Feenniltava

Diskutiere Feenniltava im sonstige Weichfresser Forum im Bereich Weichfresser/Nektartrinkende; Hallo! Nur mal aus Interesse. Wer hat detaillierte Erfahrungen mit den Feenniltava gemacht. Betrifft nur die Haltung und Zucht. Allgemeine...

  1. #1 Mathias, 13.02.2001
    Mathias

    Mathias Guest

    Hallo!

    Nur mal aus Interesse. Wer hat detaillierte Erfahrungen mit den Feenniltava gemacht. Betrifft nur die Haltung und Zucht. Allgemeine Daten bezüglich der Biologie sind vorhanden. Wäre toll, wenn jemand da etwas zu sagen könnte. Gleiches gilt auch für Schamadrossel und Papageienschnabelmeisen (Paradoxornithinae).
    Bin auf diesem Gebiet (Weichfresser) eher unbewandert was die Haltung betrifft, da ich meinen Schwerpunkt bei den Estrildidae habe. Mich begeistert an Weichfressern vor allem der Reichtum an Spezialisierungen und die Farbenvielfallt sowie die Klangfülle einiger Gesänge.

    Grüße,

    Mathias
     
  2. soay

    soay 28.11.2000 - 08.06.2015

    Dabei seit:
    09.11.2000
    Beiträge:
    2.293
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Oberbayern
    Hallo Mathias

    Ich glaube nicht (sieht auch so aus :D), dass hier im Forum jemand Erfahrung mit Feenniltavas hat. Ich habe mich vor ein paar Jahren dafür interessiert, habe aber unterschiedliche Auskünfte über die Empfindlichkeit der Tiere bekommen. Außerdem waren keine Nachzuchten aufzutreiben. Bis auf einen Artikel in der Geflügelbörse und was die Händler erzählten (jeder etwas anderes :D) war nichts herauszubekommen über die Haltung, etc. Den Artikel aus der Geflügelbörse könnte ich heraussuchen und dir schicken wenn du Interesse haben solltest.

    Viele Grüße
     
  3. #3 lothar kotzan, 25.02.2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    Hallo Mathias,

    ganz so ist es nicht, dass in diesem Forum keiner Erfahrungen mit dem Feenniltava hat.

    Ich habe ihn zwar leider nicht zur Brut gebracht, konnte ihn aber mehr als 7 Jahre halten.
    Die Hauptschwierigkeit, zumindest bei mir, war die große Rivalität des Paares untereinander. Eine Trennung außerhalb der Brutzeit war obligatorisch. Selbst in der Brutzeit jagte
    der Hahn das Weibchen so stark, daß an eine Brut nicht zu denken war.

    Die Voliere war 1 m breit 4 m lang und 2 m hoch, wobei
    davon 1 Meter als Innenraum abgetrennt war. Der Bewuchs war ziemlich dicht.

    Als Futter gab ich ein gutes Weichfutter/trocken, das ich anreicherte mit Ameisenpuppen/gefrostet, Karotten, kleingeriebenem Tofu und Lebendfutter (Mehlwürmer in geringen Mengen, Heimchen, Buffalos u.a.).

    Ich kann die Feenniltava trotz der Probleme empfehlen und es wäre bestimmt eine reizvolle Aufgabe sie einmal zu züchten. Es muß ja nicht immer so ein unverträgliches Paar geben, wie das meine.

    Die Schamadrossel habe ich schon in diesen o.g. Volieren regelmäßig gezüchtet. Einmal hat ein Bekannter von einem Paar in einem Jahr 17 Jungvögel gesund auf die Stange gebracht. Bei mir waren es im Durchschnitt 9/10 Junge pro Jahr (bei 2 züchtenden Paaren).

    Die Haltung von Schamadrosseln ist nach meiner Ansicht relativ einfach. Der Gesang ist variantenreich und gehört mit zu den besten Gesängen im Vogelreich. Man darf allerdings nicht verschweigen, dass es auch Stümper gibt.

    Schamadrosseln werden regelmäßig nachgezüchtet und es dürfte kein Problem sein Nachzuchten zu erhalten.

    Es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Weichfresserliebhaber
    im Forum verteten wären-


    mfg

    lothar
     
  4. Reiner

    Reiner Stammmitglied

    Dabei seit:
    26.01.2001
    Beiträge:
    447
    Zustimmungen:
    1
    Hallo Mathias,
    über Haltung und Zucht der Papageischnäbel gibt es in der Gefiederten Welt Artikel in den Jahrgängen 1991, 1997 und 1998. Der letzte ist von mir. Ich habe 1995 einmal gezüchtet und dann einen Zuchtbericht geschrieben. Seitdem ist mir allerdings keine weitere Zucht mehr gelungen. Ich hatte nämlich verkannt, dass die Braunkopf-Papageischnäbel paarweise recht friedlich, in der Gruppe aber untereinander etwas aggressiv sind. Dadurch hatte mein Paar nicht die notwendige Ruhe. Ich konnte die Jungen gerade noch bei den Eltern lassen, fremde Artgenossen konnten aber nicht in die Gruppe integriert werden. Auch der Versuch zwei Grauohr-Papageischnäbel dazu zu setzen, ist gescheitert. Diese kleineren und schwächeren Vögel mussten wieder entfernt werden. Seitdem halte ich immer nur ein Paar, wobei ich eigentlich sagen müßte zwei Tiere, denn die Geschlechtsunterscheidung ist für die Zucht das größte Problem. Ich fürchte derzeit habe ich zwei Männchen. Auch bei dieser Art gibt es wieder Probleme bei der Klassifizierung. In der englischsprachigen Literatur heißt die Gattung Paradoxornis und enthält u.a. die Arten brunneus und webbianus. Wolters nennt die Gattung z.T. Suthora und teilt eine Art „webbiana“ in die Unterarten w. webbiana und w. brunnea. Jedenfalls ist brunnea häufiger im Handel, ein ganz wenig kleiner und gedrungener als webbiana und hat eher eine rötlichbraune Färbung als die braune von webbiana. In der GW sind teilweise gute Fotos (meine leider nicht, bin Vogel- und kein Fotofreund). Die ersten beiden Artikel zeigen Bilder von brunnea, meine Vögel waren damals webbiana. Wenn Du mir sagst wie, kann ich Dir Kopien zukommen lassen. Meinen Artikel habe ich auf dem PC. Ginge also per E-Mail.
    Gruß Reiner
     
  5. #5 Mathias, 25.02.2001
    Mathias

    Mathias Guest

    Hallo!

    Zuerst einmal vielen Dank für die Informationen von allen!!
    Ich habe sowohl den Feenniltava, als auch Braunkopf- Papageienschnabelmeisen vor einigen Monaten auf einer Börse gesehen und fand, daß es sich um ausnehmend schöne Tiere handelt, daher war mein Interesse geweckt. Leider hört man kaum etwas über Weichfresser, aus diesem Grunde habe ich auch meine Frage in das Forum gestellt.
    Schamadrosseln habe ich letzten Sommer in Berlin im Zoo ca. eine Stunde lang in einer Großvoliere beobachtet. Das Verhalten dieser Art war sehr interessant. Mich begeisterte die Lebhaftigkeit und gleichzeitige Vertrautheit der Vögel. Von Scheue keine Spur. Den Gesang konnte ich leider nicht vernehmen.
    Interessieren würde mich auch unter welchen Konditionen Ihr Eure Tiere haltet: Käfig/Voliere; Futter; Temperaturen...
    und welche Weichfresser empfehlenswert sind!?!
    Im übrigen würde ich mich über den erwähnten Artikel sehr freuen (Papageienschnabelmeisen)
    email: meyerf@stud-mailer.uni-marburg.de

    Grüße,

    Mathias
     
  6. #6 Waldemar, 26.02.2001
    Waldemar

    Waldemar Stammmitglied

    Dabei seit:
    07.02.2000
    Beiträge:
    413
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    D-68649 Groß-Rohrheim
    hallo marthias, hallo lothar,
    habe schon gedacht es wird nur über beos geredet in diesem
    forum. leider habe ich keine erfahrung mit niltavas aber
    ich halte im moment japan-blauschnäpper und zimtkehlschnäpper.außerdem china nachtigallen und rubinkehlchen sowie mönchsgrasmücken.allerdings hat ein bekannter von mit rotbauchniltavas nachgezogen und hält schamas.falls da irgendwelche fragen sein sollten bin ich
    gerne bereit auskunft zu geben.bis dann gvrüße waldemar
     
  7. soay

    soay 28.11.2000 - 08.06.2015

    Dabei seit:
    09.11.2000
    Beiträge:
    2.293
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Oberbayern
    Hallo

    Es muß wohl nur erst mal einer den Anfang machen. :D
    Hab gar nicht gedacht das hier überhaupt soviele sind die Weichfresser halten. Aber es freut mich, weil ich bisher den gleichen Eindruck hatte wie Waldemar.

    Hallo Waldemar
    Du sagst du kennst jemand der Rotbauchniltavas nachgezogen hat. Gibt der welche ab? Ich würde mich nämlich dafür interessieren.

    Viele Grüße
     
  8. #8 lothar kotzan, 26.02.2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    Hallo Waldemar,

    mich würde interessieren, ob du Probleme beim Japanblauschnäpper bezüglich einer möglichen Unverträglichkeit der Paare hast.

    Beim Japanblauschnäpper ist diesbezüglich wenig bekannt.
    Er soll angeblich nicht so Unverträglich sein, wie seine Verwandten.


    mfg

    lothar
     
  9. #9 Waldemar, 27.02.2001
    Waldemar

    Waldemar Stammmitglied

    Dabei seit:
    07.02.2000
    Beiträge:
    413
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    D-68649 Groß-Rohrheim
    hi soaj hallo lothar,
    also mein bekannter hat glücklicherweise seine jungen schon an den mann gebracht, war nur ein pärchen, leider.
    scheint aber ein ziemlich aufwendiges geschäft mit der jungenaufzucht gewesen zu sein. die eltern wechseln fast täglich die futtertiere und man braucht schon schon ziemlich viel glück immer gerade das was die wollen anbieten zu können.
    ging mir übrigens mit sib. blaunachtigallen genau so.
    hatte bisher schon 7 bruten mit je 5 jungen. großgeworden sind aber lediglich 2 leider.
    ist aber reines fütterungsproblem.
    zu den japan blauschnäppern kann ich eigentlich nur sagen, dass sie total vertäglich sind, keinerlei agressionen gegenüber den anderen volieren bewohnern zeigen und sich selbst auch in ruhe lassen.singen tun sie auch ganz gut
    und in der voliere haben auch schon mehrere brutversuche stattgefunden, allerding immer auf unbefruchteten eiern.
    das einzige problem bei mir ist , dass immer die hähne
    eingehen.
    ich habe inzwischen bei meinem ersten, vor 5 jahren gekauften weibchen schon den dritten hahn.
    die werden irgendwie immer ruhiger, aber man sieht keine krankheitssymtome. fressen auch normal und sind im großen und ganzen ganz fit. wenn ich z,B. die mehlwürmer in die luft werfe, fange die sie im flug. trotzdem sterben die dann
    ganz kurzfristig von einem auf den anderen tag.
    Gründe weiß ich bis jetzt noch nicht. Fütterungsfehler schließe ich aber aus, da ja meine anderen weichfresser und die weibchen das gleiche futter kriegen.
    Ich wäre dankbar, wenn andere züchter mit ähnlichen problemen auch mal was zu diesem thema antworten würden.
    vielleicht ist`s ja nur eine kleinigkeit die ich falsch mache. ansonsten kann ich japan blauschnäpper nur empfehlen.
     
  10. #10 lothar kotzan, 27.02.2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    Hallo Waldemar,

    das Problem, dass bei den Japanblauschnäppern die Hähne so schnell sterben, habe ich auch gehört. Gründe kann ich dir auch nicht nennen.
    Kann es vielleicht daran liegen, dass man das Alter der Vögel kaum kennt.? Man nimmt doch überwiegend ausgefärbte Hähne.
    Ich hatte einen einzelnen Hahn, der sich noch im Jugendgefieder befand, als ich ihn bekam. Mittlerweile ist er 8 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit.

    Bestätigen kann ich den wirklich guten Gesang des Vogels.

    mfg


    lothar



    [Geändert von lothar kotzan am 27-02-2001 um 15:48]
     
  11. #11 Waldemar, 27.02.2001
    Waldemar

    Waldemar Stammmitglied

    Dabei seit:
    07.02.2000
    Beiträge:
    413
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    D-68649 Groß-Rohrheim
    hi lothar,
    und ich hab schon gedacht die sterben nur mir so schnell weg. ist übrigens ein grund warum ich mit blauschnäppern aufhören werde. sind einfach zu schade zum verheizen. wenns halt nicht sein soll...
    falls du jemand wissen solltest, der weibchen sucht ich gebe zwei günstig ab.
    am alter kanns eigentlich auch nicht liegen, der letzte hahn, wurde 2 jahre alt und ich hab ihn auch noch ganz braun erstanden. hat dann problemlos durchgemausert und sich mit meinem mädchen auch gut vertragen. bis er eben gekippt ist.
    jetzt versuch ichs mal mit zimtkehlschnäppern, die sind so sagt man sehr langlebig.schaun mer mahl.
    hab da bei einem händler ein wunderschönes topfittes paar bekommen, mal sehen was draus wird.
    aus welcher gegend kommst du eigentlich???
     
  12. #12 lothar kotzan, 27.02.2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    hallo Waldemar,

    wohne jetzt in Königsbrunn. Das liegt am südlichen Stadtrand von Augsburg.

    Meine Vögel habe ich noch in München, wo ich geboren bin.
    Habe aber vor, spätestens in diesem Jahr, neue Volieren zu bauen und meine Vögel dann umzusiedeln. Ich hoffe es wenigstens.

    mfg

    lothar
     
  13. #13 ortolan, 28.02.2001
    ortolan

    ortolan Guest

    Hallöchen!

    Um noch einmal auf die Schamas zu kommen: Schamadrossel sind Spötter, ahmen also den Gesang anderer Vögel und Geräusche ihrer Umgebung nach. Wer einen abwechslungsreichen und wohlklingenden Gesang haben möchte, sollte darauf achten, daß entsprechende "Vorsänger" im Umfeld der Schama anwesend sind. Ist dem nicht so, verliert die Gesangsqualität sehr schnell oder der Vogel eignet sich gar Geräusche an, die absolut nervtötend sein können.

    Eine meiner Schamas hatte großen Gefallen an dem metallenen Knirschen der Metallringe einer Kinderschaukel im Garten gefunden. Ich habe den Vogel aus der Voliere genommen und im Weichfresserzimmer mit Grasmücken, Rotkehlchen und Schnäppern gehalten; jede einzelne Art in einer separaten Zimmervoliere versteht sich. Nach gut zwei Jahren war die Kinderschaukel aus dem Schamagesang gelöscht. Worauf ich hinweisen will, ist die Tatsache, daß ein "Stümper" kein solcher bleiben muß, wenn sich der Halter gezielt dieses Problems annimmt

    In unserem Verein werden alljährlich von einer Halterin Schamas nachgezüchtet. Wenn jemand Interesse an diesen Nachzuchten hat, stelle ich gerne den Kontakt her.

    Herzlichst
     
  14. #14 Waldemar, 28.02.2001
    Waldemar

    Waldemar Stammmitglied

    Dabei seit:
    07.02.2000
    Beiträge:
    413
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    D-68649 Groß-Rohrheim
    Hi lothar, hallo ortolan,
    lothar, bei deinem umzug wünsch ich dir viel spass, iss doch besser wenn man seine vögel alle beisammen hat.
    würde meine echt vermissen, wenn sie nicht bei mir wären.
    aber wenn du die möglichkeit hast neue volieren zu bauen, iss ja alles klar.
    Deine Meinung, ortolan kann ich nur bestätigen! Schammas legen sich im laufe der zeit unwarscheinlich viele töne zu, die überhaupt nix mehr mit singen zu tun haben.Selbst wenn sie am anfang gute sänger sind, muss das nicht unbedingt so bleiben.
    bei einem bekannten von mir z.B. singt einer der hähne überhaupt nicht mehr, weil er von einem volierennachbar total niedergesungen wurde.
    Welche schamas hat die dame in eurem verein??
    Mein bekannter sucht krampfhaft ein Sumatra-shama weibchen.
    Leider sind die ja ganz rar. Nichts zu bekommen hier.
    vielleicht kannst du mir mal die Adresse der frau aus eurem verein geben.
    Grüße Waldemar
     
  15. Reiner

    Reiner Stammmitglied

    Dabei seit:
    26.01.2001
    Beiträge:
    447
    Zustimmungen:
    1
    Hallo Mathias,
    ist meine mail angekommen? Mein PC spinnt manchmal.
    Gruß Reiner
     
  16. #16 Mathias, 01.03.2001
    Mathias

    Mathias Guest

    Hallo Reiner!

    Ja, ist alles angekommen. Besten Dank, war sehr informativ!
    Was mich sehr gewundert hat, war die offenbar gute Veträglichkeit der Vögel gegenüber der Volierenbesetzung.
    Hatte ich aufgrund der Literaturangaben nicht erwartet (z.B. BAARS). Ich fand die kleinen Braunkopf- Papageinschnäbel sehr ansprechend und hätte sie am liebsten sofort mitgenommen, hatte aber bedenken bezüglich ihrer Verträglichkeit untereinander.
    Mal schauen was die Zukunft so bringt:

    Grüße,

    Mathias
     
Thema: Feenniltava
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. feenniltava

    ,
  2. japan blauschnäpper

    ,
  3. Japan Blauschnäpper Zucht

    ,
  4. japan blauschnaepper bilder,
  5. Japanblauschnäpper,
  6. blauschnäpper haltung
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden