Fohlen und Anfänger?

Diskutiere Fohlen und Anfänger? im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Hi, seit kurzem habe ich ein Fohlen(Hengstfohen "Nando") :jaaa: ,mittlerweile 2 Monate alt, bekommen.Eigentlich eine große Herausforderung da ich...

  1. Cippi

    Cippi Guest

    Hi,
    seit kurzem habe ich ein Fohlen(Hengstfohen "Nando") :jaaa: ,mittlerweile 2 Monate alt, bekommen.Eigentlich eine große Herausforderung da ich mit dem Reiten erst angefangen habe.Mein Glück ist,das der Stall gegenüber ist und ich fast täglich zu ihm rüber gehen kann.Leider kann ich noch nicht viel mit ihm anfangen.Er ist zutraulich und lässt sich auch schön kämmen.Nur manchmal will er spielen und versucht dann auch zu zwicken(spielerisch).Ich weise ihn jedesmal zurecht,er kapierts dann auch,aber so ab und zu versucht er es wieder.Naja halb so schlimm.Damit werde ich fertig-nur nichts gefallen lassen.

    Habe mir jetzt ein Fohlenhalfter besorgt werde anfangen ihn bald daran zu gewöhnen.Es macht sehr viel spass mit ihm auch wenn ich nicht all zu lange bei ihm bin da ich noch nicht viel mit ihm arbeiten kann, aber dafür täglich.Ich denke er hat schon sehr viel Vertrauen aufgebaut in den 2 Monaten.

    Aber was kann ich denn noch mit Ihm anfangen :? ? Richtig interessant wird es erst wenn er von der Mutter getrennt wird, aber das ist noch eine Weile hin.
    Vielleicht habt ihr noch ein paar Tips für mich. :jaaa:

    Liebe Grüsse
    Cippi & Nando :0-
     
  2. #2 Dunja27, 05.07.2004
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    Hallo,

    herzlichen Glückwunsch zum eigenen Pferd :blume:

    Ich würde an deiner Stelle noch nicht so viel mit deinem Nando machen - laß ihn erstmal sein Sozialverhalten in der Herde lernen.

    Im Winter kannst du dann mit üben, das Halfter an- und auszuziehen. Wenn er dann 2 Jahre alt ist, kannst du ihn auch mal gelegentlich für kurze Zeit anbinden und putzen, damit er das lernt. Auch das Hufe geben kannst du zweijährig schon mit ihm üben.

    Wenn er dann 2,5 - 3 Jahre alt ist, kannst du auch schon die ersten Führübungen mit ihm machen.

    Aber bitte nie etwas überstürzen - ein Pferdeleben ist lang und ihr habt viel Zeit, alles zu lernen bzw. euch gegenseitig beizubringen.

    Denn ein Fohlen ist wie ein Baby und einem Baby bringt ma ja auch noch nichts bei - das fängt dann erst später an.

    Viel Spaß mit deinem neuen Pferd!!!

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  3. Cippi

    Cippi Guest

    Hi,
    Danke für Deinen Rat.Eigentlich hast Du ja recht :jaaa: .Aber besuchen kann ich ihn trotzdem jeden Tag,ihn streicheln und mit ihm sprechen.Wir wollen schließlich gute Freunde werden.

    Liebe Grüsse
    Cippi & Nando
     
  4. #4 Dunja27, 05.07.2004
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    Hallo nochmal,

    natürlich kannst du ihn jeden Tag besuchen - ihr beiden sollt euch ja kennenlernen.

    Ich erzähle tortzdem einfach mal meine Erfahrung:

    Ich habe vor 6 Jahren auch mal eine Jährlingsstute gekauft - mein erstes Pferd, ich hatte mir einen Traum erfüllt.

    Natürlich habe ich mein Stütchen so oft es ging besucht und gestreichelt - sie kam dann schon immer angelaufen, sobald sie mich sah.

    Im Winter habe ich sie dann fast täglich aus dem Auslauf geholt, angebunden und geputzt.

    Das klappte alles ganz wunderbar - dachte ich.

    Als sie dann dreijährig war, hatte sie absolut keinen Respekt mehr vor dem Menschen. Sie war aufdringlich, hat alle umgerempelt und wollte nur noch im Mittelpunkt stehen. Zu dem Zeitpunkt konnten nur noch kräftige Männer mit ihr umgehen, weil sie allen anderen den Strick durch die Hand gezogen hat bzw. alle angerempelt hat. Bei Männern war sie relativ brav.

    Ich habe sie dann verkauft, weil ich überhaupt nicht mehr mit ihr zurecht kam und ich habe es fast zwei Jahre versucht.

    Jetzt steht sie als Zuchtstute auf einer riesigen Weide in einer Herde - geritten wird sie nicht, weil sie immer noch dem Menschen gegenüber extrem aufdringlich und respektlos ist.

    Das ist meine persönliche Erfahrung, aus der ich eine Menge zum Thema Fohlen- bzw. Jungpferdeaufzucht gelernt habe.

    Ich möchte dich nicht abschrecken, sondern wollte dir nur mal meine Fehler und ihre Folgen schildern.

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  5. Cippi

    Cippi Guest

    Hi,
    meinst du das es daran lag?
    Wie gesagt denke ich das Du recht hast, einem Baby bringt man auch nicht sofort das Laufen bei.
    Mein süser steht auch auf einer Weide mit seiner Mutter,seinem Halbbruder ( 3 Wochen älter aber identisch) und seiner Mutter, einen Wallach und 2 jährlinge.

    Wie ist das eigentlich mit dem Kastrieren? Ich muss es machen da es nur einen Hengst gibt,der keinen anderen duldet und auserdem sind die anderen Pferde nebenan sind.

    Der jetzige Wallach in der Fohlenherde ist nämlich damals ausgebükst und hat Chaos angerichtet.Deshalb muss ich es machen wenn er dort stehen bleibt.
    Auserdem ist es für einen Anfänger wie mich auch nicht leicht gleich mit einem Hengst zu arbeiten.Die haben doch so Ihre typischen Hengstmanieren,oder?

    Habe viel gelesen, aber die Praxis schaut oft anders aus. Deshalb bin ich auch jetzt in diesem Forum um auch aus Erfahrungen und Tipps zu lernen.

    Grüsse
    Cippi & Nando
     
  6. #6 Dunja27, 05.07.2004
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    Kastrieren wäre gut, denn es gibt genügend Hengste für die Zucht und den Leistungssport.

    Für uns "normale" Freizeitreiter ist ein Wallach völlig "ausreichend".

    Also mein Kleiner (1 Jahr alt) wurde bereits Ende Mai kastriert, weil er schon beide Hoden hatte. Die Kastration lief völlig problemlos und ohne Nachwirkungen. Der Kleine von meiner Freundin wurde etwa zur gleichen Zeit, auch einjährig, kastriert, ebenfalls problemlos. Letztes Jahr wurde bei uns am Hof ein 4jähriger kastriert, da war die Wundheilung sehr schlecht und er hat extrem lange gebraucht, um sich zu erholen. Die Kastration war auch nicht so einfach, weil die Samenstränge schon so stark ausgebildet waren.

    Viele lassen ihre Pferde erst später kastrieren - allerdings können dann schon mal eher Probleme auftreten (Wundheilung).

    Wichtig ist, daß beide Hoden da sind und das es nicht zu warm (Fliegen) aber auch nicht zu kalt/naß zum kastrieren ist, damit die Wunde gut heilen kann.

    Ansonsten würde ich bei einem Hengst/Wallach im Jungpferdealter nicht so viel am Kopf streicheln, weil die Rabauken dann nämlich schon mal gerne das zwicken anfangen.

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  7. #7 Dunja27, 05.07.2004
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    Ach so, wenn man so früh kastriert, werden die Kleinen erst gar nicht hengstig - bei späterem kastrieren können schon Hengstmanieren vorhanden sein, dann dauert es schon mal länger, bis diese Manieren wieder verschwinden.

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  8. Cippi

    Cippi Guest

    Aha. Das wuste ich nicht mit dem Kopf streicheln.Ok, wieder was gelernt-nur noch ab und zu.

    Mir wurde auch angeraten mit 1 Jahr das zu machen,noch bevor er auf den Geschmack kommt.

    Danke für deine tollen Tips, werde jetzt versuchen mal ein Foto von ihm reinzusetzen.

    Bis dann
    Cippi & Nando
     
  9. #9 Dunja27, 05.07.2004
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    Ooooohhhh - Fotos wären super!!!! Ich freue mich schon auf die Bilder :dafuer:

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  10. #10 Cippi, 05.07.2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.07.2004
    Cippi

    Cippi Guest

    test

    das ist ein test ob man das Bild sieht. Will nicht so ganz funktionieren.Versuche es weiter.
     
  11. Cippi

    Cippi Guest

    test

    ist das bild endlich zu sehen?
     

    Anhänge:

  12. #12 Dunja27, 05.07.2004
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    Oh, wie süß - ist das ein kleiner Fuchs mit Stern (bin ziemlich kurzsichtig)?

    Hübsch ist er!!! :gott:

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  13. Cippi

    Cippi Guest

    Hi,

    sorry das Bild ist etwas klein geraten :( ,aber Du hast schon richtig gesehen.
    Seine Mutter ist Schwarz-weiss,der Vater Braun-Weiss.
    Das seltsame ist ja das sein Stiefbruder identisch ist.Seine Mutter ist gescheckt wie der Vater.
    Seltsam,Seltsam :? .
    Also wenn ich es noch hinbekomme werde ich noch weitere und etwas grössere Fotos schicken.

    Liebe Grüsse
    Cippi & Nando
     
  14. Mary

    Mary Guest

    Hallo Cippi,
    erst einmal ein Herzliches Willkommen hier bei den Pferden.Und gratulier Dir auch zu dem süßen Fratz.
    Nu muß ich aber gleich mal ein bissel Dunja wiedersprechen(bitte nicht bös sein :gott: ).
    Also ich habe schon einige Fohlen groß gezogen und bin der Meinung(aus der Erfahrung heraus) sie sollten schon so früh es geht ans Halfter gewöhnt werden.Nicht stundenlang aber dafür öfter mal kurz angelegt.Das es einfach normal für sie ist.Auch anbinden müssen sie lernen und Füsse geben.Wie soll den sonst die Hufkorrektur erfolgen? Wenn sie 2 jahre nur auf der Wiese stehen nutzt sich kein Horn ab und die Füsse werden zu lang.
    Also nicht sofort anfangen,aber wenn er etwas älter ist,ruhig mal die Füßchen kurz anheben,wenn er akzeptiert,das man die Beine anfaßt.
    Spätestens wenn er von der Mutter weg kommt,sollte er sich auch führen lassen.
    Allerdings gebe ich Dunja Recht,nicht so viel tüddeln und Leckerlie.Und das Beste ist wirklich ihn so früh wie möglich legen lassen,damit er erst gar nicht hengstig wird.Am besten ist der Herbst oder zeitiges Frühjahr.
     
  15. Cippi

    Cippi Guest

    Hi Maria,

    So wie du es beschrieben hast,hatte ich es auch in Erinnerung.Deshalb hab ich mir auch schon ein verstellbares Fohlenhalfter besorgt.Das mit dem Kämmen klappt gut, er lässt sich auch überall anfassen. Betüddeln tu ich ihn eigentlich nicht so und Leckerlie gibts noch nicht.Ich lobe Ihn halt wenn er schön dasteht und sich kämmen bzw. an den Beinen anfassen lässt.Ab und zu a busserle :D aber sonst verhätschle ich ihn eigentlich nicht.Ich denke schritt für Schritt werden wir das ganze angehen, noch kann er sich auch gar nicht so lange konzentrieren. Richtig arbeiten werde ich klar erst später mit Ihm, und interessant wird es ja auch erst wenn er von der Mutter getrennt wird.
    Bis dahin will ich doch auch nur das Vertrauen zwischen uns aufbauen und kleine Vorarbeiten leisten.

    Liebe Grüsse
    Cippi & Nando
     
  16. #16 Dunja27, 06.07.2004
    Dunja27

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    Hallo,

    bei unseren Fohlen werden auch regelmäßig die Hufe vom Schmied korrigiert - das geht auch, ohne vorher großartig zu üben, da wir einen sehr guten und erfahrenen Schmied haben. Für Impfungen, Wurmkuren und Schmied werden natürlich auch Halfter angelegt, aber ohne vorher zu üben und das klappt ganz gut. Die Fohlen sind meist recht zutraulich, obwohl wir sie völlig in Ruhe lassen - wir machen es dann immer so, daß einer das Fohlen streichelt und der andere vorsichtig das Halfter übertreift.

    Meine Freundin züchtet nun schon seit 25 Jahren Islandpferde und handhabt das eigentlich immer so mit ihren Fohlen (ca. 5 - 10 pro Jahr).

    Sobald sie Jährlinge sind, bekommen sie während der Weidesaison täglich ein halbes Salvana, so daß sie dann schon einigermaßen an den Menschen gewöhnt sind.

    Das mit dem Anbinden und kurze Strecken führen (Auslauf bis Stallgasse) machen wir dann meistens im Winter, wenn die Pferde im Auslauf stehen und die Jährlinge schon fast zwei sind. Den Sommer über kommen sie dann wieder auf die Weide und werden völlig in Ruhe gelassen (bis auf Schmied, Impfungen, Wurmkuren und tägl. Salvana).

    Dreijährig werden ihnen dann die Grundlagen der Bodenarbeit (Führtraining) beigebracht, was dann vierjährig intensiviert wird (Frühjahr). Dann bekommen die vierjährigen eine Sommerpause und werden im Herbst angeritten.

    Den Winter über haben sie dann wieder Pause und kommen im Frühjahr fünfjährig nochmals in Beritt. Ab dem Zeitpunkt werden sie dann langsam auch weiter geritten.

    Das funktioniert eigentlich sehr gut - wie gesagt, bei meiner damaligen Jungstute habe ich das alles viel zu früh, zu viel und zu intensiv gemacht; dadurch habe ich das ganze Pferd "versaut" und wenn ich könnte würde ich es liebend gerne wieder rückgängig machen. Es ist meine Schuld, daß sie nun so ist, wie sie ist und das kann ich nicht mehr wieder gut machen.

    Liebe Grüße
    Dunja
     
  17. Mary

    Mary Guest

    G´mosche,
    ja Cippi genau.Immer mal besuchen,das Ihr Euch kennen lernt so meinte ich das auch.
    Arbeiten kann man eh mit den Fuzzis noch nicht.Da habt Ihr noch ein Leben lang für Zeit. ;)

    Dunja,
    genau, da sind wir uns ja einig ;) .
    Wir haben auch einige Bekannte,die Isländer züchten und die waren immer der Meinung Isis müßten halb wild aufwachsen. :(
    Da gabs dann natürlich immer Probleme,wenn sie nur umgekoppelt werden mußten.Wenn die Koppel am anderen Ende vom Dorf ist z.B.
    Und wenn dann wirklich mal was erntes war,war der Streß für die Kleinen natürlich noch größer.
    So wie Ihr das handhabt ists ja auch in Ordnung,nur so ganz ohne Bezug zum Menschen (finde ich) gehts halt nicht.
    Unser Kleiner(jetzt 3) mußte auch relativ früh schon lernen am Halfter geführt zu werden.Er war immer der Meinung,er müßte nicht mit Mama mit gehen und stromerte in der falschen Richtung rum :s .
    War mir dann auch zu gefährlich,auch wenn nicht direkt die Straße in der Nähe ist.
    Aber auf die Koppel bringen war schon immer eine Tortour,mit dem kleinen Mistkäfer :hintavotz .

    Er war von klein auf schon sehr selbstständig und der Meinung alle könnten ihn mal am :arsch: . :D
     
  18. Cippi

    Cippi Guest

    Hi,
    Danke für eure Infos, hilft mit sehr weiter :jaaa: .Werde heute weitere Fotos reinsetzen und euch auf den laufenden halten :D .
    Voraussgesetzt es interessiert euch.

    Liebe Grüsse :0-
    Cippi & Nando
     
  19. Mary

    Mary Guest

    Was für ne Frage 8o ....
    Her mit den Bildern :D ,klar interessierts uns :jaaa:
     
  20. askur

    askur Guest

    ist ja ein ganz hübscher :)

    meiner Meinung nach ist es am besten, dem jungen Pferd möglichst bald erst mal allmählich beizubringen, was es unbedingt können muss - sprich Halfter, Führen lassen, Anbinden, Putzen, Hufe geben, auf den Hänger gehen. Gerade letzteres geschieht am besten zusammen mit der Mutter. Und sollte erst mal ruhig geübt werden, nicht im Rahmen von "heute müssen wir mit dem fohlen wo hin also wirds irgendwie reinverfrachtet".

    Wird dabei auf ruhigen und konsequenten Umgang geachtet und viel gelobt, wird dadurch bestimmt kein Pferd versaut. Ganz wichtig ist vor allem, dass man dabei stufenweise vorgehen sollte - hat ein Pferd was neues gelernt oder etwas altes besser gemacht, loben und damit aufhören (klar natürlich, dass man bei nem älteren Pferd nicht nach ner Minute länger am Anbindebalken den Strick löst und das Pferd zurückbringt :D ). Eine einzige sofortige Wiederholung der jeweiligen Lektion schadet je nach Fall nicht, vor allem wenn man sich noch nicht so sicher ist ob das Pferd nur aus Zufall was richtig gemacht hat, ansonsten motiviert das das Pferd aber ungemein, wenn es was gut gemacht hat es zu loben und aufzuhören.

    Immer nur eine Lektion üben - und was als Lektion aufzufassen ist, ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Beispiel Hufegeben - bei manchen ist es schon als Erfolg zu werten, wenn sie sich am Bein herab streichen lassen.

    Beispiel Longieren (für dich natürlich noch nicht relevant): eine Bekannte hat ein Jungpferd longiert, das extrem brav mitmachte, und das wo es erst zum zweiten Mal an der Longe war. Hat alles prima gemacht auf jeder Hand - spätestens da hätte ich aufgehört, zumal es beim letzten Mal wohl nicht so toll war. Aber weil das Pferd ja so schön mitmachte wurde erst recht länger gemacht - bis das Pferd (Jungpferde können sich noch wesentlich weniger lange konzentrieren als zum Beispiel Kinder!) dann doch irgendwann die Schnauze voll hatte. Dann zu strafen ist absolut falsch - in diesem Fall ist das Pferd einfach überfordert. Allerdings sollte man noch irgendwas abfragen was das Pferd höchstwahrscheinlich noch zur Zufriedenheit macht - wenns irgendwie geht sollte man immer mit einem Lob aufhören. Anders ist der Fall, wenn sich ein Pferd von Anfang an gezielt widersetzt - hier muss man halt zur Not schon auch mal länger durchhalten, bis es einen Grund zu loben geht. Hier aufzuhören ist da kontraproduktiv - da denkt dann das Pferd, super, etwas aufführen und schon hat es schneller ruhe.

    Hat das Pferd die "Vorschule" erst mal absolviert, ist es an und für sich am besten, es auf eine Jungpferdeweide zu schicken (wobei eine gemischte Herde noch besser wäre) und es einfach Pferd sein zu lassen (natürlich mit Weidekontrollen), bis man anfängt es auf das Anreiten vorzubereiten.

    Hören halt viele nicht gern - man kann das Pferd oft nicht mehr so oft sehen etc. Hat aber viele Vorteile - in der Herde werden dem Pferd gewisse Verhaltensweisen wie von selbst beigebracht, Gelenke, Sehnen, Bänder, Muskeln werden optimal trainiert... Und was einmal gelernt ist, bleibt gelernt - auch wenn es da etwas seltsame Ausnahmen gibt, die aber eher selten sind :D

    Ein Kompromiss wäre noch, es hin und wieder mal "in Urlaub" auf eine solche Weide zu schicken.

    Etwas "Urlaub" ist oft gerade auch dann sinnvoll, wenn irgendwie nix weiter geht, das Pferd nur noch grätzig ist... dann wirken zwei Wochen Pause oft Wunder. Auch wenn das Pferd viel gelernt hat sollte man ihm mal wieder "Urlaub" gönnen, das Gelernte festigt sich dann oft noch besser, und es bekommt wieder den Kopf frei.
     
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