Fesselgelenksentzündung

Diskutiere Fesselgelenksentzündung im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Hallo, meine Stute (15 Jahre) hatte vor ca. 8 Wochen ne Fesselgelenksentzündung. Wir hatten den Tierarzt da, der sich auf Pferde spezialisiert...

  1. buti

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    Hallo,

    meine Stute (15 Jahre) hatte vor ca. 8 Wochen ne Fesselgelenksentzündung. Wir hatten den Tierarzt da, der sich auf Pferde spezialisiert hat und sich auch sehr viel Zeit genommen hat. Naja nach der Diagnose hat Vicky dann so ein Pulver bekommen, welches sie 1 Woche lang übers Futter bekam. Nach dieser Woche kam der TA zur Kontrolle, hat die Beugeprobe gemacht und es war nurnoch eine leiche Lahmheit zu beobachten. Wir sollten dann 2 Wochen Ruhe einlegen und langsam wieder anfangen zu arbeiten. Ich hab dann wieder langsam angefangen Spaziergänge zu machen, und im Schritt kurze Zeit zu reiten. Soweit sogut.
    Heute habe ich dann das erste Mal wieder getrabt und Vicky lahmt bei Belastung des betroffenen Beines immernoch leicht. Auch ist bis heute eine Schwellung zu sehen, welche wir täglich mit Phlogamed eincremen.
    Beim Tierarzt haben wir bereits angerufen und gefragt ob das lahmen, was sie jetzt noch zeigt sich bessert oder so bleibt und wir lieber aufhören sollten zu Reiten. Der sagte langsam reiten wäre in ordnung und nicht überfordern.

    Hat jemand von euch zufällig gleiche Erfahrung oder kennt zusätzliche Mittel (Globuli, Schüsslersalze o.ä) womit man die Besserung unterstützen kann?

    Lg, buti
     
  2. #2 Gwennie, 12.08.2011
    Gwennie

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    Hallo Buti, wenn Deine Stute immer noch eine Lahmheit zeigt, ist die Entzündung noch nicht ausgeheilt. Eine Lahmheit zeigt, dass das Gelenk noch schmerzhaft ist und das ist eindeutig ein Zeichen, dass die Entzündung noch da ist.
    Kühlen ist immer gut, versuche es mal mit Percutin-Paste, die wird aufgeschmiert und bleibt 24 Stunden drauf, sie trocknet von selber ab und läßt sich dann ganz gut abbürsten, danach wieder einschmieren. Dein Tierarzt kennt diese Paste sicher auch, die ist erfahrungsgmäß besser geeignet und effektiver als Phlogamed oder Tensolvet-Gel.

    Langsam reiten würde bei mir nur "Schritt" heißen, traben ist ganz sicher zu viel Belastung für ein entzündetes Gelenk und garantiert schmerzhaft. Wäre sie mein Pferd, würde ich sie am Tage auf die Wiese oder ein Paddock stellen bis im Gelenk keine Lahmheit und Wärme mehr feststellbar ist, dort würde sie sich sicher nur noch so viel bewegen, wie sie es als noch ok und nicht schmerzhaft empfindet und das Gelenk könnte in Ruhe richtig ausheilen. Das habe ich zumindest bei meinen Pferden immer so gehalten und beste Erfahrungen gesammelt.
    Ich persönlich würde sie auch noch nicht reiten und wenn nur im Schritt am langen Zügel, den ich hätte hier viel zu viel Angst, dass durch zu frühe Belastung eine chronische Geschichte entstehen könnte.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Gute Besserung für Deine Stute und verliere nicht den Mut, das wird schon wieder, es braucht halt eben nur seine Zeit. Also Kopf hoch und viele Grüße, Marietta
     
  3. Tina F

    Tina F Veni vidi violini!

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    Hallo,

    mit Percutin habe ich ebenfalls gute Erfahrungen gemacht als mein Friese eine Fesselgelenksentzündung hatte. Tensolvet würde ich-obwohl sonst fast mein 'Allheilmittel'-in diesem Fall nicht empfehlen.
    Die Entzündung war bei uns auch sehr langwierig. Wie Gwennie schon schrieb, ist schonen hier das A und O. Solange noch ganz offensichtlich Schmerzen vorhanden sind, würde ich überhaupt nicht reiten, sondern lediglich Schritt führen.
    Laß dieser Sache Zeit.

    Gute Besserung für die Stute!

    Tina
     
  4. buti

    buti Stammmitglied

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    Ja, also nachdem ich beim traben gemerkt hab, dass sie immernoch lahm geht hab ich auch sofort aufgehört zu reiten. aber irgendwie find ich es merkwürdig, dass sie trotz der entzündung auf der wiese buckeln und rennen kann. aber das liegt ja eventuell auch daran, dass sie kein gewicht mit sich rumträgt in dem moment.
    bekomm ich die percutin beim tierarzt oder auch aus der apotheke? weil dieses phlogamed zeigt irgendwie kaum wirkung. die schwellung wird dadurch überhaupt nicht besser. nach bisschen bewegung klingt diese für einen kurzen zeitraum ab.

    das wäre total doof, wenn sie nicht wieder gesund wird :( und unreitbar ist...
     
  5. Tina F

    Tina F Veni vidi violini!

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  6. #6 Gwennie, 13.08.2011
    Gwennie

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    Tina hat recht, nicht gleich negativ denken. Es braucht Zeit und wenn Du ihr die gibst, sind die Chancen sehr groß, dass es wieder wird.

    Bezugsquellen von der Percutin Paste hat Tina Dir ja auch schon geschrieben, die ist wirklich sehr gut.
     
  7. buti

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    dann werd ich montag direkt zur apotheke fahren und die paste kaufen/bestellen. eine bekannte meinte retterspitz äußerlich würde auch helfen die entzündung zu mindern, ich hab da bei tieren allerdings keine erfahrungen mit, nur bei menschen.
    ist das zu empfehlen oder lieber nur die percutinpaste anwenden?

    danke schonmal für eure antworten :)
     
  8. #8 Stephanie, 14.08.2011
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    Wie lange war sie denn insgesamt "lahmgelegt"?

    Besteht die Möglichkeit, dass sie gelernt hat, dass sie eigentlich Schmerzen haben sollte und deshalb automatisch lahmt?

    Ich habe das gerade von zwei Verwandten gehört, einem jüngeren und einem älteren, die bemerkten, dass sie sich sehr schonten, obwohl die Verletzung schon abgeklungen war und sie keine Schmerzen, aber Angst vor weiteren Schmerzen hatten.
    Sie hatten vorher so lange Schmerzen gehabt, dass sie ganz automatisch annahmen, wieder Schmerzen zu bekommen, wenn sie bestimmte Bewegungen machten.


    Keine Ahnung, ob es das bei Tieren auch gibt, aber warum nicht?
     
  9. #9 Gwennie, 14.08.2011
    Gwennie

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    @Buti - Retterspitz kannst Du gerne zusätzlich geben, es unterstützt sicher ebenfalls den Heilungspropzess, aber bitte nicht als Alternative

    @Stephanie - das was Du meinst, ist das, was man bei Menschen das Schmerzgedächtnis nennt. Darauf jetzt näher einzugehen, dafür wäre ein eigener Thread nötig, den das ist ein sehr komplexes und großes, aber auch ein sehr spannendes Thema.
    Ein Pferd ist ein Fluchttier, das kann sich einen solchen "Luxus" nicht leisten. Für ein Fluchttier ist es lebensnotwendig, dass es möglichst nicht zeigt, dass es gehandicapt ist, den jedes Handycap macht einem möglichen Raubtier deutlich, dass es hier leichte Beute zu erwarten hat. Daher gehören Pferde, die z. B. auch keinen Schmerzlaut haben, zu den Tieren, die Schmerzen erst dann anzeigen, wenn sie schon sehr extrem sind. Also sogenannte "Hypochonder", also einebildete Kranke, wirst Du bei Fluchttieren, und hier im Besonderen beim Pferd, nicht finden. Zeigt so ein Tier Schmerz, dann ist er auch da.
    Außerdem ist es bei Butis Stute auch noch sichtbar, da sie ja immer noch eine Schwellung im entzündeten Bereich hat. Also kann man auf jeden Fall relativ sicher von noch vorhandenen Schmerzen und der immer noch vorhandenen Entzündung ausgehen.
     
  10. buti

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    Hey,

    ja den retterspitz würd ich zusätzlich nehmen. hab da damals am eigenen leibe gute erfahrungen mit gemacht.
    naja sie ist schon seit den 8 wochen nichmehr richtig bewegt worden. könnte natürlich sein, weil ich vor den 8 wochen bei jeder kleinsten lahmheit abgestiegen sind und aufgehört haben zu reiten. aber wie gwennie sagte, glaube ich, besitzen pferde das schmerzgedächtnis nicht.
     
  11. #11 Tiffani, 14.08.2011
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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Wurde eine Röntgenaufnahme gemacht um evtl. Absplitterungen auszuschließen?
    Diese können schnell mal altersbedingt entstehen, aber auch durch Schlagen gegen eine Boxenwand (Nachbarpferd) oder durch Treten eines anderen Pferdes.
    Diese kleinen "Splitter" schmerzen das Pferd auch gerne nur bei Belastung durch den Reiter (Gewicht) aber vor allem weil es sich nicht so bewegen kann/darf wie es das tun würde, um die Schmerzen zu vermeiden.

    Info:
    "Alte" Entzündungen wärmen
    "Neu" Enzündungen kühlen
     
  12. buti

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    nee geröngt wurde das bein nicht. der tierarzt sagte damals, falls nach der medikation keine großartige besserung auftritt soll das geröngt werden. aber ich glaube ich werd den nochmal anrufen damit es geröngt wird.
    das mit kühlen und wärmen kenn ich auch so. wobei bei arthrose das ja so gehandhabt werden soll, wie es dem patienten besser geht..zumindest bei menschen xD
    aber wir lassen immer wasser über das bein laufen, lassen es trocknen und schmieren dann die creme drauf.
     
  13. #13 Tiffani, 15.08.2011
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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Ich drück euch beiden die Daumen, das es nichts aufregendes ist. Geld wird es wohl kosten :k, aber Kleinigkeiten lassen sich meistens ohne großen Aufwand schnell entfernen, und dann geht's wieder besser :zustimm:
    Was mir auch noch einfiel, mal die Stellung überprüfen, ich weiß ja nicht ob es barfuß läuft oder mit Eisen.
    Wenn "nichts" gefunden wird, könnte man einen spez. Beschlag mit Dämpfer probieren... um evtl. die Stellung zu verändern :idee:

    Wir brauchen ja im Alter auch manchmal "Einlagen" :D
     
  14. buti

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    die läuft ohne eisen udn die beinstellung sollte eigentlich in ordnung sein. wobei wenn ich jetzt so überlege, als der tierarzt letzte mal da war, waren die hufe viel empfindlicher. beim ausritt über einen kieselweg knickte sie immer ein. da wird der ja wohl falsch geschnitten haben oder? obwohl der sonst ganz gut ist.
    hm...heute hab ichn ausritt über die wiesen gemacht, da wollte sie unbedingt rennen, aber ich hab se nicht gelassen.
    jedenfalls ruf ich den tierarzt nochmal an....
     
  15. #15 Tiffani, 16.08.2011
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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Na siehste ist doch ein Anhaltspunkt :zustimm:
    Dann reite sie auf der Wiese, und führe sie auf Asphalt oder Kies, bis der TA das gecheckt hat :trost:
    Schau dir mal den lahmen Huf etwas genauer an, ob sie sich vielleicht auch noch eine Kleinigkeit in die Linie (zwischen Wand und Sohle) eingetreten hat?
    Wäre möglich, dadurch belastet sie falsch und das kann auch zu einer Entzündung führen, ähnlich wie bei uns eine Sehnenscheidenentzündung vom zu vielen Putzen :D
     
  16. Tina F

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    Wie geht's deiner Stute denn?
     
  17. buti

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    Naja es geht ihr den Umstaänden entsprechend. Das Lahmen wird weniger und tritt nurnoch in sehr engen kurven auf. Das haben wir beim Führen beobachtet. Und wir schmieren alles drauf was hier empfohlen wurde. Also diese Percutan Paste, ab und Retterspitz, das Bein wird kalt abgespritzt. Etwas weniger Gelenksflüssigkeit ist auch da. Also die Schwellung wird weniger...
     
  18. buti

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    Ich glaube, das schlimmste ist überstanden. Leichtes Lahmen ist nurnoch beim Leichtraben zu merken. Alles andere klappt super :) Auch buckeln geht wieder super ^^

    Danke für eure Tipps :) hatte schon Angst dass Vicky unreitbar wird. Fett ist sie aber geworden während der ganzen Zeit wo sie kaum bewegt wurde.
    Und das Fohlen Vanilla is mittlerweile soweit, dass sie ein Handtuch auf dem Rücken akzeptiert :)
     
  19. #19 Gwennie, 21.09.2011
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    schöne Nachrichten buti, man soll halt nie die Geduld verlieren :zustimm:
    und auch für die Lernerfolge von Vanilla sende ich Dir die herzlichsten Glückwünsche, solche kleinen Fortschritte sind doch das Salz in der Suppe bei der Arbeit mit den jungen Tieren :D
     
Thema: Fesselgelenksentzündung
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