Federbestimmung

Diskutiere Federbestimmung im Forum Vogelbestimmung im Bereich Allgemeine Foren - Ich brauche mal eure Hilfe... vieleicht hat ja jemand diesen Vogel: Sieht aus wie von einem Wellensittich, ist nur fast doppelt so groß
Ganz viele Mäusebussarde haben in den S einen rötlichen Einschlag. Besonders die Wintergäste aus Osten, wurde mir gesagt, aber hab das auch schon bei unseren Standvögeln gesehen.
Das kann ich so nicht bestätigen, also das mit den Wintergästen. Das haben bei uns ganz viele heimische Brutvögel. Wintergäste hier im Süden sind oftmals sehr hell und haben dann keinen rötlichen Anflug im Stoß.

VG
Pere ;)
 
Auf Featherbase gibt es keinen Beleg zur jungen Feldlerche explizit, aber in der Beringungsliteratur.
Auf der Startseite der Feldlerche nicht, aber wenn du auf „alle Belege“ gehst, dann findest du ganz unten drei junge Feldlerchen.

habe bei featherbase gefunden, dass buteo var. vulpinus oft rötliche und längere Steuerfedern hat (bei "vulpinus" wundert das nicht..). Ob das allerdings unsere Wintergäste sind, kann ich aber nicht sagen.
Ne, das reicht nicht um sie dieser Unterart zuzuordnen. Ein bisschen Rostrot kommt auch bei unseren Möusebussarden der Nominatform häufig vor. Fällt beim Vogel zwar nicht so auf, ist aber eine Färbung die total im Normalbereich liegt.
 
Das kann ich so nicht bestätigen, also das mit den Wintergästen. Das haben bei uns ganz viele heimische Brutvögel. Wintergäste hier im Süden sind oftmals sehr hell und haben dann keinen rötlichen Anflug im Stoß.

VG
Pere ;)
Vielleicht ist das hier anders, bin ja bestimmt 500km nördlicher als du. Wir haben hier eher helle Standvögel und die Wintergäste sind oft dunkler!
Wie gesagt, das hat mir jemand erzählt, aber die Mauserfedern die ich hier finde, sind auch oft rötlich.

Hier ein Beispiel für den Rot-Einschlag. Ich finde die einfach nur wahnsinnig schön! (MäBu +2 Jahre/adult, wurde beringt und freigelassen)




20230121_111040.jpg
 
Die sehen gut aus und sind, was die "Rötlichkeit" angeht, meinem Einzelexemplar sehr ähnlich. Ich habe noch mehr Bussard in meiner unsortierten Sommerbeute gefunden: Diesmal sehr helle Handschwingen. In Buch und base habe ich nach Alternativdiagnosen gesucht (wie z.B. W Kornweihe, die ich hier als Wintergast öfter gesichtet habe), aber buteo buteo ist doch wohl richtig?
Die beiden anderen habe ich als Lachmöwe (gibt hier eine kleine Kolonie am See) und Stockente (vermutl. Seeadler Beute) bestimmt.
 

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Bin nicht sicher, ob -und wenn ja, wie- ich hierfür einen neuen thread öffnen müßte. Mein post von vor Weihnachten blieb unbeantwortet, so dass ich nicht sicher bin, ob ich die etiquette verletzt habe. Versuche es trotzdem nochmal:
Bitte um Bestimmungshilfe von zwei Federfunden. Beides unvollständiges Bild aus Rupfungen am bzw. in der Nähe des Gülper Sees. Mein Bestimmungsversuch mit Hilfe von Bergmann und featherbase (scheint gerade umstrukturiert zu werden!?) war nicht erfolgreich. Bei 9287_1 vermute ich eine kleine Entenart, bei 9284_2 wegen der Außenfahnenverengung der Handschwingen eher Möwe/Seeschwalbe.
 

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Bin nicht sicher, ob -und wenn ja, wie- ich hierfür einen neuen thread öffnen müßte. Mein post von vor Weihnachten blieb unbeantwortet, so dass ich nicht sicher bin, ob ich die etiquette verletzt habe. Versuche es trotzdem nochmal:
Bitte um Bestimmungshilfe von zwei Federfunden. Beides unvollständiges Bild aus Rupfungen am bzw. in der Nähe des Gülper Sees. Mein Bestimmungsversuch mit Hilfe von Bergmann und featherbase (scheint gerade umstrukturiert zu werden!?) war nicht erfolgreich. Bei 9287_1 vermute ich eine kleine Entenart, bei 9284_2 wegen der Außenfahnenverengung der Handschwingen eher Möwe/Seeschwalbe.
Ich wäre auch erstmal bei 2 Seeschwalben.
Welche Arten kann ich Dir jetzt noch nicht genau sagen.

EDIT: Erstes Foto Sturmmöwe juvenil, zweites Foto eine Ente.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rötliche Bussarde:

Die gibts hier regelmässig auch noch viel rötlicher. Auch ein nach dem Ausmessen sicherer Vulpinus hatte ich schon von eingeliefert bekommen. ( Anders kaum sicher zu bestimmen)
Summe der Tiefe der Einkerbung der HS 10 - 7 plus Breite einer mittleren Stossfeder, geteilt durch Flügelspitze ( Abstand der 1. Armschwinge zur Spitze der längsten Handschwinge ). Quotient unter 3,0 ergeben mit 94% Sicherheit eine Bestimmung des Vulpinus. Darüber gleich Buteo. Gaaanz einfach, lol
Geographische Zuordnung ist heikel, da Bussarde weit umherstreifen können.
Tendenziell hab ich hier mehr helle Exemplare im Winter, aber auch solche extrem helle als Brutvögel festgestellt. Rötliche zu jeder Jahreszeit.
Extrem einheitlich Dunkle, praktisch ohne helle Flecken am Körper, gabs auch schon.
Wie die Franzosen sagen: Buse variable.
 
Vielen Dank für Deine Ausführung zu la buse variable! Ich finde bei meinen täglichen Wanderungen hier im westlichen Havelland relativ häufig Rupfungen und Mauserfedern. Bin kein Ornithologe -obwohl sehr interessiert- und bekomme keine vollständigen Exemplare in die Hand, so dass ich normalerweise keine Quotientenbestimmung zur Differentialdiagnostik vornehmen kann. Ich habe mir Dein Vorgehen aber notiert. Leider sind meine Quellen der Erkenntnis bislang auf das Buch von Bergmann, dieses Forum und featherbase beschränkt. Vielleicht kannst Du mir eine Empfehlung geben?
EDIT: Erstes Foto Sturmmöwe juvenil, zweites Foto eine Ente.
Danke für Deinen Beitrag, die Sturmmöwe im 1.Jahr finde ich sehr plausibel. Bei der Ente bin ich allerdings nicht weiter gekommen.
 
Leider sind meine Quellen der Erkenntnis bislang auf das Buch von Bergmann, dieses Forum und featherbase beschränkt. Vielleicht kannst Du mir eine Empfehlung geben?
Bergmann ist schon top. Ich nehme mal an, das hier...
Summe der Tiefe der Einkerbung der HS 10 - 7 plus Breite einer mittleren Stossfeder, geteilt durch Flügelspitze ( Abstand der 1. Armschwinge zur Spitze der längsten Handschwinge ). Quotient unter 3,0 ergeben mit 94% Sicherheit eine Bestimmung des Vulpinus.
... kommt aus spezialisierter Beringungsliteratur ;) (Demongin sagt mittlere S schmaler als 40mm, buteo breiter 48mm)
 
Moin,

wer weiß, zu wem diese hier gehören? Ich bin überfragt.
Leider schon komplett durchnässt und nicht mehr ganz frisch, gefunden in einem Mischwaldgebiet im westlichen Niedersachsen (nördliches Osnabrücker Land):

https://up.picr.de/47076665te.jpeg
 
Die sind von der Waldohreule.

VG
Pere ;)
Wow, herzlichen Dank für die schnelle Rückmeldung!

Gibt es da ein Muster, an dem du das auf Anhieb erkannt hast? Ich bin, was Federbestimmung anbelangt, kompletter Laie (und war hier tatsächlich, wie ich feststellen musste, zehn Jahre lang nicht aktiv, habe mich aber letztens an das Forum erinnert und möchte jetzt mal wieder häufiger mitmischen). :)

VG und schönen Sonntag
Nisus
 
Das ist einfach nur Jahrzehnte lange Erfahrung. Die meisten Federn - insbesondere der größeren Vögel - haben ihr artspezifisches Muster und sind somit leicht kenntlich. Es nützt eher weniger, wenn ich beschreibe, was man eh sieht: Dunkle Querstreifen auf beigem Untergrund.

Waldohreulenfedern findet man zumindest hier in Baden-Württemberg meist in mittelalten Fichtenbeständen (so ca. 40-80 Jahre alt, nach der Erst- oder Zweitdurchforstung) mit wenig Unterwuchs, selten hingegen in Mischwäldern oder gar reinen Laubwäldern. Diese sind hier das Terrain des Waldkauzes, insbesondere die Althölzer. Die Waldohreule jagt hier eben nicht im Wald, sondern über dem offenen Feld, insofern kann sie ihre Tagesverstecke in die dichteren Wälder verlegen. Sobald die Bestände zu licht werden, d. h. zu viel Flugraum für Feinde bieten, scheint sie die Waldohreule zu meiden.

VG
Pere ;)
 
Danke Dir!
Die Fundstelle lag auch nicht tief im Waldinneren und lag auf der Grenze zwischen Fichten- und Rotbuchenkomplex. 400 m Luftlinie weiter von dort ausgesehen beginnt bereits die Felderflur.
 
Eulenfedern hätte ich auch gleich gesagt, da man die Textur der Federn gut erkennt. Die sehen bei Nässe schnell so arg aus. Größe und Muster - da gäbs nur Waldkauz oder Waldohr, und wie Pere schon sagt, sieht die Bänderung nach Waldohr aus.
 
Thema: Federbestimmung

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