Etwas verzweifelt, was machen wir falsch und was richtig?

Diskutiere Etwas verzweifelt, was machen wir falsch und was richtig? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, da ich hier neu bin, bitte ich um Nachsicht, sollte ich schon ähnliche Meldungen oder Ratschläge übersehen haben. Es geht um...

  1. Charlene

    Charlene Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    da ich hier neu bin, bitte ich um Nachsicht, sollte ich schon ähnliche Meldungen oder Ratschläge übersehen haben.

    Es geht um unsere beiden Grauen

    Zu ihrer Geschichte: wir haben ein Geschwisterpärchen von einem Züchter vor ca. 2 Jahren erworben. Das Alter der Tiere wurde durch die Beurkundung der Ringe auf 9 Monate bestimmt (was meiner Meinung nach nichts zu heissen hat). Jedoch hatten die Tiere zu dem damaligen Zeitpunktnoch blaue Augen, also das Weisse des Auges, und ist heute immer nocht leicht blau. Die beiden Vögel wirkten damals recht zutraulich, liessen sich sehr vorsichtig streicheln, aber der Züchter bemerkte gleich, dass die beiden nach Vogelart gehalten wurden, also nicht menschbezogen. Er wollte eigentlich mit Ihnen züchten (Geschwister?), hätte sich aber nun anders entschieden.

    Nachdem wir uns in verschiedenen Vogelfarmen kundig gemacht hatten und unser Haus vogelsicher vorbereitet hatten, ebenfalls mehrmals beim Züchter vor Ort auch Rat und Auskunft geholt hatten, holte nun mein Partner die Vögel ab. Aber es kam anders!!

    Just in dem Moment, als RUDI in die Transportbox sollte, öffnete sich die Tür und unser Vogel war draussen. USCHI gelangte wohlbehalten und neugierig in ihrem neuen Quartier an.

    Einen Tag später erreichte uns ein Anruf des Züchters, das einer vogelfreundlichen Passantin unseren Grauen ausfindig gemacht hätte und er nun zitternd und bibbernd abzuholen sei. Gesagt, getan. Der arme Kerl war völlig entkräftet gewesen, denn er hatte eine sehr stürmische und nasskalte Sturmnacht erlebt.

    Wir erlebten einen ziemlich erschöpften Graupapageien, der aber sichtlich erfreut seinen Kumpanen begrüsste. Wir liessen den Tieren viel Zeit sich wieder an sich, an die neue Umgebung und auch an uns zu gewöhnen.

    Nach einiger Zeit überwanden sie dann auch ihre Scheu. Sie fingen an zu singen, nicht zu sagen, sie immitierten die Schreie der Aras, die auch beim Züchter gehalten wurden, haben wundervolle Pfeiflieder im Repertoir, ein Vokabular, dass jeden unseren Nachbarn zum Staunen bringt. Wir amüsieren uns manchmal königlich über die beiden.

    Wir gewährten ihnen beiden recht früh Freiflug und es war auch durch Leckereiengabe sofort möglich sie auch wieder in Ihren Käfig zu locken. Uschi kam auf die Schulter, testete mein Nasenfahrrad, sowie alles andere auch natürlich. Wir konnten ihnen sogar eine Art Spielplatz anbieten. Ein Metallkörbchen unter der Zimmerdecke, indem wir allerlei Überraschungen für die beiden bereit hielten.

    Aber irgendwann, und ich habe lange über diesen Zeitpunkt nachgedacht, kann ich jedoch nicht festmachen, veränderte sich das Verhalten der beiden kollosal.

    Wenn wir das Zimmer betreten, kann es sein, dass beide mit den Köpfchen nicken, entweder sind sie recht gut aufgelegt, oder ziemlich distanziert. Es ist dann Tagesform, ob sich USCHI kraulen lässt. Sie kann aber auch jeden Moment ausholen und zuhacken. Was mein Vertrauen in dem Umgang mit ihr nicht besonders stärkt.
    RUDI hingegen hat sich völlig zurück gezogen. Kein Streicheln, kein Füttern aus der Hand. In der jüngsten Zeit beobachte ich, wie er manchmal versucht sich zu nähern, dann aber sofort von USCHI eifersüchtig zurück gedrängt wird. Manchesmal kann schon ein grosser Weidenast zum Spielen eine Beisserei zwischen den beiden auslösen.
    Und sie singen plappern schreien von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Wir bieten Ihnen alles mögliche zur Unterhaltung an, aber es ist für Sie immer noch das Schönste an den Seilen zu hangeln und zu schaukeln, um festzustellen, sie machen Tarzen jede Konkurrenz streitig.

    Achso: und leider muss ich auch sagen, dass der Freiflug nicht mehr möglich ist. Sie gehen dann freiwillig nicht mehr in Ihre Behausung zurück. Es tut mir in der Sehle weh, wenn wir sie dann immmer in den Käfig zurück drangen müssen, aber unsere Einrichtung hat schon erhebliche Schäden aufzuweisen. Richtige kleine halbstarke Rüpel.

    Nun zu meinen Fragen:
    Warum könnte sich das VErhalten uns gegenüber so verändert haben? "Kindergartengehabe?"
    Ist das Verhalten uns gegenüber normal, besonders von RUDI?
    Ist es richtig, dass die Papageien sich aus Eifersucht sogar beissen?
    Sollte ich sie besser trennen? Wenn auch nur für eine gewisse Zeit?
    Oder sogar noch einen adulten "zahmen" Grauen dazusetzen?

    Ich lese öfters von Schreiern oder Beissern, das sind unglückliche Vögel, aber ich wünsche mir für meine Grauen, dass wir Ihnen alles geben und es auch richtig machen (besonders für die Tiere). Ich sage hier nichts Neues, dass diese Vögel für unser Zeitempfinden uralt werden können und Ihr Lernvermögen herausragend ist. Das bedeutet für mich, dass ich Ihnen gegenüber sehr grossen Respekt hege.
    Ich wünsche mir glückliche ausgeglichene Vögel, die ich artgerecht und sozialgerecht halte. Und ich wünsche mir eine harmonische Gemeinschaft mit diesen Tieren. Was sollte ich besser machen?
     
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  3. Divana

    Divana Foren-Guru

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    Hallo und willkommen im Forum

    ich glaube das du mit diesem Problem nicht alleine bist.
    Wenn Graue klein sind sind sie noch leicht zu händeln, werde sie erwachsen zeigen sie gerne was sie wollen, und was sie nicht wollen. Graupapageien sind eben keine Schmusetiere, wie ein Hund oder eine Katze. Das soll auch kein Vorwurf sein. Es ist aber nunmal leider so.

    Meine beiden Grauen mittlerweile 6 Jahre alt sind auch nur bedingt zahm. Sie sind es wenn sie es wollen. Louis lässt sich gar nicht anfassen kommt aber ab und an auf den Arm, Luna lässt sich kraulen, aber auch nur von mir.

    Ich persönlich bin absolut dagegen Graupapageien erziehen zu wollen. Sie nagen einfach alles an, das ist so.
    Am besten hält man sie in einer Innenvoliere mit anschliessender Aussenvoliere mit Kontakt zum Menschen.

    Aber der Mensch sollte nicht versuchen den Grauen zu ändern. Man sollte das Wesen des Papageien so annehmen wie es ist.

    Das hilft dir vielleicht nicht viel, aber ich denke das ist genau der Punkt warum so unendlich viele Graupapgeien wieder abgegeben werden. Sie funktionieren einfach nicht so wie man es sich vorgestellt hat.

    Ich wünsche dir das du noch viele gute Ratschläge bekommst, und viel Gedult und das du nicht aufgibst deine Grauen so anzunehmen wie sie sind. :zwinker:
     
  4. Sindbad

    Sindbad Neues Mitglied

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    Hallo
    bin auch noch ziemlich neu hier, habe aber schon seit vielen Jahren 2 Paare Graue. Beide Paare sind total unterschiedlich. Das eine Paar, zwei Handaufzuchten,das andere gemischt. Die Handaufzuchten sind nur noch bedingt händelbar. Vor Jahren waren sie durchaus zu händeln, dann lernten sie sich kennen und ich selbst wurde immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Heute sind sie noch bereit "mal" auf den Arm zu kommen, wenn sie aber keine Lust haben bin ich nicht mehr als Luft.
    Das andere Paar was aus Handaufzucht und Naturbrut besteht, ist mir auch nicht so richtig zugeneigt. Da gibt es auch schon mal blutige Bisse wenn ich mich zu nah an die Henne wage.
    Alles in allem bin ich persönlich zufrieden, denn genau so wollte ich es. Mein Ansinnen war es nie, sie zu dressierten Pudeln zu machen.
    Bei Geschwistern sehe ich das Problem, das sie ganz genau wissen das sie Geschwister sind und eine sehr starke Zuneigung zueinander empfinden, die bei Geschlechtsreife noch mal wachsen wird. Insbesondere wenn sie gegengeschlechtlich sind. Als Mensch bist Du dann größtenteils raus aus der Verbindung. Aber sei doch froh wenn sie ihrer Wege gehen, das ist das natürlichste für die beiden. Und annagen werden sie alles. Gebt den beiden doch einen Raum für sich. Ich habe jetzt soviel von Haltung im Wohnzimmer gelesen, wie kann man Papageien nur so halten?
    Sie brauchen uns zum Wasser wechseln, Futter geben und Obst waschen.
    Ein Grauer, der mit Menschen rummacht ist krank in der Seele.
    Sie brauchen uns nicht! Sie brauchen nur sich!
    Wenn ich lese, aus dem Mund füttern, Kuscheln auf dem Sofa, da frage ich mich, warum sind die Tiere so gestraft? Warum denken Menschen das Papageien zahm, sprachbegabt und auf den Menschen fixiert sein müssen? Als Vorführobjekt wenn Besuch kommt?
    Ich habe jetzt soviel gelesen und verstehe immer weniger.
    Sindbad (so heißt mein ältester)
     
  5. Blondie

    Blondie Foren-Guru

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    Hallo,
    das ist eine schwierige Geschichte.
    Ich denke es kann auch daran liegen das es Geschwister sind.
    Denn man sollte ja keine Geschwister über längere Zeit halten,weil es über kurz oder lang zu Streitigkeiten kommt.
    Du solltest mal über eine Trennung nachdenken bzw. einen verkaufen und einen neuen holen.
    Sie werden auch bald Geschlechtsreif sein und dann geht das Theater erst richig los.
    Mit dem anfressen das kann man wenn man möchte auch unterbinden,durch andere Beschäftigungsmöglichkeiten.
    Mit dem Freiflug ist es ja jammerschade,aber vielleicht kannst du sie nacheinander rauslassen?
    Habs jetzt nicht mehr im Kopf sicd sie handzahm?
    Wenn nicht solltest du es schleunigst ändern.
    Viel Glück

    Blondie
     
  6. Sindbad

    Sindbad Neues Mitglied

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    was ich vergessen habe. Sind die beiden ein "Paar" oder gibt es gar keine DNA? Dann könnte es auch sein, das die beiden gleichgeschlechtlich sind und auf der Suche nach einem Partner. Bei fast 3 Jahren kann das schon ganz gut sein.
     
  7. Sindbad

    Sindbad Neues Mitglied

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    was ändern, das sie handzahm werden? 8o
    Unsere Beiträge haben sich überschnitten, alter Mann ist kein D Zug. Wenn ich zu schnell schreibe, brauche ich hinterher zulange zum lesen.:D
    Papageien gehören nicht in einen Käfig, weder für Stunden noch für Tage. Sie brauchen Licht, Regen, Wind und "eingegrenzte" Freiheit. Sie müssen ihre Muskeln trainieren und regenfeuchte Luft atmen können. 24 Stunden Freiflug und die freie Wahl was sie anfressen können.
    Wie groß ist denn der "Käfig"?

    Sindbad
     
  8. Blondie

    Blondie Foren-Guru

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    Hallo Sindbad,
    ja ich meine handzahm,damit man sie besser händeln kann.
    Die Haltungsbedingungen die du vorschlägst sind natürlich optimal.
    Bloß hat nicht jeder die Möglichkeit dazu.Und das sollte man auch akzeptieren.
    Denn wenn es danach geht gehören Papageien gar nicht nach Deutschland sondern in die freie Wildbahn.
    Meine Grauen sind seit März auch nur draußen,und ich muß sie ja auch irgendwie reinbringen,darum ist es ganz praktisch wenn sie zahm sind,damit sie keinen großen Stress durch einfangen haben.
    Und ich finde man sollte doch auf die Fragen eingehen und nicht gleich drauf loswettern,was man alles falsch macht.

    Blondie
     
  9. koppi

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    Hallo Charlene und herzlich willkommen bei uns

    Du schreibst das du deinen Grauen keinen Freiflug mehr gönnen kannst. Wie groß ist den dann der Käfig ? Oder haben die ein eigenes Vogelzimmer ? Ich denke die meisten Grauen haben einen großen Bewegungsdrang und vor allem wollen sie fliegen. Ist das nicht gegeben kann sich natürlich auch ihr verhalten ändern. Abgesehen davon können wir hier ähnliches beobachten aber wir haben ein blutfremdes Pärchen. Unser Mädel ist eine Zicke und versucht öfters Mister Sunnyboy zu unterdrücken aber zumindest wird momentan gegenseitig gefüttert wie verrückt. Wir Menschen versuchen uns zurückzuziehen aber das gelingt nicht so ganz obwohl sie uns natürlich auch ganz klar ihre Grenzen zeigen. Wir haben zum Glück kein Problem mit Freiflug und sind immer wieder erstaunt das die Vögel freiwillig in den Käfig schlafen gehen. Sie warten sogar richtig darauf. Allerdings gibt´s dann auch immer eine Walnuss als Leckerlie.
     
  10. Julius01

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    Hallo Charlene,
    herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
    Es freut mich sehr, dass Du Dich hier angemeldet hast und ich kann Dir versichern, dass alle die hier antworten es nur gut meinen und Dir helfen wollen.
    Wenn ich Deinen Bericht so lese, so springen direkt ein paar Probleme an und ich glaube es bedarf schon heftiger Veränderungen um die Situation in den Griff zu bekommen.
    Zunächst einmal noch ein paar Fragen an Dich:
    Sind die Grauen getestet auf Hahn und Henne?
    Grundsätzlich ist es schwierig Geschwistertiere zu halten und wenn sie dann noch gleichgeschlechtlich sind, ist Ärger eigentlich vorprogrammiert.
    Jeder Graue möchte wie wir Menschen ab der Pubertät auch auch gern seine sexuellen Bedürfnis befriedrigt bekommen und das kann nur gewährleistet werden bei einem gegengeschlechtlichen Partner.
    Allerdings werden die Grauen erst mit 4-5 Jahren geschlechtsreif und daher hast Du noch Zeit einen Partner zu besorgen. Noch einen Grauen dazu zusetzen, halte ich für falsch, denn jeder Vogel sollte einen Partner haben und daher benötigst Du dann insgesamt 4.

    Ein grundsätzliches Problem sehe ich in dem nicht mehr gewährten Freiflug.
    Die Tiere müssen viel fliegen, weil sie ansonsten körperlich und psychisch schwer erkranken und da muss grundsätzlich bei Euch eine Veränderung her.
    Die Aggressivität kann auch daher kommen, weil sie einfach nur im Käfig sitzen. Wenn wir Menschen Sport machen, so können wir uns auch auspowern und oft Agressionen abbauen. Genauso ist es auch bei den Papageien. Man kann mit ihnen auch ein tägliches Flugtraining machen, aber dazu dann später eventuell mehr.

    Dann ist noch die Frage wie groß der Käfig der Beiden ist. Sie benötigen wirklich mindestens eine Größe von 2x2x1m. Habt Ihr diese Größe?

    Wo steht der Käfig und wieviel Ruhezeiten haben die Beiden? Der Käfig sollte mit einer Seite an der Wand stehen, damit sie Rückzugsmöglichkeiten haben. Ebenso brauchen die Tiere 10 Stunden absolute Nachtruhe, d.h. kein Licht, kein TV und kein PC und keine Geräusche. Könnt Ihr das gewährleisten?

    Verstehen sich die Tiere untereinander oder kommt es oft zu Streitigkeiten?
    Wird einer von Beiden vom anderen unterdrückt?

    Vielleicht magst Du mal all die Fragen beantworten und wir bekommen mehr Überblick über Eure Situation und können dann bestimmt besser helfen.
    Freue mich schon auf Deine Antwort.
    Liebe Grüße
    Kati
     
  11. Sindbad

    Sindbad Neues Mitglied

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    Hallo Blondie,
    ich will nicht wettern vertrete nur meine ganz eigene Meinung, aus meiner Erfahrung.
    Meine Grauen können sich auch im Winter aussuchen ob sie drin oder draußen sein wollen. Wenn man sie natürlich reinholen muß ist es sicherlich von Vorteil das man sie händeln kann. Händeln heißt aber nicht gleich handzahm. Das Wort "handzahm" steht zu oft in den Anzeigen von Leuten die genau damit viel Geld verdienen wollen. Wenn ich meine mal einfangen muß, nehme ich einen Wellensittichkäfig, stülpe ihn über den Grauen, er klettert darin hoch und ich muß den Kafig dann nur gegen meinen Bauch halten und schon wird er transportiert. Ist ja auch nur der Fall,falls mal die Bäume geschnitten werden müssen oder Generalreinigung ansteht.
    Zum Thema Geschwister habe ich auch eine andere Meinung. Freunde von uns haben zwei graue Paare, beides Geschwisterpaare. Sie müssen älter als meine sein, also um die 15. Da gab es noch nie Probleme. Sie lieben sich abgöttisch. Es sind aber gegengeschlechtliche Paare. Ein anderer Bekannter hat ein Paar Amazonen, auch Geschwister, die müßten jetzt um die 20 sein. Auch da kein Problem. Es kann genauso schief gehen einen fremden Vogel zu verpaaren. Ich denke, es gibt da keine Norm.
    Einen verkaufen, einen anderen kaufen kann noch viel mehr Probleme geben.
    Rangeleien in dem Alter sind ganz normal, man sollte sie halt auch einfach "sein" lassen.

    Sindbad
     
  12. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo,

    aus deinem Beitrag geht nur das ungefähre Alter deiner beiden Grauen hervor. Du schreibst, dass sie in etwa 3 Jahre sind und somit im balzfähigen Alter. D.h. da kann es mitunter passieren, dass sich die Graupapageien verändern und auch aggressiv werden.

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass meine Lisa die ein Hahn war, sich damals sehr verändert hat und aus einer schmusigen Lisa, auch eine leicht aggressive Lisa wurde sobald wir in die Nähe gekommen sind, wo Lisa und Coco miteinander beschäftigt waren. Damals war für mich meine Küche untersagt, da die beiden auf den Küchenschränken gesessen haben.

    Man sollte sich niemals ein Geschwisterpaar kaufen, sondern immer blutsfremde Tiere miteinander vergesellschaften, da es gerade in der Balzzeit zu Problemen kommt wie du nun live miterleben kannst. Dennoch würde ich sie nicht trennen, sondern wenn du Platz her die Möglichkeit hast, noch zwei weitere Graue hinzuholen.

    Auch sollte wirklich anhand einer DNA feststehen, ob es sich bei dem Geschwisterpaar tatsächlich um eine Henne und einen Hahn handelt. Man sagt, dass zwei Hähne sich verstehen können, zwei Hennen dagegen weniger.

    Wo habt ihr die Probleme, die Papageien wieder in die Voliere zurückzubringen? Steigen sie nicht auf Stöcke, Hände oder sonstigen Transportmittel? Papaeien sollten tatsächlich nicht nur in Käfige bzw. Volieren gehalten werden, da dabei die Brustmuskulator erschlafft und sie somit zu schlechten Flieger werden. Die Lungen und Atmungswege müssen etwas zu arbeiten haben, was in Käfighaltung nicht der Fall ist.

    Von daher solltet ihr wirklich zusehen, dass die beiden wieder aus ihrem "Knast" rausdürfen, da ihr ihnen damit mehr schadet als gut tut.

    Wenn man Papageien hält sollte man eigentlich wissen, dass diese auch Schabernack wie Nagetiere im Kopf haben. Ich selbst spreche hier aus eigenen Erfahrungen und auch vieles aus meiner Wohnung ist von den Unterschriften meiner Papageien gekenntzeichnet. Mittlerweile kaufe ich eben papageiengerechte Möbel, um mich weniger darüber zu ärgern. Seit ich aber meine gesamte Wohnung zu einer Art Voliere umfunktioniert habe, lassen sie auch meine Möbel und Tapeten in Ruhe.

    Deine Papageien sind noch recht jung und wollen alles ausprobieren und deine Grenzen kennenlernen.

    Biete deinen Papageien viele Beschäftigungsmöglichkeiten an unterschiedlichen Orten an. Diese müssen auch nicht teuer sein, sondern können auch´vom Haushalt herstammen. Holzkochlöffel, Toilettenpapier, Kartons - all solche Dinge machen ihnen Spass.
     
  13. Sindbad

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    ich möchte auch begrüßt werden, bitte:traurig::traurig::traurig:
    Verpaart bin ich auch nicht:traurig:
     
  14. koppi

    koppi Foren-Guru

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    Hallo Sinbad
    ohne eigenen Thread geht das gar nicht :~
    also mach mal :idee:
     
  15. Blondie

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    och wie süß,dann kannste dich ja mal vorstellen,im eigenen Thema.
    Vielleicht mit dem Titel " Verpaarungsbereiter Sindbad stellt seine Grauen Vor":~
    .....:D:D:D
     
  16. Julius01

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    He Sindbad, :trost::trost::trost:
    dann begrüß ich Dich auch mal recht herzlich, würde das aber auch lieber in einem von Dir erstellten Thread machen, damit ich auch mehr von Dir weiß.
    Fühl dich herzlich Willkommen hier und trau Dich ruhig.
    LG
    Kati
     
  17. Sindbad

    Sindbad Neues Mitglied

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    das werde ich mal bis morgen überdenken...Um 6.30 wecken mich meine grauen Kinder, deshalb muß ich immer früh ins Bett. Sonntags das gleiche,gut das ich keine Nachbarn habe, die hätten mich längst erschossen.:schimpf:
    T'schuldigung das ich jetzt hier nonsens schreibe, es geht ja um die beiden Geschwister. War nur ein Spaß.:trost:

    Sindbad
     
  18. Sindbad

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    Das wäre doch ein Thema!!!Muß jetzt echt vor mich hin grinsen.
    Frage bei dem Wort Grauen ist, sind da etwa meine Haare gemeint?8o
     
  19. Sindbad

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    Kati hab' ich schon neugierig gemacht:D:D:D
    Daaannnnkkkeeeeee
     
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  21. #19 Charlene, 15. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 15. September 2009
    Charlene

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    Noch ein paar Details

    Ich bin ja fast erschlagen von dieser zahl- und hilfreichen Resonanz.

    Vielen Dank euch allen, es ist schön, so aufgenommen zu werden. Bei all diesen Fragen, ist es etwas schwierig „wo fange ich zuerst an“ ?
    Also: Wir möchten keinen Grauen halten wie einen Hund, den haben wir ausserdem (taub), neben Meerschweinchen, Kois und Skalaren, Graupapageien stellen für uns absolut keine Schmusetiere dar. Meine Meinung zu Tieren ist, sie sollten auch da sein, wo sie auch hingehören, das ist die bestmögliche Gewährleistung zur artgerechten Erhaltung, Ausnahmen gibt es immer. Das bedeutet aber auch für uns die Verpflichtung, unseren Tieren die bestmögliche Haltung zu gewährleisten.

    Aber eine gewisse „Zahmheit“ halte ich für erforderlich, da z:B. ein Tierarztbesuch auch ein bestimmtes Mass an Vertrauen vom Vogel für die Krallenpflege oder Schnabelpflege nötig sein könnte. Ich brauche keinen „dressierten“ Grauen, der auf Kommando Beinchen hebt, sich im Kreis dreht oder Küsschen gibt. Es ist so wunderschön zu beobachten, wie sie lernen, Ihre Umgebung wahrnehmen…

    Das Wichtigste wohl zuerst: Unsere beiden haben keinen Geschlechtsbestimmungstest. Den werden wir wohl als allererstes durchführen müssen. Wir haben uns auf die Aussage des Züchters verlassen, mit Ihnen züchten zu wollen. Wir sind davon ausgegangen, die beiden sind ein Paar.

    Die beiden haben einen Raum ganz für sich allein. Es ist ein Anbauzimmer, also entsteht keine Durchgangsverkehr. Die Grösse des Käfigs entspricht etwas mehr als 4 m³ und dieser steht an der Wand. Die beiden haben tagsüber volle Aussicht auf ein Gartenfenster. Hier wollten wir ursprünglich einen Freifluggehege nach draussen bauen, haben uns aber nun für ein Gehege im Garten selber entschieden. Den Bau werden wir im nächsten Frühjahr in Angriff nehmen. Die beiden Grauen werden nicht durch permanente Beschallung eines Fernsehers oder PCs gestört, ebenso achten wir darauf, dass sie kein Nikotin einatmen, wir sind beide Raucher. Der Käfig wird nachts mit einer Decke abgedeckt, ebenso werden die Jalousieen heruntergelassen. Ich denke, für entsprechende Ruhezeiten der Grauen ist gesorgt.
    USCHI wünscht mir dann immer eine „gute Nacht“.
    Neben diesem Anbau liegt unsere Küche, lediglich Kochgerüche könnten sie beeinträchtigen. Aber es ist dann wirklich schön zu beobachten, wie die beiden dann unsere Aufmerksamkeit fordern. Ich meine bestimmte Laute schon zu unterscheiden zwischen „hallo, was machst du da“ bis „ey, bleib hier“. Ausserdem habe ich bemerkt, wenn die Tür nur halb zugezogen ist, quatschen sie ihr gesamtes Vokabular rauf und runter, ist die Tür jedoch auf, sind sie ganz still und beobachten uns ganz genau. Setzen wir uns zum Essen, betteln sie wie Kleinkinder. Ich will diese Tiere nicht vermenschlichen, ich versuche nur ihr Verhalten zu beschreiben.

    Zum Kraulen: USCHI zeigt uns ganz deutlich, dass sie gekrault werden möchte. Entweder sie reicht uns ihr Köpfchen oder Ihren Bauch, den wir dann ganz vorsichtig streicheln dürfen. Mein Partner hat da aber absoluten Vorrang. Wir geniessen diesen Moment des erbrachten Vertrauens. Aber Leckereien oder füttern von der Hand? Absolut negativ. Es ist so gut wie gar nicht möglich, die beiden mit Leckerein zu locken. Wir bieten ihnen wirklich alles möglich an, aber es wird so gut wie nie ein angebotenes Leckerlie aus der Hand akzeptiert. Was wir absolut nicht nachvollziehen können. Hier wird dann heftig der Schnabel geschüttelt und die beiden gehen erst mal 3 Schritte rückwärts, nach einigem „Überlegen“.
    Achso, vielleicht auch noch wichtig ? Anfangs hatte RUDI die absolute Dominanz, er gab den Ton an, was gemacht wurde und USCHI wurde regelrecht gerügt, wenn sie Ihren eigenen Kopf durchsetzen wollte, vor allem in Bezug auf den Kontakt zu uns. Heute ist es genau umgekehrt. RUDI begrüsste mich mal mit „Hallo Rudi“, ich war fassungslos vor Staunen, aber das hatte eine heftige Streiterei mit USCHI zur Folge.

    Wie sieht das Streiten aus: es kann ein einfaches Hacken sein, es kann aber auch in einer Verfolgungsjagd ausarten mit lautem schrillen Schreien. Es wird regelrecht nachgesetzt, selten beobachte ich eine Bissstelle auf dem Schnabelansatz , bei beiden zu beobachten. Eine persönliche Anmerkung: ich möchte mit keinem Partner zusammen sein, der mich blutig beisst. Ist das schon Unterdrückung? Von Zuneigung oder gegenseitiger Federpflege oder Füttern ist gar nichts zu beobachten. Wenn ich es mal so darstellen dürfte: der Eine ist fast immer eifersüchtig auf das, was der andere macht, oder umgekehrt. Wenn sie aber schlafen, sitzen sie dicht aneinandergekuschelt auf der selben Sitzstange ganz oben an der Wand. Das Federkleid ist wunderschön gleichmässig, keine Auffälligkeiten wie Stressflecken oder Vitaminmangel oder zerbissene Federn. Der Kot ist fest, nur bei Obstgaben stelle ich bei RUDI sehr weichen Stuhlgang fest.

    Die beiden nacheinander rauszulassen ist kaum möglich. Geht das Dach des Käfigs auf, sind beide draussen binnen Sekunden. Und die beiden Lümmel haben sich abgesprochen: einer geht rein, frisst und trinkt, kommt zurück und dann geht erst der andere. Anfangs haben wir das wunderbar gehändelt bekommen. Aber nun erscheint es unmöglich die beiden wieder in den Käfig zu locken (vor allem gleichzeitig). Und wie gesagt: Leckereien sind ein Buch mit 7 Siegeln. Ob es nun besondere Nüsse sind oder Obst, von Hand lehnen sie es ab, oder sie wechseln sich ab beim Käfiglocken. Ich will diesen Tieren sowenig wie möglich Stress aussetzen, den scheinen sie ja schon miteinander zu haben.

    Der Tipp mit dem kleinen Wellikäfig ist Gold wert. Werden wir auf jeden Fall versuchen.

    Mir liegt der Verdacht nahe, wenn die beiden Vögel gleichgeschlechtlich sein sollten, buhlt wohl jeder der beiden um unsere „Partnerschaft“., anstatt mit einem gleichartigem Partner ein erfülltes Dasein führen zu können. Die Geschlechtsbestimmung hat nun oberste Priorität. Was aber, wenn sie ein Paar sind?

    Liebe Grüsse an euch
     
  22. CocoInPflege

    CocoInPflege Mitglied

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    Hallo Charlene,

    es passt nicht ganz zu Deiner Frage, aber es ist mir ein Anliegen, das zu schreiben! Du sagtest, dass das Papageienzimmer neben der Kücher liegt!?
    Du weißt schon, dass Teflondämpfe giftig für Vögel sind und schnell zum Tod führen können!?

    Hm, da keine Geschlechtsbestimmung per DNA gemacht wurde, solltet Ihr das dringend nachholen, aber das hast Du ja bereits vor. Dann sieht man weiter.

    Ich glaube, für Dich/Euch wäre Clickertraining eine geeignete Methode. Dadurch verstärkst Du ihr positives Verhalten und sie gewinnen mehr und mehr Vertrauen, sodass sie auch eines Tages aus Eurer Hand fressen.
    mehr dazu findest Du im Thread "Clickertraining".

    Ansonsten scheinst Du Dich mit dem Thema Papageienhaltung bereits viel und gut auseinandergesetzt zu haben, bravo! Es gibt also nicht wirklich etwas zu bemängeln, sofern ich das anhand Deiner Beschreibungen beurteilen kann.

    Dennoch solltet Ihr sie mal wieder rauslassen. Wenn ein Vogel Hunger hat und oder es dämmrig wird, geht ein Vogel normalerweise wieder in seine Voliere. Natürlich dürft Ihr ihnen außerhalb des Käfigs natürlich nichts anbieten!

    Ach ja, und dass die beiden dann viel quatschen und pfeifen, wenn sie ungestört (also alleine) sind, kenne ich von meinen auch! Sobald man im Zimmer ist, hören sie meist damit wieder auf, leider.
    Und das Clickertraining könnte Euch auch dabei helfen, die Papageien wieder in die Voliere zu locken.

    Nun habe ich doch noch eine Frage: Wie sieht denn die Innenausstattung der Voliere aus? Ich meine, wenn es außerhalb interessanter für die Zwei ist, dann bekommt man sie trotz Hunger auch nicht so gut rein. Der Käfig ist nicht als Strafe zu sehen, sondern als ihr persönlicher Schutzraum, ihr "Kinderzimmer" sozusagen.
     
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