F10 in Luftwäscher

Diskutiere F10 in Luftwäscher im An Aspergillose erkrankte Vögel Forum im Bereich Vogelkrankheiten; Liebe Papageienfreunde, habe gelesen, dass man F10 auch im Luftwäscher verwenden kann. Hat jemand Erfahrung damit ? :?

  1. #1 Ni-Sa-Chi, 4. Juli 2006
    Ni-Sa-Chi

    Ni-Sa-Chi Guest

    Liebe Papageienfreunde,

    habe gelesen, dass man F10 auch im Luftwäscher verwenden kann.
    Hat jemand Erfahrung damit ?

    :?
     
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  3. Lolipop

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    Also diese Frage würde mich auch stark interessieren. Habe mich schon mal durch die hier genannten Seiten mit dem F10 gewühlt. Da steht eben auch drin, dass man es im Luftwäscher einsetzen kann. Ich frage mich nur, in welcher Konzentration und vor allem in welchem Maße (tägl, ab und an oder wie?)
     
  4. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Ihr 2!

    Ich zitiere mal aus dem Artikel von Dr. Michael Stanford, der bei seiner Behandlung von PBFD-infizierten Graupapageien, F10 zur Inhalation verwendet hat, um die als Sekundärinfektion aufgetretene Aspergillose in den Griff zu bekommen:

    Additional measures involved fogging the birds for 15 minutes twice daily with F10 SuperConcentrate disinfectant (F10SC) (Health and Hygiene) at a dilution of 1:125 to reduce the potential risk of secondary infections. The fogger produced a droplet size of 6 µm.

    Es wurde also ein Vernebler eingesetzt, der eine Tropfengröße von 6 µm erzeugte. F10 wurde in einer Konzentration von 1/125 mit Wasser gemischt und zweimal täglich für 15 Minuten inhalliert.

    1/125 ist übrigens die vom Hersteller empfohlene Konzentration zur Bekämpfung von Pilzsporen und Viren, bei Bakterien sind geringere Konzentrationen, z.B. 1/250 oder sogar nur 1/500 meist ausreichend.

    Bei Verwendung eines Luftwäschers tut sich allerdings die Frage auf, wie lange dieser laufen soll ... logischerweise abhängig von der Raumgrösse ... und wie hoch bei welcher Betriebsdauer die Konzentration in der Luft sein wird. Diese Fragen sollte man vielleicht besser mit einem Tierarzt diskutieren, der mit der Aspergillose-Therapie per F10 Erfahrung hat.

    Nach der Anwendung muß natürlich auch gelüftet werden.
     
  5. Lolipop

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    Hallo Chris,

    herzlichen Dank für deine fundierte Antwort. Damit habe ich schon mal die Antwort auf die Frage, wie inhaliert werden soll. Natürlich besitze ich einen Pari, denke mal, sowas ähnliches hatten die auch.

    Die Sache mit dem Luftwäscher ist da auf einer ganz anderen Ebene. Die Frage finde ich schon auch interessant, aber vielleicht ist es doch sinniger, nur den Kranken damit zu benebeln und nicht gleich die ganzen Menschen dazu.

    Kannst du mir vielleicht auch noch sagen, wie lange man das Ganze am Stück machen sollte, natürlich ohne jede Gewähr... Mit der Imaverol- Inhalation bin ich nicht so ganz zufrieden. Zum einen tut sich kaum was in Richtung Besserung, zum anderen schadet es dem Gefieder. Es kann kein Wasser mehr abperlen lassen, sondern saugt sich voll wie ein Schwamm. Der Gute saß nach seinem letzten Bad da wie ein begossener Pudel. Ich denke mal, ihm ist für die nächste Zeil die Lust am Wasser vergangen. Natürlich wäre dieser Effekt zu vernachlässigen, wenn es zu einer deutlichen Besserung käme. Evt bin ich auch einfach zu ungeduldig.

    Jedenfalls interessiert mich das F 10 doch sehr stark, da es wohl schon etliche Erfolge gibt. Hast du persönliche Erfahrungen damit und wie schnell oder langsam hast du eine Besserung feststellen können?

    Besten Dank, Petra
     
  6. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again!

    Ja ... übrigens ... ich habe noch mal nachgesehen ... obwohl bei hartnäckigen Pilzen 1/125er Konzentration empfohlen wird, reicht bei Aspergillus offensichtlich auch 1/250, siehe HIER.

    Ich denke, eine derartige Anwendung ist nur bei Viren, aber nicht bei Aspergillose angezeigt. Es sei denn, das Immunsystem des Patienten ist dermaßen geschwächt, daß Sekundarinfektionen zu befürchten sind.
    Viel wichtiger ist, auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von mindestens 60% zu achten.

    Leider nein. Ich kann Dir nur sagen, daß die Grauen von Dr.Stanford 90 Tage lang behandelt wurden. Diese Angabe bezieht sich aber auf die PBFD-Behandlung. Ob die Aspergillose-Behandlung danach fortgeführt wurde, ist aus seinem Artikel leider nicht ersichtlich.

    Ich denke, die Aspergillose-Inhalationstherapie per F10 ist sicherlich einen Versuch wert, zumal auch unser Tierarzt meinte, daß dies von manchen Vögeln besser vertragen werde als die gängigen Antimykotika, die den Organismus ja extrem belasten.

    Ich würde auf jeden Fall die Therapie mit einem vogelkundigen TA abstimmen und von ihm den Behandlungserfolg kontrollieren lassen :+klugsche

    Nun ja, bei Aspergillose ist sicherlich Geduld notwendig.

    Ich verwende zwar F10 (zur Desinfektion), aber nicht im Zusammenhang mit Aspergillose ... dieses Problem haben wir zum Glück nicht. Ich kann aber berichten, daß mein Schatz Asthmatikerin und Allergikerin ist und auf Desinfektionsmittel allgemein recht heftig reagiert ... bei F10 reagiert sie gar nicht ... keine Atemnot und auch kein Husten.
     
  7. aramama

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    Hallo Petra,
    vielleicht hilft dir das weiter: meiner inhaliert jeden Tag eine halbe Stunde. Die gesunde Henne dürfte vorbeugend auch wenn sie wollte. Der Graue meiner Freundin wurde ebenfalls letzten Oktober operiert, hat aber außer seinem chronischen Befund sonst nix mehr, der inhaliert vorbeugend eine Woche im Monat.
    Gruß
    Christiane
     
  8. aramama

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    Hallo,
    hab noch vergessen zu schreiben, daß er ein Traumgefieder hat, das glänzt richtig (Maracana). Ich führe das auf die Luftfeuchtigkeit beim inhalieren zurück.
    Gruß
    Christiane
     
  9. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Christiane!

    Wer sagt das? Dein Tierarzt?

    Ich persönlich halte davon rein gar nix, denn egal welches Präparat auch zur Aspergillose-Therapie eingesetzt wird, sie alle belasten den Organismus. Auch wenn z.B. F10 im Vergleich zu anderen Präparaten verhältnismäßig schonend für den Organismus ist, so sind auch hier Langzeitschäden nicht auszuschliessen.

    Wenn man Aspergillose vorbeugen will, sollte man die Haltungsbedingungen verbessern und nicht profilaktisch behandeln. Denn die Ursachen von Aspergillose sind neben sporen-belastetem Futter (meist Erdnüsse) nahezu ausschließlich Haltungsfehler, Hauptursache zu geringe Luftfeuchtigkeit. Aber auch eine unzureichende Vitamin- und Spurenelementeversorgung als auch Bewegungsmangel und Streß sind nicht selten mit dafür verantwortlich, daß ein Papageienvogel erkrankt.

    Wenn schon profilaktisch inhalieren lassen, dann bitte nur mit Wasserdampf :+klugsche
     
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  11. aramama

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    Ja, der TA.
    Gruß
    Christiane
     
  12. Christian

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    Mmh ... wundert mich ehrlich gesagt. Man behandelt einen Vogel nicht einfach profilaktisch mit Medikamenten, wenn keinerlei Ansteckungsgefahr besteht. Zudem gibt es weitaus bessere Methoden Aspergillose vorzubeugen, aber das hatten wir ja schon. Aber in Zeiten wo Tiere teilweise auf Verdacht mit Antibiotika behandelt werden, muß einen dies andererseits auch nicht wirklich wundern.

    Fakt ist, das ich das nicht gut finde ... und ich denke, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.
     
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