Felsensittiche, Aussscheidung von Herpeserreger

Diskutiere Felsensittiche, Aussscheidung von Herpeserreger im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Moin moin, ich hab heute etwas im Internet gelesen, was ich ziemlich erschreckend fand und ich würde gerne einmal hier nachfragen.... Es...

  1. #1 Mr.Knister, 1. August 2005
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    Moin moin,

    ich hab heute etwas im Internet gelesen, was ich ziemlich erschreckend fand und ich würde gerne einmal hier nachfragen....

    Es heisst das Felsensittiche Dauerausscheider von einem bestimmten Herpeserreger sind, welcher sich "Pacheo Disease " nennt und bei einer Haltung zusammen mit anderen Papageienvögeln für diese absolut tötlich sein soll, den Felsensittihen selbst aber in keiner Weise schadet.....

    es ist nicht so, dass ich Felsensittiche Halten möchte, jedenfalls nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre :zwinker: aber ich fand es sehr erschreckend, als ich dies las und mir kam in den Sinn das ich schon versch. Vogelparks gesehen habe, das felsensittiche oft mit anderen Sittichen/papageien zusammen in einer Voliere untergebracht sind....


    Kann mir hier vielleicht einer von euch etwas dazu schreiben??

    wäre einmal sehr interessant??

    Vielleicht hält hier jemand Felsensittiche mit anderen Gattungen/Arten zusammen??


    Danke im Vorraus für eure Antworten,

    Grüsse,

    Mister
     
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  3. #2 Christian, 1. August 2005
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    Ja und nein

    Moin, moin!


    Das sollte man etwas relativieren. Die Pacheco Parrot Disease (PPD) tritt bei diversen (!) Sittichenarten nur latent auf, d.h. der Vogel ist Virusausscheider, erkrankt in den seltensten Fällen aber selbst ... und wenn, ist meist Stress der auslösende Faktor. Bei einigen Südamis (z.B auch Nanday) als auch bei Wellies und Nymphen ist so eine latente Infektion wohl schon öfter beobachtet worden, heißt es im Kompendium der Ziervogelkrankheiten. Bei vielen anderen Arten hingegen verläuft die Krankheit nach einer Inkubationszeit von etwa 7-10 Tagen recht schnell tödlich ... bei Aras ist dies z.B. eine Frage von Stunden, bei Amazonen von wenigen Tagen. Aber auch Graupapageien und Kakadus sind in besonderem Maße gefährdet.


    Naja, man muß halt vieles was man liest etwas kritischer betrachten ... wenn man Neulinge vor der Vergesellschaftung untersuchen läßt, kann eigentlich nicht viel passieren ... als zuverläßigste Untersuchung gilt anscheinend die Blutanalyse, wodurch Antikörper nachgewiesen werden können. Aber auch in frischen Kotproben lassen sich die Viren selbst nachweisen.

    Insofern ist Dein Beitrag hier natürlich sehr wertvoll, denn viele Leute kennen diese Gefahr halt nicht.

    Diese Herpesviren sind jedenfalls nicht ohne, u.a. weil es auch viele verschiedene Varianten zu geben scheint. Dennoch ist diesen potentiellen Killern beizukommen, wenn rechtzeitig behandelt wird ... als Medikament wird der Wirkstoff Acyclovir (z.B. Zovirax) genannt.

    Es soll aber neuerdings einen wirksamen Impfstoff geben.
     
  4. #3 Mr.Knister, 1. August 2005
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    Moin Christina,

    danke erstmal für deine Infos!

    Was ich am "interessantesten" finde, ist das wort "Dauerausscheider!",

    hab mir das ein bisschen so vorgestellt, als ich es laß, wie es bei versch. Reptilien zB ist, dass sie zB duch die aufgenommene Nahrung Giftstoffe über die haut oder den Speichel ausscheiden, welche für andere Lebewesen schädlich bis tötlich sind...

    vielleicht ein bisschen weit hergeholt....??!!!!!

    wenn ich mich wieder auf das Wort Dauerausscheider beziehe scheint es ja aber natürlich bedingt zu sein und für den Vogel selbst keine Gafahr darzustellen, wie behandelt man eine solche Sache??
    wenn es doch so "ghört"????



    grüsse,

    Knister
     
  5. #4 Christian, 2. August 2005
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    Moin, moin ... setz mal das "a" vor das "n" :+klugsche ... ich bin doch kein Transvestit :D


    Latent infizierte Vögel scheiden die Viren über den Kot aus ... es gibt aber auch eine Tröpfcheninfektion, z.B. beim Niesen ... auch eine Übertragung über Federstaub ist möglich ... das Ganze ist also durchaus der Psittakose sehr ähnlich, was die Übertragung angeht ... aber auch die Symptome kann man verwechseln.

    Was die Gefahr für den latent infizierten Vogel selbst angeht, so gibt es da zwei mögliche Verläufe ... bei manchen bricht die Krankheit nicht aus, bei anderen hingegen schon, wenn die Rahmenbedingungen ungünstig sind ... z.B. zuviel Stress oder schlechte Ernährung ... sprich bei Schwächung des Immunsystems ... u.U. kann die latente Infektion also eine "Zeitbombe" sein.


    Ich hab' doch oben schon geschrieben, welches Medikament bzw. welcher Wirkstoff da Anwendung findet. Verabreicht wird das oral oder über's Trinkwasser. Wichtig ist aber, daß rechtzeitig behandelt wird, denn nach Ausbruch der Krankheit treten sehr schnell Organschädigungen ein.
     
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