Es ist wieder einmal so weit,... (Nymphensittich-Handaufzucht)

Diskutiere Es ist wieder einmal so weit,... (Nymphensittich-Handaufzucht) im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, Tja, was soll ich sagen,... Neben mir ertönt malwieder das gewohnte Geräusch des Kleinbrüters wie er sich An- und Ausschaltet, ich bin...

  1. #1 Doris, 3. Juni 2002
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Juni 2002
    Doris

    Doris Guest

    Hallo,

    Tja, was soll ich sagen,... Neben mir ertönt malwieder das gewohnte Geräusch des Kleinbrüters wie er sich An- und Ausschaltet, ich bin alleine schon beim Gedanken an das was mir bevorsteht todmüde ;), und sehe die Sache mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

    Die Situation ist folgende: Heute rief mich ein befreundeter Hobbyzüchter (mit dem ich ab und zu gemeinsam Futterbestellungen tätige) an, da er Probleme mit seinem Nymphenpaar hatte. Die Henne ist heute gestorben. Der Hahn ist seither "durchgeknallt" und ruft wie verrückt, versorgt aber leider sein Küken und die 3 Eier nicht mehr. :( Da mein Bekannter keine Ammenvögel in Nymphengröße zur Verfügung hat, bat er mich, in der Sache einzuspringen. Er brachte mir heute nachmittag also die Eier und das Küken vorbei. Das eine Nymphenkind - nur wenige Tage alt - hat leider nicht überlebt. Der Hahn hat es seit dem Tod seiner Henne anscheinend kein einziges Mal gefüttert, der Kleine hat den Transport (nur 10 Minuten Autofahrt in einer geschützten Box) nicht mehr überstanden. :(

    Die 3 Eier liegen nun im Kleinbrüter bei 37-38 Grad Celsius. Die Züchter, die ebenfalls Nymphensittiche oder andere kleine Papageien besitzen, habe ich heute schon alle nach der Reihe angerufen - leider Fehlanzeige. Zur Zeit hätte keiner geeignete Ammenvögel zur Verfügung. Ich stelle mich also schonmal auf die Handaufzucht ein. Den genauen Schlupftermin kann ich leider nicht sagen, da mein Bekannter sich das Legedatum nicht notiert hat. In etwa kann ich aber von 10-14 Tagen ausgehen. Also dann, drückt mir die Daumen, dass aus den drei Eiern drei gesunde Nymphenküken schlüpfen und nach der Aufzuchts-Phase die Integrierung in die Sittichgruppe klappt. Ich werde auf alle Fälle berichten, wenn es so weit ist. :)

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  3. RainerS

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    Hallo Doris,

    ich drücke dir und den Kleinen die Daumen, daß alles glatt geht!
     
  4. Wolfram

    Wolfram Foren-Guru

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    Hallo Doris,

    auch ich drücke Dir ganz, ganz doll die Daumen. Hoffentlich werden aus den drei Eiern gesunde Nymohis. Und ich wünsche Dir natürlich eine grosse Portion Ausdauer und Nerven.

    Liebe Grüsse
    Wolfram
     
  5. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo Doris...
    ...man das ist aber traurig...:(

    Aber sag mal, enn da schon ein Kükie war, dann sollten die Anderen doch in ca. 2 Tagesabständen hinterherschlüpfen....oder?

    hmmmm...schade daß der Kleine es nicht geschafft hat um so mehr
    drücken wir natürlcih die Daumen, daß Du die Drei gut großbekommst!
     
  6. Doris

    Doris Guest

    Hallo Piwi,

    Stimmt genau, so ganz blicke ich bei der Sache auch noch nicht durch. Mein Bekannter scheint sich rein gar nichts an Zuchtdaten bei den Nymphen notiert zu haben. (ist sonst so wie ich ihn kenne wirklich nicht seine Art, es mag vielleicht daran liegen das er bei den Nymphen kaum mit Komplikationen gerechnet hatte)

    Ich habe jetzt gut 30 Minuten versucht, das Ganze zu rekonstruieren, komme dabei aber auf keinen grünen Zweig. Das Küken, das gestern gestorben ist, war schätzungsweise 2 Tage alt. Sein Ei müsste also vor ca. 20 Tagen gelegt worden sein (wenn man von 18 Tagen Brutdauer ausgeht). Der Züchter sagte mir, dass es bei den anderen 3 Eiern in 10-14 Tagen so weit sein müsste. (wobei ich aber leider nicht weiss, worauf sich diese Vermutung stützt - habe gestern daran als letztes gedacht) Diese Eier müssten also vor 4-8 Tagen gelegt worden sein. Das stimmt mit den Daten vom 1. Küken aber wiederum rein gar nicht überein,... Ich kann mir das nur so erklären, dass es ein sehr großes Gelege mit einigen unbefruchteten Eiern war, die mein Bekannter vielleicht entfernt hat. So wäre der zeitliche Abstand einigermaßen zu erklären. Oder was meint ihr? :?

    Hmmmm,... Echt komisch. Heute Nachmittag kann ich den Züchter wieder erreichen, mal sehen was er dazu sagt. Ich bereite auf alle Fälle schonmal die ganzen Utensilien zur Handaufzucht vor, damit ich - falls der Schlupftermin doch deutlich früher ist und die Angaben von meinem Bekannten nicht stimmen sollten - zur Stelle bin. Soweit ich das beurteilen kann, sind alle 3 Eier befruchtet. Ich hoffe bloß, das sie nicht abgestorben sind, aber das werde ich erst nach Ablauf der Brutdauer wissen (wie lange die jetzt auch immer dauern wird - ich warte auf jeden Fall ab).
     
  7. Doris

    Doris Guest

    Hallo nochmal ;),

    Also - habe meinen Bekannten vor einigen Minuten in der Arbeit erreicht. Er hat mir das Ganze jetzt erklärt und ich lag mit der Vermutung, das da unbefruchtete Eier im Spiel waren, richtig.

    Das Ganze lief demnach in etwa so ab (ungefähre Rekonstruierung, die genauen Daten wurden ja leider nicht notiert):

    12.5.: 1. Ei gelegt, befruchtet
    14.5.: 2. Ei gelegt, unbefruchtet
    16.5.: 3. Ei gelegt, unbefruchtet
    18.5.: 4. Ei gelegt, unbefruchtet
    20.5.: 5. Ei gelegt, unbefruchtet
    22.5.: 6. Ei gelegt, unbefruchtet
    24.5.: 7. Ei gelegt, befruchtet
    26.5.: 8. Ei gelegt, befruchtet
    28.5.: 9. Ei gelegt, befruchtet
    01.6.: Schlupf vom 1. Küken
    03.6.: Tod der Henne; Hahn füttert das Küken nicht mehr, hält das Gelege anfangs aber noch warm; Küken ist total geschwächt, mein Bekannter bringt es mitsamt den Eiern zu mir; Küken überlebt den Transport nicht mehr, Eier kommen sofort in den Brutkasten

    Die unbefruchteten Eier hat mein Bekannter nicht aus dem Gelege entfernt, um nicht zu provozieren das sich die Henne noch weiter anstrengt (hat aber leider nicht viel genützt). Er gab sie mir aber nicht mit - es hätte schließlich keinen Sinn, die unbefruchteten Eier in den Brutkasten zu stecken.

    Wenn das älteste meiner 3 Eier also am 24.5. gelegt wurde und das jüngste am 28.5., müssten die Schlupftermine in 10-14 Tagen sein (+ / - 2 Tage). Ich habe den Züchter wie gesagt in der Arbeit ans Telefon bekommen, viel Zeit war da leider nicht. Kann sein, das da jetzt ebenfalls noch ein paar Fehler drin sind (die Rechnerei macht mich schon ganz kirre ;)). Wenn ich also etwas übersehen habe und da vielleicht doch noch der Wurm drin steckt, meldet euch bitte, damit ich jetzt endlich die genauen Schlupftermine raus bekommen kann. Bei einem 9er Gelege ist der Tod der Henne aber nicht mehr so verwunderlich, sie muss sich wirklich bis auf`s Letzte verausgabt haben. :(
     
  8. Bell

    Bell Guest

    Hallo Doris,

    also um diese Aufgabe beneide ich Dich nicht gerade. Himmel, Nymphenküken vom Schlupftag an groß zu ziehen ist eine Mörderarbeit. Ich wünsche Dir trotzdem viel Glück !!!!

    War es für die Henne vielleicht schon das zweite Gelege ? Oder gar das dritte ? Von 9 Eiern stirbt eine Henne, die in guter Kondition ist (und das sollte sie für die Brut sein !), nicht. Sie wird schon vorher geschwächt oder krank gewesen sein, wenn die Ursache unerfindlich ist.

    Ich hoffe Du schaffst es !!!!

    liebe Grüße

    Bell
     
  9. Doris

    Doris Guest

    Hallo Bell,


    Das kannst du laut sagen. :) Aber es ist auch immer wieder sehr schön, soetwas zu erleben. Die Kleinen wachsen einem wirklich sehr ans Herz. Ich habe bereits Wellensittiche (teilweise ab dem Ei), Sonnensittiche und eine Blaustirnamazone handaufziehen müssen. Wenn ich an die Handaufzucht denke fällt mir daher als erstes eines ein: Kaffee, Kaffee und nochmal Kaffee, damit ich wach bleibe. ;)

    Von meinem Bekannten weiss ich, das es bereits ein "eingespieltes" Paar war, das sehr gut harmonierte und bereits in den vorhergehenden Jahren einige Bruten gehabt hat. Heuer war es die 1. Brut. Ich habe die Henne zuvor ja leider nicht zu Gesicht bekommen, kann also nicht sagen wie ihr Zustand war. Das ist immer eine schwierige Sache, wenn man nur die Küken zur Aufzucht bekommt und die ganzen Brutdaten nicht weiss. Ich denke aber, das der Züchter verantwortungsbewusst mit seinen Paaren umgeht, er scheint diesesmal aber zugegebenermaßen nachlässig gewesen zu sein. Naja, jetzt kann ich daran nichts mehr ändern.

    Für die Aufzucht ist soweit jetzt alles vorbereitet. Es fehlt bloß noch das Handaufzuchtfutter (kommt morgen). Derzeit ist es hier noch einigermaßen ruhig. Die jetzige Arbeit besteht nur darin, die Eier alle paar Stunden zu wenden und die Temperatur (37-38 Grad Celsius) und Luftfeuchte (ca. 50%) im Brutkasten zu überwachen. Sozusagen "Ruhe vor dem Sturm". ;)
     
  10. Doris

    Doris Guest

    Hallo,

    Also, will malwieder berichten. Geschlüpft ist noch nichts, es dürfte aber bald so weit sein. Es sieht nicht so aus, als wäre ein Ei abgestorben, nachdem wie ich die Sache beurteilen kann leben alle 3 Küken.

    Für die Handaufzucht ist nun alles vorbereitet. Nutri-Bird A21, Bird Bene Bac, Kamillentee, für Notfälle Kümmeltee und HN25 (beides gut bei Verdauungsschwierigkeiten), kleine Einwegspritzen, Zubehör zum Desinfizieren, undsoweiter,.. Das einzige, was fehlt, ist eine genaue Waage (Briefwaage), gerade wenn man etwas am meisten braucht gibt das Ding natürlich den Geist auf. 8( Hoffe, das wir morgen noch einen Ersatz auftreiben können.

    Ich habe mir mittlerweile das Arbeitszimmer als "Handaufzucht-Raum" hergerichtet. Kleinbrüter, Aufzuchtbox, Mikrowelle, etc. - alles auf einem Fleck und somit recht praktisch in der Handhabung. Nachdem es bei den letzten Handaufzuchten immer kleinere Schwierigkeiten mit dem Halten einer gleichmäßigen Temperatur gab, habe ich mich dazu entschieden, die Technik bei der Aufzuchtbox etwas aufzustocken. Richtige Boxen (z.B. von Grumbach) sind leider alles andere als billig und bei mir in der Nähe auch nur sehr schwer aufzutreiben, weshalb wieder mal die "Eigenbau-Methode" zum Einsatz kommt. Man nehme ein altes 54 Liter-Aquarium oder eine Kunsttoffbox, Wärmestrahler, feuchte Handtücher (unbedingt zwischen den Küken und dem Strahler anbringen, damit die Kleinen nicht dem direkten Schein der Infrarotlampe ausgesetzt sind), Thermometer, Hygrometer, und einen Thermostat mit "Fühler" (wird innerhalb des Aquariums befestigt - mein Gerät ist von der Firma Dennerle und eigentlich für Aquarien- und Terrarienheizungen bestimmt). Ich habe 3 Lampen - eine links, eine rechts und eine über dem Behälter - angebracht, damit eine gleichmäßige Wärme entsteht. Dank dem Thermostat schaltet sich die Hängelampe immer aus, sobald der Fühler mehr als 34 Grad misst. Je nach dem, wie warm es in der Box sein soll, kann ich auch die anderen zwei Strahler an den Thermostat anschließen. Eine Überhitzung ist somit ausgeschlossen. Nach der Überführung der Küken in diese Aufzuchtbox kann ich also die Temperatur bequem und vor allem langsam absenken bzw. regulieren, und endlich zwischen den Fütterungen wieder etwas schlafen, anstatt ständig nervös auf den Thermometer zu schielen. :D

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    Ich gebe bescheid, wenn sich etwas tut (drückt mir die Daumen, das der Schlupf der Kleinen glatt läuft!). Kann derzeit nur sehr wenig in die Foren schauen, aber für einen kleinen Bericht wird die Zeit schon ausreichen. ;)
     
  11. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Hallo Doris,
    meine Güte, ich bin echt platt :) ! Also diese Konstruktion solltest du dir patentieren lassen, das ist echt genial :D !
    Wünsche dir viel Glück bei der Aufzucht und vor allen Dingen viel Kraft und Durchhaltevermögen, das ist sicher sehr anstrengend in der ersten Zeit :) ! Ich bewundere deinen Einsatz, alle Achtung.
     
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  13. Caro

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    Hallo Doris!

    Kompliment!
    Das sieht ja klasse aus!!!

    Ich freue mich schon auf deine weiteren Beiträge!!

    Natürlich drücke ich ganz ganz fest die Daumen,
    dass alles gut klappt!
     
  14. Chris73

    Chris73 Guest

    Wow!

    He, das sieht wirklich klasse aus!

    Da müssen die wohl nur noch schlüpfen, damit es sich gelohnt hat..


    Ich drück die Daumen!

    Chris
     
Thema: Es ist wieder einmal so weit,... (Nymphensittich-Handaufzucht)
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