Ernährungszustand von Vögeln

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  1. Gabi

    Gabi Moderatorin
    Moderator

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    Hallo alle miteinander!

    Meine Frage an Euch betrifft den Ernährungszustand bei Vögeln, in meinem Fall der Agaporniden. Zwei meiner Schwarzköpfchen sind sehr dünn, d.h. das Brustbein tritt deutlich hervor, obwohl sie meiner Meinung nach gut fressen und auch eine ausgewogene Ernährung bekommen. Woran kann das liegen, daß sie einfach nicht ein bißchen wenigstens dicker werden? Was könnte ich dafür noch tun – vielleicht habt Ihr noch ein paar Tips und könnt mir weiterhelfen?! Ich habe vor allem Sorge, daß wenn sie so dünn sind im Krankheitsfall nicht genügend zuzusetzen haben.

    Viele Grüße von
    Gabi
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Gabi!

    Ich aufgrund eigener Beobachtung Ansicht, das es auch bei Vögeln innerhalb einer Art eine gewisse genetische Disposition für den Stoffwechsel und die Nahrungsverwertung gibt: einige sind sicherlich bessere Futerverwerter als andere. Und möglicherweise
    ist das auch bei Deinen beiden so.

    Eine weitere Möglichkeit, die mir einfällt, ist die Aktivität der beiden:
    so tritt auch bei meinem Grauen Alf das Brustbein deutlicher hervor als bei dem Grauen Charlie. In diesem Fall liegt es auch daran, das Alf bis vor wenigen Wochen noch überhaupt nicht fliegen konnte und auch jetzt nur in "Notfällen" fliegt. Von daher ist seine Brustmuskulatur auch nicht ausgebildet (besser wohl: verkümmert). Andererseits ist natürlich auch sein Kalorienverbrauch geringer, dafür wiederum frißt er auch weniger als Charlie.
    Ich habe inzwischen des öfteren gehört, das flügelgestutzte Vögel, sofern sie angemessen ernährt werden, dünner sind als fliegende.
    Aber es passiert auch leicht, das aufgrund des geringeren Kalorienverbrauches nicht oder wenig fliegende Vögel leicht verfetten.
    Es wäre natürlich auch einfach denkbar, das die beiden Schwarzköpfchen reger und aktiver als die anderen sind und deshalb mehr Kalorien verbrauchen.
    Von daher wäre bei den zwei Schwarzköpfchen zu beobachten, ob, wieviel und wie oft sie im Vergleich zu den anderen Agas fliegen und fressen oder ob sie reger als die anderen sind.
    Wenn Du die beiden in einem Schwarm hältst, wäre auch denkbar, das es sich um eher rangniedere Tiere handelt und sich die anderen die Leckerbissen aus dem Futter - und das sind gerade oft die kalorienreichen, fetthaltigen Sämereien - fischen und für die beiden nur die kalorienärmeren, weniger begehrten Sämereien überbleiben.

    Vor einigen Tagen hörte ich auch von einer beim TA erhältlichen Kalorienpaste zum Päppeln (Calo-Pet). Ob dieses Produkt im vorliegenden Fall geeignet, angebracht und notwendig ist, kann ich nicht sagen, es sollte auch sicherlich nicht ohne vorherige Absprache mit einem vogelerfahrenen TA eingesetzt werden.

    Insbesondere wenn Du die Beobachtung erst seit kurzem machst,kommen leider auch Krankheiten in Betracht, bei denen die Nahrung nicht mehr ausreichend verarbeitet wird: am bekanntesten wohl das vor allem bei Wellis bekannte "Going Light-Syndrom", das aber zunehmend auch bei Agas beobachtet wird:
    Symptome sind unerklärlicher Gewichtsverlust, Rückgang der Brustmuskulatur, starkes Hervortreten des Brustbeins, Leistungsschwäche, gelegentliches Erbrechen (selten mit Blut; selten auch Durchfall). Die Futteraufnahme erfolgt bis kurz vor dem Tod, wobei aber manchmal eine vermehrte Aufnahme von Sand und Grit beobachtet werden konnte. Betroffen sind vor allem Jungvögel im Alter von ca. sechs Monaten (Jugendmauser), die Krankheitsdauer bis zum Tod beträgt etwa 14 Tage ( nach Dr.vet. Bernd A. Podesta in Papageien 1/2000).
    Handelt es sich um ältere Tiere und beobachtest Du die Erscheinung schon länger ist m.E. das Going-Light-Syndrom Gott sei Dank auszuschließen.
    Ich hoffe, Dich jetzt nicht mit den letzten Ausführungen in Unruhe versetzt zu haben und wünsche Dir einen schönen Sonntag


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
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