Frage zu Katarakt (Graue Star)

Diskutiere Frage zu Katarakt (Graue Star) im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, liebe Vogeldoktor! Gibt es, daß man sich gegen den Katarakt bei Vögeln behandeln kann oder die Vogelauge operieren kann?????? Gruß Danny

  1. iskete

    iskete Guest

    Hallo, liebe Vogeldoktor!

    Gibt es, daß man sich gegen den Katarakt bei Vögeln behandeln kann oder die Vogelauge operieren kann??????

    Gruß
    Danny
     
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  3. #2 Frank-Heinrich, 11. Mai 2003
    Frank-Heinrich

    Frank-Heinrich Guest

    Hallo Danny,

    ich bin zwar kein Tierarzt, aber Augenoptiker.
    Grauer Star ist nicht behandel- oder heilbar. Prinzipiell kann man ihn operativ korrigieren. Bei Menschen (und ich weiß von einem Hund) wird die Augenlinse dann entfernt und durch eine künstliche Augenlinse (keine Kontaktlinse!) ersetzt. Vor dieser Methode, hat man schon im Mittelalter den Grauen Star "gestochen", das heißt, die Linse wird einfach aus dem Auge entfernt. Das Auge ist dann zwar stark Fehlsichtig, aber der zur Erblindung führende "Nebel" in der Linse ist weg.

    Sollte es keine Möglichkeit für Deinen Vogel geben, eine dieser Operationen durchzuführen, kannst Du ihm aber das Leben etwas erleichtern. Versetze Dich in seine Lage, in dem Du Dir sein Umfeld durch eine Milchglasscheibe anschaust. Du wirst feststellen, dass er nur noch Hell und Dunkel unterscheiden kann, oder ganz kräftige Farben. Also: Sorge dafür, dass Sitzstangen sich vom Hintergrund gut absetzen und auch alles sonst duch starke Kontrast erkennbar ist, Sorge für gute Beleuchtung und laß nichts schwer erkennbares rumstehen (Gläser o.ä.) mit denen er sich verletzen könnte.

    Ich bin sehr gespannt, ob Deinem Vogel operativ geholfen wird, also lass es mich bitte wissen.

    Vielen Dank, und viel Glück Frank-Heinrich
     
  4. iskete

    iskete Guest

    Hallo Frank-Heinrich!

    Vielen Danke für Deine Antwort! :)

    Mein Stieglitz hat Katarakt in linken Auge. :( Er sieht noch gut nur mit rechten Augen und kann trotzdem gut zum Hindernis fliegen, z.B. mein brutlustige Zeisig hat ihn gejagt, daß der Stieglitz gut ausweichen konnte. Ich habe noch nicht beobachtet, ob er einen Unfall hätte. Er ist sehr zutraulich und vorsichtig.

    Gruß
    Danny :0-
     
  5. Rosine

    Rosine Guest

    Hallo Danny!

    Die Therapiemöglichkeit durch Linsenextraktion halte ich bei so kleinen Vögeln dann doch für äußerst schwierig - zumal ja hinterher mittels einer Brille korrigiert werden muß ;) .

    Das nächste Problem ist, daß es in Deutschland nicht viele Vogelkundler gibt, die viel Ahnung von Vogelaugen haben. In München gibt es z.B. einen der wenigen VogelTÄ, die einen Augenspiegel haben, der geeignet ist, um einem Wellensittich in den Augenhintergrund zu gucken.

    Praktisch kannst Du ihm eigentlich also nur möglichst viele Orientierungshilfen bieten und alles Gefährliche aus dem Käfig entfernen.

    Einer meiner Geier war übrigens auch auf einem Auge blind. Bei Rosine hat man in gewohnter Umgebung fast überhaupt keine Beeinträchtigung bemerkt :) .
     
  6. #5 Frank-Heinrich, 15. Mai 2003
    Frank-Heinrich

    Frank-Heinrich Guest

    Hallo,

    da muß ich leider widersprechen! Natürlich würde der Vogel nach der Entfernung der eigenen Augenlinse (geht auch deutsch!) mit einer Brille besser sehen, aber ein linsenloses Auge sieht immer noch besser als eines mit grauem Star!

    Ein guter TA wird sich sicherlich bei einem Augenarzt kundig machen können und diesen Eingriff problemlos ausführen können!
    Übrigens nützt eine Spaltlampe zur Untersuchung des Augenhintergrundes nichts, wenn die Linse trüb ist - da sieht man ja nichts!

    Gruß Frank-Heinrich
     
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  8. Rosine

    Rosine Guest

    Hallo,

    ich weiß ja nicht, seit wann man mit einer Spaltlampe den Augenhintergrund anschaut... Für sowas gibts den Augenspiegel. Ich wage wirklich zu bezweifeln, daß ein normal ausgestatteter VogelTA in irgendeiner Weise in der Lage sein wird, eine Linse zu entfernen, ohne daß dabei das ganze Auge ausläuft. Denn immerhin ist das eine OP, die selbst beim vergleichsweise riesigen Menschenauge unter dem Operationsmikroskop erfolgt.

    Ein linsenloses Auge sieht in der Ferne scharf. Wenn der Vogel allerdings versucht nahzuakkomodieren, dann hat er ein Problem... Die schrittweise Gewöhnung an zunehmende Blindheit auf einem Auge ist einfacher, als auf einmal nur noch in die Ferne schauen zu können.
     
  9. iskete

    iskete Guest

    Hallo!

    Ich habe einen E-Mail von eine Tierärztin bekommen:

    Hallo,
    theoretisch ist eine Staroperation auch beim Vogel möglich, allerdings wurde
    es bisher nur bei größeren Papageien versucht, mit wechselndem Erfolg. Die
    Kosten belaúfen sich ca. um 500? pro Auge und ein Hauptproblem wird die
    Kleinheit des Stieglitzes sein, sowohl bei der Narkose als auch bei der
    Dúrchführung der Operation. In der Regel kommen die Vögel sehr gut mit einer
    enseitigen Linsentrübung zurecht.


    Gruß
    Danny
     
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