Federrupfer

Diskutiere Federrupfer im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo, wir haben ein Weibchen, das seit ca. 3 Monaten sich die Federn im Hinterleibsbereich ausrupft. Wir waren bereits beim Tierarzt, dieser...

  1. #1 Jens Gundlach, 7. Juni 2001
    Jens Gundlach

    Jens Gundlach Guest

    Hallo,

    wir haben ein Weibchen, das seit ca. 3 Monaten sich die Federn im Hinterleibsbereich ausrupft. Wir waren bereits beim Tierarzt, dieser hat sich die Federn unter dem Mikroskop angesehen und auch die Stellen der Haut überprüft an denen sie rupft. Es ist soweit alles in Ordnung (keine Parasiten, Hautkrankheit etc.). Auch die neu nachkommenden Federn sind normal, allerdings beißt sie das Weibchen ab, bevor sie sich richtig öffnen können. Als Ergänzung muss man noch sagen, dass sie vor ca. 6 Monaten ihren Partner verloren hat und sie außerdem gutartige Geschwüre im Hinterleibsbereich hat. Sie lebt in einer Gruppe mit fünf weiteren Wellis, wobei sich die Männchen durchaus mit ihr beschäftigen (Kopfkraulen usw.). Wir nehmen trotzdem an, dass es sich wohl um eine "psychische" Geschichte handelt. Aber mehr als neue Partner anzubieten, kann man wohl nicht tun? Der Tierarzt hatte noch als mögliche Behandlungsmethode, das Befestigen einer kleinen Kugel an der Schnabelspitze. Dies ermöglicht ihr das Fressen, verhindert aber das Rupfen (wie auch immer das funktionieren soll). Allerdings wird das Ding in Vollnarkose angebracht, was natürlich auch nicht ohne Risiko ist. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es irgendwelche Vorschläge, wie man das Rupfen noch verhindern könnte? Vielen Dank schon mal!
     
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  3. KarinD

    KarinD Guest

    Homöopathische Ansätze

    Hallo Jens,
    habe Dein Thema gerade entdeckt und möchte Dir ein paar homöopathische Behandlungsmöglichkeiten vorstellen.
    Als erstes solltest Du generell ausschließen können, daß es sich ursächlich um einen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen oder Aminosäuren handelt. Ein Ekzem oder Pilz wurde ja bereits ausgeschlossen, wie Du schreibst.
    Sofern alle körperlichen Ursachen komplett ausgenommen werden können, bleibt oft nur der Grund, daß der Vogel psychisch gestört ist und daher mit dem Federrupfen anfängt. Du hast berichtet, daß Dein Welli Geschwüre am Hinterleib hat, welche sind dies denn? Lipome, Xanthome, Zysten oder andere? Daher könnte es auch möglich sein, daß diese, wenn auch gutartigen Geschwülste, einen Juckreiz für den Vogel darstellen, dem er durch Ausreißen der Federn entgegenwirken will. Gibt es denn einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Beginn des Rupfens und dem Auftreten der Geschwülste oder liegt dieser eher im Zeitraum nach dem Verlust des Partnervogels?

    Sollte dies psychische Ursachen haben, die durchaus oft mit dem Verlust eines Partners zusammenhängen, so könntest Du homöopathische Bahndlungsmöglichkeiten anwenden, z.B.:

    - Akkupressur
    - Bach-Blütentherapie
    - Farblichttherapie
    - Gabe von homöopathischen Mitteln

    Ein Behandlungsplan könnte von einem naturheilkundlich bewanderten TA aufgestellt werden. Daher würde ich mich an Deiner Stelle mal nach so einem TA umsehen bzw. erkundigen.
    Von einem Anbringen eines Kragens, einer Kugel oder Sonstigem kann ich nur abraten, da dies meist immer nur zu einem sehr kurzfristigen Erfolg verhilft. Du behandelst die Auswirkungen aber nicht die Ursachen. Hinzu kommt, daß Dein TA das Anbringen dieser Kugel ja auch unter Vollnarkose duchführen will, was alleine schon an sich einen unwahrscheinlichen Streß zuzüglich einem Haufen an Gefahren birgt. Wird die Kugel, respektive der Kragen nach einiger Zeit und nach Nachwachsen der Federn wieder entfernt, fallen die meisten Vögel wieder in ihre ursprünglichen Verhaltensmuster zurück, d.h. sie fangen das Rupfen wieder an. Insofern erspare Deinem Vogel bitte die Narkose und diese Behinderung durch eine Kugel am Schnabel. Spontan würde mir dann eh noch die Frage einfallen, wie denn der Vogel zukünftig seine Gefiederpflege bei sich oder einem Artgenossen durchführen soll?!

    Im Forum Vogelkrankheiten findest Du unter Jeannes Thema "Welche Bücher könnt ihr empfehlen" eine Auflistung diverser Bücher, die sich mit Homöopathie befassen. Dort könntest Du ebenfalls wertvolle Tipps erhalten.

    Wünsche Deinem Vogel gute Besserung und würde mich freuen, wenn Du uns weiter berichten könntest.
     
  4. #3 Jens Gundlach, 11. Juni 2001
    Jens Gundlach

    Jens Gundlach Guest

    Hallo Karin,

    vielen Dank für Deine Vorschläge! Wir haben uns jetzt zunächst einmal vorgenommen, unseren Rupfer mit einem Männchen von den anderen zu trennen. Wenn sich das Männchen im wesentlichen auf sie konzentriert, bleibt vielleicht nicht mehr viel Zeit zum Rupfen.... Wir gehen eigentlich von einer eher psychischen Ursache aus: Früher war sie die dominante Henne in der Gruppe. Diese Rolle hat allerdings inzwischen ein anderes Weibchen übernommen, die auch deutlich ihre Macht zeigt, in dem sie z.B. die Lieblingsplätze von unserem Rupfer besetzt, sie ständig bedrängt usw. usw. Also, schauen wir mal, was die nächsten Wochen so bringen.

    Gruss Jens
     
  5. KarinD

    KarinD Guest

    Drücke Euch die Daumen

    Hallo Jens,
    Du hast recht, oft sind es psychische Ursachen, die den Vogel zu seiner Selbstverstümmelung verleiten. Der Verlust der Dominanz in einer Gruppe könnte durchaus solch einen Effekt haben und vielleicht gibt sich dieses nach der Trennung von den anderen, von alleine wieder.
    Wünsche gute Besserung und laß mal wieder was von Dir hören.
     
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