 g ist da alles drin, von Hänfling bis Superschwergewicht. Solange das Gewicht auf Dauer konstant bleibt und nicht deutlich untergewichtig ist, würde ich mir da keinen Kopf machen.

    > Laut diesem Spezialisten und auch laut Dr. Harrison soll man nichts weiter beifüttern (lediglich ca. 10g Obst/Gemüse pro Vogel -hi, aber das ist ja fast NIX),

    Vor allem: soll man wirklich jeden Tag die Briefwaage rauskramen, um genau '10 g' abzuwiegen? Zumal der Geier das ja je nach Geschmack eh' nur teilweise frisst. Wie soll er auch wissen, dass er sich an deine %-Zahlen halten muss ;-)

    > Er meinte er hätte damit sogar einen Grauen mit extremen Lebenproblemen weitere 10 Jahre schenken können.

    Sowas läßt sich aus der Retrospektive immer leicht sagen ;-)

    > Ich fürchte zu deiner Frage kann ich also nicht viel sagen -bei mir "keimt" nichts (auch besser wg. Schimmelgefahr).

    Das ist kein Thema, solange man dabei die nötige Sorgfalt walten läßt.

    > Ich hoffe, bei dir meldet sich noch ein "Keim-Spezialist", der dir sagen kann, was man alles verwenden kann.

    Du kannst jedes Körnerfutter als Keimfutter verwenden. Die 'Keimprobe' wird gemeinhin auch als Qualitätserkmal des Futters angesehen: Futter, das nicht keimt, taugt nix. Spezielles Keimfutter ist halt nur von der Zusammensetzung so gewählt, dass gegenüber dem Standardfutter nicht Keimbares (wie getrocknete Beeren) weg gelassen wird, und dass die Saaten halbwegs so zusammengesetzt sind, dass sie in einem ähnlichen Zeitrum keimen.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  10. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Corinna,

    > und ansonsten das, was uns auch guttut, so viel Luft, Sonne und Liebe

    Das erinnert mich an die Bemerkung einer Bekannten, die seit vielen Jahren sehr viel mit Großpapageien zu tun hat (bei ihr hocken ständig Dutzende Tiere). Mit gesunden ebenso wie mit vernachlässigten, gerupften, todkranken und völlig gestörten. Die sagt: Papageien, die 'mit am Tisch' essen, sind meist die gesündesten.

    Was nun kein Plädoyer dafür ist, Vögel mit Menschennahrung zu füttern, sondern einfach auf etwas anderes hindeutet: Vögel, um die sich Mensch gut und fürsorglich kümmert und die 'zur Familie' gehören, gedeihen halt meist auch gut. Weil sich ein geliebter und umsorgter Papagei wohler fühlt als einer, der mit Hilfe der Laborwaage und Nährstofftabellen 'gesund' ernährt wird, aber sonst aussen vor bleibt.

    Und vieles des 'das darfst du nicht, das ist ungesund' beruht halt nunmal auf Vorurteilen. Wenn z.B. (irgendjemand nannte dieses Beispiel) Fruchtjoghurt verboten ist wegen Zucker - tja, dann darf der Geier auch keinerlei Obst mehr bekommen. Weintrauben z.B. haben einen Zuckergehalt, der selbst Coca Cola vor Neid erblassen läßt. Insofern ist es nicht schädlicher, den Geier mal am Butterkeks knabbern zu lassen, als ihm einen 'gesunden' Apfel zu geben.

    Dass man dabei ein paar Ernährungsregeln beachtet und den Geier z.B. nicht mit gesalzenen Erdnüssen vollstopft, widerspricht dem ja nicht. Soviel Verstand haben die meisten Leute aber zum Glück von sich aus. Und die Geier soviel Instinkt, dass sie Nahrung, die ihnen nicht gut tut, nicht im Übermaß fressen.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  11. #30 Corinna67, 8. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hallo Alx,


    nööö, Plan gibt es bei mir nicht in dem Sinne, ich mache das täglich so, wie es mir in den Kram paßt.

    Natürlich gibt es Körnerfutter und frisches Wasser täglich. Ins Körnerfutter mische ich häufig noch Dinge unter, z.B. Haferflocken, ungezuckertes Müsli, Bananenchips, getr. Chilischoten, Trockengemüse, Nüßchen, Rosinen, Trockenobst und noch einiges mehr, so wie ich es gerade für richtig halte. Die Obst- und Gemüsesorten wähle ich nach dem, was gerade bei meinem Obsthändler im Angebot ist und wenn ich was Bestimmtes haben möchte, dann bestelle ich mir einen oder zwei Tage vorher ne Kiste davon. Ich lege auch zwischendurch mal einen obstfreien Tag ein, damit der Magen ein wenig entsäuert wird. Wenn ich dran denke, dass manche Geier nie in ihrem Leben Obst und Gemüse bekommen haben, dann schadet ein obstfreier Tag zwischendurch nicht, manchmal gebe ich auch bewußt 2 Tage hintereinander kein Obst. Davon stirbt kein Papagei, wenn man dran denkt mit welchem Nahrungsangebot die Vögel manchmal in freier Natur zurecht kommen müssen.

    Wenn mich im Laden mal das Knäckebrot oder der Zwieback anlacht, dann kaufe ich das und dann gibt es kleine Knusperstückchen mit Marmelade, Honig oder auch mal Ernußmus aus dem Reformhaus. Anstatt purem Trinkwasser gibt's, nicht täglich, aber öfter mal, einen Schuß Obstessig mit hinein oder ich verdünne Säfte oder Tee.

    Und wenn ich koche und halte es für die Geier für richtig, dann koche ich für die mit, z.B. Nudeln mit Tomatensoße, die Nudeln werden ungesalzen gekocht und für uns Menschen später nachgesalzen und die Tomatensoße wird aus frischen Zutaten gemacht, natürlich auch Knobi :D, die die Geier auch haben dürfen, gesalzen wird dann, wenn die Geierportionen rausgenommen wurden. Heute gab es hier z.B. etwas weniger Körnerfutter, dafür gekochte Kartoffeln, Broccoli und Karotten mit frischem Schnittlauch, Majoran, rohe Zwiebelstückchen und frischen Chilischoten. Natürlich sind in dem Gekochten so gut wie alle Vitamine hin, aber in dem Schnittlauch, Majoran, Zwiebel und Chili, was frisch drunter kommt, ist immer noch einiges drin. Obst gab es auch nur 2 Sorten, leckere schwarze Kirschen, dank Nachbar's Garten :) und rote Johannisbeeren von den eigenen Sträuchern hier.

    Papageiengerecht, das was in der Natur aufgenommen wird gibt's ja hier größtenteils gar nicht, bedeutet für mich alle Sachen querbeet, die ein Papagei gut verdauen kann und die keine Schädigungen hervorrufen, wie z.B. Salz, obwohl das auch in einer gewissen, ganz geringen Menge benötigt wird. Schokolade ist auch noch so ne Sache, die es gar nicht gibt, weil das darin enthaltene Theobromin zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tode führen kann. Wenn man Dinge in Maßen und nicht in Massen füttert kann man auch Dinge füttern, die normalerweise nicht für die Verdauung eines Papageien bestimmt sind, wie z.B. Joghurt. Aber auch hier mache ich es so, wie's mir einfällt, mal gibt es Joghurt natur, wo ich ein wenig Honig unterrühre, dann gibt es mal was mit Frucht usw.

    Ich dachte bei Harrisson soll nur noch ganz wenig Obst gegeben werden und keine Körner mehr? Oder reduzierst Du dann die Pelletmenge und gibst dafür abends noch etwas Körnerfutter. Wenn Du die Körner noch obendrauf packst, wundert es mich nicht, dass Deine Geier zugenommen haben :D ! Nicht zu viel füttern, weil damit der Stoffwechsel unnötig belastet wird, weniger ist manchmal mehr, wenn es richtig verarbeitet werden kann.

    Ich habe mal nachgeschaut, die Harrisson Pellets enthalten zwischen 14% und 20% Protein, je nach Sorte, gerade so an der Grenze. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube von der TiHo Hannover gab es vor einigen Jahren mal eine Studie bezüglich der reinen Pelletfütterung, will das aber nicht behaupten. Ich habe große Bedenken, auch bei den Harrisson Pellets, dass der Drüsenmagen zu wenig Arbeit hat und erschlafft und dünnwandig wird. Es wird ja auch noch mal unterschieden, Pellets und exdrudierte Pellets, wobei bei den extrudierten Pellets, wozu auch meines Wissens Harrisson Pellets gehören, durch die starke Erhitzung (ca. 400°) sämtliche Vitamine und Mineralstoffe entzogen werden, die dann hinterher wieder künstlich aufgesprüht werden. Die Gefahr hierbei ist, dass der Vogel die Pellets ähnlich dem Körnerfutter schält und so die außen aufgesprühten Vitamine und Mineralstoffe gar nicht aufgenommen werden. In den Pellets der Fa. Wagner sind die natürlichen Vitamine der Zutaten noch enthalten und werden nicht künstlich zugesetzt, außerdem enthalten sie feste Bestandteile, also Arbeit für den Drüsenmagen. Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich die Aras besser von Harrisson auf Wagner umstelle, außerdem sind die um einiges günstiger. Aber natürlich auch nicht als Hauptfutter, sondern nur alle 2-3 Tage halbe Portionen.

    Bitte, gerne geschehen!
     
  12. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Corinna,

    > Papageiengerecht, das was in der Natur aufgenommen wird gibt's ja hier größtenteils gar nicht

    Jau. Und andererseits wachsen in Afrika auch kaum gekochte Kartoffeln oder Nudeln auf den Bäumen :-)

    Was mich schon lange interessiert: weisst du (oder sonst jemand), wie die Ernährungsempfehlungen in %-Werten für Eiweiß, Fett, Kohlehydrate, die man in fast jedem Ratgeberbuch nachlesen kann, zustande kommen?

    Aus dem Freiland wohl kaum. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass man die Ernährungsgewohnheiten der Grauen in freier Natur soweit erforscht hat, wenn man nicht mal weiss, wie alt die Tiere eigentlich werden. Zumal das Nahrungsangebot im Wildleben ja nicht unbedingt etwas darüber aussagt, ob der dort vorgefundene Nahrungs-Mix nun ideal ist. Da muss der Geier wohl erstmal das fressen, was da ist. Erst bei einem großen und vielfältigen Überangebot könnte er sich sein Lieblingsfutter raussuchen - aber ob das Lieblingsfutter auch das gesündeste Futter ist...

    Aus Tierversuchen sicher auch nicht. Dazu sind Graue schlichtweg zu teuer und werden viel zu alt - so ein langes Projekt zahlt kein Geldgeber :-/

    Woher kommen die Empfehlungen dann? Aus der Erfahrung von Züchtern? Aus retrospektiven Erhebungen an kranken Tieren (sowas ist ja immer mit größter Vorsicht zu geniessen)? Aus der Erkenntnisübertragung von Mäusen auf Papageien?

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  13. #32 Alexandra, 9. Juli 2004
    Alexandra

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    Hallo Stefan!


    Ich weiß nicht, welches Buch sich auf welche Erkenntnisse beruft, aber die TiHo hannover z. B. hat tatsächlich Versuchsreihen mit bestimmten Papageien durchgeführt. Mit Kleinen wie Agas und WS, aber auch mit Kakdus, Amazonen, Grauen.
     
  14. #33 Corinna67, 9. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hi Stefan,

    ich denke, dass sich die Erfahrungswerte schon größtenteils auf Freilandbeobachtungen beziehen und das man die Saaten, Gräser, Früchte, usw., die von den Papageien in der Natur vorwiegend aufgenommen werden, analysiert hat und so die Fütterungsempfehlungen zustande gekommen sind. Natürlich ist ein Großteil dieser Nahrung bei uns nicht für die Papageien verfügbar, also wird man wohl versuchen auf vergleichbare Dinge, die ähnliche Nährwertangaben haben, zurückzugreifen und die, wie das Entspelzen von Körnern, der Nahrungsaufnahme in der Natur ähnlich sind.

    Du hast sicher recht, dass Nudeln und Kartoffeln nicht auf Bäumen wachsen :) , schon gar nicht gekocht. Aber für mich gehören sie auch zu einem wichtigen Bestandteil der Papageienernährung hinzu, da ich teilweise Papageien beherberge, die früher ausschließlich vom Tisch ernährt wurden und es so gewöhnt sind und es gerade für diese Vögel m.E. wichtig ist, dass man ihnen nicht alles nimmt, wie sie es gewohnt sind. So gibt es dann zwischendurch gekochtes Futter, allerdings so, dass es für sie gut verträglich ist, aber nicht so wie vorher Braten mit Soße usw. ;) !

    Außerdem hat sich dieser Bestandteil der Ernährung schon oft bei mir bewährt, z.B. dann, wenn es sich um alte Papageien handelt, die ab einem gewissen Alter Körpergewicht verlieren und die man so ein wenig zusätzlich unterstützen kann, um das Gewicht einigermaßen zu halten, denn es kostet sie nicht viel Zeit, im Gegensatz zum Körnerentspelzen, diese Nahrung in größeren Mengen aufzunehmen.

    Ich hatte bis zum Januar diesen Jahres u.a. eine steinalte Amazone beherbergt und bei ihr konnte man in den letzten Jahren ihres Lebens gut beobachten, wie der Alterungsprozeß bei einem Papagei voranschreitet, nämlich ähnlich wie beim Menschen. Sie wurde kleiner und etwas buckelig, das Gefieder etwas struppiger und die Bewegungsabläufe so langsam, dass sie in den letzten 2 Jahren sogar ab und zu über ihrer Futterschüssel beim Fressen eingeschlafen ist :) . Ansonsten hat sie sich am liebsten von ihrem Vogelpartner verwöhnen lassen, der mit steigendem Alter immer mehr ihre Gefiederpflege übernahm und sie hat eben viel geruht und geschlafen. Sie war dankbar für diese zusätzliche Kost.

    Für mich hatte dieser Vogel noch genauso eine Daseinsberechtigung wie ein junges Tier und es war für mich ein außergewöhnlches Erlebnis einen Papageien in diesem Alter bis zu seinem Tod begleiten zu dürfen.

    Aber die Ernährung mit Reis, Nudeln und Kartoffeln und gekochtem oder sogar püriertem Gemüse hat sich auch schon in Krankheitsfällen bewährt, egal ob bei Schnabelverletzungen, während Aspergillosebehandlungen, wo oft das Gewicht schnell nach unten geht und die Vögel während der Behandlung sehr ruhig und manchmal etwas apathisch sind oder auch nach Operationen oder schmerzhaften Brüchen, dann, wenn es für einen Papagei enorm wichtig ist viel Nahrung aufzunehmen, ihm aber die Aufnahme von Körnern zu anstrengend ist. Deshalb finde ich es gut, wenn Papageien solche Dinge freiwillig zu sich nehmen und es dann im Bedarfsfall nicht plötzlich zu Schwierigkeiten kommt, weil sie es nicht kennen und man schlimmstenfalls eine Sondenernährung beginnen muss, die so in einem Teil der Fälle vermeidbar bleibt.
     
  15. Alx

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  16. Alx

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    Hallo Corinna :0-

    <<<Ins Körnerfutter mische ich häufig noch Dinge unter, z.B. Haferflocken, ungezuckertes Müsli, Bananenchips, getr. Chilischoten, Trockengemüse, Nüßchen, Rosinen, Trockenobst und noch einiges mehr, so wie ich es gerade für richtig halte.

    -des hört sich für mich auch gut an und ich habe mir auch diese Arbeit gemacht ... Bananen, Chillischoten und Gemüse bekommen sie nun frisch, Nüßchen als Leckerlie. So Trockenobst usw. scheinen sie eh nicht zu mögen.

    <<<Die Obst- und Gemüsesorten wähle ich nach dem, was gerade bei meinem Obsthändler im Angebot ist und wenn ich was Bestimmtes haben möchte, dann bestelle ich mir einen oder zwei Tage vorher ne Kiste davon. Ich lege auch zwischendurch mal einen obstfreien Tag ein, damit der Magen ein wenig entsäuert wird.

    -ja, wenn es zeitlich einfach mal überhaupt nicht geht, gibt es automatisch einen obstfreien Tag...

    <<<Wenn mich im Laden mal das Knäckebrot oder der Zwieback anlacht, dann kaufe ich das und dann gibt es kleine Knusperstückchen mit Marmelade, Honig oder auch mal Ernußmus aus dem Reformhaus. Anstatt purem Trinkwasser gibt's, nicht täglich, aber öfter mal, einen Schuß Obstessig mit hinein oder ich verdünne Säfte oder Tee.

    -Sünde muss und darf manchmal sein.
    -Mit dem Trinkwasser ist ein guter Tipp, aber da lasse ich sie lieber mal aus meiner Tasse Tee wie Früchtetee ohne Zucker nat. trinken. Wollen sie eh; meine Kaffeetasse muss ich immer gut im Blick haben, sonst wird auch Kaffee geklaut bzw. probiert :D

    <<<Ich dachte bei Harrisson soll nur noch ganz wenig Obst gegeben werden und keine Körner mehr?

    -Ja -war in der Umstellungsphase noch so, dass sie sich abends 1 Stunde in die Schüssel mit den Körner gesetzt haben und dort nicht mehr wegzukriegen waren, weil sie die Brocken am Morgen nur umhergeworfen haben. Nachdem sie aber nun essen, werden dafür -wie gesagt- nur noch wenige Körner aufgenommen (1 EL höchstens; ich wunder mich ja selbst). So ganz wegnehmen wollte ich sie halt nicht und deshalb werde ich sie auch nicht mehr täglich anbieten. Bei dir war das genau andersrum, ge? Du gibst dafür Harrisson oder Wagner nur alle 2 - 3 Tage -hi, hi!

    <<<Oder reduzierst Du dann die Pelletmenge und gibst dafür abends noch etwas Körnerfutter. Wenn Du die Körner noch obendrauf packst, wundert es mich nicht, dass Deine Geier zugenommen haben :D ! Nicht zu viel füttern, weil damit der Stoffwechsel unnötig belastet wird, weniger ist manchmal mehr, wenn es richtig verarbeitet werden kann.

    -Neeeeeee, von mischen halte ich nicht´s -sie hätten am Anfang nur die Körner genommen...
    Das mit dem Gewicht ist schon ok -ich war vor den 2 Spezialisten noch bei normalen Tierärzten. Alle waren sich einig, dass sie zwar kein Untergewicht haben bzw. nicht extrem dünn wären, aber sie schon "ein bisschen" mehr haben könnten. Sie sind halt "falsch" ernährt worden, dementsprechend schwächer vom Immunsystem und auch etwas leichter.....

    <<<Ich habe mal nachgeschaut, die Harrisson Pellets enthalten zwischen 14% und 20% Protein, je nach Sorte, gerade so an der Grenze. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube von der TiHo Hannover gab es vor einigen Jahren mal eine Studie bezüglich der reinen Pelletfütterung, will das aber nicht behaupten. Ich habe große Bedenken, auch bei den Harrisson Pellets, dass der Drüsenmagen zu wenig Arbeit hat und erschlafft und dünnwandig wird. Es wird ja auch noch mal unterschieden, Pellets und exdrudierte Pellets, wobei bei den extrudierten Pellets, wozu auch meines Wissens Harrisson Pellets gehören, durch die starke Erhitzung (ca. 400°) sämtliche Vitamine und Mineralstoffe entzogen werden, die dann hinterher wieder künstlich aufgesprüht werden. Die Gefahr hierbei ist, dass der Vogel die Pellets ähnlich dem Körnerfutter schält und so die außen aufgesprühten Vitamine und Mineralstoffe gar nicht aufgenommen werden. ´

    -hier in den VF habe ich mal gelesen, dass gerade bei Harrisson eben nicht der Magen erschlafft (na, sie haben vorsichthalber auch Gritt) und ein Glück spelzen sie sie nicht, wie die Körner, darauf habe ich schon geachtet.


    Bitte, gerne geschehen![/QUOTE]

    -nochmal vielen Dank!
    -Auch, wenn ich es noch ein wenig anders mache; ich finde gut, wie du die Tiere versorgst. Sehr kompetent :)

    Bis bald vielleicht noch mal!
     
  17. #36 Corinna67, 9. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hallo Alx,

    ich glaube so kann man das nicht vergleichen. Der Stoffwechsel beim Papageien ist ein ganz anderer als beim Menschen, vor allem viel schneller.

    Nimmt man z.B. die allgemeine Faustregel, mal egal ob es gut oder schlecht ist, und füttert ca. 10% des Körpergewichtes an Körnerfutter und noch ca. 15%-20% Obst und Gemüse, dann bedeutet das, dass ein Grauer ca. 25-30% seines eigenen Körpergewichtes täglich benötigt, was auch ungefähr so hinkommt.

    Jetzt stell Dir mal vor, wir müßten täglich 25-30% unseres eigenen Körpergewichtes futtern, damit wir gut versorgt sind. Das wären bei einem Menschen von 60 kg 15 kg bis 18 kg Nahrung 8o 8o 8o :D !

    Denkt man an die Verdauung, wie oft so ein Geier sein Geschäft verrichtet, dann müßte man, wenn man es auf den Menschen übertragen wollte, alle 300 Meter ein Klohäuschen aufstellen :D :D :D , wenn's nicht in die Hose gehen sollte. *stell's mir gerade bildlich vor :D :D * (Ein bißchen Spaß muss sein! :) )

    Ich glaube sowieso, dass auch das Freßverhalten in der Natur nicht nur auf Instinkt beruht, sondern auch auf ein Lernverhalten, sonst hätten viele Arten im Laufe der Evolution nicht überlebt und hätten es geschafft sich plötzlich anderen Lebensbedingungen anzupassen.
     
  18. #37 Corinna67, 9. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hier sind die Meinungen unterschiedlich. Im Prinzip muss jeder selbst wissen und verantworten wie er seine Geier versorgt. Ich will da auch keinem reinreden, gebe nur meine Meinung wieder und so kann sich jeder das Beste aus allen Meinungen heraussuchen, so sollte es auch sein. Man muss sich ja nicht über solche Dinge streiten, sondern sie dienen einfach dem Erfahrungsaustausch.

    Was den Grit betrifft hat der einen anderen Zweck, wobei die Meinungen hier auch bei den einzelnen Instituten und auch in der Wissenschaft auseinandergehen, ob er bei Papageien wirklich notwendig ist.

    Er ist in dem Sinne kein fester (bezogen auf die Konsistenz) Nahrungsbestandteil, sondern dient dazu, dass festes Futter wie Körner besser verarbeitet werden können. Er ist quasi wie eine Mühle, die die Körner etwas klein mahlt und so die Vorverdauung erleichert, was bei Pellets nicht nötig ist, da die weich werden.

    Gritaufnahme ist sicher nicht immer notwendig und er wird auch nur zeitweise von den Vögeln aufgenommen und ich denke, dass das dann geschieht, wenn es kurzfristig Probleme mit der Verdauung gibt, so wie auch bei uns Sodbrennen nicht immer gleich einen ernsten Hintergrund hat.

    Zu gut deutsch, Grit für Körnerfresser ist im Prinzip nicht nötig, zeigt auch, dass dieser von einem gesunden Papagei wenig aufgenommen wird, sollte aber trotzdem zur Verfügung stehen, wenn es mal Probs mit der Vorverdauung geben sollte. Das steht so in keinem Buch drin oder ist wissenschaftlich bewiesen, diese Meinung habe ich mir im Laufe der Jahre selbst gebildet.
     
  19. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Corinna und Alex,

    > ich denke, dass sich die Erfahrungswerte schon größtenteils auf Freilandbeobachtungen beziehen und das man die Saaten, Gräser, Früchte, usw., die von den Papageien in der Natur vorwiegend aufgenommen werden, analysiert hat und so die Fütterungsempfehlungen zustande gekommen sind.

    Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Schon deshalb, weil die Grauen in Natur Lebensräume von 0 bis 2.000 Meter Höhe bevölkern, und sich da die natürliche Vegetation doch deutlich unterscheidet. Lantermann schreibt (in dem einzigen ernstzunehmenden Buch über Graue, das ich kenne - vielleicht hat jemand noch einen anderen Buchtipp) auch, dass es unter Grauen extreme Nahrungsspezialisten gibt, die sich fast ausschließlich von Ölpalmfrüchten ernähren =:-o Andererseits auch welche, die als Kulturfolger Maisfelder abernten... Lantermann ist mit seinem 'Graupapageigen' Buch übrigens auch einer der wenigen, der auf %-Nährwertempfehlungen explizit verzichtet - weil man halt nichts genaues wisse.

    > Ich hatte bis zum Januar diesen Jahres u.a. eine steinalte Amazone beherbergt und bei ihr konnte man in den letzten Jahren ihres Lebens gut beobachten, wie der Alterungsprozeß bei einem Papagei voranschreitet, nämlich ähnlich wie beim Menschen. Sie wurde kleiner und etwas buckelig, das Gefieder etwas struppiger und die Bewegungsabläufe so langsam, dass sie in den letzten 2 Jahren sogar ab und zu über ihrer Futterschüssel beim Fressen eingeschlafen ist :)

    Einer Bekannten von uns ist letztens ein Grauer gestorben, der verbrieft 60 Jahre alt war. Bzw. mindestens 60 Jahre. Wie alt er war, als man ihn importiert war, hat er nicht verraten ;-) Der konnte kaum noch laufen, und poofte meist vor sich hin. Nur, wenn man ihn angesprochen hat, reagierte er kurzzeitig. Aber 'schlecht' ging's ihm nicht - er war halt nur alt und hat bis zuletzt sein 'Gnadenbrot' vermampft.

    Unser Grauer ist mittlerweile 32+x Jahre alt. Und immer noch topfit. Das ist schonmal deutlich mehr als die heute durchschnittliche Lebenserwartung von Grauen in Gefangenschaft - in sofern können die Vorbesitzer, trotz 'vom Tisch essen', nicht alles falsch gemacht haben...

    Alex:
    > die TiHo hannover z. B. hat tatsächlich Versuchsreihen mit bestimmten Papageien durchgeführt. Mit Kleinen wie Agas und WS, aber auch mit Kakdus, Amazonen, Grauen.

    Besagter Herr Lantermann (das Buch ist von 2000) berichtet von Untersuchungen der TiHo Hannover, in denen Nahrungspräferenzen der Grauen untersucht wurden. Inwieweit das aber 'natürlich' oder 'erlernt' ist (Bevorzugung von Erdnüssne und Sonnenblumenkernen), bleibt da offen.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
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  21. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Corinna,

    > Gritaufnahme ist sicher nicht immer notwendig und er wird auch nur zeitweise von den Vögeln aufgenommen und ich denke, dass das dann geschieht, wenn es kurzfristig Probleme mit der Verdauung gibt, so wie auch bei uns Sodbrennen nicht immer gleich einen ernsten Hintergrund hat.

    Ich weiss nicht, wie das bei Großpapageien ist. Bei Agas habe ich aber noch kein Roentgenbild gesehen, indem nicht die Steine im Magen zu sehen waren. Unsere Agas stürzen sich v.a. dann auf Grit, wenn sie gerade brüten. Der Graue dagegen guckt das Zeug überhaupt nicht an, niemals...

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  22. #40 Corinna67, 10. Juli 2004
    Corinna67

    Corinna67 Guest

    Hi Stefan,

    ich hab mal aus dem WWW was über Grit und die Notwendigkeit bei Papageien rausgesucht, kannste Dir ja mal durchlesen: Vogelgrit

    Ich werde es weiter so handhaben wie bisher, es wird angeboten und wenn es notwendig ist, greifen die Vögel darauf zurück. Das habe ich schon öfter festgestellt, manchmal bleibt die Schüssel wochen- oder gar monatelang unangetastet, dann plötzlich sehe ich, dass sie kurzzeitig das Zeug in sich reinschaufeln. So ähnlich geht es auch mit dem Merkl-Mineralstein.
     
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