Falke mit Modellhelikopter kollidiert

Diskutiere Falke mit Modellhelikopter kollidiert im Tiere in den Medien Forum im Bereich Allgemeine Foren; Angriff: Falke von Modellflug-Helikopter tödlich getroffen | Südwest Presse Online Grad bei uns im Heli-Forum heiss diskutiert. So traurig...

  1. Billy

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    Angriff: Falke von Modellflug-Helikopter tödlich getroffen | Südwest Presse Online

    Grad bei uns im Heli-Forum heiss diskutiert.

    So traurig das auch ist, meiner Meinung nach Pech für beide Parteien.
    Der Falke hat instinktiv gejagt und der Helipilot hatte keine Chance zu landen oder gar zu reagieren.

    Wer wie ich das Hobby Modellheli betreibt, weiss wie teuer so ein Heli ist und wie mühselig der Zusammenbau und die Einstellerei ist....Und wer dann noch glaubt, jemand würde gerade mit einem Modellheli gezielt auf Vögel (hier wurde auch von Tiefflugattacken auf Spaziergänger" geschrieben) losgehen, der hat einfach keine Ahnung. ;)
    Sind wir alle stinkreiche gewissenslose Sadisten mit 24h Freizeit? 0l

    Selbst ein kleiner Heli mit dem Rotordurchmesser eines Ess-Tellers ist schon sehr gefährlich....
    Kein normaler Mensch greift damit Lebewesen an!
    Und auch wenn sie in diesem Fall (legal) auf der Wiese waren....was hätte den Falken daran gehindert, den Heli auf einem Modellflugplatz anzugreifen?
    So nen Heli kann man nicht einfach in 5 Sekunden landen....ist er etwas größer und man hat viel Erfahrung kann man zur Not den Motor abschalten und "Autorotieren", aber selbst da steckt noch genug Energie im Rotor um einen kleinen Falkenfügel zu brechen.

    Die Modellflug-Szene leidet eh schon länger unter dem "Terror-Drohnen-Syndrom"...wir sind ja alles böse Drohnenpiloten die jedem bis ins Schlafzimmer nachfliegen.
    Die sowas machen sind überwiegend Kinder mit irgendwelchen Spielzeugdrohnen für 100€.
    Ein "wir hacken euch mit unseren Helis die Köppe ab-Syndrom" brauchen wir nicht auch noch.

    Ich sitze jetzt wieder mal zwischen 2 Stühlen und muss in diesem Fall aber mal die Helijungs etwas in Schutz nehmen.
    Sie sind in der Regel sehr gewissenhaft und würden niemals ihren teuren Heli als Waffe einsetzen.
     
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  3. Billy

    Billy Stammmitglied

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    Kleine Frage am Rande:
    Muss ein Falke der zur Jagt eingesetzt wird versichert sein?

    Ein Modellflieger braucht extra ein Zusatzversicherung (Pflicht) obwohl es im Anfängersegment sicherlich einige Schwarzflieger gibt.
    Teilweise auch nur aus Unwissenheit darüber, dass man eine braucht.

    Also ich bin versichert, mit Zusatzversicherung für fliegen ausserhalb Modellflugplätzen, das natürlich mit speziellen Auflagen behaftet ist
     
  4. toxamus

    toxamus Foren-Uhu

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    Als Falkner UND Quadkopterpilot kenne ich die Angst aus beiden Sichtwinkeln.

    Ein Falke oder anderer Greifvogel betreibt Jagd "von Beruf aus" oder antrainiert von seinem Besitzer. Ein kleinerer Flugkörper wird da gerne mal als Beute betrachtet oder als Störung/Bedrohung attackiert.

    Der Greifvogel weiss nicht, mit wem er sich da einlässt, der Pilot am Boden ist fast chancenlos. Der Vogel reagiert und agiert viel beweglicher und schneller, als ein Pilot aus möglicherweise mehreren 100m Entfernung das kann. Ebenso ist die räumliche Orientierung vor hellblauem Hintergrund aus der Entfernung sehr schwierig, fliege ich jetzt auf den Vogel zu oder von ihm weg?
    Mein Kopter kann auch nicht einfach mal schnell landen, der Sinkflug ist technisch bedingt viel langsamer als ein Aufstieg.

    Mein Fazit daraus: Mein Kopter fliegt immer seltener. Die Natur sollte primär ihren natürlichen Bewohnern gehören, und dazu gehören weder Kopter noch Mountainbiker oder Motocrosser. Wo sollen die Tiere denn noch hin? Auf jedem Waldweg begegnen dir Jogger und Biker, die Bauern fahren selbst um Mitternacht noch ihre Mammuterntemaschinen spazieren, der Luftraum wird immer voller.

    Ich vermute ohnehin eine baldige Regulierung des derzeitigen Modellflugbooms. Spätestens beim ersten wirklich gravierenden Unfall wird das Geschrei nach dem Gesetzgeber gross sein.

    Grüsse,
    tox
     
  5. astrid

    astrid Foren-Guru

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  6. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Als Jäger braucht man per se eine Jagdhaftpflichtversicherung (sonst kann man den Jagdschein gar nicht lösen) und da wird natürlich auch der Falke mitversichert. Aus seltsamen Gründen braucht man aber als Nur-Falkner (also ohne Waffenschein) keine Versicherung. Ich würde mich aber trotzdem auf jeden Fall versichern.

    Für mich ist die Angelegenheit schwer zu beurteilen, weil ich da sehr parteiisch wäre. Astrids Post findet aber auch total meine Zustimmung.
     
  7. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    Man sollte auch nur da fliegen, wo ein Offizieller Modellflugplatz ist - die Vögel kennen dann den Flugbetrieb. Die meisten bird strikes passieren dann, wenn weit und breit kein Modellflugplatz ist und die Piloten "einfach irgendwo" fliegen.

    Ein Pächter eines Grundstücks kann das zwar erlauben, aber wenn er Pech hat, bekommt er oder der Pilot jetzt Ärger mit dem Luftamt.
     
  8. toxamus

    toxamus Foren-Uhu

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    Was bedingt, dass man Vereinsmitglied ist, und gerade bei Modellfliegern scheint die Vereinsmeierei hoch im Kurs zu stehen, das ist nicht jedermanns Sache.

    Ausserdem sollte man in der Diskussion (auch und gerade über Verbote) differenzieren: Es bestehen grosse Unterschiede in der Einsatzart.

    Eine "Drohne" ist eigentlich ein Fluggerät, das entweder per Fernsteuerung und Orientierung des Piloten über eine Bildübertragung (FPV, keine direkte Sichtverbindung) gesteuert wird oder völlig autonom (vorprogrammiert und mit GPS) unterwegs ist.
    Also was in der Art, die angeblich von Amazon und der Post für den Pakettransport gerade in der Erprobung ist. Meines Erachten völliger Quatsch, aber man kommt halt kostenlos in die Medien damit.

    Also bitte nicht Drohnen mit Modellflugzeugen gleichsetzen, der Unterschied ist gravierend.
     
  9. Billy

    Billy Stammmitglied

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    Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch kein Freund von Vereinen bin. Ich hab lieber nur 2-3 Leute dabei wenn ich fliegen gehe.... Im Verein bin ich trotzdem Mitglied.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass bei Modellflug außerhalb von Flugplätzen gerne mal ein "Fass aufgemacht wird"
    und über die bösen Modellflieger geschimpft wird.
    finde ich wirklich etwas weit her geholt!

    Im Bezug auf Vögel sind es Wohl eher Windkraftanlagen, Stromleitungen, Straßen, nicht angeleinte Hunde, Waldarbeiter, Erntemaschinen etc die hier deutlich mehr stören und töten....

    Wenn einem Wild ins Auto springt kann man ja auch nix gegen machen. Ist mir auch schon 2x passiert.

    Teilweise suchen Vögel auch die menschliche Zivilisation, weil sie dort besser vor Fressfeinden geschützt sind.
     
  10. eric

    eric Guest

    Erst mal mein Beileid dem Jürgen Schuster. Habe seine Falken auch schon jagen gesehen.
    Sicher ist alles ein ärgerlicher Unfall.
    Dennoch nehmen all diese Fluggeräte immer mehr zu. Kaum mehr ein Platz wo nicht irgend ein Gerät herumdüst, von Modellraketen, Flugzeugen, Drohnen.....
    Dazu heute gerade ein Bericht im Schweizer Fernsehen: Solche Drohnen werden in Zürich komplett verboten. Selbst für Profifotografen droht dort das Aus.
     
  11. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    Ich war selber in der Luftfahrt aktiv und ich habe selten bird strikes erlebt - weder an einem Flugplatz für richtige Flieger noch an einem Modellflugplatz. Wenn es mal birdstrikes gab, dann nur auf freiem Gelände.

    Wenn die Luftwaffe nicht flog, flogen die Bussarde im Schwarm, um nach Beute zu suchen. Teilweise flogen sie in Formation, mit den Segelfliegern der Flugsport Gruppe. Auch bei dem einige Km entfernten damaligen noch existenten Modellflugplatz gab es nie Probleme.

    Und so wie es bei uns war, war es immer und überall - WENN es probs mit Modellfliegern und Drohnen gibt, dann dort, wo die VÖGEL NICHT (!!) daran gewöhnt sind, das ist Fakt.

    Wenn sie es nicht gewöhnt sind, achten sie nicht drauf - das hat mit Fass aufmachen gar nichts zu tun. Und zwecks dem Windkraftanlagen (WKA) Schwachsinn, daran werden sich die Vögel nie gewöhnen, weil die Propeller einfach zu groß sind.

    Es geht mir nicht darum, Modellflug / Drohnen schlecht zu machen, sondern darum, das Vögel nunmal mit solchen Dingern Probleme haben / haben können und haben werden.

    Und außerdem kommt es ja nicht jeden Tag vor, das Modellflieger / Drohnen mit Vögel Kollidieren.

    Man sollte halt aber auch schauen, WO man die Dinger fliegen lässt, nicht nur aus Luftfahrt RECHTLICHEN Gründen, sondern vorallem der Vögel wegen.

    Wer seine Flieger mitten in einem Vogelschutzgebiet steigen lässt, hat für mich nen Schuß an der Birne. Und: Es gibt bei jedem Verein und jedem Modellflugplatz die Möglichkeit als Gast-Pilot seine Dinger fliegen zu lassen.

    Man sollte sich auch mal verinnerlichen, was in so einem Vogelhirn denn vorgeht, wenn da so ein komisches Ding herum fliegt.
     
  12. #11 Lutinos, 9. Dezember 2014
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2014
    Lutinos

    Lutinos Foren-Guru

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    die Austro Control hat auch neue "Auflagen" für unbemannte Luftfahrzeuge ab 1.1.2014
    Austro Control -Unbemannte LFZ

    Damit müssten alle Hobby- (auch Profi) Fotografen die (bis jetzt) mit ihren "Dingern" über Wien fliegen ihre Fluggeräte bewilligen lassen und eine Prüfung machen.
    Da gibt es nämlich ein paar Fotografen, die die tollsten Fotos von z.B. "Flug über Stephansplatz" (Stephanskirche) - am Platz jede Menge Menschen! - auf ihrer Homepage haben - die Hompage ohne Impressum!!
    Dann gibt's noch einen jungen (ich glaub österreichischen) Mann, der fliegt in der ganzen Welt herum und macht die tollsten Quadrocopter-Filmaufnahmen. Dem ist seine Copter in einer USA-stadt abgestürtzt und hat Sachschaden verursacht (GsD nur) und der junge Mann hat eine beachtliche Strafe dafür bekommen. (ich suche schon wie eine Irre im net nach dem Artikel, finde ihn aber nimmer, weil ich den Namen von dem Mann nicht mehr weiß).
     
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  14. toxamus

    toxamus Foren-Uhu

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    Eigentlich nichts Neues - eine neue Technik steht zur Verfügung, einige Pioniere benützen sie, darauf zugeschnittene Regelungen existieren nicht wirklich.
    Ist wie bei den ersten Autos, die hat man auch für Teufelswerk und gemeingefährlich gehalten.

    Hat man zum ersten Mal so einen Kopter in der Hand bzw. zur Verfügung, dann ist man fasziniert von den Möglichkeiten. Das betrifft einerseits die Fotografie, andererseits hat man hier (mit der Steuerung über die eingebaute Kamera) bisher unbekannte Möglichkeiten, sich in die Welt eines Vogels hinein zu versetzen. Das kann schon ein grossartiges Gefühl sein.

    Und wie im sonstigen Leben auch - bei manchen setzt dann irgendwann ein Denkprozess ein: Was kann passieren, wem schade ich, wer wird gestört?
    Ist wie bei Joggern, Kletterern, Mountainbikern, Motocrossern, die Liste kann man beliebig verlängern. Einigen ist es egal was sie in der Natur anrichten, andere schränken sich ein.

    Und auf der anderen Seite stehen die "pensionierten Oberlehrer", die von jedem Flugkörper den sie aus der Ferne sehen sofort annehmen dass er nur in der Luft ist um ihre Intimsphäre auszuspähen oder sich sprengstoffbeladen und rotorblattmetzelnd auf den nächsten Kindergarten zu stürzen. Was man selber nicht kann dürfen doch andere auch nicht, wo kommen wir denn da hin?

    Mit der Zeit werden genauere Regelungen entstehen. Ich befürchte nur, dass gerade da, wo keine Lobby vorhanden ist (Vogelschutz) die Einschränkungen marginal sein werden.

    Grüsse,
    tox
     
  15. Billy

    Billy Stammmitglied

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    Da hast du schon Recht, aber im Bezug auf diesen Einzelfall hätte der Falke auch ohne weiteres einen Modellflugplatz für seinen "Angriff" wählen können. Es kam sozusagen "der Knochen zum Hund!"
    Möchte nicht wissen wieviele Vögel täglich in Kühlergrillen von Autos und LKW stecken, obwohl sie die Autobahn kennen...Der Fall Heli war halt mal was extravagantes.

    Einen tierlieben Modellflieger erkennt man u.a. an der Tucan-Haube am Heli und nem Vogelhaus vorm Fenster :beifall:
     
Thema: Falke mit Modellhelikopter kollidiert
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