Fensterunfall - wer hatte das schon mal?

Diskutiere Fensterunfall - wer hatte das schon mal? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen! Eine meiner Wellihennen ist gestern mittag vor eine Fensterscheibe geflogen, trotz Fensterbild und mit einem Affenzahn. Gestern...

  1. Rosine

    Rosine Guest

    Hallo zusammen!

    Eine meiner Wellihennen ist gestern mittag vor eine Fensterscheibe geflogen, trotz Fensterbild und mit einem Affenzahn. Gestern dachte ich eigentlich, daß sie das Ganze recht glimpflich überstanden hat, da der Kopf nicht verdreht war und sie nach wie vor einen Greifreflex beider Füßchen zeigte.

    Nun hab ich sie heute morgen, nachdem sie die Nacht zwar auf dem Handtuch auf dem Boden zugebracht hat, aber dann von selbst wieder auf den Ast gestiegen ist, wieder zu den anderen gelassen. Was wohl ein Fehler war... In der Voliere fiel auf, daß sie immer noch massive Gleichgewichtsstörungen hat. Auf einem Beinchen sitzen kann sie nicht, beim Putzversuch verlor sie auch sofort das Gleichgewicht, und gefressen hat sie auch nicht. Sie sitzt breitbeinig, den Bauch auf den Ast gestützt, in dieser typischen "Krankwaagerechten".

    Die TÄ hat mir gestern davon abgeraten, mit Ulla bei ihr vorbeizukommen, da jede Erschütterung für den Kopf nicht gut sei. Eine Einblutung ins Kleinhirn kann man ja bei Vogis eh nicht gut - um nicht zu sagen gar nicht - behandeln. Ich hab gestern im Halbstundentakt Traumeel gegeben, und ein wenig Rotlicht zur Steigerung des Wohlbefindens hatte sie auch (aus größerer Entfernung).

    Hat jemand schon mal einen Vogel mit dadurch bedingten Gleichgewichtsstörungen gehabt, und wenn ja, wie lange hat es gedauert, bis sich das Tier wieder erholt hat bzw. hat es sich überhaupt wieder erholt?
     
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  3. #2 Alfred Klein, 11. Juli 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    27. Januar 2001
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    Hallo Meike

    Du kannst gar nichts machen.
    Einzige Unterstützung ist Wärme, Ruhe und Abdunkeln.
    Und hoffen, daß es wieder wird.
    Nur verstehe ich manches nicht. Als Vogelhalter hat man Gardinen an den Fenstern. Da hilft kein Fensterbild, der Vogel wird in Panik versuchen, neben dem Bild vorbei zu kommen. Daß da eine Scheibe ist, realisiert der nicht. Selbst wenn er es gelernt hat, bei Panikattacken vergißt er es.

    Ich möchte Dich nicht in irgendeiner Weise angreifen, das liegt mir fern!!

    Doch das Leid des Vogels und Deine Sorgen, die Du nun hast, wiegen doch moderne Fenster in keiner Weise auf.
    Ich bin darin altmodisch. Mich interessieren modische Dinge in der Wohnung nur dann, wenn sie auch für die Geier sicher sind. Meine Gardinen sind bis unten hin und an der Balkontür habe eine schwere aufgehängt, damit keiner bis zur Scheibe durchkommt. Das Bleiband ist natürlich draußen, logisch.
    Ich kann Dir nur die Daumen drücken. Hoffen ist alles, was man tun kann.
    Da fällt mir noch was ein. Wenn Du K1 da hast, das wäre eventuell nicht schlecht. Damit wird die Blutgerinnung reguliert und eine eventuelle Blutung im Kopf könnte etwas eingedämmt werden.
     
  4. BECO

    BECO Guest

    HAllo Meike,

    ich weiß nur, kein ROTLICHT geben, das soll man bei solchn Verletzungen nicht machen, dadruch kann eine eventuelle Hirnblutung nur verstärken, eigentlich ein paar Tage in einen angedunkelten Käfig mit viieel Ruhe.

    Viele GRüße
    Katja
     
  5. Bell

    Bell Guest

    Hallo,

    ich möchte Katja beipflichten. Bei Erkrankungen des ZNS ist Rotlicht, sowie Wärme schädlich. Völlige Ruhe in einem halb abgedunkelten Raum (so daß sie noch Futter und Wasser aufnimmt) in einem Krankenkäfig ist jetzt das A und O, wenn sie wieder fit werden soll.

    Ich habe übrigens die Sache mit den Fensterscheiben anders geregelt in meinem Vogelzimmer. Ich putze dort einfach nur noch die Scheiben von innen, nicht von außen. So sind sie immer schön schmutzig und die Vögel "sehen" sie :D.

    liebe Grüße

    Bell
     
  6. Rosine

    Rosine Guest

    Hallo zusammen!

    Meine TÄ ist der Meinung, daß Rotlicht auch bei ZNS-Verletzungen gegeben werden darf, weil es das Wohlbefinden steigert*schulterzuck*, mein Kompromiß ist, das Licht relativ weit weg zu stellen, sodaß die Wärme nur minimal ist, aber der Wohlfühleffekt durch das rote Licht gegeben ist.

    Die Fenster... Ja, mir ist klar, daß nur Gardinen vor den Fenstern einen 100%igen Schutz darstellen. Aber ich habe leider Dachflächenfenster, und die schönen Gardinensysteme, die es da gibt, sind leider für einen Studenten wie mich nicht erschwinglich. Wirklich sauber sind sie eh nie:D...

    Außerdem ist Ulla in dem Moment einfach geradeaus geflogen - ich denke, sie wäre bei anderer Flugrichtung auch vor die Wand gedonnert...
     
  7. Nici

    Nici Guest

    Gehirnerschütterung

    Bei einer Gehirnerschütterung soll man den Vogel möglichst rugig, abgedunkelt und warm (ca. 30 Grad) stellen. Da sich Rotlicht und Dunkelheit ausschliesst, (es sei denn, man hängt z.B. ein dunkles Tuch über den Käfig und dahinter ist das Rotlicht) bin ich damals (auch bei einem Welli) so vorgegangen:
    habe einen Karton genommen, innen ausgepolstert, in den Deckel einige Luftlöcher geschnitten und den Kasten dann auf die Heizung gestellt. Zur Kontrolle, damit es nicht zu warm wird, ein Thermometer (normales, fürs Zimmer) reingelegt. Ich muss dazu erwähnen, dass es meinem Welli bedeutend schlechter ging, er konnte nicht einmal auf dem Boden sitzen, meist ist er zur Seite weggekippt und sobald er sich bewegt hat, hat er sich kopfüber überschlagen. Ein Bild des Grauens und ich hätte nie gedacht, dass er noch einmal wird ..... Zwei Wochen hat es gedauert, in den ersten vier Tagen konnte er nicht einmal selbstständig fressen oder trinken. Aber die Geduld hat sich gelohnt. Traumeel hat er anfangs (gegen Schock) auch bekommen und Vitamin B in das eingeflösste Trinkwasser. Bis auf diese dreimaligen Kontrollen und Fütterungsversuche am Tag habe ich ihn wirklich absolut in Ruhe gelassen. In der zweiten Woche hatte ich statt des Pappkartons dann einen kleinen Käfig genommen, unten ausgepolstert und eine Sitzstange unmittelbar über den Boden. Am Ende der zweiten Woche hatte er sich dann schon oftmals selbst auf die Stange gerobbt, da merkte ich, es wird wieder. Auch nach dem anschließenden wieder ins Licht stellen, hat es nochmal eine Woche gedauert, bis er einigermaßen auf der Stange sitzen und selbst seine Näpfe aufsuchen konnte (vorher ging's nur durch hinhalten - nachdem er wieder selbst fraß...)
    Ganz der Alte ist er nicht mehr geworden, er war in der Folge immer bedächtiger und nicht mehr so quirlig, aber er konnte wieder alles machen. Jemand, der ihn nicht kannte, hätte die Veränderung nicht bemerkt. Er ist zwar nur 8 Jahre alt geworden, nach dem Unfall hat er aber noch 3 Jahre gelebt.
     
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