Ernährungsweise von Waldkäuzen

Diskutiere Ernährungsweise von Waldkäuzen im Greifvögel und Eulen Forum im Bereich Wildvögel; Laut mehreren Fachbüchern ernährt sich der Waldkauz je nach Nahrungsangebot von Fischen, Kleinsäugern, Amphibien, Reptilien,...

  1. #1 njoerch, 24.09.2004
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    Laut mehreren Fachbüchern ernährt sich der Waldkauz je nach Nahrungsangebot
    von Fischen, Kleinsäugern, Amphibien, Reptilien, Insekten/Spinnentieren und Vögeln...gibt es für diese Angaben eigentlich von irgend jemandem hier entsprechende Beobachtungen (von Vögen und Kleinsäugern mal bitte abgesehen...).

    Jörg
     
  2. Balu

    Balu Guest

    *g*
    Ja hab ich..in einer Falknerei,da gabs eintagskücken!!!!
    nein,scherz bei seite.....

    An einem nahen wald bei mir hab ich sogar schon beobachtet wie ein waldkauz einen specht(buntspecht)in den fängen hielt.unter einem der ansitzplätze hab ich auch schon mal eine rupfung von einer amsel,eines stares und mäuseknochen gefuden.:-)
    fisch eigentlich noch nie..ich sehe diese süßen käuze manchmal,nur sidn die so scheu:(...
    grüße
    julia :0-
     
  3. Sagany

    Sagany Guest

    werden irgendwelche nachtgreife eigebtlich auch zur jagt benutzt?
     
  4. #4 njoerch, 24.09.2004
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    Nö, mal abgesehen davon, daß Eulen eigentlich keine "Nachtgreife" sind und das hier im Thread fehl am Platz ist.-)

    Jörg
     
  5. #5 Habicht, 24.09.2004
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    :0- Jörg

    Ich habe auch schon Waldkauz-Gewölle ausgewertet, die ich in der Nähe des Hasper Baches/Hasper Talsperre gefunden habe. Die Gewölle enthielten Fischkiefer und Schuppen.
    Ich habe mal meinen Schaukasten auf den Scanner gelegt. Ich hoffe man kann es erkennen! Eine weitere Besonderheit war 1 Buntspechtschabel.

    :0- Michael
     

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  6. #6 njoerch, 27.09.2004
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    @Michael:

    Danke für die Bilder:-)
    Ich habe mich bis jetzt noch nicht mit Gewöllen auseinander gesetzt, deswegen kam da mal meine Nachfrage.
    Wie sieht es bei euch mit Uhus aus?
    Wir haben zwar keine bekannten BP, allerdings einen Einzelvogel im Fröndenberger Raum sowie dieses Jahr ein gefundenes Gewölle an der Grenze zum Sauerland.

    Jörg
     
  7. #7 Habicht, 27.09.2004
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    Hi Jörg

    Uhu 4-5 Paare, sprich alle möglichen Reviere sind besetzt. Für meinen Geschmack zwar etwas viel, da mit Sicherheit sonst, das eine oder andere Revier vom Wanderfalken besetzt worden wäre. Aber man kann ja nicht alles haben und der Wanderfalke brütet ja fast auf der Grenze zur Nachbarstadt. :)
    Außerdem bin ich Greifvogel und Eulenliebhaber gleichermaßen.
    Auffällig ist auch, das im weiteren Umkreis zu den Uhu-Brutplätzen, keine Greifvogelbruten mehr zu finden sind.
    Der Uhu ein Regulator der Tag-Greifvögel !?

    Warst du schon mal am Geiseckesee. Da steht eine alte Bruchsteinmauer eines ehemaligen Gutshofes. Aus einer Schießschartenartigen Höhle habe ich vor Jahren mal eine dicke, reine Knochenschicht (ehem. Gewölle) rausgeholt.
    Unter den Knochen waren einige Hüftbeine von Froschlurchen.
    Da ich zwar den Brutplatz einer Schleiereule zugeschrieben habe (alle Anzeichen/Arten der Beutetiere weisen darauf hin) ist nicht auszuschließen das auch mal ein Waldkauz sein Quatier dort hatte, zumal laut Literatur der Schleiereule eher kaum Amphibienbeute zugestanden wird.

    :0- Michael
     

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  8. #8 Regalis, 27.09.2004
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    Uhu und Greifvogelhorste!!

    Hi,

    dachte ich geb den "Bücherwürmer" noch mal nen Tip,ihr müßt bezüglich Uhu und Horste anderer Greife bisschen mehr einschlägige Literatur lesen, ist schon lange relativ bekannt das dort wo der Uhu brütet bzw. sein Revier hat, die anderen Greife ausweichen bzw. ( falls nicht) vom Uhu auch gerne als Beutetiere angesehen werden, wir haben sogar auch ein Uhupaar in meiner Nähe, die haben
    die letzten zwei Jahre regelmäßig Jungtiere eines Habichtspaares aus dem nachbarrevier erbeutet. Bevor das Geschrei wieder losgeht, der Uhu fängt und greift die Habichte nicht im Flug, sondern greift zu wenn die habichte Beute gemacht haben und nicht so gut auspassen!!
    Gruß
    Marco
     
  9. #9 Habicht, 27.09.2004
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    Ich liebe so oberschlaue Falkner und Jäger :D

    Ne ne ist klar, wusste noch gar nicht das Habichte auch Nachts jagen, der Uhu jagt auf jedenfall nicht am Tage.

    Der Uhu greift sich viel eher die Greifvögel im Vorbeiflug Nachts aus ihren Schlaf- und Ruhebäumen.
    Das ist ja der Grund warum Uhu und Wanderfalke nicht in einem Steinbruch leben können, da der Wanderfalke Nachts keine Chance hat.


    Habicht
     
  10. #10 Regalis, 27.09.2004
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    Oh weia?!

    Hi,

    muß nochmal, ist seltsam dachte du weißt so gut bescheid, also mein Uhu ist dämmerungsaktiv und das jeden Abend und jeden Morgen und deisen zeiten ist auch der Habicht aktiv, aber ist schon Ok, nehme an das ist falsch und du weißt das aus jahrenlangen studien der Bücher, leider hab ich selber ein solches Tier und das was ich oben geschrieben habe ist aus meiner Erfahrung- sorry wenn ich damit dein Fachwissen durcheinander werfe. Hatte ja schon mal geschrieben das man manches nicht lesen kann sondern erfahren oder sehen sollte.
    Es gibt u.a. Berichte ( schriftlich und auf Video) darüber wie vor Jahren ( als die Jagd mit Uhu noch erlaubt war) das auf Beizjagdten in der Dämmerung oder früh am Morgen Falkner ihre Beizvögel ( Habicht, falke usw.) an Uhu's verloren haben und dabei augenzeuge waren.
    Wenn der Uhu absolut nur Nachtaktiv wäre was würde er denn dann als Beute schlagen???? Hase und Kanin sind ja auch nicht als absolut nachtaktiv bekannt sondern gehen in der Dämmerung auf Nahrungssuche, es sei denn du bist der Meinung das sich ein Uhu ausschließlich von Mäusen errnährt?!
    Schau dir nen Uhu von der Nähe an und achte besonders auf die Fänge und du weißt von was er sich ernährgt und wann diese Beutetiere aktiv sind.
    Gruß
    Marco
     
  11. #11 Regalis, 27.09.2004
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    Nochwas!

    sag bloß du gehst davon aus das der Uhu seine beute nachts mit den Augen sieht oder aussucht und dann zuschlägt, sollte das der Fall sein wirfst du dich selber um Jahre zurück, den der oberschlaue Jäger oder Falkner bzw. diverse Schulkinder wissen das diese Tiere ihre Beute hauptsächlich mit dem Gehör lokalisieren, mal abgesehen davon gehen Uhu's in der Brutzeit auf jeden Fall auch am Tage auf Beutefang, auch darüber gibt es einschlägige Literatur!

    Marco
     
  12. #12 DUNADAN, 27.09.2004
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    Uhu-Jagd

    Also eins ist klar. Uhus jagen natürlich nachts und in der Dämmerung, während der Jungenaufzucht auch schon mal tagsüber. Habe ich selbst auch schon gesehen, dürfte aber seltener vorkommen.

    Ich denke aber auch, dass die meisten Greife dem Uhu nachts zum Opfer fallen.
    Guckt Euch mal die Nahrungsreste an Uhubrutplätzen an. Da finden sich bei uns in SH haufenweise Kaninchen, Igel (!) und Wanderratten, hin und wieder Elstern, Krähen, auch schon mal Sperber, Habicht und sogar einen Kolkraben fand ich mal.
    Was die Säuger angeht, so sind alle diese Arten auch in stockdunkler Nacht unterwegs. Das merkt man, wenn man z.B. nachts unterwegs ist Wachtelkönige zu kartieren.
    Der Uhu hat also auch nachts ein reiches Angebot und wird sicher den Großteil seiner Beute auch nachts abgreifen.

    Oscar
     
  13. #13 njoerch, 28.09.2004
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    Der Uhu ist sowohl Tag- als auch Dämmerungs- und Nachtaktiv (wobei die Tagaktivitäten von dem Nahrungsangebot bzw. Brut abhängen).
    Der Uhu brütet am Boden, in (Halb-)Höhlen und in alten Greifvogelhorsten(auf angebrachten Baumplattformen.
    Das Beutespektrum des Uhus fängt bei Mäusen/Ratten an und hört bei Rehkitzen auf (dazwischen liegen auch Kolkrabe, Greifvögel, sehr viele Igel...).
    Ich weiß zwar nicht, warum Regalis hier wieder so einen Wind macht und in meine Frage an Habicht so reinhaut, aber naja...

    @Habicht: Ja, war ich schon öfters (ist noch Kartierungsgebiet für mich mit meinen Sperbern:-) ), Waldkauz ist da auf jeden Fall ansässig!


    Jörg
     
  14. #14 Habicht, 28.09.2004
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    Hi
    Auch hier empfehle ich mal wieder eine Monographie "Der Uhu" von Rudolf Piechocki, aus der NBB-Bücherei. (Für mich, sind die Art-Monographien die beste Literatur die überhaupt herausgekommen ist)

    11.Jagdweise
    Zitat: Ausnahmsweise jagt der Uhu auch an trüben Tagen oder vor Einbruch der Nacht.

    Zitat:Es wurde bereits gesagt, daß unter der Beute verhältnismäßig viele Greifvögel und Eulen sind. Erstere werden in der Nacht, wenn sie schlafend auf den Felskanten oder in den Baumwipfeln sitzen, gepackt, letztere auf dem Ansitz oder beim Verzehren der Beute überrascht.

    Vielleicht meintest du ja die Eulen, die beim verzehren ihrer Beute überrascht werden, dann können wir überein kommen.

    Übrigens decken sich die Aussagen mit eigenen Beobachtungen. Uhus sitzen am Tage völlig regungslos an ihren Tageseinstand und blinzeln höchstens mal mit den Augen. Warum sollten sie sich auch am Tage Stress antun, da jeder Vogel auf ihn hassen würde und er nicht zur Ruhe käme.
    Meine beobachteten Uhus flogen nicht eher auf Beutezug, bevor es fast stockdunkel war und keiner kann mir erzählen, das dann noch der Habicht jagt.
    Übrigens habe ich schon mal selber einen ad. Uhu, nach Anruf von der Ortspolizei, eingefangen und kenne mich mit den Waffen (Fänge) der Uhus aus und habe einen heiden Respekt davor.

    :0- Habicht
     
  15. #15 njoerch, 28.09.2004
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    Hallo, Habicht:-)

    Ergänzend zu Deiner Aussage habe ich noch etwas hinzuzufügen:-)

    Ich habe vor längerem mal eine WDR-Doku bezüglich des Uhus gesehen.
    Eines der dort beobachteten BP brütete in einem Steinbruch.
    Die gesamte umliegende Umgebung hatte kaum Vegetation (keine Baumbestände).
    Da das Nahrungsangebot dort eher spärlich war, waren die Adulttiere dazu gezwungen, auch am hellichten Tage jagen zu gehen, um die Jungvögel ausreichend mit Nahrung versorgen zu können (es existieren Filmaufnahmen davon).
    Natürlich läßt sich kein Vogel (es sei denn, er wird überrascht) am hellichten Tage erbeuten.
    In besagter Doku wurde auch über die verschiedenen Brutplätze berichtet (siehe vorheriges Posting).
    Für alle Interessierten empfehle ich "Die Eulen Europas" von SCHERZINGER, erschienen im Kosmos-Verlag (ist das beste Buch über einheimische Eulen, kostet ca. 50 Euro).

    Jörg
     
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