Frage zum Anfang des Trainings

Diskutiere Frage zum Anfang des Trainings im Clicker-Training Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Leute, konnte mir endlich nach langer Zeit 2 Vögel zu legen :). Habe jetzt 2 Alexander erworben. Jetzt habe ich eine Frage sie erstmal so...

  1. #1 Lutze53, 8. Oktober 2010
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2010
    Lutze53

    Lutze53 Neues Mitglied

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    Hallo Leute,

    konnte mir endlich nach langer Zeit 2 Vögel zu legen :). Habe jetzt 2 Alexander erworben. Jetzt habe ich eine Frage sie erstmal so zu trainieren das sie keine Angst mehr vor der Hand haben. Hab gelesen mit der Schälchenmethode soll es ganz gut gehen. Aber solln die beiden das erstmal im Käfig lernen oder sollte man sie rauslassen. Befürchte das ich sie nur schwer wieder reinbekomme :)
     
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  3. Stephanie

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    Hallo Lutze,
    Du hast noch keine Alexandersittiche, richtig?

    Dann kannst Du erst mal den Käfig so einrichten, dass er für sie SEHR interessant ist und die Futternäpfe in der Nähe der Eingangstür anbringen, aber nicht direkt davor.
    Dann kann Du ein Leckerlischälchen (oder vielleicht ein Sitzbrett) so anbringen, dass Du von außen recht gut etwas darauf legen kannst zum Belohnen.

    Wenn die Sittiche den Käfig als Zuhause ansehen, kommen sie normalerweise nach dem Freiflug auch freiwillig dahin zurück.
    Zum Zuhause trägt bei:
    - angemessene Größe
    - interessante Beschäftigungen
    - leckeres Futter, also auch anfangs gerne mal einen besonderen Leckerbissen frei zur Verfügung stellen
    - bequeme Schlafplätze (muss man schauen, wo sie schlafen; bei Wellensittichen würde ich empfehlen: hohe Äste und Schaukeln anbringen, in der Nähe voneinander aber so weit weg voneinander, dass die Vögel sich nicht gegenseitig weg hacken können)
    - evtl. Badeschale = große Käfigtür, um Schale bequem und ohne Angst für Vögel raus zu holen und rein zu stellen
    - evtl. kleine essbare Pflanze, bei Wellis, Golliwoog , im Topf auf dem Käfigboden: Leckerli und Versteckmöglichkeit.

    Draußen muss ein interessanter Landeplatz her, am besten erst mal in der Nähe des Käfigs.
    Dort kann anfangs WENIG Leckerli liegen, damit vogel weiß, wo er hin soll und WASSER bleibt nat. im Käfig.

    Zum Training:

    Man kann anfangen, erst mal durchs Gitter zu clickern.
    Erst mal muss man sowieso konditionieren (Click + Leckerli geben oder hinlegen).
    Das kann man einmal machen, Leckerli in Schale oder auf Brett und weg gehen, und dann wiederholen, wenn das Leckerli gefressen wurde.
    Am besten, wenn sie sehr scheu sind, würde ich zwei Tage lang konditionieren, also einmal 2 oder 5 min oder nur einmal, wenn die Vögel erst mal nicht dran gehen (weitermachen geht ja nur, wenn die erste Belohnung verspeist wurde ;)) und dann einen Tag später noch einmal.

    Dann kann man einfach mal mit dem Targetstick anfangen:
    Bei scheuen Vögel, die Angst vor einem haben, erst mal Ts zeigen/ hochhalten, click + Leckerli, das immer wiederholen, wenn sie entspannt sind ein wenig näher ran gehen, bis der Ts direkt vor dem Käfig sein darf (das kann evtl. ein paar Sitzungen dauern).
    Dann TS mal ans Gitter halten, Blicke etc. clicken, immer mal warten, bis Vogel etwas mehr als vorher macht bis einer da rein zwickt oder die Spitze berührt.
    Dann viel Leckerli geben, aufhören (FAQs)
    Wenn der Ts klappt kann man mit den Vögeln erst mal durchs Gitter üben und sie z.B. immer zur geschlossenen Käfigtür führen.
    Oder man clickt, wenn sie an einem bestimmten, von draußen gut erreichbaren Ort sitzen (Trainingsplatz).
    Beim Freilassen kann man dann, wenn sie entspannt sind, auch entweder mal versuchen, den Ts an die Tür zu halten = 1. Schritt für das Draußenclickern, oder clicken, wenn sie irgendwo sitzen, z. B. auch, wenn sie wieder in den Käfig gehen, auch mitten am Tag, also ohne dass die Tür zu geht.
    Das schleift sich dann ein.

    Man kann auch die Annäherung der eigenen Person clicken:
    Warten, bis sie entspanntsind, click und Leckerli geben, wieder weg gehen, das immer wieder machen und immer, wenn sie entspannt sind, mal einen Schritt näher kommen, bis man vor ihnen stehen kann.
    Das Gleiche geht auch mit der eigenen Hand.

    Wenn sie mit dem Ts üben kann man langsam immer die gleiche Strecke Schrittchen für Schrittchen üben, z.B. in den Käfig oder aus dem Käfig, wieder rein.
    Wenn man abends übt (weil man z.B. morgens früh weg muss...), kann man erst anfangen, wenn sie im Käfig sitzen, click und erste Belohnung = "wir sind im Käfig".
    Bald fangen die Vögel an, das Clickern selbst einzuleiten, indem sie auf ihren Trainingsplatz gehen = in dem Fall, in den Käfig (2 Fliegen, eine Klappe!)!:D

    Bevor man die Käfigtür schließt, immer ein Leckerli geben und dann ein Kommando = Ankündigung "Ihr bleibt jetzt hier sitzen, ich mache die Tür(en) zu und dann bekommt ihr ein Leckerli" erklären.:zwinker:
    Toll ist es für die Vögel, wenn danach noch etwas Schönes kommt, die Obstschüssel, das Badewasser, der Knabberast, noch mal ein Leckerli etc. damit sich das im Käfig Beliben lohnte.

    Bei mir klappte bei allen vier Vögeln, mit denen ich trainiert habe, am Anfang:
    Click, Name des Vogel, Leckerli, bis Name des Vogels, click, Leckerli.
    Wenn Vogel A statt Vogel B kam, wurde Vogel B mit der Belohnung verfolgt und bekam danach noch eine Extraübung = Chance auf ein Leckerli, so dass Vogel A lernte, ich bin A und bekomme nur etwas, wenn sie A sagt" und Vogel B "wenn sie B sagt, bekomme ich auf jeden Fall etwas, auch wennA mich erst mal mobbt.".
    Vogel A in dem Fall wird dann dicke für das Warten/ Bleiben belohnt, wenn er das macht.

    "Warte" oder "Bleib" ist eine schwierige wichtige Übung, dafür muss man immer wieder den Störer ignorieren und ihn dann, wenn er mal eine Sekunde wartet, dick belohnen, ihn für das WEgsehen belohnen ("Opfer" nicht anstarren...) und kretiv sein (evtl. umdrehen, weg gehen, plustern etc. mit belohnen, dann hat er beim WArten etwas zu tun).
    Jede Sekunde, die ein Vogel wartet, muss anfangs belohtn werden, weil sich viele Vögel da sehr gerne mal mobben (vom Ast werfen usw.)

    Daher ist es gut, gleich am Anfang jeden Vogel immer nur auf einem bestimmten Ast, seinem Trainingsplatz zu belohnen, und bei einer Störung warten, bis der Vogel wieder da sitzt.

    Gleich am Anfang würde ich auch die Transportbox mit ins Zimmer stellen und bei erster Gelegenheit, wenn beide Vögel draußen dem TS folgen, mal kleine Schritte dort hin machen, damit das Gehen in die Box früh zur Alltäglichkeit wird.

    Bei meinen Vögeln hat es sich gelohnt, immer zur gleichen Zeit das gleiche zu machen und mit den gleichen Worten anzukündigen.
    Insbesondere an Käfig auf, Käfig zu, Licht aus = Schlafplatz aufsuchen haben sie sich schnell gewöhnt; bei mir auch an Lüften = mittags mal im Käfig bleiben.

    Wann kommen denn die Alexandersittiche???:freude:
     
  4. Lutze53

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    Ah Danke für die umfassende Antwort. Die 2 Rapauken sind schon da und klettern munter durch den Käfig. Das mit den Brett ist eine gute Idee, da werde ich mal was zusammenbauen und das mal ausprobieren. Werde mich dann wieder melden wenn ich Fortschritte gemacht habe :) Danke
     
  5. Lutze53

    Lutze53 Neues Mitglied

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    So wollte ja berichten ob sich was verändert hat. Und ja es hat schon Früchte getragen, einer frisst mir schon aus der hand :), ausser der andere da muss ich noch weiter üben der ist noch scheu.
     
  6. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Das ist ja klasse!:freude:

    Einer muss ja immer der Scheueste sein; umso mehr freut man sich, wenn der dann später ankommt.
     
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