EU hat wieder getagt

Diskutiere EU hat wieder getagt im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; http://finanzen.tiscali.de/tiscali2/news.htm?u=0&k=0&id=24154376 20.12.2005 18:14:18 EU aktualisiert Richtlinie im Kampf gegen Vogelgrippe...

  1. #1 corinna2508, 21. Dezember 2005
    corinna2508

    corinna2508 Stammmitglied

    Dabei seit:
    20. August 2005
    Beiträge:
    155
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Eisenach
    http://finanzen.tiscali.de/tiscali2/news.htm?u=0&k=0&id=24154376

    20.12.2005 18:14:18
    EU aktualisiert Richtlinie im Kampf gegen Vogelgrippe
    BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Länder haben am Dienstag eine Aktualisierung der Vorkehrungen zur Bekämpfung der Vogelgrippe beschlossen. Ein wesentlicher Aspekt der neuen EU-Richtlinie ist die Einführung weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung von Viren mit geringer Pathogenität, teilte die EU-Kommission mit. Dadurch soll deren Mutation zu hoch pathogenen Formen - wie beispielsweise dem auch für den Menschen gefährlichen H5N1-Virus - verhindert werden. Die Richtlinie muss bis zum 1. Juli 2007 von allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.

    Allerdings kann die EU-Kommission bereits Anfang 2006 entsprechende Übergangsregelungen erlassen, die für die EU-Länder bindend wären. Die alte Richtlinie enthielt lediglich Maßnahmen zur Bekämpfung hoch pathogener Vogelgrippen. Da es aber Anzeichen gebe, dass diese gefährlichen Viren oftmals aus Mutationen weniger pathogener Formen entstünden, sei die Aktualisierung der Richtlinie notwendig gewesen, erklärte EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou nach dem Beschluss der Agrarminister.

    So müssen die EU-Länder künftig bei einem Ausbruch der Vogelgrippe sicherstellen, dass bis zur Virustilgung kein Geflügel in infizierte Betriebe oder aus diesen verlegt wird. Alle Vögel des betroffenen Bestands müssen dann geschlachtet werden. Bisher habe sich die Bekämpfung von Vogelgrippeseuchen in der EU als sehr kostspielig erwiesen, erklärte Kyprianou. "Diese Richtlinie wird dazu beitragen, unsere Kräfte zur Abwehr der Vogelgrippe zu stärken, Ausbrüche umgehend zu bekämpfen und deren negative Folgen so gering wie möglich zu halten", sagte der EU-Kommissar abschließend.

    -Von Ali Ulucay, Dow Jones Newswires; +32 2 7411490, europa.de@dowjones.com

    DJG/aul/hab
    --------------------------------------------------------------------------


    http://www.animal-health-online.de/...tiere.animal-health-online.de/20051220-00003/




    Aktuelle Meldungen Nachrichten suchen kostenloses Abo - Meldung weiterempfehlen
    Vogelgrippe: EU will neue Maßnahmen zur Seuchenprävention
    - 20.12.2005


    --------------------------------------------------------------------------------

    Brüssel (aho) - Die EU-Länder haben am Dienstag eine neue Richtlinie
    zur Bekämpfung der Vogelgrippe beschlossen. Die Richtlinie soll
    sicherstellen, dass die EU über optimale Maßnahmen zur Überwachung und
    Bekämpfung der Vogelgrippe verfügt und dass die Gesundheitsrisiken und
    wirtschaftlichen Kosten im Falle eines Ausbruchs so gering wie möglich
    ausfallen. Ein wesentlicher Aspekt der Richtlinie ist die Einführung
    weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung von Viren mit geringer Pathogenität,
    um deren Mutation zu hoch pathogenen Formen zu verhindern, welche für
    die schlimmsten Seuchen bei Geflügel und anderen Vögeln verantwortlich
    sind und sogar die menschliche Gesundheit gefährden können.

    Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou
    bemerkte dazu: "Die verheerenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen
    der Vogelgrippe wurden durch die derzeitige Epidemie in Asien und die
    Ausbreitung des Virus nach Westen in den Mittelpunkt der
    Aufmerksamkeit gerückt. Die EU hat auch schon beim Ausbruch der Seuche
    in den Niederlanden im Jahre 2003 große Verluste hinnehmen müssen.
    Diese Richtlinie wird dazu beitragen, unsere Kräfte zur Abwehr der
    Vogelgrippe in der EU zu stärken, Ausbrüche, die dennoch auftreten,
    umgehend zu bekämpfen und deren negative Folgen so gering wie möglich
    zu halten."

    Die Bekämpfung früherer Vogelgrippeausbrüche in der EU hat sich als
    äußerst kostspielig erwiesen und Tierschutzbedenken wegen der
    Massenschlachtungen hervorgerufen. Darüber hinaus muss die EU
    angesichts der derzeitigen globalen Vogelgrippesituation
    sicherstellen, dass sich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse
    über die Prävention und den Umgang mit Ausbrüchen dieser Seuche in
    ihren Rechtsvorschriften niederschlagen. Die heute angenommene
    Richtlinie stützt sich auf die aus den jüngsten Epidemien gezogenen
    Lehren und die neuesten Erkenntnisse über die Pathogenese der Seuche,
    die Art und Weise ihrer Ausbreitung und die Risiken für die
    menschliche Gesundheit.

    Bekämpfung der weniger pathogenen Stämme

    Die alte EU-Richtlinie enthielt lediglich Maßnahmen zur Bekämpfung der
    hoch pathogenen Vogelgrippeviren, d. h. derjenigen, die größere
    Seuchenausbrüche bei Geflügel hervorrufen und den Menschen infizieren
    können. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass diese hoch pathogenen
    Viren oftmals aus Mutationen weniger gefährlicher Viren mit geringerer
    Pathogenität entstehen.

    Aus diesem Grund verlangt die neue Richtlinie von den Mitgliedstaaten,
    Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der weniger pathogenen Viren
    einzuführen und zu verschärfen, um die Virusmutation und die
    Entwicklung hoch pathogener Formen der Seuche zu verhindern, wie
    beispielsweise derjenigen des in Asien grassierenden H5N1-Stamms, der
    zur Zeit weltweit Alarm auslöst. Bei einem Ausbruch mit geringer
    Pathogenität müssen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass bis zur
    Virustilgung kein Geflügel in die infizierten Betriebe oder aus diesen
    verbracht wird. Alle Vögel des betroffenen Bestands müssen normal
    geschlachtet oder, wenn erforderlich, "getilgt" werden, um eine
    Übertragung von einem Betrieb zum anderen zu vermeiden.

    Flexiblere Impfbestimmungen

    Es gibt immer mehr Anhaltspunkte dafür, dass die Impfung als
    zusätzliches Instrument für die Prävention, Bekämpfung und Tilgung
    erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn Hausgeflügel mit gering
    pathogenen Viren von frei lebenden Vögeln in Kontakt kommt. Die
    Richtlinie führt deshalb eine größere Flexibilität bei der Impfung
    ein. Die Impfung ist weiterhin streng zu überwachen, und nach den
    EU-Rechtsvorschriften müssen geimpfte Vögel von infizierten Vögeln
    unterschieden werden können, was sowohl für die Seuchenbekämpfung als
    auch für Handelszwecke sehr wichtig ist. Die neuen Maßnahmen werden so
    gehandhabt, dass Handelsbeschränkungen für Geflügel und
    Geflügelerzeugnisse aus den Impfgebieten so gering wie möglich
    gehalten werden können. Beschränkungen werden nur für spezifische
    Regionen gelten, in denen geimpft wird, oder für Teile dieser
    Regionen, nicht aber für den gesamten Mitgliedstaat. Alle Gebiete, in
    denen nicht geimpft wird, unterliegen keinerlei Handelsbeschränkungen.

    Die neue Richtlinie wird in den nächsten Tagen im Amtsblatt
    veröffentlicht und muss von allen Mitgliedstaaten bis zum 1. Juli 2007
    in einzelstaatliches Recht umgesetzt werden. Die Kommission kann
    allerdings bereits zwanzig Tage nach der Veröffentlichung der
    Richtlinie entsprechende Übergangsmaßnahmen annehmen, die für die
    Mitgliedstaaten bindend wären.






    --------------------------------------------------------------------------------



    © Copyright

    AHO Aktuell ist ein Service von ANIMAL-HEALTH-ONLINE und @grar.de


    diesen Satz möchte sich jeder Federtierhalter nochmal gesondert durchlesen:

    Alle Vögel des betroffenen Bestands müssen dann geschlachtet werden.

    nicht wie immer angenommen, nur das Geflügel!!

    Jedoch frage ich mich, was ist neu an dieser Verordnung. War jemals etwas anders an unserer Geflügelpestverordnung?

    Wenn die EU-Staaten zusätzlich noch die Maßnahme der Schweiz, jährlich aus 200 Geflügelhaltungen Proben zu ziehen, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, übernehmen, na dann prost Mahlzeit, irgend ein Bestand wird schon Antikörper gegen irgend einen, auch noch so niedrig pathogenen Keim haben.

    Grüße Corinna
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
Thema:

EU hat wieder getagt

Die Seite wird geladen...

EU hat wieder getagt - Ähnliche Themen

  1. Stieglitze aus EU-Land einführen

    Stieglitze aus EU-Land einführen: Ich halte Stieglitze in einer Voliere. Nun habe ich aus Croatien durch Vermittlung Vögel ordnungsgemäß beringt gekauft und der Kreisbehörde...
  2. Ist es möglich seine Beizvögel ins Eu Ausland mitzunehmen?

    Ist es möglich seine Beizvögel ins Eu Ausland mitzunehmen?: Ich bin neu hier im Forum, und auch kein Falkner aber würde gerne später mal einer werden. Trotz Recherche hab ich keine Antwort darauf gefunden....
  3. Vögel aus anderen Eu-Länder

    Vögel aus anderen Eu-Länder: Hallo,vielleicht kann mir hier jemand helfen. Wie ist es wenn ich zum beispiel Pflaumenkopfsittiche aus den Niederlande nach Deutschland hole?...
  4. Einfuhr von Stieglitzen aus Nicht-EU-Ländern

    Einfuhr von Stieglitzen aus Nicht-EU-Ländern: Gibt es eine legale Möglichkeit Stieglitz-Unterarten aus Tunesien oder anderen Nicht-EU-Ländern LEGAL und offiziell einzuführen ? Es handelt...
  5. Mönchssittiche auf schwarzer Liste der EU?

    Mönchssittiche auf schwarzer Liste der EU?: Ich habe in einer amerikanischen Benutzergruppe für Mönchi-Halter gelesen, dass die EU ein Paper über invasive Arten herausgegeben hat, die als...