Flügel stutzen

Diskutiere Flügel stutzen im Aras Forum im Bereich Papageien; Hallo an alle, wir haben ja unsere Aras schon eine Zeit lang und damals haben wir unseren Hahn mit gestutzen Flügeln bekommen...mittlerweile...

  1. babyblue

    babyblue Neues Mitglied

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    Hallo an alle,

    wir haben ja unsere Aras schon eine Zeit lang und damals haben wir unseren Hahn mit gestutzen Flügeln bekommen...mittlerweile sind die gott sei dank wieder nachgewachsen aber jetzt würd mich intressieren ob das den Vögeln wehtut wenn man die abschneidet?


    mfg verena
     
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  3. Sagany

    Sagany Guest

    Die Federn sind totes Horn, es tut ihnen nicht weh.
    Ich vermute aber was ihnen bei der Prozedur weh tut ist das gefangen werden und fest halten, denn kein Vogel lässt sich freiwillig an seinen Federn herumschnippeln und hält dabei noch ruhig.
    Es gibt auch das Federn ziehen, und das tut ihnen in der Tat furchtbar weh.
    Oder wenn man beim Schneiden eine Blutsfedertrifft tut es ihm auch weh und es kann eine schwere Infektion geben.
     
  4. Uhu

    Uhu Guest

    Hallo,
    was meinst du damit... ob es ihnen "weh tut" ...
    physisch oder psychisch????????????????
    Egal ob stutzen oder ...
    Von Menschen gemacht:
    Fliegen bei Willy (GB) auf Lebenszeit verhindert ....
    Einfach zum ...... Egal ob Stutzen oder das:
    Vom Menschen auf Lebenszeit zum Fußgänger verurteilt!
    LG
    Susanne
     

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  5. papugi

    papugi Foren-Guru

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    stimmt und ausserdem ist es nicht gut fur den "follicule", er wird bei jedem ziehen mehr oder weniger beschadigt.


    ..(die gefahr fur infektion ist nicht sehr gross) aber es ist
    noch schlimmer, der vogel verblutet.
     
  6. #5 schraegervogel, 5. August 2008
    schraegervogel

    schraegervogel Stammmitglied

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    Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Vogel aufgrund einer Feder verblutet. Ich weiß dass Vögel nicht viel Blut im Körper haben, aber ich weiß auch, dass Vögel über ein ausgezeichnetes "Blutsystem" (Wundverschließung erfolgt äußerst schnell) verfügen. Bist du dir da sicher mit dieser Aussage? :zwinker:

    Liebe Grüße,
    Stefan :trost:
     
  7. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ein verletzter Blutkiel funktioniert wohl ähnlich wie eine Kanüle, da klappt die Wundverschließung nicht so richtig.

    Das Abschneiden eine Feder (ohne Blutkieverletzung natürlich) tut dem Vogel sicherlich nicht weh, aber an den Federn setzen ja auch Muskeln an und Nerven, die auf Druck reagieren. Ein "komisches Gefühl" wird eine abgeschnittene Feder sicherlich hervorrufen.
     
  8. #7 Andree Dincher, 6. August 2008
    Andree Dincher

    Andree Dincher Guest

    Kein Vogel gehört gestutzt oder wollen wir menschen ohne arme daher laufen.
     
  9. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Ja,
    die schanzen sind sehr sehr hoch.
    wenn man in eine blutfeder also eine wachsende feder reinschneidet, ist wie ein offenes blutgefass..fast wie die venen am gelenk durschneiden.

    Ich kenne einen fall wo eine frau, in einem zoohandlung, von ihrem ara den sie dort gekauft hat, die flugfedern schneiden liess (und die schnitten durch eine blutfeder) . Der angestellete hatte keine ahnung (und die frau auch nicht)
    der vogel ist im auto, auf dem weg zum TA verblutet.
    Deswgen ist es gut als erste hilfe eine "pince hémostatique " zu haben.

    Ich habe auch falle gehabt wo der vogel von sich selbst eine wachsende feder gebrochen hat in meiner abwesenheit, und er ist nicht verblutet.
    Ein ander mal, musste ich die kaputte, blutende feder ziehen.

    Also, wenn es aber geschiet wenn ich da bin, dann ziehe ich oder beobachte und warte ein moment.

    Ich habe die intuition das es vielleicht eine ander reaktion gibt wenn man mit einer schere durschneidet. Vielleicht dauert es zu lange bis die chemische nachricht (bluten) eine chemisch reaktion (gerinnen) auslost??
    Der vogel hat zeit zu verbluten.
     
  10. Langer

    Langer Guest

    Hi Stefan

    Dann hast Du noch kein verletztes Tier gesehen das sich mit solch einer Feder im Geäst verletzt hat. Es blutet wirklich sehr stark.
    Weißt Du wieviel Herzschläge ein Vogel im Ruhezustand hat ? und wieviel wenn dieser aufgeregt ist ? Das weißt Du sicher selber :zustimm:----------------dann weißt Du sicherlich auch wieviel Blut durch diese Verletzung ( die nicht unerheblich ist ) " gedrückt" wird.

    MFG Jens
     
  11. eric

    eric Guest

    Bei den Patienten die ich kriege ( keine Papageien) kommt es immer wieder mal vor, dass Blutkiele verletzt sind und frisch wachsende Federn im Blutkiel gebrochen sind.
    Die Blutung selber hält sich jeweils in Grenzen. ( sieht natürlich immer dramatisch aus)
    Nach ca. zwei Wochen wird der Reststumpf abgestossen und eine neue Feder beginnt zu schieben.

    Wie es sich verhält wenn der Blutkiel durchschnitten wird, weiss ich aber auch nicht.

    Das Absterben der wachsenden Feder findet auch bei blosser grösserer Verletzung des Blutkiels statt, auch ohne Blutung ( z.B. Schlag, Quetschung).

    Wozu das Ziehen einer Feder gut sein soll entzieht sich meiner Kenntnis.
    Lerne aber gern dazu.

    Ich hatte aber z.B. schon den Fall bei einem Bussard, dass unfallbedingt sämtliche Flügelfedern auf einer Seite ausgerissen waren. ( Keine Ahnung wie das passieren konnte, hab ihn an der Autobahn aufgelesen). Keine Verletzung war ersichtlich, kein tropfen Blut. Trotz aller Versuche wuchs keine der Federn mehr nach ! Also mit dem Ziehen von Federn ist bei den meisten Vogelarten nicht zu spassen.
    Lieber warten oder Feder reparieren als ziehen.

    Flügel stutzen:
    Da muss man ja generell unterscheiden ob man vom operativen stutzen spricht , wo teile der Hand amputiert werden oder vom blossen zurückschneiden von Federn.

    Allgemein finde ich das Stutzen nur vertretbar bei Arten, die von Natur aus nicht zwingend fliegen müssen und hauptsächlich bodenbewohnend sind wie z.B. Entenartige oder Hühnerartige. Bei baumbewohnenden Arten , ist dies sicher nicht angebracht.
     
  12. Uhu

    Uhu Guest

    Hallo,
    1. Bild: Willi, gestutzt, da wächst nie wieder etwas...
    2. Bild: Lori, Handschwingen abgeschnitten, Unterarmschwingen abgebrochen, abgefressen....
    Sie bekommt ihre Chance, bei der nächsten Mauser....
    Kein Shiften, kein Federn ziehen - weil beim Ziehen der "ersten Federn" die Gefahr besonders groß ist, dass die Federfollikel unwiderbringlich verletzt werden. Sie sitzen "besonders fest".
    3. Bild: Bei der Doppelgelbkopfamazone (Altvogel) hat das Ziehen der Federn bewirkt, dass der Flügel innerhalb kurzer Zeit wieder befiedert war - und dass sie jetzt endlich fliegen kann (Jako aus Freiburg ... :zwinker:@ Bianca)
    LG
    Susanne
     

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  13. #12 schraegervogel, 6. August 2008
    schraegervogel

    schraegervogel Stammmitglied

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    Das ist sehr interessant! gut das mir das jem. gesagt hat! Das mit dem Gerinnen könnte sehr gut möglich sein, bin aber leider kein TA. Ich müsste mal nachfragen!

    Meinst du damit ein Blutstillendes Mittel das zugleich Infektionen verhindert? So eines haben wir, bzw. meine Tante die im gleichen haus wohnt. Falls mal etwas passiert klopf ich an ihre tür! ;)

    Nein, habe noch kein verletztes Tier gesehen - Gott sei dank. Wieviel Herzschläge hat ein Vogel im Ruhezustand? Sind die Herzschläge von Wellensittich und Ara in etwa gleich, oder wird da nochmals unterschieden?

    Wo wir gerade dabei sind... wie hoch ist eig. die Körpertemperatur eines Vogels? Ich dachte ich hätte mal gehört 39°C, stimmt das?

    Liebe Grüße,
    Stefan
     
  14. Sagany

    Sagany Guest

    Kein Vogel gehört gestutzt finde ich jetzt aber zu verallgemeinernd gesagt.
    Meine Bekannte hat Hühner die müssen beschnitten werden damit sie nicht über den zaun zum nachbarn hopsen können. es macht ihnen aber keinen abbruch da hühner ja eh nicht fliegen. nicht wie papageien.
    auch das stutzen von hausgänsen und enten ist schon noch okay. obwohl es da arten gibt wie zb. mandarinenten die abends aufbaumen wollen, diese hindert man dann daran. das ist dann auch nicht okay.
     
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  16. afrika

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    hello all

    hello,
    habe meine zwei lieben leider auch mit geztuzten Fluegeln bekommen aber das ist hier leider nicht anders möglich, aber ich bin der Meinung das ein Vogel wenn er schon in Gefangenschaft lebt und das ist er nun mal bei uns Menschen wenigstens Fliegen koennen sollte und das lernen meine beiden nun mit Begeisterung und viel spass. Und noch mal was zum lesen ist zwar viel aber sehr interessant.

    Bedeutung des Fliegens für Papageienvögel

    Auch wenn sie viel klettern und manche sich viel auf dem Boden aufhalten und fortbewegen, ist das Fliegen für die meisten Papageienarten die essentielle Art der Fortbewegung. Der Organismus von Papageienvögeln ist evolutionsbedingt auf die erheblichen Stoffwechselleistungen beim Fliegen eingestellt. Durch regelmäßiges Fliegen werden die Lungen und Luftsäcke intensiv belüftet und Kreislauf und Stoffwechselleistung gefördert. Die Flügel werden aber nicht nur zum Fliegen, sondern auch zum Balancieren und Klettern eingesetzt. Daneben kommt ihnen große Bedeutung bei der innerartlichen Kommunikation (Droh- und Balzverhalten) und bei der Regulierung des Wärmehaushaltes zu.

    Folgen des Flugunfähigmachens

    Bei der Haltung in menschlicher Obhut (Voliere, Wohnung) sind die Vögel in der Regel auf kurze Flüge, auf Schwirrflüge und andere unvollständige Flugformen beschränkt.
    Ein Mangel an Flugtraining kann zu Faktorenkrankheiten (z.B. Luftsackverpilzung, Leberverfettung) beitragen, da Kreislauf und Stoffwechsel nicht gefordert werden. Weitere Folgen sind eine allgemeine Verfettung und eine eingeschränkte Atemfunktion. Das Flugunfähigmachen kann aber auch eine Vielzahl von Verhaltensproblemen (Federbeißen, Federrupfen, Selbstverstümmelung) auslösen. Es kann eine erhöhte Unfallgefahr mit Knochenbrüchen direkt nach dem Flugunfähigmachen bei den Vögeln beobachtet werden.
    Manchmal sind beschnittene Federn so beschädigt, dass sie nicht bei der nächsten Mauser, sondern nur noch mit großer Verzögerung oder gar nicht mehr von selbst ausfallen, um durch eine neue Feder ersetzt zu werden.

    Methoden
    1. Teilamputation eines Flügels (Fingerknochen) ' irreversibel

    2. Exstirpation (Herausziehen) der Schwungfedern mit anschließender Verödung der Federpapillen ' irreversibel
    Nachdem die Federn gezogen wurden, werden die Federpapillen auf einer Körperseite im Bereich der Armschwingen verödet. Damit wachsen die Federn nicht wieder nach.

    3. Stutzen der Schwungfedern auf einer oder beiden Seiten ' reversibel
    Einseitiges Beschneiden von ca. 8-10 Hand- und Armschwingen mit Absetzen der Federfahne einschließlich des Schaftes bzw. einseitiges Beschneiden von Hand- und evtl. Armschwingen mit Absetzen der hinteren Federfahnen unter Schonung der Schäfte. Bei beiden Methoden werden zum Schutz des Daumens die ersten zwei oder drei Handschwingen geschont. Vermauserte Federn müssen nach Erlangung der Federreife erneut zurück geschnitten werden.
    Mit den beidseitig gestutzten Flügeln können die Vögel noch flattern und sich auf kurzen Strecken mehr oder weniger fliegend fortbewegen. Mit einseitig gestutztem Flügel können die meisten Vögel das Gleichgewicht im Flug nicht mehr wahren und sind vollständig flugunfähig.

    4. Anlegen von Brustgeschirren, sog. Papageien-Harness, Fußketten, Leinen, etc. ' reversibel

    Tierschutzrechtliche Beurteilung

    Zu Methode 1: Die Amputation von Teilen des Flügels ist in jedem Falle irreversibel und somit gemäß §6 (1) TierschutzG verboten. In diesem Punkt ist der Gesetzestext, der ein solches Vorgehen unter Strafe stellt, eindeutig: Ausnahmen von diesem Verbot speziell bei Ziervögeln sind ausschließlich bei einer tierärztlichen Indikation gegeben, also wenn im seltenen Einzelfall eine medizinische (!) Notwendigkeit (z.B. bei Verletzungen) vorliegt, den Flügel bzw. einen Teil des Flügels zu amputieren. Artikel 10 des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Heimtieren verbietet ebenfalls chirurgische Eingriffe zur Veränderung der äußeren Erscheinung eines Heimtieres oder anderen nicht der Heilung dienenden Zwecken.
    Damit gilt das Verbot auch in den Mitgliedsländern des Europarates, die das Gesetz ratifiziert haben.

    Zu Methode 2: Die Exstirpation der Schwungfedern mit nachfolgender Verödung der Federpapillen: Ein derartiges Zerstören von Organen bzw. Geweben ist ebenfalls gemäß §6 (1) TierschutzG verboten.

    Zu Methode 3: Hier werden Teile der Schwungfedern eines oder beider Flügel gestutzt.
    Nach §1 TierschutzG darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wie unter Punkt "Folgen des Flugunfähigmachens" bereits ausgeführt, kann das Flugunfähigmachen zu Schäden, Leiden und sogar Schmerzen führen. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass die Vögel durch den Fang und die Manipulation starkem Stress ausgesetzt sind, da das Stutzen regelmäßig wiederholt werden muss. Durch die/den gestutzten Flügel sind die Tiere in ihrem natürlichen Putzverhalten irritiert. Dies kann zu Verhaltensstörungen (Federbeißen, Federrupfen, Automutilation) führen. Verhaltensstörungen gelten als wesentlicher Indikator für erhebliche Leiden im Sinne des Tierschutzgesetzes.
    Nach dem einseitigen aber auch nach dem beidseitigen Beschneiden der Schwingen kommt es in der Anfangsphase häufig zu Stürzen und damit verbunden zu Verletzungen (Frakturen). Der Vogel ist für längere Zeit d.h. in der Regel bis zum Ende der Mauser (einmal jährlich) flugunfähig.
    Beim Beschneiden der Armschwingen handelt es sich um ein teilweises Zerstören von Geweben im Sinne von § 6 Abs. 1 TierschG. Nach Lorz / Metzger sind Gewebe Zellverbände, die den Körper aufbauen und denen eine bestimmte Funktion zugeschrieben wird. Worin die Funktion des Gewebes besteht, hängt nicht vom Nutzungswillen des Menschen ab, sondern ist aus dem artgerechten Leben des Tieres herzuleiten. Nach Hirt/Maisack/Moritz ist das Kürzen von Federn nur dann keine Gewebezerstörung, wenn die entsprechenden Teile schnell wieder nachwachsen und in der Zwischenzeit biologische und ethologische Funktionen nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt sind. Dies ist beim Federstutzen nicht der Fall, da hier eine ganze Verhaltensweise (das Fliegen) verhindert wird.

    Auch unter den Bedingungen im Zoofachhandel ist das Stutzen der Schwungfedern abzulehnen. Die Vögel werden dadurch nicht zahmer, wie oft behauptet wird, sondern durch den regelmäßigen Stress des Einfangens und Schneidens eher scheuer. Um zahmen großen Papageien, die schon viele Jahre im Geschäft sind, die Möglichkeit von mehr Freiraum zu geben, können sie auf einem Kletterbaum gehalten werden, sofern für genügend Rückzugsmöglichkeiten gesorgt ist. Ein Stutzen ist nicht nötig, da die Tiere für diese Haltungsform absolut zahm sein müssen. Solche Vögel müssen zuverlässig kommen, wenn man sie ruft, und sie müssen an viele Menschen und den damit verbundenen Geräuschpegel gewöhnt sein. Für Verkaufstiere eignet sich die Freihaltung auf einem Kletterbaum daher nicht.

    Von privaten Papageienhaltern wird das Stutzen immer wieder gefordert, damit sie die Vögel ohne Käfig mit ins Freie nehmen können. Der Aufenthalt im Freien ist aus Tierschutzsicht positiv, da er den Tieren Abwechslung, frische Luft und natürliches Sonnenlicht bietet. Allerdings sind die Folgen des Flugunfähigmachens so gravierend, dass es auch zu diesem Zweck aus Tierschutzsicht nicht akzeptabel ist. Für Vögel sollte sonst wo immer möglich eine Außenvoliere zur Verfügung stehen oder zumindest ein Käfig vorhanden sein, in dem die Tiere stundenweise im Freien untergebracht werden können. Durch entsprechende Zuwendung können einige Papageien so zahm werden, dass sie nicht entfliegen, wenn man sie ins Freie bringt.

    Zu Methode 4.
    Nach §2 (2) TierschutzG darf, wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Brustgeschirre, Leinen, Papageien-Harness etc. schränken ähnlich wie die Fußketten die artgemäße Bewegung des Vogels ein. Nach dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien, herausgegeben vom BMELF 1995, dürfen Papageien nicht angekettet oder auf einem Bügel gehalten werden. Das Spazierengehen mit dem Brustgeschirr stellt für Vögel in keinem Fall eine artgerechte Bewegungsform dar, sondern hat eher einen "Showeffekt" für den Besitzer.
    Das natürliche Fluchtverhalten bei Papageien besteht im Auffliegen angesichts einer Bedrohung. Dieser Instinkt geht auch durch Zähmung und Gewöhnung nicht vollständig verloren. Deshalb besteht eine Verletzungsgefahr beim Tragen von Fußketten oder Geschirren, wenn der Vogel in Panik auffliegt und dann ruckartig zurückgehalten wird.

    Fazit

    Amputationen wie in Methode 1 und 2 beschrieben, sind durch das Tierschutzgesetz verboten. Auch die in Methode 3 beschriebene Gewebezerstörung ist als Amputation anzusehen und daher ebenfalls verboten. Ein Verstoß gegen das Amputationsverbot ist gemäß § 18 Tierschutzgesetz als Ordnungswidrigkeit zu werten.
    Durch alle Methoden des Flugunfähigmachens wird die artgemäße Bewegung von Papageien so eingeschränkt, dass ihnen vermeidbare Leiden und Schäden zugefügt werden. Treten infolge des Flugunfähigmachens Verhaltensstörungen auf, muss von einer Erheblichkeit ausgegangen werden. Kommt es zu Verletzungen als Folge des Flugunfähigmachens, werden den Tieren auch Schmerzen zugefügt. Es ist kein vernünftiger Grund dafür erkennbar, einen Vogel an seiner artgemäßen Fortbewegungsart - dem Fliegen - zu hindern.
     
  17. Langer

    Langer Guest

    Hi Stefan ;

    Im Ruhezustand zwischen 120 und 180 .

    Ein kleineres Vogelherz schlägt schneller , das eines Aras " im ausgeglichenem Zustand" ca. 300 mal. Eine Aufnahme mittels Ultraschall is hier nicht möglich, es sei denn es wurden Betablocker oder eine Gasnarkose verabreicht.
    Die Herzfreqenz wird um ein vielfaches höher gesetzt bei bei äußerlichen Einflüßen ( Angst )

    MFG Jens
     
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